Startseite Heimkino Soundbars Sonos Beam (Gen. 2) im Test – Die kleinste Atmos-Soundbar aller Zeiten?

Sonos Beam (Gen. 2) im Test – Die kleinste Atmos-Soundbar aller Zeiten?

Nach drei erfolgreichen Jahren Sonos Beam bringt Sonos die zweite Generation der kompakten Soundbar auf den Markt. Was bei der Sonos Beam (Gen. 2) neu ist, erfährst du hier.
Sonos Beam (Gen. 2) Titel
Lautsprecher-Leistung (Hersteller-Angabe)
220 Watt
Anzahl Kanäle
5
Anschlüsse / Schnittstellen
HDMI-eARC, Ethernet
Sprachsteuerung
Alexa, Google Assistant
Abmessungen (BxHxT)
651 x 69 x 100 mm
Preis
499 Euro
In Kürze
Die Sonos Beam (Gen. 2) erweitert ihre Vorgängerin um überzeugenden 3D-Sound, behält aber alle ihre guten Eigenschaften bei. So wird aus der kompakten Soundbar ein schicker Smart-Speaker für beste Unterhaltung.
Vorteile
  • Ausgewogener Klang
  • Erstaunlich wirkungsvoller virtueller 3D-Sound
  • Zum Multiroomsystem ausbaubar
  • Platzsparend
Nachteile
  • Nur ein physischer Audioanschluss
  • Kein Pass-Through möglich

Mit der Sonos Beam stellte der amerikanische Multiroom-Experte 2018 seinen kleinsten Klangbalken vor. Seitdem machte die kompakte Soundbar vor allem durch ihre tolle Musikalität und den hohen Spaßfaktor auf sich aufmerksam. Die Sonos Beam (Gen. 2) soll das alles ein bisschen besser machen und bietet zudem virtuellen 3D-Sound über Dolby Atmos.

Sonos Beam vs. Beam (Gen. 2) – wie klingt das Update?

Im Test der ersten Beam haben wir Sonos noch dafür gelobt, auf „3D-Sound in Pseudo-Dolby-Atmos-Manier“ verzichtet zu haben. Denn einer so kleinen Soundbar hätten wir in Sachen 3D-Simulation einfach nichts Überzeugendes zugetraut. Jetzt steht die Beam (Gen. 2) im Hörraum und wir senken unseren Blick verlegen zu Boden. Wir haben die Entwickler von Sonos scheinbar unterschätzt, denn die kleine Beam des Jahrgangs 2021 kann jetzt ganz eindeutig virtuelles Dolby Atmos. Und wie!

Sonos Beam (Gen. 2) Schriftzug
Neue Abdeckung, gleiche Ausmaße: Die Sonos Beam Gen. 2 bleibt schlicht aber schick.

Beim Musikhören fällt zunächst mal kaum ein Unterschied zur alten Beam auf. Vielleicht spielt die 2021er Beam im direkten Vergleich einen Hauch direkter, doch im Großen und Ganzen klingt sie sehr vertraut, nämlich genau so unangestrengt und solide wie früher. Stimmen arbeitet die Beam weiterhin schön heraus. Zu keinem Zeitpunkt wirkt die Soundbar überfordert sondern verbreitet mit Musik jeder Art eine angenehme und entspannte Atmosphäre.

Wir brauchen Bass! Die Sonos Beam (Gen.2) mit Subwoofer

Diesen rundum freundlichen Klangcharakter kannst du übrigens noch mehr betonen, indem du der neuen Beam den passenden Sonos-Subwoofer zur Seite stellst. Wenn dieser sich um die tiefen Frequenzen kümmert, kann sich die Soundbar offensichtlich besser auf die Dinge konzentrieren, die sie ganz besonders gut kann: Die natürliche Wiedergabe von Stimmen und Instrumenten zum Beispiel. Das gelingt der neuen Beam ganz hervorragend, obwohl sie weiterhin nur über einen einzelnen Hochtöner verfügt.

Sonos Sub seitlich
Mit seiner spiegelnden Oberfläche und seiner eigenwilligen Form ist der Sonos Sub ein echter Hingucker.

Natürlich kannst du – wie von dem Multiroom-Experten Sonos nicht anders zu erwarten – auch weiterhin ein Paar Sonos One, One SL oder Sonos Five, sowie die älteren Sonos Play:1, Play:3 und Play:5 als Rear-Speaker hinzufügen. So erhältst du ein zusätzlich zum virtuellen Atmos-Sound auch noch realen Surround-Sound.

Sonos App Rear Speaker Einbindung
Über die App kannst du deine Soundbar mit zwei identischen Sonos-Lautsprechern zu einem Surround-Set ausbauen. | Screenshot: Sonos

Gutes besser gemacht

Überhaupt hat sich bei der Bestückung der Sonos Beam nicht viel getan: Weiterhin sind vier ovale Mitteltöner links und rechts des Hochtöners angeordnet. Die beiden äußeren sitzen seitlich und sorgen so dafür, dass ein bestimmter Schallanteil nach außen abgestrahlt wird. Drei Passiv-Radiatoren helfen den Bässen auf die Sprünge, falls du die Soundbar ohne Subwoofer nutzt.

Aber wie schaffen es die selben Lautsprecher auf einmal raumfüllenden 3D-Klang zu produzieren? Die Antwort liegt in ihrer Ansteuerung. Sonos spricht von fünf Speaker-Arrays, die durch die höhere Prozessorleistung geformt werden können. Bei der alten Sonos Beam waren es noch nur drei. Diese Arrays nutzen Laufzeitunterschiede zwischen den einzelnen Treibern, um den Klang aus verschiedenen Punkten im Raum kommen zu lassen.

Plötzlich 3D – Sonos Beam im Heimkino-Klangtest

Im „normalen“ Betrieb ist zunächst auch der Höreindruck mit Filmen nicht sehr anders als früher. Wie die Vorgängerin baut die 2021er Beam bei Filmen und Serien einen erstaunlich weiten, offenen Klangraum auf, der dich die Action auf dem Bildschirm akustisch sehr gut nachvollziehen lässt. Dialoge stehen klar verständlich in der Mitte, und der sonntägliche Tatort profitiert von diesem Soundupdate genauso wie der neueste Blockbuster.

Sonos Beam (Gen. 2) mit TV
Besonders bei Filmen mit Dolby-Atmos-Tonspur bemerkst du den Unterschied zwischen den beiden Generationen der Sonos Beam.

Anders sieht die Sache aus, wenn du eine Dolby-Atmos-Tonspur auswählst. Dann wächst die kleine Sonos Beam tatsächlich über sich hinaus. Gar nicht mal so sehr in der Breite, die akustische Bühne bleibt an Ort und Stelle. Doch obwohl auch die neue Beam keinerlei nach oben abstrahlenden Atmos-Lautsprecher besitzt, stellt sich ein durchaus überzeugender 3D-Effekt ein. Auch wenn es eigentlich nicht wirklich sein kann, schafft die kleine Sonos-Soundbar auf einmal die Illusion, bestimmte Geräusche kämen von oben oder von seitlich neben dir.

Okay, mit einem echten Atmos-Setup ist das 3D-Erlebnis natürlich nicht zu vergleichen. Und auch die größere Sonos Arc vermittelt noch einmal mehr Höhe und Weite. Doch für so eine kleine Soundbar wie die Sonos Beam ist das Ergebnis wirklich beeindruckend.

Gut geschützt: Gitter statt Stoff

Schaust du dir die 2021er Sonos Beam an, fällt dir als allererstes die neugestaltete Abdeckung auf. Wie ein Band umschließt sie die Soundbar fast komplett. Die alten Version hatte eine Abdeckung aus Stoff, bei der Beam (Gen. 2) besteht sie nun wie bei der großen Schwester Arc aus einem präzise gelochten Kunststoffgitter. Ob dir das besser gefällt, ist Geschmackssache. Zumindest aber sind die Treiber so besser vor neugierigen Fingern oder Gegenständen geschützt. Und irgendwie ist die größere optische Ähnlichkeit zur Sonos Arc auch passend, denn sie war die erste Atmos-Soundbar im Sonos-Programm.

Sonos Beam (Gen. 2) Gitter
Mit dem neuen Kunststoffgitter ähnelt die Sonos Beam der größeren Arc noch mehr.

3D-Sound via HDMI-eARC

Was die Anzahl der HDMI-Buchsen angeht, hat sich nichts verändert. Auch bei der Sonos Beam (Gen.2) musst du dich mit einem einsamen HDMI-Eingang begnügen. Dieser hat jedoch ein technisches Upgrade erfahren und ist mit der Unterstützung von eARC nun auf der Höhe der Zeit. Das Update war schon allein deshalb nötig, da nur der neue eARC-Standard in der Lage ist, über den Audio-Rückkanal auch Dolby-Atmos-Tonspuren zu übertragen.

Sonos Beam (Gen. 2) Anschlüsse
Aus dem ARC-HDMI-Anschluss wurde eine eARC-Schnittstelle. Ansonsten hat sich bei den Anschlüssen der Sonos Beam nichts geändert.

Damit die Soundbar die erhöhte Datenflut via eARC auch adäquat in Geräusche verwandeln kann, musst auch ein leistungsfähiger Chip her. Der neue soll im Vergleich zum Vorgänger eine um 40% höhere Rechenpower haben. Für den Fall, dass du ältere Fernseher oder andere Geräte an die Soundbar anschließen möchtest, liegt ein Adapter von Toslink auf HDMI bei. Auf 3D-Sound müsstest du mit dieser optischen Digital-Verbindung jedoch verzichten.

Bedienbarkeit und App der Sonos Beam

Wie bei Sonos-Produkten üblich, ist auch die Beam komplett auf die Steuerung über die jüngste Version der Sonos-eigenen App für iOS und Android ausgelegt. Das fängt bereits bei der ersten Einrichtung an, die du mit der App gewohnt zügig erledigst. Besonders praktisch ist hierbei die NFC-Funktion. Mit ihr finden sich App und Lautsprecher innerhalb weniger Sekunden. Die Einbindung geschieht anschließend über die Abgabe von Testtönen, die das Mikro deines Smartphones oder Tablets aufnehmen.

Sonos Beam App Einbindung
Via NFC erkennt die App die Sonos Beam sofort. Die Einbindung ist danach ein Kinderspiel. | Screenshot: Sonos

Zunächst musst du der App Zugriff auf die genauen Standortdienste und die Bluetooth-Einstellungen deines Smartphones geben. Alle weiteren Schritte zur Einrichtung des Sonos-Netzwerks für die automatische Einmessung der Raumakustik namens „Trueplay“ laufen dann gut nachvollziehbar und fast von selbst. Mit der Einschränkung, dass Trueplay weiterhin nur auf Apple-Geräten verfügbar ist.

Sonos Beam (Gen. 2) TruePlay
Die Raumeinmessung mit Sonos Trueplay lohnt sich, erfordert aber ein Apple-Gerät.

Bei Android-Geräten gibt es zu viele verschiedene Mikrofone auf dem Markt, als dass Sonos sich bei der Klanganalyse darauf verlassen könnte. Alle anderen Funktionen der Sonos-App kannst du aber auch als Android-Besitzer nutzen.

Die Kalibrierung erfordert indes ein wenig Mitarbeit von dir: Während die Beam Testtöne abspielt, schickt dich die App durch den Raum um für die Messung an verschiedenen Stellen das Smartphone auf und ab zu bewegen. Nach wenigen Minuten ist die Prozedur abgeschlossen und die Sonos Beam optimal auf den Klang deines Wohnzimmers abgestimmt.

Sonos App Streaming Dienste
Deine Streaming-Dienste kannst du direkt in die Sonos App einbinden. | Screenshot: Sonos

Für Musikliebhaber sind über die App die meisten relevanten Streaming-Dienste integriert. Du musst also nicht ständig von einer Anwendung zur nächsten wechseln sondern kannst deine Sonos-Wiedergabeliste mit Musik von Spotify, Tidal oder Amazon Music füllen und über die Sonos-App steuern.

Sonos Beam (Gen. 2): Smarte Streaming-Soundbar

Wenn dir das nicht reicht, kannst du deine Musik auch kabellos über AirPlay 2 an die Sonos Beam oder über das Netzwerk auf deinen Musikserver zugreifen. Und auch ganz ohne Tablet oder Telefon kannst du deine Soundbar bedienen: Wie die meisten Sonos-Geräte unterstützt auch die neue Beam Alexa und Google Assistant. Beide Sprachassistenten sind nebst Mikrofon direkt in die Sonos Beam integriert. Die smarte Sonos-Soundbar ist als quasi auch ein echter Smart Speaker. Eine LED zeigt dir übrigens an, ob das Mikrofon aktiviert ist. Wenn du deine Privatsphäre schätzt, genügt ein kurzer Tastendruck um das Mikro auszuschalten.

Sonos Beam (Gen. 2) Bedienfeld
Am Bedienfeld der Sonos Beam hat sich auch in Generation 2 nichts geändert. Neben den Befehlen zur Musikwiedergabe kannst du über die Mikrotaste das Gerät auch auf taub stellen.

Unterschiede zur Sonos Arc

Auch wenn sich die neue Beam designtechnisch nun mehr an der Sonos Arc orientiert, gibt es noch einige Unterschiede zwischen den beiden Soundbars. Von den beiden wichtigsten ist einer sehr offensichtlich und der zweite im inneren verborgen. Die Sonos Arc ist mit ihren 114 cm fast doppelt so breit wie beide Generationen der Sonos Beam. Das liegt natürlich an den zusätzlichen Lautsprechern, die in ihr verbaut sind und auch klanglich einige Vorteile mit sich bringen. Gerade bei Filmen wird die auffallen, dass die Arc eine noch weitere Bühne vor dir aufbaut. Dafür spielt die Sonos Beam (Gen. 2) wie schon ihr Vorgänger sehr harmonisch und wie aus einem Guss. Besonders bei Musik kommt ihr das zu gute.

Sonos Arc Schwarz front
Mit ihren 1,4 Metern in der Breite und 8,7 cm in der Höhe ist die Sonos Arc um einiges größer als die kleine Beam.

Punkt zwei betrifft die Art, auf die der 3D-Klangeffekt erzeugt wird. Die Sonos Arc setzt auf sogenannte Upfiring-Lautsprecher. Diese strahlen den Sound nach oben ab, damit er anschließend von der Decke reflektiert und zu deinem Sitzplatz geschickt werden kann. Bei den kleinen Ausmaßen der Sonos Beam kämen weitere Lautsprecher nicht in Frage. Hier behilft sich Sonos mit virtuellem 3D-Sound. Die Klangsignale werden vom stärkeren Chip so an die Lautsprecher weitergegeben, dass sie deinem Ohr suggerieren, der Sound käme von oben oder der Seite, obwohl sie immer noch von vorne kommen.

Ausblick in die Zukunft

Mit der Sonos Beam von 2021 hat sich Sonos allerdings auch auf ein weiteres Update vorbereitet, das noch dieses Jahr kommen soll. Mit ihm sollen die Soundbars auch 3D-Audioformate wie Dolby-Atmos-Music wiedergeben können. Alles was du dafür brauchst, ist ein Abo für Amazon Music Ultra HD. Dann profitierst du nicht nur von den Songs, die über die normale Stereo-Abbildung hinausgehen, sondern kannst dich auch über Highres-Audio freuen.

Mit dem neuen Update sollen nämlich sämtliche aktuellen Sonos-Lautsprecher dazu im Stande sein, hochauflösende Musik bis zu einer Samplingtiefe von 24 Bit genießen. Zusätzlich werden mit diesem Update auch alle Sonos-Soundbars (also Playbar, Playbase, Beam und Arc), sowie der Sonos Amp DTS Digital Surround dekodieren können.

Amazon Music Ultra HD über Sonos

  • Amp
  • Arc
  • Beam
  • Beam (Gen 2)
  • Connect (Gen 2)
  • Connect:Amp (Gen 2)
  • Five
  • Move
  • One
  • One SL
  • Play:5 (Gen 2)
  • Port
  • Roam
  • Sub (Gen 3)
  • SYMFONSIK Bookshelf
  • SYMFONISK Table Lamp

Fazit – Mehr Features für wenig Geld

Toller Klang im kompakten Gehäuse mit gleichbleibend einfacher Bedienung. Sonos hat es mit der Sonos Beam (Gen. 2) geschafft, gutes noch besser zu machen. Für 50 Euro mehr bietet dir die 2021er Beam zusätzlich eine überraschend gute virtuelle Dolby-Atmos-Wiedergabe, die in deinem Wohnzimmer wirklich ein Gewinn für viele Filme sein kann. Dazu kommt auch noch die Aussicht, in naher Zukunft auch 3D-Musik hören zu können. Das Upgrade ist also definitiv mehr als bloß ein Tapetenwechsel.

Hier geht’s zu den Sonos-Angeboten

Technische Daten
Lautsprecher-Leistung (Hersteller-Angabe) 220 Watt
Anzahl Kanäle 5
Anschlüsse / Schnittstellen HDMI-eARC, Ethernet
Unterstützte Soundformate PCM, Dolby Digital, Dolby Digital Plus, Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Multichannel PCM
Netzwerk Ja
AirPlay 2 Ja
Sprachsteuerung Alexa, Google Assistant
Farbvarianten Matt Schwarz, Matt Weiß
Abmessungen (BxHxT) 651 x 69 x 100 mm
Gewicht 2,8 kg
Mitgeliefertes Zubehör HDMI-Kabel, Toslink-HDMI-Adapter
Preis 499 Euro

Was sagst du zu der neuen Sonos Beam? Tolle Effekte für wenig Geld oder doch nur alter Wein in neuen Schläuchen? Schreib es uns in die Kommentare!

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