Startseite Streaming Clients FireTV Amazon Fire TV Stick 4K Max (2023) im Test: Noch schneller, noch besser?

Amazon Fire TV Stick 4K Max (2023) im Test: Noch schneller, noch besser?

Der Fire TV Stick 4K Max ist in der zweiten Generation noch schneller geworden. Ob sich das Upgrade lohnt, verrät dir unser Test.
Amazon Fire TV Stick 4K Max (2023) im Test: Noch schneller, noch besser?
Preis (UVP/Straßenpreis)
79,99 Euro / 60 Euro
Auflösung
UHD 4K (3840 x 2160)
HDR-Unterstützung
Dolby Vision, HDR10, HDR10+, HLG
Anschlüsse
HDMI-ARC-Ausgang, Micro-USB (nur für Strom), Bluetooth, WLAN, Infrarot
Sprachsteuerung
Alexa
In Kürze
Der Amazon Fire TV Stick 4K Max ist in der zweiten Generation schneller, bietet mehr Speicherplatz und ist dank WiFi 6E für die Zukunft gesichert. Besitzt du bereits einen aktuellen Fire TV Stick und bist mit dessen Speicher und Prozessorleistung zufrieden, ist ein Upgrade allerdings kaum nötig.
Vorteile
  • 4K HDR-fähig inkl. Dolby Vision
  • Sehr gute Integration von Prime Video und Amazons Online-Videothek
  • Sehr gute App-Verfügbarkeit
  • Größerer Arbeitsspeicher als der Vorgänger
Nachteile
  • Apple-Geräte lassen sich nicht auf den TV streamen
  • Betriebssystem integriert immer mehr störende Werbung
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Neben dem Fire TV Cube ist der Fire TV Stick 4K Max das leistungsfähigste Gerät in Amazons Streaming-Portfolio. In der zweiten Generation hat der 4K Max 2023 sogar einen Leistungsschub bekommen. Er verfügt über einen schnelleren Prozessor und einen größeren internen Speicher. Du kannst nun 16 statt acht Gigabyte für Apps nutzen. Wie der Streaming-Stick damit im Test abschneidet, erfährst du hier.

Den Fire TV Stick 4K Max kannst du direkt bei Amazon erwerben:

Anschlüsse: Immer noch mit Micro-USB

Das Gehäuse des Streaming-Sticks hat Amazon optisch mit abgerundeten Ecken etwas überarbeitet. Bei den Anschlüssen hat sich aber nichts geändert: Auch 2023 setzt Amazon auf ein Micro-USB-Stromkabel. Zwar wäre ein USB-C-Port zeitgemäßer, aber immerhin ist der Amazon Fire TV Stick 4K Max auch in der zweiten Generation sparsam genug, um von einem USB-Port am Fernseher Strom zu gewinnen.

Amazon Fire TV 4K Max - Anschluss
Der Amazon Fire TV Stick 4K Max wird entweder direkt in den HDMI-Eingang gesteckt oder mit der kurzen Verlängerung angeschlossen. Für den Strom sorgt das USB-Kabel am Ladegerät.

Der HDMI-Stecker ist HDMI-2.1-fähig, sodass du ihn auch als vollwertige Basis für eine Echo-Studio-Soundbarlösung nutzen kannst.

Amazon Fire TV Stick 4K Max (2023) im Streaming-Test: Flott und auf der Höhe der Zeit

Seine Kernaufgabe bewältigt der Amazon Fire TV Stick 4K Max in der zweiten Generation mit Bravour. Die Streaming-Apps starten blitzschnell, die Navigation durch Inhalte und die generelle Streaming-Performance sind auf Topniveau. Dank Unterstützung für WiFi 6E kannst du mit einem entsprechenden Router die Latenz noch weiter senken. Doch auch mit „klassischem“ WiFi 6 ist der Fire TV Stick 4K Max flott unterwegs.

Amazon Fire TV Stick 4K Max Streaming-Apps
Die meisten relevanten Streamingdienste sind auf dem Amazon Fire TV Stick 4K Max verfügbar. | Screenshot: Amazon

Generell gibt sich Amazon auf technischer Seite keine Blöße. Der Fire TV Stick 4K Max unterstützt alle wichtigen HDR- und Tonformate und beherrscht auch die automatische Umschaltung der Bildrate, etwa auf 24p für Kinofilme. Er holt ergo in allen Situationen das Beste aus dem gestreamten Material heraus. Wie sein Vorgänger und der Fire TV Cube unterstützt der 4K Max zudem den modernen AV1-Codec unterstützt. Anbieter wie Netflix, die den Codec bereits einsetzen, benötigen damit weniger Bandbreite, ohne die Bildqualität zu reduzieren.

Der Amazon-App-Store führt alle wichtigen Streaming-Dienste in aktuellen App-Versionen, darunter auch die lang fehlenden Versionen von YouTube oder Apple TV Plus. Die einzige prominente Ausnahme ist die Sky-Q-App, die nach wie vor auf dem den Fire TV fehlt. Möchtest du diese per Streaming-Box auf deinem Fernseher nachrüsten, bleibt dir aktuell nur der Griff zum teureren Apple TV 4K. Wie die Streaming-Boxen verschiedener Anbieter in unseren Tests abgeschnitten haben, siehst du hier in der Übersicht:

Schön gelöst ist nach wie vor die Integration von Live-TV über Apps und Mediatheken. Mehr zum Thema Live-TV auf dem Amazon Fire TV erklären wir dir in einem separaten Ratgeber.

Amazon Fire TV Stick 4K Max Live-TV
Auch Live-Fernsehen lässt sich auf dem Fire TV Stick 4K Max anschauen. | Screenshot: Amazon

Etwas komplizierter wird es, wenn du lokal gespeicherte Videos und Musik auf dem Fire TV abspielen willst. Im App-Store empfiehlt sich dabei in erster Linie die Fire-OS-Version des VLC Player sowie ein Client für den Medienserver Plex. Das Mediacenter Kodi läuft auf dem Fire TV Stick 4K Max grundsätzlich hervorragend, allerdings musst du für die Installation ein paar Umwege gehen. Wie du Kodi auf dem Fire TV installierst, zeigen wir dir hier.

Fire OS: Neuer Unterbau, bewährte Oberfläche

Zwar mehren sich Gerüchte, dass Amazon an einem eigenen Betriebssystem für seine Streaming-Hardware werkelt, auf dem neuen Fire TV Stick 4K Max arbeitet aber das gewohnte Fire OS in Version 8. Dessen Oberfläche hat sich im Vergleich zu den Vorgängern wenig verändert. Unter der Haube kommt auf dem neuen Modell aber im Vergleich zur Version 7 eine neuere Android-Basis zum Einsatz, nämlich Android 11 statt Android 9. Das dürfte aber eher aus entwicklungstechnischer Sicht interessant sein, da sich auf der Bedienungsseite wenig verändert hat.

Die Startseite von Fire OS hat sich trotz neuer technischer Basis kaum verändert. | Screenshot: Amazon

Nach wie vor präsentiert die Startseite von Fire OS einen Mix aus installierten Apps und daraus hervorgehenden Inhalten. Der Fokus liegt dabei naturgemäß auf Filmen und Serien aus Amazons eigenen Angeboten wie Prime Video oder Freevee. Doch auch Inhalte von Netflix, Disney+ und Co. werden in Suche und Startseite eingebunden.

Auch die Einrichtung verschiedener Profile (inklusive optionalen Kinderprofilen mit entsprechend angepassten Inhalten) ist wieder an Bord. So kannst du unter anderem unterschiedliche Empfehlungen und App-Einstellungen auf dem Stick einrichten sowie deinem Nachwuchs gegebenenfalls Zugriff auf den Stick gewähren.

Fire TV Stick 4K Max Profile
Mit eigenen Profilen kannst du den Fire TV Stick 4K Max individualisieren, etwa für Familienmitglieder. | Screenshot: Amazon

Die Amazon-Basis hat aber auch Nachteile. Anders, als beispielsweise mit dem von vielen Apps unterstützten Google Chromecast, ist es nicht immer einfach, Inhalte vom Smartphone auf den TV-Stick zu bringen. Die Möglichkeit, den Handy-Bildschirm zu spiegeln, funktioniert nicht bei allen Geräten, iPhones sind zudem komplett außen vor.

Bedienung per Remote und mit Alexa

Die Navigation durch die Menüs erfolgt über die bekannte Fire-TV-Fernbedienung. Leider liefert Amazon hier nach wie vor das Standardmodell und nicht die verbesserte Pro-Remote mit. Auf Extras wie beleuchtete Tasten oder das ”Klingeln lassen“ einer verlorenen Fernbedienung per Alexa-Sprachbefehl musst du daher verzichten.

Amazon Fire TV 4K Max - Fernbedienung
Mit der vertrauten Fernbedienung bedient sich der Amazon Fire TV Stick 4K Max schnell und zuverlässig – auch per Spracheingabe.

Dafür bietet dir die Fire-TV-Fernbedienung schnellen Zugriff auf Amazon-Apps, Alexa und Live-TV sowie eine ordentliche Mediensteuerung mit Tasten zum Vor- und Zurückspulen. In der aktuellen Iteration weicht die Disney-Plus-Taste dem Schnellzugriff auf die installierten Apps – das empfinden wir nicht unbedingt als Nachteil.

Fire TV Stick 4K Max Einkaufsliste
Per Alexa-Taste kannst du nicht nur nach Inhalten suchen, sondern auch dein Smart Home steuern oder die Einkaufsliste pflegen. | Screenshot: Amazon

Amazon-typisch ist auch die Alexa-Sprachsteuerung Teil der Nutzungserfahrung. Über eine dedizierte Taste auf der Fernbedienung kannst du Sprachbefehle für die Suche nach Inhalten auf dem Fire TV Stick sowie für die Smart-Home-Steuerung einsprechen.

Auch kannst du den Fire TV Stick 4K Max mit bestehenden Alexa-Lautsprechern wie einem Amazon Echo koppeln und mit entsprechenden Sprachbefehlen steuern. Das gesamte Steuerungskonzept ist mittlerweile ausgereift und funktioniert dementsprechend auch auf dem Fire TV Stick 4K Max sehr ordentlich.

Fire TV Stick 4K Max (2023): Werbung bleibt ein Ärgernis

Auf technischer Ebene macht Amazon beim neuen Fire TV Stick 4K Max also vieles richtig. Dennoch gibt es eine Sache, mit der das Unternehmen immer mehr potenzielle Käufer:innen verärgert: Die Werbung, die sich immer weiter auf der Fire-OS-Oberfläche ausbreitet.

Beim Einschalten des Amazon Fire TV Stick 4K Max blendet das Gerät gelegentlich Vollbild-Werbung anstelle des Start-Logos ein. Das passiert im Test nicht immer, wir konnten das Verhalten aber diverse Male beobachten. Immerhin gibt es Möglichkeiten, die Vollbild-Werbung zu unterdrücken, ob das so bleibt, ist aber offen.

Fire TV Stick Werbung Startseite
Gesponserte App-Empfehlungen sind noch das kleinste Ärgernis bei der Fire-TV-Nutzung. | Screenshot: Amazon

Auch die Startseite von Fire OS ist schon längst nicht mehr werbefrei. Dass Amazon seine eigenen Produktionen und Streaming-Dienste prominent auf der Startseite platziert, kann man einem Produkt aus eigenem Hause kaum vorwerfen. Warum wir aber auf der Startseite eines Streaming-Sticks Angebote für Waschmittel oder Eistee sehen müssen, bleibt fraglich.

Amazon Fire TV 4K Max - Zubehör
Alles, was du brauchst: Das Zubehör des Amazon Fire TV Stick 4K Max ist sinnvoll und vollständig.

Keine große Sorge machen wir uns über den schleichenden Performance-Verlust, den diverse Online-Berichte den Fire-TV-Sticks nach wie vor nachsagen. Beim neuesten Fire TV Stick 4K Max konnten wir weder beim Vergleich zum direkten Vorgängermodell, noch zum grundsätzlich etwas langsameren Standard Fire TV Stick 4K aus dem Jahr 2022 bisher einen merklichen Leistungsabfall feststellen.

Amazon Fire Stick 4K Max (2023) im Test: Fazit

Alles in allem liefert Amazon mit dem Fire TV Stick 4K Max in der zweiten Generation dennoch eine weitestgehend gelungene Produktpflege ab. Der Zuwachs an Prozessorleistung und Arbeitsspeicher sollte den Stick zukunftssicher machen. Auch die Unterstützung von WiFi 6E ist ein Pluspunkt, der im Amazon-Portfolio bislang dem teureren Fire TV Cube vorbehalten war.

Hinter diesem platziert sich der neue 4K Max als zweitstärkstes Pferd im Amazon-Stall. Als Allround-Streamer für fast alle Anbieter in Kombination mit den Alexa-basierten Sprachfunktionen für Smart Home und Co. ist der Fire TV Stick 4K Max in der zweiten Generation durchaus eine Empfehlung wert.

Wenn du allerdings bereits die erste Generation des 4K Max, einen Fire TV Cube oder einen anderen halbwegs aktuellen Fire-TV-Stick nutzt und damit zufrieden bist, gibt es kaum einen Grund zum Upgrade. Das liegt auch daran, dass Amazon den Preis im Vergleich zum Erstling erhöht hat – zumindest außerhalb der regelmäßigen Sonderangebote. Auch Amazons Tendenz, immer mehr Werbung auf die Oberfläche seiner Fire-OS-Geräte zu packen, solltest du im Hinterkopf behalten.

Den Amazon Fire TV Stick 4K Max findest du bei Amazon:

Technische Daten
Preis (UVP/Straßenpreis) 79,99 Euro / 60 Euro
Auflösung UHD 4K (3840 x 2160)
HDR-Unterstützung Dolby Vision, HDR10, HDR10+, HLG
Bildfrequenz bis 60 fps
Speicherplatz 16 GB
Anschlüsse HDMI-ARC-Ausgang, Micro-USB (nur für Strom), Bluetooth, WLAN, Infrarot
Betriebssystem Fire OS
Prozessor Quad Core
Sprachsteuerung Alexa
Videoformate HLG, H.265, H.264, VP9, AV1
Audioformate xHE-AAC, AAC-LC, AAC+, eAAC+, AAC-ELD, MP3, AMR-NB, FLAC, PCM/WAV, Vorbis, Dolby AC3, eAC3 (Dolby Digital Plus), Dolby Atmos (EC3_JOC), Dolby AC4, Dolby MAT, Dolby TrueHD Passthrough, MPEG-H Passthrough, DTS HD Passthrough
Fotoformate JPEG, PNG, GIF, BMP
Abmessungen (BxHxT) 30 x 99 x 14 mm

Du hättest doch lieber einen der anderen Streaming-Sticks von Amazon? Alle Fire-TV-Sticks, die wir getestet haben, findest du in unserer Bestenliste:

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