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So machst du jeden Fernseher fit fürs Streaming

Du willst Streaming-Dienste nutzen aber deinem Fernseher fehlt die passende App? Dann sind Streaming-Boxen die Lösung. Wir zeigen, welche sich lohnen.
TV fit machen für Streaming Bild: Apple

Netflix, Amazon Prime Video, Disney Plus: Immer mehr Streaming-Anbieter locken mit tollen Inhalten. Das Problem: Um diese auf dem großen Fernseher zu schauen, braucht es die passenden Apps. Vor allem bei älteren Geräten fehlen diese entweder ganz oder es fehlt ihnen an Funktionen und Benutzerfreundlichkeit.

Die Lösung bieten externe Streaming-Boxen. Amazon, Google, Apple und weitere Anbieter bieten verschiedene Systeme an, um ältere Fernseher fit fürs Smart-TV zu machen. Doch welche ist die beste für dich? Wir klären auf!

Neuer Fernseher oder Streaming-Box: Wann lohnt sich das Aufrüsten?

Geht es um das Upgrade auf eine Streaming-Lösung, muss natürlich erst einmal die Frage beantwortet werden: Lohnt sich das überhaupt? Wenn dein Fernseher noch relativ frisch ist, stehen die Chancen gut, dass wichtige Streaming-Anbieter direkt auf dem Fernseher vorhanden sind.

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Abgesehen von alten Fernsehern ohne Smart-TV-Funktionen lohnt sich eine externe Streaming-Lösung vor allem in zwei Fällen: Du bist nicht zufrieden mit der Bedienung deines Fernsehers oder dir fehlt eine wichtige App. Hast du beispielsweise einen Panasonic-TV und willst Disney Plus streamen, kommst du – zumindest Stand dieses Artikels – um eine externe Box nicht herum.

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Wenn neue Dienste nicht für deinen Fernseher zur Verfügung stehen, können externe Lösungen in die Bresche springen. | Bild: Amazon

Neben Apps sind es auch praktische Funktionen, die sich per Streaming-Box nachrüsten lassen. So stellt Apple sein vielseitiges Streaming-Protokoll AirPlay 2 nur für eine Handvoll Fernseher zur Verfügung. Mit einem Apple TV 4K kannst du es aber auf jeden Fernseher holen.

Amazon Fire TV: Perfekter Einstieg für Prime-Fans

Mit seiner Fire-TV-Familie hat der Internetriese Amazon vor einigen Jahren den Trend zum Streaming-Stick losgetreten. Vor allem der Fire TV Stick (erhältlich als FullHD- und 4K-UHD-Version) erfreut sich aufgrund seines niedrigen Preises riesiger Beliebtheit.

Fire TV Cube
Der Fire TV Cube vereint die Funktionen des Fire TV mit denen eines Alexa-Lautsprechers. | Bild: Amazon

Ob beim günstigen Fire-TV-Stick oder dem Topmodell Fire TV Cube, Amazon stellt bei der Benutzung vor allem seine eigenen Inhalte ins TV-Schaufenster. So können Amazon-Prime-Kunden den großen Film- und Serienfundus von Prime Video erforschen oder über den Amazon-Store Medien kaufen oder ausleihen. Die Unterscheidung zwischen Inklusiv- und Bezahlinhalten ist dabei nicht immer einfach, weil die Amazon-Suche Prime-Inhalte nicht von Bezahlcontent trennt.

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Das Amazon-Angebot ist gewaltig, allerdings zuweilen auch unübersichtliche. | Bild: Boris Hofferbert / Screenshot

Über den Amazon App Store landen aber auch Streaming-Alternativen wie Netflix, Disney Plus oder die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender auf dem Fire TV, was ihn zum günstigen Streaming-Allrounder macht. Praktisch ist auch die Integration von Amazon Alexa in alle aktuellen Fire-TV-Modelle. Die Sprachassistentin macht es möglich, viele Funktionen auf Zuruf zu steuern.

Google Chromecast: Vom Smartphone auf den TV

Google bietet mit dem Chromecast bereits seit 2013 eine Möglichkeit an, einen TV mit smarten Streaming-Funktionen auszustatten. Im Gegensatz zu den anderen vorgestellten Lösungen verzichtet der Chromecast auf eine separate Fernbedienung.

Google Chromecast Ultra
Der Chromcast Ultra streamt Inhalte in 4K-UHD. | Bild: Google

Stattdessen empfängt der Chromecast seine Inhalte aus Cast-kompatiblen Apps von einem Smartphone oder Tablet. Die meisten Streaming-Anbieter sind sowohl unter Android als auch unter iOS kompatibel.

In den Apps von Netflix, Spotify und Co. erscheint ein Cast-Symbol, wenn ein Chromecast im gleichen WLAN verbunden ist. Tippst du dieses an, startet die Wiedergabe auf dem Fernseher. Auch das Vor- und zurückspulen erfolgt über das Smartphone oder Tablet.

Chromecast Ultra Streaming
Zur Steuerung des Chromecast nutzt du ein Handy oder Tablet. | Bild: Google

Android-User können nicht nur Medien, sondern auch den gesamten Bildschirm ihres Handys auf einem Chromecast-TV spiegeln. Auch von einem PC oder Mac lassen sich Inhalte auf den Bildschirm bringen, etwa über den Google-Browser Chrome oder auch den beliebten VLC-Player.

Google bietet den Chromecast in zwei Varianten an: Der reguläre Chromecast 2 ist für FullHD-Inhalte geeignet, während der teurere Chromecast Ultra 4K-UHD-Videos inklusive Dolby Vision auf den Bildschirm bringt.

Android-TV: Allrounder in allen Preisklassen

Google TV-Betriebssystem Android TV ist nicht nur auf Fernsehern, sondern auch auf diversen Streaming-Boxen zuhause. Von günstigen Lösungen wie der Xiaomi Mi Box S bis hin zu Luxus-Hardware wie dem Nvidia Shield TV Pro reicht die Palette an Android-Boxen.

Android TV bietet eine große App-Auswahl und interessante Extras wie die Chromecast-Integration. | Bild: Google

Käufer erhalten Zugriff auf eine große Anzahl an Streaming-Apps. Der Play Store ist gut gefüllt, alle relevanten Streamingdienste sind verfügbar. Auch eine Reihe von Spielen finden sich, wenn das Angebot auch nicht ganz mit dem von Apple mithalten kann.

Ein Pluspunkt: Alle Android-TV-Boxen unterstützen das ChromeCast-Protokoll. So lassen sich Inhalte bequem vom Smartphone aus auf den TV übertragen.

Nvidia Shield TV 2019
Der Nvidia Shield TV rechtfertigt seinen hohen Preis mit toller Performance und sinnvollen Extras. | Bild: Nvidia

Unter den aktuellen Android-TV-Lösungen sticht das Nvidia Shield TV besonders hervor. Der Nvidia-Streamer punktet mit hoher Systemleistung, tollem Upscaling von FullHD-Inhalten auf die 4K-UHD-Auflösung und Extras wie dem Spiele-Streaming-Dienst GeForce Now.

Apple TV: Die Lösung (nicht nur) für iPhone-Fans

Der mittlerweile in der fünften Generation erschienene Apple TV ist nicht nur für Apple-Jünger ein hochinteressantes TV-Upgrade. 2017 hat Apple seine TV-Plattform mit dem Apple TV 4 umfangreich überarbeitet, 2018 kam mit dem Apple TV 4K die aktuelle Generation auf den Markt. Diese unterstützt neben der 4K-UHD-Auflösung auch alle relevanten HDR-Formate sowie Dolby Atmos.

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Der Apple TV 4K ist teuer, überzeugt aber mit einer großartigen Auswahl an Apps und Inhalten sowie guter Performance. | Bild: Apple

Der Apple TV bietet Zugriff auf das riesige Film- und Serienangebot von Apples iTunes Store. Außerdem stehen alle relevanten Streaming-Apps wie Netflix, Amazon Prime Video auf der Box zur Verfügung. Bedienung, App-Auswahl und Videoqualität liegen auf hohem Niveau, was angesichts des vergleichsweise hohen Preises erwartbar ist.

Die Oberfläche ist Apple-typisch aufgeräumt. | Bild: Apple

Besonders interessant der Apple TV 4K für alle, die ohnehin schon Apple-Hardware im Einsatz haben. So rüstet die Box das Streaming-Protokoll AirPlay 2 auf dem Fernseher nach. Damit lassen sich Videos, Fotos oder gar der ganze Bildschirm von einem iPhone oder iPad auf den Fernseher übertragen – vergleichbar mit der ChromeCast-Lösung von Google.

Außerdem hat Apple noch ein paar weitere Asse im Ärmel. Spieler erhalten durch den Abodienst Apple Arcade (rund 5 Euro im Monat) über 100 TV-taugliche Spiele ohne Werbung und In-App-Käufe.

Apple TV 4K Arcade
Apple Arcade bringt für rund 5 Euro im Monat Spiele auf den Fernseher und andere Apple-Geräte. | Bild: Apple

Außerdem erhalten Käufer ein Jahr lang Zugriff auf die Inhalte von Apples eigener Streaming-Plattform Apple TV Plus. Zwar ist dessen Angebot noch überschaubar, das gilt aber auch für Fernseher mit der Apple-TV-App.

Der Apple TV 4K ist durch seine Top-Hardware nicht nur für Apple-Fans interessant. Die Auswahl an Apps und Content liegt im Vergleich auf höchstem Niveau.

Full-HD-TVs: Günstiger zum smarten Fernseher

Wenn du einen älteren Fernseher mit FullHD-Auflösung im Einsatz hast, kannst du beim Aufrüsten für das Streaming-Zeitalter Geld sparen.

Die meisten Streaming-Lösungen bieten abgespeckte Versionen, die auf Extras wie 4K-UHD-Auflösung und HDR-Unterstützung verzichten. Meist sind diese deutlich günstiger als die Topmodelle. Beispiele dafür sind der Standard-ChromeCast, der Apple TV 4 und der Amazon Fire TV Stick (jeweils ohne den Namenszusatz “4K”).

Fire TV Stick FullHD
Der Amazon Fire TV Stick macht FullHD-TVs schon für weniger als 40 Euro fit fürs Streaming. | Bild: Amazon

Funktional musst du dabei abgesehen von der höheren Auflösung auf nichts verzichten. Fairerweise sei gesagt, dass die Systemleistung der FullHD-Streamer meist unter der ihrer 4K-Kollegen liegt. So ist beispielsweise die Menüführung des günstigeren Fire TV Sticks ein Stück träger als bei der größeren Variante.

Ein weiterer Punkt gegen die Anschaffung einer FullHD-Streaming-Lösung ist ihre Zukunftstauglichkeit: Planst du langfristig den Kauf eines neuen 4K-UHD-TVs, solltest du gegebenenfalls lieber gleich den Aufpreis für eine 4K-fähige Streaming-Lösung in Kauf nehmen.

Hierzu auch auf HIFI.DE:

Nutzt du eine externe Streaming-Lösung oder bist du mit den Funktionen deines Fernsehers zufrieden? Verrate es uns in den Kommentaren!

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