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Sonos Beam im Test: Kompakte Soundbar für Musikfans

Sonos' kleinste Soundbar verspricht Großes. Was die Sonos Beam im Test geleistet hat und für Heimkino- und Musikfans zu bieten hat, erfährst du hier.
Sonos Beam Deal-Titel
Lautsprecher-Leistung (Hersteller-Angabe)
220 Watt
Anzahl Kanäle
3
Anschlüsse / Schnittstellen
HDMI-ARC, Ethernet
Unterstützte Soundformate
PCM, Dolby Digital
Sprachsteuerung
Alexa, Google Assistant
Abmessungen (BxHxT)
651 x 68 x 100 mm
Preis (UVP/Straßenpreis)
449 Euro / 400 Euro
In Kürze
Die Sonos Beam ist eine ehrliche Soundbar mit einer ausgeprägten Vorliebe für Musik. Mit nur einer App hast du Zugriff auf deine Musiksammlung und alle relevanten Streaming-Dienste, und den Fernsehton wertest du damit auch deutlich auf. Die Soundbar überzeugt durch ausgeglichenen Klang, mit guter Stimmwiedergabe und ordentlichen Bässen. Ein echter Preis-Leistungs-Gewinner!
Vorteile
  • Ausgewogener Klang
  • Zum Multiroomsystem ausbaubar
  • Platzsparend
Nachteile
  • Nur ein HDMI-ARC als einzige Schnittstelle
  • Surround-Sound hält sich in Grenzen

Nachdem wir uns bereits Sonos‘ größere Soundbar Sonos Arc vorgenommen haben, war jetzt die kleine Schwester Sonos Beam dran. Ohne viel Schnickschnack, aber mit nur mit einem HDMI-ARC-Eingang absolut praxisgerecht ausgestattet, schafft die Sonos-Soundbar Stimmung, egal ob als Soundtuning für den Fernseher oder als Musikbox. Durch ihren beeindruckenden Klang und die einfache Bedienung empfiehlt sich der musikalische Spaßmacher als Einstiegsdroge für das Sonos-Universum.

Sonos Beam Fernseher
Die Sonos Beam macht unter so ziemlich jedem Fernseher eine schlanke Figur.

Sonos Beam überzeugt im Klang-Test

Soundbars muss man üblicherweise für Film- und Musikklang getrennt bewerten. Beide Einsatzzwecke stellen andere Ansprüche an einen Lautsprecher, und deshalb eignen sich viele Soundbars eher für das eine als für das andere. So neigen vor allem Sets aus Soundbar und Subwoofer dazu, sich auf die Wiedergabe von Film-Soundtracks zu spezialisieren. Was jedoch bei (virtuellem) Surround-Sound gut klingt, muss nicht zwingend auch eine gute Musikwiedergabe bedeuten.

Ganz so einfach ist das bei der Sonos Beam allerdings nicht. Klar, Wunder kann die kleinste Soundbar im Sonos-Programm nicht vollbringen, auch sie ist an die Gesetze der Physik gebunden. Im Vergleich mit vielen anderen Soundbars ist jedoch ihr großer Vorteil, dass sie nichts verspricht, das sie nicht halten kann. Was sie macht, macht sie dann aber richtig gut, und das sowohl mit Filmen als auch mit Musik!

Sonos Beam Front
Understatement à la Sonos. Hinter der schlichten Front versteckt sich eine verblüffende Musikalität.

Nein, es gibt keinen zurechtgerechneten 3D-Sound in Pseudo-Dolby Atmos-Manier. Aber das erwartet man von der zierlichen Sonos-Soundbar auch gar nicht. Ganz konventionell tönt sie also bei Filmen und Serien unter dem Fernseher hervor, einfach nur als Lautsprecher. Und erschafft dabei einen erstaunlich weiten, offenen Raum, in dem sich das Geschehen auf dem Bildschirm akustisch hervorragend nachvollziehen lässt. Egal, ob der Tatort-Kommissar wieder einmal nuschelt oder Wonder Woman Gewehr-Kugeln mit ihrem Schild ablenkt.

Bass auch ohne Subwoofer

Hinzu kommt, dass die Sonos Beam ganz entspannt ohne Subwoofer auskommt. Vier Tief-Mitteltöner und drei passive Bass-Radiatoren erzeugen auch so schon einen beachtlichen Schalldruck. Für höhere Frequenzen hat Sonos der Soundbar allerdings nur einen Hochtöner gegönnt.

Müsste da nicht im Stereo-Modus etwas fehlen? Fehlanzeige. Musik klingt über die Sonos Beam ausgewogen und stimmig. Bass und Höhen beschränken sich auf die klangliche Komfortzone der kleinen Soundbar, weshalb sie immer angenehm sind und weder wummern noch nerven. So klingt gute Laune, egal mit welcher Musik. Aber auch hier gilt: wenn du die ganz große Bühnenabbildung suchst und du dir eine Anlage ohne echtes Stereo-Dreieck nicht vorstellen kannst, kann auch diese Soundbar kein aktives Lautsprecher-Paar ersetzten. Wenn du aber einfach, entspannt und mit viel Spaß Musik hören möchtest, ist die Sonos Beam genau dein Ding.

Bedienbarkeit und App der Sonos Beam

Wie bei Sonos-Produkten üblich, ist auch die Beam ganz auf die Steuerung durch die Sonos App ausgelegt. Pünktlich zum erscheinen der Sonos Arc wurde die App überarbeitet und bietet nun, als Sonos S2, eine noch bessere Bedienung sämtlicher Sonos-Produkte und obendrein eine noch umfassendere Verknüpfung von Streaming-Diensten. Mit ihr sind Einrichtung und Setup der Soundbar im Handumdrehen erledigt. Kaum eine andere App auf dem Audio-Markt nimmt dich so problemlos bei der Hand wie die von Sonos.

Sonos Arc TruePlay
Die Raumeinmessung mit Sonos Trueplay lohnt sich, erfordert aber ein Apple iPhone oder iPad.

Nachdem du der App Zugriff auf den genauen Standort und die Bluetooth-Einstellungen gewährt hast, sind weder der Aufbau des Sonos-Netzwerkes, noch die automatische Raumeinmessung namens „Trueplay ein Problem. Letzteres steht dir leider nur zur Verfügung, wenn du ein Apple-Gerät benutzt. Um den Klang perfekt auf deinen Hörraum abzustimmen, greift die App nämlich auf das integrierte Mikro deines iPads oder iPhones zurück. Bei Android-Geräten gibt es da zu große Unterschiede auf dem Markt, als dass Sonos sich bei der Klanganalyse auf deren Mikrofone verlassen könnte. Deshalb steht bei der Sonos Beam Trueplay nur für iOS zur Verfügung. Alle anderen Funktionen der Sonos App kannst du aber auch als Android-Besitzer nutzen.

Publikumsbeteiligung für besseren Sound

Bei der Einmessung ist übrigens ein bisschen Mitarbeit von deiner Seite gefragt: Während die Beam Testtöne ausspuckt, fordert dich die App auf, den Raum abzulaufen und dabei dein Apple-Produkt auf und ab zu bewegen. Wenn alles glatt läuft , ist deine Sonos Beam nach ca. zwei Minuten optimal auf dein Wohnzimmer abgestimmt.

In der Sonos App kannst du die Sonos Beam umfassend personalisieren.

 

Zur Verfügung stehen etwa ein manueller EQ, Trueplay-Raumeinmessung oder TV-Dialogsynchronisierung.

Als Soundbar, die sich vor allem an Musikfreunde richtet, reicht das Angebot an unterstützten Tonformaten vollkommen aus. Die App integriert zudem auf Wunsch so gut wie alle relevanten Streamingdienste. So musst du nicht zwischen den Apps wechseln, sondern kannst deine Playlists anbieterübergreifend mit Songs von Spotify, Tidal oder Amazon Music füllen und die Sonos App steuern.

Kabellose Musik und moderne Helfer

Sollte dir das noch nicht genügen, kannst du deine Musik auch via AirPlay 2 bequem zur Sonos Beam schicken. Zusätzlich kannst du über die App auch auf eventuell vorhandene weitere Sonos-Geräte oder einen Musikserver im gleichen Netzwerk zugreifen.

Wenn du das Smartphone oder Tablet ganz zur Seite legen möchtest, kannst du auch auf Alexa oder Google Assistant zurückgreifen. Beide Sprachassistenten sind direkt in die Sonos Beam integriert und über das in der Soundbar integrierte Raumfeld-Mikrofon ansprechbar. Die Sonos Beam ist also dank des doppelten „built-in“ ein echter Smartspeaker. Ein Signallicht zeigt dir an, ob dieses in Betrieb ist. Möchtest du nicht belauscht werden, genügt eine Berührung des Mikrofonsymbols, um es auszuschalten. Auf dem selben Weg kannst du Alexa und Co. auch wieder aus ihrem Dornröschenschlaf aufwecken.

Sonos Beam Mikro
Mittels Berührung kannst du alle wichtigen Befehle auch am Gerät selbst eingeben.

Wie schlägt sich die Sonos Beam im Praxis-Test?

Die Sonos Beam liegt trotz ihrer geringen Größe recht schwer in der Hand und versprüht so schon einen Hauch von Wertigkeit. Die schlichte, glatte Oberfläche und die dunkle Stoffbespannung runden diesen Eindruck ab. So passt die Soundbar unter so ziemlich jeden Fernseher, ohne besonders ins Auge zu fallen. Zu diesem Understatement passen auch die als Touch-Sensoren ausgeführten Bedienelemente.

Mit intuitiven Berührungen oder Wischgesten kannst du damit die Wiedergabe starten oder unterbrechen, Lieder überspringen oder das Mikro für Sprachbefehle an- und ausschalten. Da alles, was darüber hinausgeht aber sowieso über die App geregelt werden kann, verzichtet Sonos bewusst auf eine Fernbedienung oder ein Display an der Soundbar. Und solltest du das Gefühl der Fernbedienung in der Hand nicht missen wollen, kannst du die Sonos Beam auf die Fernbedienung deines Fernsehers anlernen und so beide Geräte mit einer Hand bedienen.

Sonos Beam Anschlüsse
Übersichtlich: Sonos stellt zum Anschluss der Soundbar neben einer LAN-Buchse nur eine HDMI-ARC-Schnittstelle zur Verfügung.

Schade nur, dass die einzige physische Schnittstelle der Soundbar der HDMI-ARC-Anschluss für den Fernseher bleibt. Für den Fall, dass dein Fernseher HDMI-ARC nicht unterstütz, liegt der Soundbar zwar ein Toslink-HDMI-Adapter bei, insgesamt ist die Auswahl der Quellen dennoch sehr eingeschränkt.

Test-Fazit: Die Sonos Beam ist ein musikalischer Spaßmacher

Die Sonos Beam kann ihre Herkunft aus dem Hause Sonos nicht verheimlichen. Musikalität und eine einfache Bedienung sind ihre großen Stärken. Suchst du also eine Soundbar, die auf beim Musikhören alles richtig macht, aber auch für kleines Geld und ohne zusätzlichen Subwoofer möglichst viel aus deinem Fernsehton holt, ist die Sonos Beam genau das Richtige für dich.

Die kleine, smarte Soundbar klingt so offen und weit, dass du echten Surround-Sound kaum vermissen wirst. Falls doch, kannst du sie auch später noch mit zwei Sonos One als Rear Speaker und einem Sonos Sub erweitern und das vollen Potenzial der Beam ausschöpfen. Legst du hingegen Wert auf die große Kinobühne mit 3D-Sound, solltest du dich eher für eine Dolby-Atmos-Soundbar wie die Sonos Arc entscheiden.

Technische Daten
Lautsprecher-Leistung (Hersteller-Angabe) 220 Watt
Anzahl Kanäle 3
Anschlüsse / Schnittstellen HDMI-ARC, Ethernet
Unterstützte Soundformate PCM, Dolby Digital
Netzwerk Ja
AirPlay 2 Ja
Sprachsteuerung Alexa, Google Assistant
Farbvarianten Schwarz, Weiß
Abmessungen (BxHxT) 651 x 68 x 100 mm
Gewicht 2,8 kg
Mitgeliefertes Zubehör HDMI-Kabel, Toslink-HDMI-Adapter,
Preis (UVP/Straßenpreis) 449 Euro / 400 Euro

Was ist deine Meinung zur Sonos Beam? Kann die kleine Soundbar bei dir für Kino-Atmosphäre sorgen, oder kommt bei dir nichts an einem Surround-System vorbei?

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