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Sonos Arc im Test: Das kann die Soundbar mit Dolby Atmos

Mit der Sonos Arc liefern die Multiroom-Spezialisten ihre erste Dolby-Atmos-Soundbar. Unser Test zeigt, ob sich die Luxus-Klangleiste lohnt.
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Sonos Arc Test Bild: HIFI.DE
Audio-Anschlüsse
1 x HDMI-(eARC), optischer Audioeingang per Adapter
Anzahl Treiber
11 (verbunden mit Klasse-D-Verstärkern)
Unterstützte Soundformate
Stereo (PCM), Dolby Digital 5.1, Dolby Digital Plus (mit Dolby Atmos), Dolby True HD (mit Dolby Atmos)
AirPlay 2
Ja
Preis (UVP/Straßenpreis)
899 Euro / 880 Euro
In Kürze
Die Sonos Arc besticht mit edlem Design, ihrer ausgereiften Streaming-Fähigkeiten und einem tollen Sound sowohl für Filme als auch Musik. Die Dolby-Atmos-Wiedergabe ist vor allem für eine Soundbar grandios umgesetzt, bleibt aber leider aktuellen Fernsehern vorbehalten. Mit rund 900 Euro müssen Sonos-Fans zudem tief in die Tasche greifen.
Vorteile
  • Hochwertiges Design
  • Einfache Einrichtung
  • Grandioser Klang für Filme und Musik
  • Integration ins Sonos-System
  • Optionen zur Erweiterung
Nachteile
  • Nur ein HDMI-Eingang
  • Echtes Dolby Atmos nur mit eARC-HDMI
  • Kein Trueplay unter Android

Die Sonos Arc ist eine Premiere für den US-Hersteller. Die Soundbar ist der erste Sonos-Lautsprecher, der das objektbasierte Audioformat Dolby Atmos nativ unterstützt. Ein komplexes Lautsprechersetup verspricht selbst ohne zusätzliche Surround-Boxen einen raumfüllenden Klang für Filme und Musik. Wir haben uns das gute Stück natürlich erstmal hier in die Redaktion geholt um die neue Soundbar auf Herz und Nieren für euch zu testen.

Sonos Arc von vorne. | Bild: HIFI.DE

Die Sonos Arc beerbt die Sonos Playbar sowie die Sonos Playbase und soll das Soundbar-Erlebnis modernisieren. Neben Dolby Atmos will die Arc dabei mit den typischen Sonos-Tugenden überzeugen: Eine breite Unterstützung für Musikstreamingdienste aller Art, die einfache Einbindung in ein bestehendes Sonos-Setup sowie eine einfache Bedienung über die überarbeitete Sonos-S2-App verspricht der Hersteller. Ob Features und Klang überzeugen, um den stolzen Preis von 899 Euro zu rechtfertigen, klärt unser Test der Sonos Arc.

Sonos Arc: Design und Verarbeitung

Sonos bietet seine Soundbar in den Farben Schwarz und Weiß an. Gleich nach dem Öffnen des üppigen Kartons wird deutlich, dass die Verarbeitung der Arc dem Premium-Preis gerecht wird.

Sonos Arc kommt mit minimalistischen Bedienelementen
Sonos Arc kommt mit minimalistischen Bedienelementen. | Bild HIFI.DE

Trotz ihres Gewichts von über 6 Kilogramm und der Breite von über 1,4 Metern strahlt die Soundbar eine schlichte Eleganz aus. Ihren Namen verdankt die Arc dem bogenförmigen Lautsprechergrill aus stabilem Metall, der die komplette Front umfasst. Dahinter verbergen sich insgesamt elf Lautsprecher, die für dreidimensionalen Klang in alle Richtungen abstrahlen.

Das Design der Sonos Arc ist sehr gradlinig und schick.
Das Design der Sonos Arc ist sehr gradlinig und schick. | Bild: HIFI.DE

 

Die Seitenansicht
Hier die Seitenansicht. | Bild HIFI.DE

Gewöhnungsbedürftig ist die die Höhe von 8,7 Zentimetern. Vor den meisten Fernsehern platziert ragt die Soundbar ein Stück weit ins Bild, was durchaus als störend empfunden werden kann. Optional kann die Sonos-Soundbar an der Wand montiert werden, eine entsprechende Halterung ist für rund 80 Euro zu haben. Wenn er Fernseher bereits an der Wand hängt besteht hier ebenfalls kein Problem.

Einrichtung und Konnektivität

Wie von Sonos gewohnt erfolgt die komplette Einrichtung und Steuerung der Soundbar das Smartphone oder Tablet. Parallel zum Verkaufsstart der Arc startete Sonos seine überarbeitete App-Plattform Sonos S2. Sie soll die Einrichtung neuer oder vorhandener Sonos-Lautsprecher ebenso einfacher gestalten wie die Integration von Streaming-Diensten.

Sonos Arc Einrichtung
Die Einrichtung eines Sonos-Speakers ist mit der überarbeiteten S2-App noch einfacher. | Bild: HIFI.DE

Die ersten Schritte mit der Arc und Sonos S2 sind hervorragend umgesetzt. Ein Assistent führt Schritt-für-Schritt durch die Einrichtung, bei der die Arc per WLAN oder Ethernet-Port mit dem heimischen Netzwerk verbunden werden muss – auf die Bluetooth-Wiedergabe verzichtet Sonos wie bei praktisch allen seinen Lautsprechern.

Die Integration und Steuerung unzähliger Musikstreaming-Dienste für die Arc erfolgt ebenfalls über die Sonos-App. Hast du bereits einen Sonos-Account, übernimmt die Soundbar die Einstellungen daraus.

Sonos Streaming-Dienste einrichten
Eine traditionelle Sonos-Stärke kommt auch auf der ARC zum Tragen: Die umfangreiche Einbindung von Streaming-Diensten. | Bild: HIFI.DE

Erwartungsgemäß unterstützt die Arc die Einmessung des Raums über die Sonos-Trueplay-Technologie. Hierbei misst musst du dich mit deinem Smartphone durch den Raum bewegen, während die Arc Messtöne abspielt. Das Ergebnis kann tatsächlich überzeugen: Im Wohnzimmertest, bei dem der Fernseher in einer Ecke steht, konnten wir durch die Trueplay-Anpassung tatsächlich einen deutlich ausgewogeneren Raumklang erzielen.

Sonos Arc TruePlay
Die Raumeinmessung mit Sonos Trueplay lohnt sich, erfordert aber ein Apple-Gerät. | Bild: HIFI.DE

Die Krux: Trueplay funktioniert derzeit nur mit einem iPhone oder iPad. Android-Nutzer schauen in die Röhre und müssen auf die Klanganpassung verzichten.

Dolby Atmos: Unkomprimiert nur bei eARC-TVs

Auch die Verbindung mit dem Fernseher erklärt die App. Die Sonos Arc bietet nur einen HDMI-Anschluss. Um die Soundfähigkeiten der Soundbar optimal auszunutzen, sollte der Fernseher den modernen HDMI-Rückkanal eARC unterstützen. Nur damit ist sichergestellt, das hochauflösende Audiosignale wie Dolby TrueHD samt Dolby Atmos von passenden UHD-Blu-Rays an die Soundbar weitergegeben werden können.

Unterstützt der Fernseher “nur” die Standard-ARC-Übertragung, wird es kompliziert. Einige Hersteller ermöglichen auch ohne offizielle eARC-Unterstützung die Dolby-Atmos-Übertragung. Hierbei kommt allerdings der nicht-verlustfreie Audiocodec Dolby Digital Plus zum Einsatz, über den auch Netflix seine Dolby-Atmos-Tonspuren verbreitet.

Sonos-App Dolby Atmos
In der Sonos-App kannst du prüfen, ob die Arc eine Dolby-Atmos-Tonspur wiedergibt. | Bild: HIFI.DE

Weitere HDMI-Eingänge für den Anschluss von Atmos-fähigen Geräten fehlen der Soundbar leider. Ihr vollen Atmos-Muskeln kann die Sonos Arc also nur in Kombination mit einem aktuellen eARC-tauglichen Fernseher spielen lassen. In einem Support-Artikel gibt der Hersteller weitere Informationen über die Voraussetzungen von Dolby Atmos auf der Arc.

Für Fernseher ohne HDMI-ARC-Unterstützung liegt der Soundbar ein Adapter für den optischen Audioausgang bei. Auf Dolby Atmos muss in diesem Fall aber ganz verzichtet werden.

Klang der Sonos Arc

Die gute Nachricht: Selbst mit dem komprimierten Format klingen Atmos-Inhalte auf der Sonos Arc hervorragend. Ob leise Dialoge oder wilde Explosionen, orchestrale Soundtracks oder leise Pianoklänge, die Soundbar liefert einen beeindruckenden Klang.

Der Sound ist raumfüllend, dynamisch und klar definiert. Auch das Atmos-Versprechen kann Sonos erstaunlich gut halten. Bei Dolby-Atmos-Demos wie dem Leaf-Trailer erreicht die Klangleiste auch ohne separate Surroundboxen einen Mittendrin-Effekt, den man einer Soundbar kaum zutraut. Höheneffekte wie über dem Kopf fliegende Hubschrauber in Atmos-Filmen kommen ebenfalls gut zur Geltung.

Neben dem Raumklang ist es vor allem der satte Bass, der uns im Test der Sonos Arc staunen lässt. Auch ohne separaten Subwoofer schafft es die Soundbar, tiefe Töne sauber und druckvoll zu produzieren.

Auch bei der Musikwiedergabe gibt sich Sonos keinerlei Blöße: Der Klang der Sonos Arc ist genreübergreifend überzeugend. Ob krachende Gitarrenriffs, ruhige Jazz-Klänge oder auch vibrierende Electro-Sounds, die Soundbar liefert stets einen sauber definierten, klaren Klang, der auch bei hohen Lautstärken nicht verreißt.

Sonos Radio Genres
Die unterschiedlichen Musikgenres des neuen Sonos Radio kommen durch die Bank gut auf der Arc zur Geltung. | Bild: HIFI.DE

Vor allem aufwändige Produktionen, etwa Klassik-Konzerte, zeigen, dass die Soundingenieure von Sonos ihr Handwerk verstehen. Natürlich ist Klang subjektiv und ein dediziertes HiFi-System für Audio-Enthusiasten wohl noch die bessere Wahl, für eine allein arbeitende Soundbar ist die Arc aber eine klangliche Wohltat.

Sonos-App Jazz
Feine Piano-Klänge kommen auf der Arc ebenso zur Geltung wie schnelle Gitarrenriffs. | Bild: HIFI.DE

Kurzum: Ihre Kerndisziplin meistert die Dolby-Atmos-Soundbar mit Bravour. Die Sonos Arc ist eine wahre Alleskönnerin, die auch höheren Soundansprüchen gerecht wird.

Besonderheiten der Sonos Arc

Neben ihren klanglichen Eigenschaften bietet die Sonos Arc einige weitere Besonderheiten. So fungiert sie auf Wunsch als Smart-Speaker mit Amazon Alexa oder dem Google Assistant. Das integrierte Raumfeld-Mikrofon reagiert auch bei hohen Lautstärken zuverlässig auf Sprachbefehle. Das Abspielen von Musik oder die Smart-Home-Steuerung funktioniert damit ähnlich gut wie auf der Amazon- bzw. Google-eigenen Hardware.

Sonos Arc Alexa Smart Speaker
Auf Wunsch fungiert die Soundbar als Smart-Speaker mit Amazon Alexa oder dem Google Assistant. | Bild: HIFI.DE

Die Einbindung der Soundbar in eine Google-Home- oder Echo-Gruppe ist allerdings nicht möglich, die Multiroom-Konfiguration ist anderen Sonos-Speakern vorbehalten.

Apropos: Mit einem kompatiblen Sonos-Lautsprecherpaar kannst du die Sonos Arc um kabellos um rückwärtige Surround-Boxen erweitern. In unserem Test mit zwei Sonos Play:3 funktionierte dies über die Sonos-S2-App nicht nur in schnell und unkompliziert, auch klanglich konnte die Lösung überzeugen. Als Surround-Boxen kommen dabei fast alle Sonos-Lösungen in Frage, inklusive der vergleichsweise günstigen Ikea-Symfonisk-Lösung.

Symfonisk-lautsprecher-sonos-arc
Auch die Ikea-Lautsprecher der Symfonisk-Serie können als Surround-Ergänzung für die Arc dienen. | Bild: IKEA

Wird etwas mehr Bass gewünscht, lässt sich auch ein Sonos Sub in die drahtlose Heimkino-Konfiguration aufnehmen.

Apple-Fans freuen sich nicht nur über die True-Play-Einmessung, auch AirPlay 2 ist Teil des Sonos-Systems. Damit lässt sich besonders einfach Musik vom iPhone, iPad oder einem Mac auf die Sonos Arc übertragen.

Test-Fazit: Was kann die Sonos Arc?

Die Sonos Soundbar-Upgrade ist gelungen: Die Sonos Arc sieht nicht nur grandios aus, sie klingt auch so. Ob im Heimkino-Setup oder beim Musikstreaming, die Soundqualität überzeugt praktisch auf der ganzen Linie.

Um den Dolby-Atmos-Klang der Luxus-Klangleiste voll ausreizen zu können, ist aber ein moderner Fernseher mit eARC-HDMI in Kombination mit den passenden UHD-Blu-rays Pflicht. Fairerweise empfanden wir im Test der Sonos Arc aber selbst das komprimierte Netflix-Atmos als absolut hochwertig.

Die Anschlüsse auf der Rückseite fallen etwas spartanisch aus.
Die Anschlüsse auf der Rückseite fallen etwas spartanisch aus. | Bild: HIFI.DE

In der B-Note gibt es dennoch Abzüge. So wünschten wir uns weitere HDMI-Eingänge für die Soundbar und hoffen, dass auch Android-Nutzer irgendwann in den Genuss von Trueplay kommen. Davon abgesehen wird die Sonos Arc ihren hohen Ansprüchen gerecht: Vor allem im Solo-Einsatz ohne weitere Speaker ist die Sonos-Soundbar praktisch unschlagbar.

Technische Daten
Audio-Anschlüsse 1 x HDMI-(eARC), optischer Audioeingang per Adapter
Anzahl Treiber 11 (verbunden mit Klasse-D-Verstärkern)
Unterstützte Soundformate Stereo (PCM), Dolby Digital 5.1, Dolby Digital Plus (mit Dolby Atmos), Dolby True HD (mit Dolby Atmos)
AirPlay 2 Ja
Netzwerk WLAN (2,4 GHz); Ethernet
Sprachsteuerung Amazon Alexa, Google Assistant (via Fernfeldmikrofon)
Farbvarianten schwarz, weiß
Abmessungen (BxHxT) 1141,7 x 87 x 115,7 mm
Gewicht 6,25 kg
Preis (UVP/Straßenpreis) 899 Euro / 880 Euro

Wäre die Sonos Arc eine Option für dein Heimkino-Setup oder bevorzugst du ein Surround-System mit 5.1 oder mehr physischen Lautsprechern? Verrate es uns in den Kommentaren. 

2 Kommentare

Diskutiere mit »
  1. Avatar Platzhalterseymodiaz

    Guten Tag,
    danke für den tollen Artikel. Ich als Hi-Fi Laie habe noch ein paar Fragezeichen…
    Ich habe einen Panasonic TX 65FZW804 OLED TV – also bildtechnisch ein super Teil – allerdings noch ohne top Klang.
    Hatte dann überlegt die Sonos Arc + Sub + 2x One SL zu kaufen – nun bin ich tiefer eingestiegen und habe bemerkt – TV hat gar keinen eArc Ausgang – nur Arc.
    Lohnt es sich auch dann, in Sonos Arc zu investieren oder sollte man zu einer günstigeren Soundbar greifen?
    Geplant wäre es mit dem System im Wozi sowohl Heimkino, als auch Musik zu streamen.
    Würde mich sehr über ein Feedback freuen.
    Danke und Grüße
    seymodiaz

    1. Avatar PlatzhalterHerbert Bisges

      Hallo Seymodiaz! Da du über den ARC des Panasonic keine 3D-Soundformate an die Sonos Soundbar ausliefern kannst, und du – so verstehen wir deinen Kommentar – auch keine größere Multiroom-Sonos-Anlage planst, ist es gut möglich, dass für deinen Bedarf auch eine andere Lösung geeignet ist, die unter Umständen dann auch zwei HDMI-Schnittellen (für TV und HDMI-Quelle) bietet.

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