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Amazon Prime im Test: Wie gut ist der Streaming-Dienst?

Amazon Prime Video gehört seit Jahren zu den größten Streaming-Diensten. Alles Wissenswerte zu dem Dienst des Versandhändlers erfährst du im HIFI.DE Test!
Amazon Prime im Test: Wie gut ist der Streaming-Dienst? Bild: Juan Ci / Shutterstock.com
Monatliche Kosten
7,99€ / 5,75€ bei jährlicher Zahung
Auflösung
4K
HDR-Unterstützung
HDR10, HDR10+, Dolby Vision
Probezeitraum
30 Tage / 12 Monate für Studenten
In Kürze
Amazon Prime glänzt vor allem mit einem umfangreichen Film-Angebot, das so ziemlich alle Bereiche abdeckt. Auch die Eigenproduktionen sind auf einem guten Weg. Das Serien-Angebot hat jedoch noch Luft nach oben und die Benutzerfreundlichkeit lässt in mancher Hinsicht zu wünschen übrig. Der niedrige Preis macht das jedoch zu gewissen Teilen wieder wett.
Vorteile
  • Riesige Filmauswahl
  • Gute exklusive Serien
  • Niedriger Preis
  • Studentenrabatt
Nachteile
  • Recht unübersichtlicher Aufbau
  • Oft keine Originalversion verfügbar

Netflix, Amazon Prime, Sky Ticket und inzwischen auch Disney Plus: Die Liste populärer Video-Streamingdienste wird immer länger, und die Inhalte teilen sich auf immer mehr Abos auf. Amazon Prime ist seit Jahren einer der großen Player in der Branche. Wie sich der Streaming-Dienst aktuell schlägt, haben wir in diesem Amazon-Prime-Test zusammengefasst.

Eine Übersicht über alle getesteten Dienste findest du in unserem Vergleich der besten Streaming-Dienste.

Hinweis: Neben den Filmen und Serien im Prime-Abo bietet Amazon auch die Möglichkeit an, weitere Inhalte für einen Aufpreis zu leihen oder zu kaufen. Auch lassen sich zusätzlich zum Abo Channels dazubuchen. Um die Vergleichbarkeit mit anderen Streaming-Diensten zu gewährleisten, geht es in diesem Test jedoch einzig um die im Abo enthaltenen Inhalte.

Filme – die größte Filmauswahl hat Amazon Prime

Filme sind ein entscheidender Faktor für die Wahl zwischen den verschiedenen Streaming-Diensten. Anders als für Netflix ist dieser Bereich ganz klar das Aushängeschild von Amazon Prime. Kein Wunder, denn: Mit über 4000 Werken bietet Amazon Prime die mit Abstand größte Filmauswahl aller Streaming-Dienste an.

Das Angebot an aktuellen Filmen bei Amazon Prime verbessert sich stetig. | Bild: Amazon
Das Angebot an aktuellen Filmen bei Amazon Prime verbessert sich stetig. | Bild: Amazon

Dabei hat der Dienst des Versandhändlers vor allem jede Menge interessante, ältere Filme im Programm. Zu Zeitpunkt des Tests sind beispielsweise alle drei Teile von Zurück in die Zukunft bei Amazon Prime verfügbar. Auch das europäische Kino des 20. Jahrhunderts ist stark vertreten und die eine oder andere Perle des internationalen Arthouse- und Indie-Kinos findet man bei Amazon Prime eher als bei der Konkurrenz.

Jetzt ansehen: Die zehn besten Mini-Serien auf Netflix und Amazon Prime

Doch nicht nur alte Filme sind bei Prime mit von der Partie. Auch aktuelle Highlights gibt es seit einem Jahr immer häufiger bei Amazon Prime, wie unser Test ergab. Erfolgreiche Filme wie Long Shot oder Midsommar feierten ihr Streaming-Debüt bei Amazon Prime. Was Blockbuster und Oscar-Gewinner der letzten Jahre angeht, hat Amazon aber definitiv noch Luft nach oben.

Serien – was bietet Amazon Prime?

Neben der Film- gehört inzwischen natürlich auch die Serienauswahl zu den entscheidenden Faktoren bei der Wahl des Streaming-Dienstes. Mit gut 800 Serien ist Amazon Prime quantitativ solide ausgestattet. Doch auch wenn Sendungen wie The Walking Dead und Peaky Blinders eine große Fangemeinde mitbringen, so ist die Auswahl an guten Serien insgesamt im Vergleich doch etwas begrenzt.

Die traditionsreiche Sitcom Friends wechselte vor Kurzem von Netflix zum Amazon Prime. | Bild: Amazon
Die traditionsreiche Sitcom Friends wechselte vor Kurzem von Netflix zum Amazon Prime. | Bild: Amazon

Amazon arbeitet jedoch sichtlich an der Performance. So konnte sich der Dienst zuletzt mit Young Sheldon das erfolgreiche Spin-off zu The Big Bang Theory sichern. Auch die erfolgreiche Sitcom Friends wechselte vor Kurzem von Netflix zu Amazon. Das Angebot ist also sehenswert und jede Menge Stunden können auch bei Amazon Prime mit Serien verbracht werden. Jedoch könnte die Auswahl definitiv noch eine Erweiterung vertragen.

Originals – was bietet der Dienst exklusiv?

Seit einiger Zeit produzieren Streaming-Dienste eigene Filme und Serien, die sie exklusiv und dauerhaft auf der eigenen Plattform anbieten. Auch Amazon hat mit Erfolgsserien wie The Boys oder der künstlerisch anspruchsvollen Serie Too Old to Die Young einige Argumente für ein Prime-Abo auf seiner Seite. Auch einige hochwertige Doku-Serien hat Amazon Prime bereits produziert.

Bosch ist eine der Serien, die Amazon seit Jahren selbst produziert. | Bild: Amazon
Bosch ist eine der Serien, die Amazon seit Jahren selbst produziert. | Bild: Amazon

Mit der zweiten Staffel der Dramedy Fleabag konnte der Dienst bei Preisverleihungen zuletzt sogar sechs Emmys und zwei Golden Globes abstauben. Amazon handelte schnell und hat mit der Autorin und Hauptdarstellerin der Serie, Phoebe Waller-Bridge, einen Vertrag über mehrere Jahre abgeschlossen. Man darf also auf weitere Serien-Highlights in den nächsten Jahren hoffen.

Fleabag
Mit Fleabag konnte Amazon Prime erstmals bei Preisverleihungen so richtig abräumen. | Bild: Amazon

Leider sieht das bei Filmen ganz anders aus. The Report mit Adam Driver ist hier die einzige nennenswerte Eigenproduktion von Amazon Prime. Und auch wenn der Film sehr gut ist, sollte Amazon den Output steigern, um langfristig Kunden mit Originals an den eigenen Streaming-Dienst zu binden.

Bildqualität – 4K? HDR? Wie gut sieht Amazon Prime im Test aus?

Fast alle modernen Fernseher können hochauflösende 4K-Inhalte darstellen. Auch HDR-Wiedergabeformate spielen eine immer größere Rolle im Heimkinobereich. Amazon bietet diese Features, wenn auch nur begrenzt, an. So findet man vor allem Eigenproduktionen in 4K, während Filme und Serien von anderen Studios nur vereinzelt so hochauflösend verfügbar sind.

Bosch
Bosch ist einer von wenigen Inhalten bei Amazon Prime, die in Dolby Vision verfügbar sind. | Bild: Amazon

Die Formate HDR10 oder HDR10+ sind bei den meisten 4K-Inhalten mit von der Partie und werten die Bilder noch weiter auf. Weit verbreitet ist inzwischen auch das Premium-HDR-Format Dolby Vision. Doch auch wenn Amazon mit diesem Standard wirbt, ist er aktuell gerade einmal bei zwei Serien und einem Film verfügbar. Dies ist im Vergleich zur Konkurrenz doch sehr dürftig.

Benutzerfreundlichkeit – Amazon Prime hat einige Mängel

Bei der sogenannten Kachelstruktur werden Filme und Serien als Kacheln in thematisch sortierten Reihen angezeigt. Diese Struktur hat sich bei Video-Streamingdiensten inzwischen durchgesetzt und auch Amazon nutzt diesen Aufbau. Leider hat Amazon dabei mit einigen Problemen zu kämpfen, die bei anderen Diensten nicht auftauchen.

Die Kachelstruktur von Amazon Prime
Die Inhalte im Abo und die Inhalte, für die extra bezahlt werden muss, sind leider nicht klar voneinander getrennt. | Bild: Amazon

So ist Amazon Prime Video keine in sich geschlossene Website, sondern Teil des Versandhandels Amazon. Und was aus unternehmensstrategischer Sicht vielleicht Sinn macht, kommt dem Abonnenten nicht zugute. Denn immer wieder schleichen sich Filme und Serien in die Reihen, die nicht zu Amazon Prime gehören und für die man extra bezahlen muss. Zwar werden die meisten Prime-Inhalte mit einem Banner gekennzeichnet, dennoch ist das wenig benutzerfreundlich.

Auf welchen Geräten kann ich Amazon Prime nutzen?

Diese Strategie macht die ganze Plattform deutlich unübersichtlicher. Dazu kommt außerdem, dass die 4K-Versionen oder andere Sprachausgaben teilweise als eigener Film oder als eigene Serie gelistet sind. Nutzer sehen die Inhalte also nicht automatisch in der höchstmöglichen Auflösung oder können diese einfach umstellen, es muss oft erst erneut danach gesucht werden.

Amazon auf TVs und mobilen Endgeräten
Amazon Prime lässt sich auf so gut wie jedem Gerät schauen. | Bild: Amazon

Dies sorgt für zahlreiche nervige Situationen. Auch ist oft und vor allem bei älteren Filmen leider nur die deutsche Sprachausgabe verfügbar. Wer also lieber Originalversionen schaut, der wird oft enttäuscht sein. Und auch, wenn dann mal die englische oder französische Sprachausgabe verfügbar ist, fehlen häufig die Untertitel. Dafür bietet Amazon Prime mit X-Ray einen interessanten Service an, der einem zu jederzeit anzeigen kann, welche Schauspieler gerade im Bild sind.

Auf mobilen Geräten lassen sich Inhalte auch Offline speichern. | Bild: Amazon
Auf mobilen Geräten lassen sich Inhalte auch Offline speichern. | Bild: Amazon

Welche Geräte bieten die Amazon Prime-App an?

Die Verfügbarkeit von Amazon Prime kann sich wahrlich sehen lassen. Auf kaum einem Tablet, einem „smarten“ Fernseher oder einer Streaming-Box fehlt die App. Leider sieht die App nicht überall so gut aus wie auf Amazons eigenem Fire TV Stick. Nutzt man Amazon Prime beispielsweise auf LGs Smart-TV, so kann man sie nicht mit der Pointer-Funkton der Fernbedienung steuern. Dafür kann man auf mobilen Endgeräten jede Menge Inhalte offline speichern und unterwegs anschauen. Eine genaue Auflistung der unterstützen Geräte findest du in unserer ausführlichen Übersicht.

Smart TVs Streaming Boxen Konsolen Mobilgeräte
alle Samsung-Modelle ✔️ Apple TV ✔️ Playstation 4 ✔️ IOS ab Version 12.1 ✔️
Alle LG-Fernseher ✔️ Amazon Fire TV Stick ✔️ Playstation 3 ✔️ Android ab Version 5.0 ✔️
Sony-Fernseher ab 2014 ✔️ Amazon Fire TV Cube ✔️ Xbox One ✔️ Windows Phone
Alle Panasonic-Modelle ab 2019 sowie viele ältere ✔️ Nvidia Shield ✔️ Xbox 360 ✔️
Philips-Geräte ab 2013 ✔️ Google Chromecast ✔️
Alle TCL-TVs ✔️
Alle Smart TVs von Metz ✔️
Grundig-Fernseher bieten mit Ausnahme der FireTV-Geräte keine Amazon Prime-App an

 

Der Preis – die Kosten für Amazon Prime im Test

Den Preis für Amazon Prime Video zu bestimmen, ist gar nicht so leicht. Denn die Möglichkeit, einzig die Video-Sparte zu abonnieren, besteht nicht. Für den Preis von monatlich 7,99 Euro oder jährlich 69 Euro bietet Amazon zusätzlich noch mehr Features wie kostenlosen Premium-Versand und einen kleinen Musik-Streamingdienst an.

Amazon Prime Abos
In dem Abo-Preis sind 4K- und HDR-Inhalte bereits enthalten. | Bild: Amazon

Der jährliche Preis lässt sich in 5,75 Euro pro Monat umrechnen, und auch wenn mit diesem Abo anders als bei einigen Konkurrenten immer nur eine Person zeitgleich schauen kann, ist der Preis allein für das Video-Angebot beeindruckend niedrig. Im Zusammenspiel mit den zusätzlichen Vorteilen beeindruckt er dementsprechend noch mehr. Studenten können Prime sogar 12 Monate lang kostenlos abonnieren und zahlen danach nur den halben Preis.

Fazit

Leider steht sich Amazon Prime bei einigen Punkten wie der Benutzerfreundlichkeit und der Bildqualität selbst im Weg. Auch das Serien-Angebot ist noch ausbaufähig. Dennoch bekommt man bei dem Streaming-Dienst ein unglaubliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Filmauswahl sucht ihresgleichen und auch in puncto Eigenproduktionen ist der Dienst auf einem guten Weg. Filmfans sollten also definitiv über ein Abo nachdenken, und wer ohnehin des Öfteren bei Amazon bestellt, kriegt weitere Vorteile geboten.

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Amazon Prime oder Netflix?

Seit Jahren bestimmen Amazon Prime und Netflix den Markt. Während Prime im Filmbereich die Nummer 1 ist, kann Netflix in puncto Serien kein anderer Dienst etwas vormachen. Eine direkte Gegenüberstellung der beiden größten Streaming-Dienste findest du in unserem Vergleich.

Technische Daten
Monatliche Kosten 7,99€ / 5,75€ bei jährlicher Zahung
Auflösung 4K
HDR-Unterstützung HDR10, HDR10+, Dolby Vision
Probezeitraum 30 Tage / 12 Monate für Studenten

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