Startseite Ratgeber LED, QLED oder OLED – Welcher TV ist der richtige für dich?

LED, QLED oder OLED – Welcher TV ist der richtige für dich?

Mit LED, QLED und OLED gibt es inzwischen diverse Display-Arten. Lies jetzt in unserem Ratgeber, was die unterschiedlichen Technologien bieten und worauf du beim TV-Kauf achten musst!

Der TV-Markt wird aktuell von drei verschiedenen Technologien beherrscht: LED, QLED und OLED. Diese unterscheiden sich in vielen Punkten wie Kontrasten und Schwarzwerten, der Helligkeit und natürlich auch dem Preis. Unser Ratgeber soll dir helfen, herauszufinden, welche Bildtechnik am besten zu dir passt.

LED-TV – Die Basistechnologie

Noch 2013 war Sony der erste Hersteller, der seinen LCD-Fernseher mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung ausstattete. Die LCD-TVs konnten sich nach Jahrelanger Konkurrenzsituation gegen die Plasmafernseher durchsetzen. Viele TV-Enthusiasten beklagten das Ende vom Plasma-Bild mit der vermeintlich besseren Bildqualität. Aufgrund der begrenzten Maximalgröße der Plasma-TVs und der deutlich höheren Preise verschwanden diese mit der Einführung von LED-Backlight vom Markt.

Dabei ist jeder LED-TV mit einem LC-Display ausgestattet und unterscheidet sich von einem LCD-TV nur durch die Art der Beleuchtung. Die LED-Beleuchtung ist dabei langlebiger und energiesparender als die eines LCD-Displays. Während das Panel bei einem Edge-LED-TV von den Seiten aus beleuchtet wird und dabei keinen höheren Kontrast bietet, als ein herkömmlicher LCD, kann die Direct LED-Technologie dies bieten. Dabei beleuchten viele LEDs das Panel von hinten und sorgen so für eine gleichmäßige und kontrastreiche Ausleuchtung.

Jeder LED-TV besitzt auch ein LCD-Display. Der Unterschied liegt in der Beleuchtung. | Bild: Samsung

Das Display besteht dabei aus Flüssigkristallen, die von einer Hintergrundbeleuchtung angestrahlt werden. Die einzelnen Flüssigkristalle stellen jeweils einen Pixel dar. Durch die Änderung der Durchlässigkeit ergeben sich die unterschiedlichen Farben.

LED ist mittlerweile der TV-Standard am Markt und wird von jedem größeren Hersteller angeboten. Diese Art Fernseher wird in einer sehr großen Bandbreite an Größen angeboten – und selbst Bildschirme mit eine Diagonale von 65 Zoll gibt es inzwischen bereits ab 600 Euro zu kaufen.

QLED-TV – der Premium-LED

Als Weiterentwicklung des LED-TVs brachte Samsung 2017 den ersten Fernseher mit QLED-Technologie auf den Markt. Diese unterscheidet sich auf den ersten Blick nur geringfügig gegenüber einem LED-TV: So passiert das bereits erwähnte LED-Backlight auf dem Weg zu den Flüssigkristallen eine spezielle Folie, die aus Nanopartikeln besteht – sogenannten Quantum Dots. Diese reagieren einzeln auf die Lichtstrahlen und sorgen so für besonders hohe Kontrastwerte und starke Farben.

Samsung bietet als einziger Hersteller QLED-TVs an, Modelle in 65 Zoll gibt es ab 1.400 Euro. Die Firma wirbt mit ihnen als 24/7-TVs, um einen Vorteil gegenüber dem großen Konkurrenten im Premium-Bereich herauszustellen: dem OLED-TV.

OLED-TV – High-End-Technologie mit Einschränkungen

Die Technik eines OLED-Fernsehers unterscheidet sich grundlegend von der hinter LED- und QLED-TVs. Anders als bei einem Fernseher mit LED-Backlight, leuchten die Dioden bei den OLEDs selbst. Die sogenannten Organischen Leuchtdioden können sich dementsprechend auch einzeln abschalten. Dies führt dazu, dass ein OLED-Fernseher als einziges Modell „echtes“ Schwarz darstellen kann.

Denn während klassische LED-TVs permanent bestrahlt werden und damit auch Schwarze Bildbereiche beleuchtet werden, können diese Bereiche bei OLEDs Pixel für Pixel praktisch ausgeschaltet werden. Diese Art des Aufbaus sorgt außerdem für extrem gute Kontrastwerte und Farben, die auch die QLED-Darstellung übertreffen.

Anders als die LED-Fernseher benötigt ein OLED-TV kein Backlight. | Bild: LG

Die beste Bildqualität am Markt kommt allerdings nicht ohne Nachteile. So haben OLED-Bildschirme eine begrenzte Lebensdauer und leuchten langsam aus. Je nach Hersteller liegt die Leuchtkraft bei 30.000 bis 100.000 Stunden nur noch bei 50 Prozent. Da bei einer täglichen Nutzung von fünf Stunden selbst die kürzeste, angegebene Lebensdauer noch über 16 Jahre Haltbarkeit bedeutete, dürfte dies für den Großteil der Kunden jedoch keine große Relevanz haben.

Mit dem Ausleuchten kommt jedoch ein weiterer, viel diskutierter Nachteil ins Spiel: Zeigt man mit dem TV zu lange helle, statische Inhalte wie farbige Senderlogos oder Laufschriften an, kann es passieren, dass bestimmte Bereiche stärker ausleuchten als andere und damit „einbrennen“. Ein weiterer Nachteil ist die geringere Leuchtkraft: In hellen Räumen punkten LED und QLED mit einer höheren Spitzenhelligkeit.

LG ist aktuell der einzige Hersteller, der OLED-Panels für Fernseher herstellt. Angeboten werden die TVs hauptsächlich von LG, Philips, Sony und Panasonic. 65 Zoll OLED-TVs gibt es ab circa 2.000 Euro zu kaufen.

Fazit

Wer möglichst wenig Geld ausgeben möchte und sich am besten nicht weiter mit dem Gerät auseinandersetzen möchte, für den ist ein normaler LED-Fernseher am sinnvollsten. Modelle mit 4K-Auflösung und HDR-Unterstützung bieten für den „normalen“ Verbraucher ein hochauflösendes Bild und ausreichend Helligkeit für jeden Raum.

Ein Heimkino-Enthusiast, der sich die beste Bildqualität und den geringsten Aufwand wünscht, sollte sich derweil die QLED-TVs von Samsung genauer anschauen. Wer bereit ist, für gute Qualität etwas Geld draufzulegen, der ist mit dieser Displaytechnik gut beraten. Diese Fernseher bieten alle Vorteile des LED-TVs, bringen aber bessere Kontrast- und stärkere Farbwerte mit.

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Wer das Maximum an Technik und Bildqualität sucht und sich das gerne etwas kosten lässt, ist mit OLED-Technik bestens beraten. Hier gilt es einige Dinge zu beachten, der richtige Umgang mit dem OLED-Panel ist ungemein wichtig. Wer sich gerne mit der Technik, Einrichtung und Handhabung seines Fernsehers beschäftigt, der bekommt für den höchsten Preis hier die beste Bildqualität.

Ein Blick in die Zukunft: Micro LED

Bereits 2016 kündigte Apple an, in Zukunft sogenannte MicroLED-Bildschirme zu bauen. Weitere Informationen dahin gehend sind seitdem rar gesät. Anfang 2018 konnte Samsung aber dann zum ersten Mal einen derartigen Bildschirm präsentieren. Laut Herstellerangaben sollen MicroLEDs alle Vorteile der OLED-Technologie bieten und diese mit den Helligkeitswerten und der Lebenszeit von LEDs vereinen.

Problematisch ist dabei aber offenbar, die Bildschirme auf eine wohnzimmertaugliche Größe zu bringen. Die Bildpunkte sind aktuell wohl noch zu groß, um im kleinen Rahmen eine konkurrenzfähige Auflösung bieten zu können. Samsung spricht selbst noch von einigen Jahren, bis ein derartiger Fernseher in den Handel kommen soll. Von Preisen wurde bislang noch überhaupt nicht gesprochen. Wir beobachten den TV-Markt also weiterhin mit Spannung.

Denkst du gerade über den Kauf eines neuen Fernsehers nach? Welche der genannten Technologien bevorzugst du? Teile es uns in den Kommentaren mit!

Weiterführende Links:
» LG 88Z9: LG veröffentlicht ersten OLED-TV mit 8K
» OLED gegen LCD/QLED – was ist besser? – Zum Thread im Hifi-Forum
» Firmware-Update bringt Apple TV auf Samsung-Geräte

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