Startseite Heimkino Sony UBP-X800M2 im Test: Top Blu-ray-Player für Filme und Musik

Sony UBP-X800M2 im Test: Top Blu-ray-Player für Filme und Musik

Du suchst einen 4K-Blu-ray-Player? Der Sony UBP X800M2 könnte genau der Richtige sein. Lies im X800M2 Test, was der Sony wirklich gut kann und wo noch Luft nach oben ist!
Sony UBP-X800M2 im Test: Top Blu-ray-Player für Filme und Musik
Video-Ausgänge
1 HDMI
Audio-Ausgänge
1 HDMI, 1 SPDIF (koaxial), Bluetooth
HDR-Unterstützung
HDR10, Dolby Vision
Disc-Datenträger
Ultra-HD-Blu-ray, Blu-ray, DVD, DVD-Audio, SA-CD, CD,
Preis (UVP/Straßenpreis)
349,00 Euro / um 260 Euro
In Kürze
Der UBP-X800 von Sony überzeugt sowohl in der 4K-Bildqualität einschließlich HDR als auch in der Tonqualität für eine Hifi- oder Heimkino-Anlage. Als Besonderheit bringt der Ultra-HD-Player Bluetooth mit, analoge Cinch-Anschlüsse hat er allerdings keine.
Vorteile
  • Sehr gutes Bild
  • HDR10 und Dolby Vision
  • Hervorragender Klang
  • Leise im Betrieb
  • SACDs abspielbar
Nachteile
  • Kein Display
  • Dolby Vision muss manuell eingestellt werden

Video-Streaming wird immer beliebter, doch wer die beste Bildqualität sucht kommt derzeit an einem 4K-Blu-ray Player nicht vorbei. Der Sony UBP-X800M2 in unserem Test steht derzeit an der Spitze der Blu-ray-Player des Herstellers. Wir haben wir den 4K-Blu-ray-Player auf die Probe gestellt, um herauszufinden, was er kann. Lohnt es sich, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und rund 260 Euro hinzublättern? Im Folgenden erfährst du alles, was du über den vielseitigen X800M2 wissen solltest.

Design und Verarbeitung

Wenn wenn man einen UBP-X800M2 von Sony auspackt, spürt man schon am Gewicht von rund 4 kg, dass der Hersteller bei der Konstruktion einigen Aufwand getrieben hat. Dazu zählt die Chassis-Konstruktion. Sony setzt auf einen zweiteiligen Aufbau aus einem stabilen Rahmen und einer zusätzlichen Trägerkonstruktion, um mechanische Schwingungen zu unterbinden und so die Elektronik vor unerwünschten Einflüssen konsequent zu schützen.

Der Sony-Player ist schlicht und flach, und er passt mit seinen 43 cm Breite perfekt in ein klassisches HiFi-Rack.

Sony X800M2: Gute Einstellmöglichkeiten

Einmal abgesehen davon, dass der Sony Blu-ray-Player einen „Bravia“-Bildmodus anbietet, der besonders gut für die Bravia-Fernseher des bekannten Herstellers geeignet sein soll, bietet der X800M2 eine Menge guter Einstellmöglichkeiten für die beste Bildwiedergabe.

Die meisten Bildeinstellungen wie Auflösung und HDR-Wiedergabe kannst du problemlos auf „Auto“ einstellen. Wer Spaß an Video-Technik hat, kann sich auch an detaillierten Bildeinstellungen austoben. Technik-Tüftler können z.B. die HDMI-Videoausgabe als RGB- oder YCrCb-Signal mit 4:2:2- oder 4:4:4- Farbabtastung auswählen.

SONY X800M2 offen
Zum Einlegen einer Disk öffnet sich die breite Frontklappe des Players.

Im Test des UDP-X800M2 von Sony haben wir festgestellt, dass Farben und Schärfe bei Blu-rays – HD- und Ultra-HD – auf den Punkt stimmen. Das Upscaling von Full-HD-Blu-ray auf 4K-Auflösung gelingt dem Sony darüber hinaus praktisch fehlerfrei. Hierbei gibt der Player die Farbtiefe mit 12-Bit-Technik für feinste Abstufungen über HDMI aus.

Über die Options-Taste bietet der Sony verschiedene Bild-Grundeinstellungen an: Du findest hier Bildqualitäts-Modi wie „Direkt“, „Heller Raum“ oder „Custom“. Diese Menüpunkte entfallen für Blu-ray-Disks, wenn du im Setup-Menü Dolby Vision eingeschaltet hast. Für DVDs bleiben die Bildmodi in dem Optionen-Menü dennoch erhalten.

Erstklassiges Bild für unter 300 Euro

Grau ist alle Theorie – in der Praxis zeigt sich, was der Player wirklich kann. Der Sony X800M2, den es schon für rund 270 Euro zu kaufen gibt, zeigte in unserem Test, dass er auch alte DVDs und „Selbstgebranntes“ tadellos abspielt. Dabei skaliert er sehr schön auf Full-HD oder 4K hoch. So überzeugte uns eine Aufnahme des Hitchcock-Klassikers Bei Anruf Mord mit authentischen Filmfarben, differenzierten Schattierungen und Hauttönen. Zum Glück entsteht keine künstliche Überschärfung von Details seitens des Players.

Richtig schön wird es, wenn Blu-ray-Disks abgespielt werden. Hier kann der Sony mit erstklassig sauberer Signalverarbeitung glänzen, wie Full-HD-Testbilder und Filmausschnitte von After Earth und Planet Erde II zeigten.

HDR und Dolby Vision

Mit HDR10 und Dolby Vision unterstützt der Sony die wohl bedeutendsten HDR-Verfahren für Videos, die auf Ultra-HD-Blu-rays  und bei Streaming-Diensten wie Netflix zum Einsatz kommen. Beispiele gefällig? Den Film Joker mit Heath Ledger in der Titelrolle und Zurück in die Zukunft gibt es auch auf Ultra-HD-Blu-ray mit Dolby Vision. Sowohl bei Ultra-HD-Blu-rays mit HDR10 wie Harry Potter – Heiligtümer des Todes II oder Blade Runner 2049 als auch bei Dolby-Vision-Streaming-Inhalten, die wir mit der Netflix -App des Sony-Players getestet haben, lieferte der Sony Ultra-HD-Player lupenreine Bilder von hoher Dynamik.

Home Menue des Sony X800M2
Das Home-Menü ist klar und übersichtlich. Immerhin sind mit Netflix, Amazon Prime Video und Youtube drei beliebte Streaming-Apps an Bord.

Die automatische Erkennung von HDR10-Inhalten erledigt der X800M2 in aller Regel zuverlässig, so dass der angeschlossene Fernseher ebenfalls automatisch auf HDR-Betrieb umschalten kann.

Der größte Kritikpunkt an der HDR-Wiedergabe des Sony ist, dass man Dolby Vision von Hand an- und abschalten muss, wenn man Inhalte mit Dolbys dynamischem HDR-Format korrekt wiedergeben möchte. Lässt man Dolby Vision eingeschaltet, gibt der Sony-Player alles, was er abspielt oder streamt, als Dolby-Vision-Signal aus. Fernseher mit Dolby-Vision-Funktion schalten dann auch in die Dolby-HDR-Wiedergabe um. Ob das allerdings eine sinnvolle Anwendung ist, lassen wir mal dahin gestellt.

Der UBP-X800M2 im Heimkino

Die Ausstattung des Sony X800M2 passt bestens zum Einsatz in einem Heimkino-Setup. Du hast die Möglichkeit, über zwei HDMI-Kabel Bild und Ton getrennt zur Sound-Anlage und zum Beamer oder TV zu schicken. Wer noch einen 3D-fähigen Beamer hat, kann seine 3D-Blu-rays mit dem Player nutzen. Und ein weiterer Vorteil ist, dass der X800M2 Untertitel nach Bedarf in der Höhe so verschieben kann, wie du es brauchst. Zum Beispiel, um sie aus einem 21:9-Balken ins Bild zu heben.

Feinkost für die Ohren: Die Tonqualität beim BD-Player X800M2

Sony hat sich nicht nur für die Bildqualität, sondern auch für die Tonwiedergabe offenbar ordentlich ins Zeug gelegt.

Davon zeugen unter anderem die zwei Tonausgänge auf der Rückseite, wo sich neben einem koaxialen Digital-Ausgang auch ein zweiter HDMI-Anschluss befindet. Der ist als reiner Audio-Anschluss für eine Heimkino-Anlage der richtige Zuspieler, um auch 3D-Sound wie Dolby Atmos oder DTS:X in bestmöglicher Qualität auf die Surroundanlage zu geben, während die erste HDMI-Buchse für einen Beamer oder TV vorgesehen ist. Weitere Audio-Ausgänge wie Stereo-Cinch sind nicht an Bord.

Anschluesse des Sony UBP-X800M2
Die Ausstattung mit zwei HDMI-Ausgängen und einem digitalen Audio-Ausgang sowie LAN, WLAN und Bluetooth liegt klar über dem Durchschnitt der Blu-ray-player. Auf der Frontseite gibt es dazu noch einen USB-Anschluss.

Mit Bluetooth mitten im Konzert

Eine Besonderheit, die der Sony-Spieler zu bieten hat, ist seine Ausstattung mit Bluetooth. Über diese kannst du den Ton über einen Bluetooth-Kopfhörer oder eine Bluetooth-Box hören kannst. Dabei unterstützt der BDP-X800M2 den üblichen Bluetooth SBC-Standard, bietet aber auch AACund den Sony-eigenen Codec LDAC zur hochwertigen Klangübertragung an. Damit kannst du direkt vom Player mit einem Kopfhörer wie etwa einem Sennheiser PXC-550 II Wireless oder Sony WH1000 XM4 Konzerte und Filme genießen. Manch ein Bluetooth-Kopfhörer erkennt heute, wenn du ihn absetzt. Wenn er die Musik vom Handy dabei pausiert, hast du gute Chancen, dass dies auch beim Filmgucken funktioniert. Bei unserem Test mit dem Sennheiser-Kopfhörer klappte das Pausieren per Antippen der Ohrmuschel gut. Allerdings mussten wir die beiden Geräte in diesem Test häufiger neu koppeln, zum Beispiel, wenn wir zwischen Film und Musik gewechselt hatte.

SONY UBP X800 SACD-Wiedergabe
Der Sony Blu-ray-Player spielt neben Video-Scheiben auch CD und Super-Audio-CD ab. Welches SACD-Tonformat er wiedergegeben soll, wählst du im Tonmenü.

Die Bluetooth-Übertragung bietet sich vor allem für ungestörten Musikgenuss an – vielleicht mit einen ANC-Kopfhörer. Je nach Kombination von TV und Bluetooth-Gerät kommt es unter Umständen dazu, dass du den Ton etwas später hörst, als du das Bild siehst. In diesem Fall ist das Optionen-Menü des Sony nützlich. Dort findest du unter anderem eine Bluetooth-Einstellung zur AV-Synchronisierung. Sie kann solche Ton-Verzögerungen ausgleichen.

Bedienung: flüssig

Abgesehen von der Zeit, bis eine Disc spielbereit geladen ist, geht die Bedienung des Sony recht flüssig vonstatten. Obwohl die Fernbedienung und ihre Tasten ein wenig klein geraten sind, lassen sich alle Funktionen gut nutzen. Im laufenden Betrieb arbeitet der Sony so leise, dass er auch in stillen Filmpassagen kaum stören wird.

Praktisch ist, dass der Sony-Player einige TV-Tasten hat, um den angeschlossenen Fernseher mit der Lautstärke, dem AV-Eingang und an/aus zu steuern. Ab Werk ist Sony als TV-Marke voreingestellt. Das ist sogar für andere Fabrikate einstellbar. Die Steuerung lässt sich unter anderem auf Fernseher von Grundig, Loewe, LG, Philips, Panasonic und Samsung sowie Toshiba programmieren.

Bei den Streaming-Funktionen gab es keinen Anlass zur Kritik, was die Bild- und Tonqualität, die Navigation und Auswahl des Soundtracks betrifft. Wenn eine der Apps wie Netflix & Co läuft, blockiert sie jedoch andere Funktionen.  Somit kannst du zum Beispiel die Disc-Schublade nicht während des Streamings öffnen, um für später eine Scheibe einzulegen.

Fazit: Unser Testurteil für den UBP-X800M2 von Sony

Der Sony Ultra-HD-Player zeigte sich in unserem Test als brillanter Lieferant von Bild und Ton für Fernseher, Beamer oder Heimkino-Anlage.

Mit dem UBP-X800M2 kommen sowohl Film-Freunde als auch HiFi-Fans auf ihre Kosten, denn sowohl über HDMI als auch über SPDIF und Bluetooth liefert der Player erstklassige Tonqualität. In der Bildqualität zeichnet sich der Blu-ray-Player durch sehr gute HDR-Wiedergabe und einwandfreies Upscaling auf 4K-Auflösung aus. Zudem unterstützt der Sony das dynamischer HDR von Dolby Vision, allerdings nur per manuelle Einstellung. Über die Bildschirm-Menüs lässt sich der UBP-X800M2 gut bedienen und einstellen. Dennoch hätten wir eine Display-Anzeige in der Gerätefront begrüßt.

Mit dieser Leistung kommt der Sony für Heimkino-Fans als preisgünstigere Alternative zum High-End-Player Panasonic DP-UB9004EGK in Betracht, auch wenn das Bildprocessing nicht ganz an die Stärken des Panasonic herankommt, und der Sony X800M2 in der Ausstattung weit hinter dem DP-UB9004 zurückbleibt.

HIFI.DE Testsiegel SONY UBP-X800M2

Technische Daten
Video-Ausgänge 1 HDMI
Audio-Ausgänge 1 HDMI, 1 SPDIF (koaxial), Bluetooth
HDR-Unterstützung HDR10, Dolby Vision
Bluetooth SBC, LDAC, AAC
Sonstige Anschlüsse USB, LAN, WLAN
Disc-Datenträger Ultra-HD-Blu-ray, Blu-ray, DVD, DVD-Audio, SA-CD, CD,
Abmessungen (BxHxT) 430 x 50 x 265
Gewicht 3,8 kg
Durchschnittliche Leistungsaufnahme 15 Watt (Herstellerangabe)
Preis (UVP/Straßenpreis) 349,00 Euro / um 260 Euro

Was ist für Dich wichtig, wenn es um Blu-ray- und DVD-Player geht? Und wie gefällt Dir der Sony UBP-X800M2? Teile deine Meinung mit uns als Kommentar!

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