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LG B1 im Test: Der OLED mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis?

Der LG B1 bringt OLED Bildqualität für einen vergleichsweise niedrigen Preis. Wir haben den B1 mit anderen OLEDs verglichen und sagen dir, ob der Fernseher das richtige für dich ist!
LG B1 im Test Bild: Der B1 bietet etwas dunklere HDR-Bilder als der C1.
Panel Typ
OLED
Verfügbare Größen
55", 65", 77"
Getestete Größe
55"
HDR-Unterstützung
HDR10, Dolby Vision, HLG
Smart TV
WebOS 6.0
Video-Eingänge
2 x HDMI 2.1, 2 x HDMI 2.0
Preis (UVP/Straßenpreis)
1.799 Euro / ca. 1.400 Euro
In Kürze
Der OLED B1 von LG überzeugt rundum für Streaming, Gaming und Fernsehen. Seine hervorragende Bildqualität liegt nur wenig hinter den Topmodellen zurück, er lässt sich einfach bedienen, und auch Gamer haben dank HDMI 2.1 viel Spaß mit dem B1.
Vorteile
  • Erstklassige Bildqualität
  • Umfangreiche Smart-TV-Funktionen / WebOS 6.0
  • Sehr gute Bedienung
  • HDMI 2.1 für Gaming: VRR, [email protected]
Nachteile
  • Etwas weniger Spitzenhelligkeit im Vergleich zum LG C1
  • In hellen Räumen sind dunkle Details nur schlecht zu erkennen
  • Kein HDR10+

Fernseher können heute viel mehr als „Fernsehen“: Streaming, Apps, Gaming und Mediatheken stehen neben Bild- und Tonqualität oben auf der Liste der Kundenwünsche. Der OLED B1 von LG verspricht ein tolles Gesamtpaket, das günstiger zu bekommen ist als andere OLED-TVs, beispielsweise der LG C1, Sony A80J oder Panasonic JZW1004.

Und die OLEDs von LG sind gegenüber 2020 schon günstiger: Die unverbindliche Preisempfehlung für einen 55-Zoll-B1 fällt mit 1.799 Euro um 200 Euro billiger aus als sein Vorgänger BX. Was der LG B1 alles kann und wo du vielleicht Abstriche machen musst, verrät dir dieser Test.

Im Angebot ist der LG B1 derzeit recht günstig zu haben:

» Hier findest du aktuelle LG B1 Deals.

LG B1: Typisch schlankes OLED-Design

Der neue B1 sieht seinem Vorgängermodell LG OLED BX zum Verwechseln ähnlich. Das wenige Millimeter dünne OLED-Display ist nach wie vor ein schicker Hingucker, während das Elektronik-Gehäuse nach wie vor etwa 4 cm tief ist. Sein Standfuß ist schlicht und aus stabilem Kunststoff gefertigt. Im Vergleich zum Edel-Design eines OLED G1 und zum breiten Metallfuß des C1 schneidet der B1 folglich in der Note Design und Verarbeitung etwas schwächer ab als die OLED-Topmodelle.

LG OLED TV B1 von der Seite
Der LG B1 ist wie für OLED-Panels üblich, extrem flach.

Den LG B1 gibt es in den klassischen OLED-Größen 55 und  65 Zoll und für Großbildfans auch mit 77 Zoll, also fast 2m Diagonale. Dabei ist dank der platzsparenden Bauform die 55-Zoll-Version gerade mal 1,23 m breit, der 65-Zöller hat 1,45 m Breite.

Im HIFI.DE-TV-Labor haben wir den OLED 55B19LA mit 139 Zentimetern Bilddiagonale auf Herz und Nieren geprüft. Stand November 2021 führt er unsere Liste der besten Fernseher bis 1.000 Euro an.

Lese-Tipp: Hier geht es zu unserem Ratgeber für die optimale Bildschirmgröße.

Der Standfuß des LG OLED B1
Der Standfuß des B1 sieht nicht schlecht aus, ist aber aus Kunststoff gefertigt und nicht ganz so hochwertig wie der breitere und schwerere Fuß des LG OLED C1 mit Metall-Frontpartie.

Klasse Bildqualität mit dem LG OLED B1

  • OLED: Top-Bildqualität mit Pixel-Dimming
  • Kaum Abstriche im Vergleich zu LG C1

Das war nicht anders zu erwarten: Der B1 kommt mit den OLED-typischen Stärken, die er seinen selbstleuchtenden Pixeln verdankt: Im Gegensatz zu LED- und QLED-TVs, die immer eine Lichtquelle hinter ihren Pixeln benötigen, leuchtet jeder Bildpunkt bei OLED aus eigener Kraft. Das bringt das tiefste Schwarz, das Bildschirme liefern können, und sorgt für erstklassige und wirklich punktgenaue Kontraste, sowie klare Farben.  Und einen richtig breiten Betrachtungswinkel bekommt man damit obendrein.

Samsungs beste QLED-TVs machen den OLEDs freilich inzwischen Konkurrenz, etwa mit dem QN91A oder QN90A und trumpfen dabei mit ihrer großen Spitzenhelligkeit und Mini-LED-Technik auf.

LG OLED B1 Black Uniformity
Typisch OLED: Das weiße Fadenkreuz ist optimal von dem schwarzen Bildhintergrund abgesetzt.

Tipps für das beste Bild mit dem LG OLED

LG bietet immer schon eine riesige Auswahl an Bildmodi. Das kommt den verschiedensten Geschmäckern entgegen. Unser Empfehlungen sind aber klar: „Kino“ fürs dunkle Heimkino, „Experte (helle Flächen)“ für einen beleuchteten Raum oder mäßiges Tageslicht, „Spiele-Optimierer“ für Gamer. Bei Dolby-Vision-Inhalten empfehlen wir „Kino Home“. In unserem Ratgeber über die Bildeinstellungen deines LG OLED TVs erfährst du, wie du mit minimalen Änderungen in den Einstellungen die Bildqualität deines Fernsehers erhöhen kannst.

Der LG B1
Der LG B1 bietet OLED-typisch einen sehr breiten Betrachtungswinkel.
Info: Bildmodus richtig einstellen Welchen Bildmodus du einstellst, hat grundlegenden Einfluss auf das Bild. Nach der ersten Inbetriebnahme ist beim LG-OLED-TV der „Sparmodus“ voreingestellt: Ein „Allrounder“, der die Bildschirmhelligkeit automatisch für verschiedene Lichtverhältnisse reguliert, sowie Kontraste und Konturen verstärkt.

Allerdings weicht dieser Modus absichtlich von den Standards bei TV- und Filmproduktionen ab. Um ein natürlicheres Bild für Filme und TV-Sendungen zu erhalten, empfehlen wir „Kino“ oder „Experte“. Im Filmmaker-Modus sowie beim Modus Kino ist das Bild auf besonders originalgetreue Wiedergabe getrimmt, aber so dunkel, wie ein Profi-Monitor im Film-Studio.  Folglich solltest du auch deinen Raum hierfür ganz abdunkeln. oder die OLED-Helligkeit höher einstellen. Der Bildmodus „Experte (Helle Flächen, Tageszeit)“ bringt etwas kräftigere, leuchtendere Farben für einen beleuchteten Raum bzw. Tageslicht. Je nach Geschmack und Bedarf kannst du weitere Einstellungen vornehmen, zum Beispiel die „TruMotion“-Funktion auf einen mittleren Wert einstellen, um ruckelfreie Bewegtbilder zu erhalten.

HDR beim B1: Auch Dolby Vision, mit intelligenter Steuerung

  • Sehr gut: Erweiterter Farbraum für HDR
  • HDR-Spitzenhelligkeit könnte höher sein

LG ist in puncto HDR-Unterstützung grundsätzlich sehr gut ausgestattet. Neben HDR10 wird auch der Premium-HDR-Standard Dolby Vision unterstützt. Für 4K-TV-Sendungen ist der Standard HLG mit dabei. Einzig HDR10+ ist nicht mit von der Partie. Inzwischen bieten die meisten großen Streaming-Dienste 4K-Inhalte in HDR10 oder sogar Dolby Vision an. Diese Inhalte haben eine erweiterte Farbpalette, die vom B1 beeindruckend klar ins Wohnzimmer gebracht wird.

HDR-Farbraum P3 bei LG OLED B1
Aus dem TV-Labor: Bei HDR-Inhalten nutzt der OLED (wie üblich) den erweiterten Farbraum P3. Unser Screenshot zeigt einen Teil unserer Calman-Messungen mit HDR10-Testbildern. Sie belegen, dass der LG B1 auch bei HDR eine erstklassige Farbtreue aufweist.

Sehr gute Farbtreue auch für HDR

Unsere Labor-Tests mit den Analyse-Tools von Calman bestätigten die erstklassige Farbtreue des LG-OLED-Bildschirms im B1. Mit neutralen Bildeinstellungen wie dem Bildmodus „Kino“ zeigte das Testgerät kaum sichtbare Abweichungen von den Idealwerten. Ein „Feinschliff“ für Perfektion im Bild ist zudem über eine Calman-Bildkalibrierung machbar. Wichtig ist bei HDR aber auch die Spitzenhelligkeit. Hier bleibt der OLED B1 mit rund 550 Nits hinter anderen aktuellen OLED-TVs zurück. Diesen Wert haben wir im Bildmodus HDR-Kino ermittelt, der gleichzeitig die natürlichsten Farben liefert. In der Praxis lautet daher unser Tipp, HDR-Inhalte am besten in abgedunkelter Heimkino-Atmosphäre zu genießen.

HDR-Wiedergabe beim OLED B1

Obwohl der B1 mit dem „Alpha 7“ den etwas schwächeren Bildprozessor und weniger Spitzenhelligkeit als ein G1 oder C1 bietet, verfügt er dennoch über das Feature Dolby Vision IQ. Und darum gehts:
Wenn du Dolby Vision – etwa über Netflix – anschaust, solltest du AI Helligkeit und den HDR-Bildmodus Kino Home einstellen. Dann ermittelt der Lichtsensor im B1 die aktuellen Lichtverhältnisse und passt die Bildwiedergabe automatisch darauf an. Das Intelligente dabei ist: Nicht einfach die Gesamthelligkeit, sondern die Helligkeitsverhältnisse innerhalb der Szenen werden für die Lichtverhältnisse angepasst: Schaust du HDR in einem hellen Raum, hebt der TV Bilddetails in dunklen Szene so hervor, dass sie besser zu sehen sind.

LG B1: Hervorragend zum Fußball gucken geeignet

Der B1 ist der günstigste 2021er OLED von LG, bei noch ein 100 Hertz-Panel verbaut wurde. Das Einstiegsmodell A1 dagegen bietet nur ein 50 Hertz-Panel. Dieser Wert sagt aus, die hoch die Bildwiederholrate des TVs ist, also wie viele Bilder pro Sekunde dargestellt werden können. 100 Hertz sind gerade für Sportübertragungen wichtig, da der Ball oft mit hohem Tempo über den Screen fliegt.

Der B1 schafft es mit seinem 100-Hertz-Panel und den Optionen zur Bewegtbildregulierung, einen flüssigen Bewegungsablauf der Spieler, des Balles und der Kameraschwenks darzustellen. Von dem verfügbaren Bildmodus „Sport“ raten wir ab, da er die Farben unnatürlich wirken lässt. Der Bildmodus „Standard“ eignet sich sehr gut auch für Sport-TV und bietet hierfür ein ansehnliches Gesamtbild.

Die Anschlüsse des LG B1: Alles was man braucht

  • HDMI 2.1 – für Gaming und Soundsystem
  • USB-Recording und Mediaplayer
  • TV-Twintuner für Kabel, Satellit und DVB-T2HD

OLED-Fernseher zählen im Allgemeinen zur Spitzenklasse der TV-Geräte, was sich meist auch in den Anschlussmöglichkeiten niederschlägt. Die Ausstattung der neuen LG OLED-TVs ist umfangreich und vielfältig nutzbar.

HDMI 3 und 4 für Gaming mit 4K bei 120fps
Für Gamer mit den neuesten Konsolen sind HDMI-2.1-Eingänge 3 und 4 die wichtigsten Anschlüsse. Beim LG B1 sind sie auf der Rückseite untergebracht.

TV-Vollausstattung

Die TV-Tuner für Kabel, Satellit und Antenne sind als Twin-Empfangsteile an Bord, was praktisch ist, wenn du eine USB-Festplatte für TV-Aufnahmen angedockt hast. So kannst du auch dann noch umschalten, wenn gerade eine Sendung aufgezeichnet wird. Drei USB-Schnittstellen bietet der B1 an, um Memory-Sticks und eine Festplatte anzuschließen. Damit kannst du nicht nur Sendungen aufnehmen, sondern auch einfach mal zeitversetzt fernsehen. Auch verfügt der B1 über einen Kopfhörer- bzw. Stereo-Ausgang, auf den die Samsung-Fernseher alle verzichten.

HDMI für Player und Konsolen

Der B1 hat je zwei HDMI 2.0- und HDMI 2.1-Anschlüsse, während die Top-Modelle C1 und G1 vier vollwertige HDMI 2.1-Eingänge besitzen. HDMI 2.0 reicht voll und ganz für 4K- Blu-ray mitsamt HDR und Dolby Vision. Über HDMI 3 und 4 nimmt der OLED dank HDMI 2.1 bis zu 120 4K-Bilder pro Sekunde von Spielkonsolen oder Gaming-PCs entgegen. Der B1 unterstützt dabei VRR (Variable Refresh Rate) ebenso wie den ALLM (Auto Low Latency Mode). Damit wird der TV automatisch auf Gaming-Betrieb mit schnellster Performance umgeschaltet. Bei den Sony OLEDs wie A80J gibt es ebenfalls HDMI-2.1-Schnittstellen, aber für diese Geräte kommt die volle Gaming-Unterstützung erst nach einem Firmware-Update.

Gaming mit dem LG B1 im Test

Die zwei HDMI 2.1-Eingänge beim OLED B1, die wie gesagt für die neuesten Spielekonsolen und PC-Grafikkarten fit sind, bringen uns nahtlos zum Thema Gaming. Zocken am Fernseher wird immer beliebter. Und mit einer XBox Series X|S oder Playstation 5 kannst du bis zu 120 4K-Bilder pro Sekunde auf den Schirm eines aktuellen LG-OLED-TV bringen.

Der Spielemodus des LG B1
Der Spiele-Optimierer bietet einige Optionen, um das Gaming-Erlebnis anzupassen.

Eine Neuheit bei den 2021er OLED-TVs von LG ist das Gaming-Menü „Spiele-Optimierer“, sodass du den TV für verschiedene Spiel-Genres wie Rollenspiel oder Strategiespiel einstellen und die Bildwiedergabe optimieren kannst.Eine angeschlossene Spielkonsole erkennt der LG-TV über den jeweiligen HDMI-Anschluss. Der beste Bildmodus ist hierbei „Spiele-Optimierer“.  Der Spiele-Modus sorgt für eine wesentlich geringere Eingabeverzögerung (Input Lag) und damit für ein Echtzeit-Gaming-Erlebnis. Das Gaming-Menü „Spiele-Optimierer“ ist an den gleichnamigen Bildmodus gekoppelt und sorgt dafür, dass du den TV optimal für deine Games einstellen kannst.

Unsere Messwerte für den Input Lag bei 60 4K-Bildern pro Sekunde liegen bei rund 13 Millisekunden. Wenn man über eine eine PS5 oder Xbox Series X mit variabler Bildrate (VRR, Variable Refresh Rate) zockt, könnte der bereits sehr gute Wert sogar unter 10 ms sinken.

OLED Tipp: Einbrennen verhindern In früheren Jahren gab es immer wieder Diskussionen um den sogenannten OLED-Einbrenneffekt. Zum Glück hat sich das geändert. Wenn heutzutage ein aktueller OLED „artgerecht“ genutzt wird, schätzen wir das Risiko, dass sich Bildelemente dauerhaft als bleibende Schattenbilder auf einem OLED abzeichnen, als praktisch unbedeutend ein. Auf alle Fälle gilt: Die eingebauten OLED-Schutzmaßnahmen wie Pixelshift, OLED-Refresh, Logo-Erkennung, etc. müssen eingeschaltet bleiben, und mehr als 8 Stunden Dauerbetrieb sind zu vermeiden. Im Standby-Modus regeneriert sich das OLED-Panel, daher nicht vom Strom trennen! Gamer sollten immer mal wieder das Spiel wechseln oder mal auf einen Film umsteigen. Weitere Infos und Tipps gibt es in unserem Ratgeber zum Thema Burn-In.

Bedienung und Praxis 

  • Fernbedienung: Neue Magic Remote
  • Smart TV: Überarbeitete Menüsteuerung

Die neue Magic Remote auch für den LG B1

Die 2021er TV-Generation von LGs Magic Remote liegt noch etwas besser in der Hand liegt als frühere LG-Fernbedienungen.

Außer Netflix und Prime Video sind Tasten für die Sprachassistenten Alexa und Google Assistant dabei, sowie Disney+ als Video-Streaming-Dienst. Dafür sind Media-Player-Funktionen wie Start, Stop, Vor- und Rücklauf jetzt in Bildschirm-Menüs untergebracht.

LG Magic Remote 2021 ohne NFC
Die LG Fernbedienung wurde für die 2021er-Modelle neu gestaltet und liegt jetzt noch besser in der Hand.

Wie auch andere LG-TVs, erkennt der B1 viele per HDMI angeschlossene Geräte automatisch. Über eine Universal-Fernbedienungsfunktion ist es für viele Geräte möglich, sie mit der TV-Steuerung zu bedienen. So konnten wir z.B. unseren Referenz-Blu-ray-Player von Panasonic ganz einfach über die LG Remote in den wichtigsten Funktionen mitsteuern.

Tasten mit Doppelfunktionen bei LG Einige Tasten der LG Magic Remote spielen eine Doppelrolle: So führt die rote Funktionstaste ein Doppelleben als „Red Button“ für Sender-Mediatheken und als Aufnahme-Knopf für USB-Recording. Je nachdem, ob du sie kurz oder gute zwei Sekunden lang drückst. Die Optionen-Taste ist ein Tausendsassa; kurz gedrückt, erscheint ein hilfreiches Kontext-Menü zu jeweiligen Anwendung, hältst sie gedrückt, wird die Audio-Beschreibung aktiviert. Und für die Ziffern 1 bis 8 kannst du selber festlegen, welche „zweite Identität“ sie annehmen sollen. Einfach die Null zwei Sekunden drücken, dann öffnet sich die Tastenbelegung.

Abgespeckte Version ohne NFC für OLED B1

Die Spitzenmodelle  LG C1 und G1 haben als besonderes Gimmick einen NFC-Chip, für „Nahfeld-Kommunikation“. Somit braucht du mit einem passenden Android-Handy und der LG-ThinQ-App nur das Smartphone und den Geber aneinander zu halten, um beispielsweise Inhalte vom Handy ruck-zuck auf dem TV zu teilen. Beim B1 muss man jedoch auf die NFC-Funktion in der Fernbedienung verzichten. Nutzer von Apples iPhone oder iPad können sich aber in jedem Fall über die Unterstützung von Apple Airplay 2 freuen.

Mehr Übersicht im Menü: Bekannte Funktionen mit neuer Sortierung

Neben der Fernbedienung haben auch die Bildschirm-Menüs eine Überarbeitung erfahren. Der „Mauszeiger“ für die Magic Remote-Bewegungssteuerung wechselt jetzt die Farbe, wobei die Farbe halb durchsichtig ist. Im Menü „Alle Einstellungen“ gibt es nur noch die Hauptkategorien Bild, Ton, Allgemein und Support. Innerhalb der Unter-Menüs wurde dabei einiges – ziemlich sinnvoll – umsortiert.

Menue für erweiterte Einstellmöglichkeiten LG OLED 2021
Ein Blick in das Menü „Alle Einstellungen“, das sich ohne Umweg öffnet, wenn man zwei Sekunden lang die „Zahnrad-Taste“ drückt.

Am Ende ist eine übersichtlichere Bedienung als zuvor herausgekommen, mit der man sich gut zurechtfinden kann.

Smart TV: Neues Design für Apps mit LG WebOS 6.0

  • Flotte Steuerung für Apps
  • Bildschirmfüllende Grafik-Oberfläche

Der LG OLED B1 das neue Smart-TV-Portal WebOS 6.0 an Bord. LGs Smart-TV-Oberfläche nähert sich damit den grafischen Nutzeroberflächen von Fire-TV oder Google TV an. Die augenfälligste Veränderung ist, dass es über der App-Leiste (Launcher bar) nun großformatige Kachel-Bilder gibt, die mit Streaming-Vorschlägen deine Aufmerksamkeit erheischen. Somit verdeckt das neue WebOS 6.0 den ganzen Bildschirm, und nicht nur das untere Drittel.

Und dennoch bleibt sich LG treu. Das neue WebOS überzeugt nach wie vor durch zügige Navigation. Das App-Angebot ist wie bei LG üblich, sehr gut. Praktisch ist dabei die Möglichkeit, die App-Symbole in der Launcher Bar automatisch sortieren zu lassen.

Das WebOS 6.0 auf dem LG C1
Mit dem neuen WebOS 6.0 bietet LG eins der führenden Smart-TV-Systeme auf dem Markt.

Sprachsteuerung mit dabei

Das Smart-TV-System wird von Sprachassistenten flankiert: Alexa, Google Assistant und LGs „ThinQ“ kannst du mit dem LG OLED nutzen. Viele Grundfunktionen sowie Such-Aufträge führt der Smart-TV aus, nachdem du die Mikrofontaste der Fernbedienung gedrückt hast.

Auf dem Smart-TV-Startbildschirm kannst du weit herunter scrollen. Es gibt Hinweise zu TV-Sendungen, die smarte Steuerzentrale „Home Dashboard“ mit allen verbundenen Geräten und so weiter. LG bietet eine gelungene Lösung, die in der Regel rasch und unkompliziert funktioniert.

LG B1 im Test: Ton okay

Wie klingt der LG B1? Präsentiert er zum Bild auch einen knackigen, runden Ton?

Im Hörtest haben wir Live-TV, Filmausschnitte und Musikbeispiele angehört. Der OLED-TV klingt insgesamt ordentlich. Für richtigen Tiefgang oder Stadionatmosphäre brauchst du aber eine größere Lösung, beispielsweise eine Soundbar.

Der LG B1 von hinten
Der Klang des LG B1 ist solide, das geht allerdings noch besser – natürlich dann auch zu einem anderen Preis.

Um den Sound etwas besser an die akustischen Eigenschaften deines Raums anzupassen,  gibt es eine Einmessung über die Fernbedienung. Die Prozedur benötigt nur wenige Minuten. Außerdem gibt es im Tonmenü einige Möglichkeiten, den TV-Klang für dein eigenes Gehör so gut es geht einzustellen, beispielsweise um Stimmen klarer hervorzuheben.

Lobenswert finden wir übrigens, dass man den TV-Ton gleichzeitig über die eingebauten Lautsprecher und Kopfhörer ausgeben kann. 

B1 oder C1: Welche Unterschiede gibt es zwischen den beiden OLED-TVs von LG?

Wahrscheinlich fragst du dich, was denn jetzt genau die Unterschiede zwischen dem günstigeren B1 und dem teureren LG C1 sind. Ob der B1 oder der C1 besser zu dir passt, hängt ganz von deinen Ansprüchen an einen Fernseher ab. Zuerst sei gesagt, dass sich die beiden TVs in Sachen Bildqualität nur minimal unterscheiden. Beide nutzen das gleiche OLED-Panel und bieten dementsprechend tolle Farb- und Kontrastwerte und überzeugen in dieser Hinsicht durchweg. Bei der HDR-Spitzenhelligkeit übertrifft der LG C1 den  guten Wert des B1 allerdings.

Verschiedene Prozessoren, Fernbedienung mit und ohne NFC

Ein weiterer Unterschied liegt im Bild- und Tonprozessor. Der LG B1 arbeitet mit dem Alpha 7 Gen. 4-Prozessor, während das teurere Modell auf den stärkeren Alpha 9 Gen. 4 setzt. Dies zeigt sich zum Beispiel in dem leicht besseren Feintuning der Farben beim C1. Die Fernbedienungen und Menüs der beiden Geräte gleichen sich, jedoch muss man beim B1 auf die NFC-Funktion verzichten. Auch der Ton strahlt beim B1 nach unten ab, während der Metall-Standfuß des C1 den Klang angenehm in den Raum leitet.

In vielen wichtigen Punkten bietet der B1 jedoch die gleiche Qualität wie sein großes Geschwistermodell OLED C1. So verfügen beide Fernseher über gleiche 100/120 Hz-Displays, das neue WebOS 6.0 und einen Twin-Triple Tuner für Kabel, DVB-T2 HD und Satellit. Und bieten die gleichen Gaming-Features.

In der folgenden Tabelle haben wir die Unterschiede nochmal für dich aufgelistet:

LG OLED B1 LG OLED C1
Bewertung Testsiegel HIFI.DE LG OLED B1
Prozessor Alpha 7 Gen.4 Alpha 9 Gen. 4
Smart TV-System WebOS 6.0 WebOS 6.0
HDMI 2x HDMI 2.1, 2x HDMI 2.0 4 x HDMI 2.1
Fernbedienung Magic Remote ohne NFC-Funktion Magic Remote mit NFC-Funktion
Größen 55″, 65″, 77″ 48″, 55″, 65″, 77″, 83″
Standfuß Kunststoff-Standfuß Metall-Standfuß
Preis
  • 55 Zoll: ca. 1.400 Euro
  • 65 Zoll: ca. 1.900 Euro
  • 77 Zoll: ca. 3.350 Euro
  • 48 Zoll: ca. 1.400 Euro
  • 55 Zoll: ca. 1.750 Euro
  • 65 Zoll: ca. 2.400 Euro
  • 77 Zoll: ca. 4.200 Euro
  • 83 Zoll: ca. 5.800 Euro

Fazit: Unser Testurteil für den LG B1

Im Test hat sich der LG B1 wacker geschlagen. Bei den Helligkeitswerten kommen zwar andere OLEDs wie ein LG G1, Panasonic JZW1004 oder Sony A90J noch höher, aber das macht eigentlich nur bei HDR-Bildern einen nennenswerten Unterschied. OLED-typisch punktet der Fernseher aber auch nicht mit Helligkeit, sondern mit dem perfekten Schwarz und den starken Kontrastwerten. Die neue Fernbedienung ist bei dem günstigeren Modell ebenso mit an Bord wie das überarbeitete und verbesserte WebOS 6.0.

Starke Leistung zu einem guten Kurs

Brillante und sehr harmonische abgestimmte Farben bereiten im Heimkino ebenso wie beim Gaming großes Vergnügen. Der breite Betrachtungswinkel und die Reaktionsschnelligkeit passt bestens zum Rudelgucken bei Fußball- und Sportsendungen. Alles in allem bringt es der LG OLED B1 auf ein tolles Preis-Leistungsverhältnis. Wer also nach einem günstigen OLED-TV sucht, der bildtechnisch dennoch kaum Wünsche übrig lässt, ist mit dem B1 sehr gut beraten.

Testsiegel HIFI.DE LG OLED B1

Aktuelle Angebote für den LG B1:

Technische Daten
Panel Typ OLED
Bildfrequenz 100 / 120 Hz
Verfügbare Größen 55", 65", 77"
Getestete Größe 55"
HDR-Unterstützung HDR10, Dolby Vision, HLG
Smart TV WebOS 6.0
Sprachsteuerung Alexa, Google Assistant, LG ThinQ
AirPlay 2 Ja
Digitaler Tuner Twintuner für DVB-T2/C/S2
Video-Eingänge 2 x HDMI 2.1, 2 x HDMI 2.0
HDMI-Funktionen 4K-Video bis zu 120fps, eARC, ALLM, VRR, CEC
Sonstige Anschlüsse 3 x USB, Toslink, LAN, Kopfhörer, CI+
Durchschnittliche Leistungsaufnahme 104 kWh/1000h
Energieeffizienzklasse G
Maße mit Sockel 122,8 x 74,4 x 24,6 cm
Maße ohne Sockel 122,8 x 70,6 x 4,69 cm
Gewicht ohne Standfuß / mit Standfuß 18,9 / 19,9 kg
Preis (UVP/Straßenpreis) 1.799 Euro / ca. 1.400 Euro
Jetzt ansehen: Die LG OLED B1-Serie in Bildern

Was hältst du vom LG OLED B1? Eine Alternative zu C1 oder doch „nur“ ein Sparmodell? Teile deine Meinung in den Kommentaren!

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