Fire TV Stick 4K Select, Max oder doch der Cube: Welches Fire-TV-Modell passt zu dir?
Viele moderne TVs können sich mit deinem WLAN verbinden und so auf Netflix und Co. zugreifen. Aber was, wenn deine Lieblings-App nicht verfügbar ist? Oder dein alter TV gar nicht erst streamingfähig ist? Dann muss ein Streaming-Stick her. Einmal mit dem Fernseher verbunden, eröffnet er dir die gesamte Streaming-Welt. Besonders beliebt sind die Amazon-Geräte der Fire-TV-Reihe. Wir haben die wichtigsten Fire TV Sticks getestet und helfen dir, dich für das richtige Modell zu entscheiden.
Fire TV Sticks im Überblick – Max, Cube und Select
Die meisten Fire-TV-Streamer – mit Ausnahme des Fire TV Cube – ähneln kleinen USB-Sticks. Einmal angebunden, kannst du sie wie einen DVD-Player oder ein anderes Gerät ansteuern. Dich begrüßt eine Homepage mit allerlei Apps zum Video- und Musik-Streamen oder gar fürs Gaming. Aber wenn die Grundlage überall dieselbe ist, warum gibt es dann unterschiedliche Fire TV Sticks?
Die Antwort: Sie alle sind technologisch anders aufgestellt. So unterstützt einer vielleicht nur Full-HD-Auflösung, ein anderer verzichtet auf Hands-Free Alexa. Unten beschreiben wir all diese Unterschiede genauer. So findest du hoffentlich den richtigen Streaming-Stick für deinen Anwendungsfall.
Fire TV Stick 4K Max
Der Mittelweg unter den Fire TV Sticks
Preis (UVP/Straßenpreis): 79,99 Euro / ca. 55 Euro | Auflösung: UHD 4K (3840 × 2160) | HDR-Unterstützung: Dolby Vision, HDR10, HDR10+, HLG | Anschlüsse: HDMI-ARC-Ausgang, Micro-USB (nur für Strom), Bluetooth, WLAN, Infrarot
- 4K HDR-fähig inkl. Dolby Vision
- Sehr gute Integration von Prime Video und Amazons Online-Videothek
- Sehr gute App-Verfügbarkeit
- Größerer Arbeitsspeicher als der Vorgänger
- Apple-Geräte lassen sich nicht auf den TV streamen
- Betriebssystem integriert immer mehr störende Werbung
Der Fire TV Stick 4K Max ist der Allrounder, sozusagen der Mittelweg, im Portfolio. Er ist nicht so teuer wie der Cube, aber leistungsstärker als die ganz günstigen Modelle wie der Fire TV Stick HD. Wie der Name verrät, unterstützt er 4K-Auflösung und darüber hinaus die wichtigsten HDR-Formate: HDR10, HDR10+ und sogar Dolby Vision. Vorausgesetzt, du findest ein gutes Angebot, ist er unsere Preis-Leistungs-Empfehlung.
Aktuelle Angebote
Du möchtest mehr erfahren? Hier findest du unseren ausführlichen Test des Amazon Fire TV Stick 4K Max.
Fire TV Cube
Fire TV „Stick“ einmal anders
Preis (UVP/Straßenpreis): 160 Euro / ca. 150 Euro | Auflösung: 4K UHD (3840 × 2160) | HDR-Unterstützung: HDR10, HDR10+, Dolby Vision, HLG | Anschlüsse: HDMI-In, HDMI-Out, USB, LAN, WLAN (Wi-Fi 6E), Bluetooth 5.0 + LE
- Hohe App-Verfügbarkeit
- 4K HDR wird unterstützt
- Gute Spracherkennung
- HDMI-Eingang für weitere Geräte
- Recht große Box
- Werbung auch als Prime-Kunde
- Eingeschränkte Kompatibilität mit Smartphones
Kein Stick, sondern ein kleiner Kasten – der Fire TV Cube ist die größere, teurere Wahl unter den Fire TV Sticks. Dafür bringt er eins mit, das den kleineren Modellen fehlt: Anschlussmöglichkeiten für USB-Geräte und sogar externe Zuspieler. Über einen HDMI-Eingang kannst du z. B. Blu-ray-Player oder andere Streaming-Clients wie den Apple TV 4K an den Cube anschließen. Das angeschlossene Gerät kannst du dann über einen Menüpunkt auf der Startseite von Fire OS anwählen und dank HDMI-CEC-Funktion sogar über die Fire-TV-Fernbedienung steuern.
Den hohen Preis rechtfertigt der Fire TV Cube außerdem mit hervorragender Bild- und Tonqualität und einer insgesamt flüssigen Performance. Bist du auf Leistung aus, ist der Fire TV Cube der Fire TV „Stick“ für dich.
Aktuelle Angebote
Du interessierst dich für den Fire TV Cube? Lies dir vor dem Kauf noch unseren ausführlichen Test durch.
Fire TV Stick 4K Select
Günstige Alternative mit Startschwierigkeiten
Preis (UVP/Straßenpreis): 54,99 Euro / ca. 30 Euro | Auflösung: UHD 4K (3840 × 2160) | HDR-Unterstützung: HDR10, HDR10+, HLG | Anschlüsse: HDMI-Ausgang, Micro-USB (nur für Strom), Bluetooth, WLAN, Infrarot
- 4K HDR-fähig
- Unterstützt die wichtigsten Video-Streaming-Dienste
- Anbindung an Alexa
- Einschränkungen bei der App-Verfügbarkeit
- Teils stockende, ruckelnde Benutzeroberfläche
- Betriebssystem integriert störende Werbung
- Nur HDR10 und HDR10+, kein Dolby Vision
Der Fire TV Stick 4K Select ist eine Neuheit: Er setzt erstmals auf Amazons eigenes Betriebssystem, Vega OS, statt auf das bekannte Fire OS. Leider weist Vega OS einige Kinderkrankheiten auf. So fehlen zum Start wichtige Apps, während andere Apps in ihren Funktionen eingeschränkt sind. Seine Basisfunktion erfüllt der Fire TV Stick 4K Select zwar, er ist aber zumindest aktuell (Dezember 2025) eine schwierige Empfehlung.
Aktuelle Angebote
Du möchtest mehr erfahren? Hier liest du unseren ausführlichen Test des Amazon Fire TV Stick 4K Select.
Dich interessiert, wie die Fire TV Sticks im Vergleich abgeschnitten haben? Hier findest du unsere Bestenliste:
Fire TV Stick kaufen: Darauf kommt es an
Du möchtest einen Fire TV Stick kaufen, aber wirst von der Auswahl erschlagen? Dann hilft es, dir die verschiedenen Funktionen eines Streaming-Sticks bewusst zu machen. Denn darauf aufbauend kannst du entscheiden, was dir wirklich wichtig ist. Vielleicht ist die Bildqualität für dich gar nicht so wichtig, ein flüssiges, werbefreies Betriebssystem hingegen unverzichtbar?
Um dir bei der Kaufentscheidung zu helfen, gehen wir im Folgenden auf die wichtigsten Eigenschaften der Fire-TV-Stick-Reihe ein.
Das Betriebssystem: Der wichtigste Berührungspunkt
Du interagierst mit deinem Fire TV Stick über eine grafische Oberfläche. Diese ist Teil des Betriebssystems: bei den meisten Modellen Fire OS. Das ist Amazons Android-basiertes Betriebssystem, das in abgewandelter Form auch Amazons Smart Speaker oder Tablets anfeuert. Nur einer setzt sich derzeit (Dezember 2025) vom Rest ab: der Amazon Fire TV 4K Select. Er setzt erstmals Vega OS ein. Auch dieses Betriebssystem stammt von Amazon, es basiert aber nicht länger auf Android.

Warum ist das Betriebssystem wichtig? Unter anderem bestimmt es die Bedienung deines Streaming-Sticks. Fire OS und Vega OS weisen dabei optisch kleine Unterschiede auf, erscheinen aber größtenteils identisch. Des Weiteren bestimmt das Betriebssystem aber auch die App-Verfügbarkeit, und hier ist Fire OS definitiv im Vorteil. Denn als Android-basiertes Betriebssystem, das bereits lange Jahre im Einsatz ist, bietet es eine unglaublich große App-Auswahl, die durch Sideloading (das Herunterladen und Installieren von Apps aus anderen Quellen als dem Fire-OS-Store) noch erweitert werden kann.
Vega OS: Zum Start eingeschränkt
Vega OS zieht in mehrerer Hinsicht den Kürzeren. Erstens ist es noch recht neu: Erst 2025 kam es erstmals zum Einsatz. Zudem basiert es nicht auf Android, sondern auf Linux, was die Bereitstellung von Apps für Entwickler:innen erschwert. Während unseres Tests des ersten Vega-OS-Sticks, des Fire TV 4K Select, kurz nach dessen Einführung, mussten wir dann auch feststellen, dass viele Apps fehlten – etwa MagentaTV.

Die wichtigsten Video-Streaming-Dienste sind in beide Betriebssysteme integriert. Aber selbst einige dieser Apps sind unter Vega OS in ihren Funktionen eingeschränkt. Der Streaming-Stick ist daher zumindest nach aktuellem Stand eine schwierige Empfehlung.
Achtung: Kein Entkommen vor Werbung
Egal, ob Fire oder Vega OS, eins bleibt gleich: Wenn du einen Fire TV Stick nutzen möchtest, musst du dich mit Werbung abfinden. Denn die ist ein großer Bestandteil beider Betriebssysteme. Sei es Vollbildwerbung beim Start, Anzeigen für Waschmittel auf der Startseite oder im Bildschirmschoner. Amazons Fire TV Sticks werden seit Jahren immer werbelastiger und die Entwicklung macht keinerlei Anstalten, zu stoppen.
Bild- und Tonqualität
Auf der Suche nach dem Stick mit der besten Bildqualität macht Amazon es dir einfach: Die Sticks mit der höchsten Auflösung tragen das „4K“ bereits im Namen. Zusätzlich kann auch der Cube 4K-Inhalte wiedergeben. Das einzige moderne Modell, das 4K nicht beherrscht, ist der Fire TV Stick HD: Er streamt „nur“ in Full HD (1080p). Je nachdem, wie du deine Filme und Serien anschaust, ist das für dich aber völlig ausreichend. Denn 4K behalten Netflix und Co. gerne ihren teuersten Abos vor.
In puncto HDR unterstützen die meisten Fire TV Sticks HDR10 und HDR10+, viele auch Dolby Vision. Für Gamer:innen wichtig: Alle Fire TV Sticks unterstützen Bildwiederholraten bis 60 Hz, kein Modell geht darüber hinaus.

In puncto Tonqualität hast du Glück: Alle modernen Fire TV Sticks unterstützen Dolby-codiertes Audio. Der Fire TV Stick Plus, 4K Max und Cube unterstützen auch Dolby Atmos.
Gerätesteuerung – welche Modelle eignen sich als Heimkinozentrale?
Du nutzt gerne Sprachassistenten oder hast dein Zuhause zum Alexa-basierten Smart Home gemacht? Dann sind die Fire TV Sticks eine gute Ergänzung. Sie alle lassen sich dank Alexa per Sprachbefehl steuern. Allerdings: Nur der Cube unterstützt Hands-Free Alexa. Bei allen anderen Modellen musst du erst die entsprechende Taste auf der Fernbedienung drücken, damit Alexa dir zuhört.

Die Alexa-Fernbedienung kann die Lautstärke deines Fernsehers verändern, sodass du nicht mehr zur TV-Fernbedienung greifen musst. Und über die Alexa-App kannst du die Fire-TV-Sticks einfach mit anderen Alexa-Lautsprechern in deinem Zuhause gemeinsam organisieren.
Fazit: So findest du den richtigen Fire TV Stick für dich
Egal, für welches Modell du dich entscheidest: Alle Fire TV Sticks machen deinen alten Fernseher streamingfähig oder fügen modernen Smart-TVs Apps hinzu, die ihre eigenen Betriebssysteme ggf. nicht unterstützen. Die Integration ins breitere Alexa-Universum macht sie nicht nur zur Entertainment-Maschine, sondern auch noch zur smarten Heim-Erweiterung.
Möchtest du nicht so viel Geld ausgeben, bist du mit Sparmodellen wie dem Fire TV Stick HD oder Fire TV Stick 4K Select gut bedient: Sie finden sich regelmäßig für deutlich unter 50 Euro im Angebot. Wer bessere Bild- und Tonqualität sucht, sollte hingegen einen Blick auf den Fire TV Stick Plus, 4K Max oder Cube werfen. Besonders der Cube bietet sich mit seinen Anschlussmöglichkeiten fürs Heimkino an, ist aber auch eine Ecke teurer.
Eine Sache solltest du vor dem Kauf noch bedenken: Du kaufst hier ein Amazon-Produkt ein, im Guten wie im Schlechten. Vorteile sind die unglaublich breite App-Verfügbarkeit an den Modellen mit Fire OS sowie der überaus diverse Markt kompatibler Alexa-Geräte. Ein Nachteil ist die aggressive Einbindung von Werbung in alle Schichten des Betriebssystems, sei es die Startseite oder der Bildschirmschoner.
Du interessierst dich für das Thema Streaming? Hier kannst du dich weiter einlesen:
Hier findest du unsere Liste aller getesteten Streaming-Sticks und -Boxen:



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