Startseite Musik-Streaming Tidal Tidal im Test – Was kann der HiFi Streamingdienst?

Tidal im Test – Was kann der HiFi Streamingdienst?

Tidal präsentiert sich als Bindeglied zwischen Künstler und Fan und kommt mit einem breiten Streaming-Angebot in CD- und Masterqualität daher. In unserem Test schauen wir uns an, was hinter Tidal HiFi und Tidal HiFi Plus stecken.
Tidal Test Bild: Bild: DANIEL CONSTANTE / Shutterstock.com
Titelanzahl
Über 80 Millionen
Hi-Res Angebot
Ja
Soundqualität
HiFi: FLAC-Format mit 1.411 kbps (16 Bit, 44,1 kHz), MQA-Format mit bis zu 9.216 kbps (24 Bit, 192 kHz)
Monatliche Kosten
HiFi: 9,99€ / HiFi-Family:14,99€ | HiFi-Plus: 19,99€ / HiFi-Plus-Family: 29,99€
In Kürze
Tidal kann gleich in mehreren Kategorien überzeugen. Die Musikauswahl der breit verfügbaren Plattform ist riesig. Zudem bietet dir der Streamingdienst jeden Song mindestens in CD-Qualität an. Der kluge Algorithmus und sein stetig wachsendes Highres-Angebot machen ihn für alle Musikfans zur Nummer eins unter den Streaming-Diensten.
Vorteile
  • Kompletter Katalog in CD-Qualität verfügbar
  • Tidal Connect erlaubt Musik-Streaming ohne fremde App
  • Gapless Playback
  • Toller Empfehlungs-Algorithmus
  • Viele Hintergrund-Infos zur Musik
Nachteile
  • Highres nur in MQA-Format – Erfordert speziellen Dekodierer

Der von US-Rap Legende Jay-Z mitbegründete Musik-Streaming Dienst Tidal spielt mit unter den größten der Branche. Mit einer riesigen Musikauswahl und einem großen HiFi-Angebot sticht der 2015 gegründete Service hervor.

Wie macht sich die App bei der Benutzung, welche Extras gibt es, welche Kosten erwarten dich, und was ist von dem herausragenden Angebot hochauflösender Musik in CD- bis hin zu Master-Qualität zu erwarten? In diesem Test erfährst du es. Wir testen den von vielen Künstlern unterstützten Streaming-Dienst und zeigen, wie er im Detail gegen die Konkurrenz abschneidet.

Mit Tidal HiFi und Tidal HiFi Plus kann man zwischen zwei Tarifen mit unterschiedlichen Qualitäten wählen:

Was hat Tidal im Angebot?

Tidal wartet mit einem riesigen Musikangebot von über 80 Millionen Songs auf. Jeder Song ist dabei mindestens in lossless CD-Qualität verfügbar, eine stetig wachsende Anzahl Tracks zusätzlich in Master-Qualität. Viele Künstler sind an dem Unternehmen beteiligt und sind direkt an den Inhalten. Das Ergebnis: Eine Vielzahl von Künstlern kuratierter Playlists und tiefe Einblicke hinter die Kulissen.

Playlists My Mix
Die individuell zusammengestellten Playlists My Mix bieten dir immer wieder neue Inspiration. | Bild: Tidal iPhone App

Je länger du Tidal nutzt, desto besser lernt der Algorithmus dich und deinen Geschmack kennen. Neue Alben und Künstler erscheinen bei deinen Empfehlungen und Playlists werden immer präziser. Eine automatische Playlist anhand der Hörgewohnheiten ist aber heute kein exklusives Feature mehr. Tidal sticht hier mit dem Feature „My Mix“ hervor.

Das besondere an My Mix: Du hast die Möglichkeit aus bis zu sieben verschiedenen Zusammenstellungen zu wählen. Besonders praktisch ist das für alle, deren Geschmack sich über mehrere Genres erstreckt.

Tidal vorgeschlagene Playlists
Die zahlreichen Playlisten, die dir auf der Startseite (Hier auf dem Mac) angezeigt werden, versorgen dich kontinuierlich mit neuer Musik. | Bild: Tidal iPad App

Doch nicht nur durch My Mix profitierst du vom stetig lernenden Algorithmus von Tidal. Passend zu deinem Geschmack zeigt Tidal dir ständig neue Alben, die deinem Geschmack entsprechen oder Playlists, bei denen deine Lieblingskünstler mitgewirkt oder als Produzenten am Werk waren.

Neu dabei ist das Genre Radio. Auf jeder Genre-Seite hast du oben die Möglichkeit, einen niemals endenden Strom von Musik abzuspielen, der dir neue Künstler vorstellt oder dir sogar ein ganz neues Genre nahebringen kann.

Wenn du schon genau weißt, was du magst hilft dir der Feed. Hier listet Tidal übersichtlich neue Alben, Singles und Playlists der Künstler, denen du folgst. Damit verpasst du auf deiner Home-Seite keinen Release mehr und bekommst immer die neueste Musik, der Künstler, die dir am besten gefallen.

Tidal Feed Screenshot
Mit dem Feed bleibst du immer auf dem neuesten Stand.

Bei Tidal kannst du dich auch frei durch eine riesige Anzahl vorgefertigter Playlists stöbern. Wie viele es zu entdecken gibt, ist kaum zu erfassen. Die Genres und Kategorien, nach denen diese sortiert sind, erscheinen beinahe endlos. Tidal bietet dadurch immer wieder andere Möglichkeiten, neue Künstler, Alben oder Musikrichtungen für dich zu entdecken.

Im Vergleich mit der Konkurrenz liegt Tidal derzeit auf Platz 1 unserer Streaming-Bestenliste:

Wie gut funktioniert die App?

Wie auch bei anderen Musik-Streaming-Diensten ist die App in mehrere Menüpunkte unterteilt. Die Home-Seite versorgt dich mit verschiedenen Playlist- und Album-Empfehlungen sowie immer wechselnden Inhalten von Charts bis hin zu speziellen persönlichen Musiktipps.

Für den bereits erwähnten sehr großen Videobereich von Tidal gibt es einen eigenen Menüpunkt am unteren Bildschirmrand (In der Desktop-Version ist dieser links). Wie auch für Musik, erstellt Tidal für dich My Video Mix Playlists, die gefüllt sind mit zueinander passenden Clips nach deinem Geschmack.

Tidal iPad Meine Musik
Auf der Meine Musik-Seite kannst du deine Musiksammlung durchsehen und hast einen Blick auf die zuletzt hinzugefügten Inhalte. | Bild: Tidal iPad App

Neben dem obligatorischen Suchfeld hast du auf der Entdecken-Seite die Möglichkeit, dich beim Stöbern in unzähligen Kategorien zu verlieren. Wähle aus verschiedenen Playlists eines bestimmten Genres oder lass dir passende Musik zu deiner Stimmungslage vorschlagen. Auch neu erschienene Musik, meistgehörte Inhalte oder noch einmal speziell für dich empfohlene Alben runden die Entdecken-Seite ab.

Unter Meine Musik findest du schnell und einfach nach Kategorien sortiert alle Inhalte in deiner Sammlung. Darunter findest du eine praktische Liste, in der die zuletzt hinzugefügten Inhalte zu sehen sind.

Tidal Entdecken-Seite
Die Entdecken-Seite bietet eine Suche und zahlreiche Kategorien zum stöbern. | Bild: Tidal iPhone App

Auf allen Seiten läuft die App sehr flüssig und sauber. Die Steuerung ist intuitiv und einleuchtend. Bereits nach wenigen Minuten findet man sich in der Welt von Tidal zurecht und kann schnell von den zahlreichen Inhalten profitieren. Zu der Benutzerfreundlichkeit trägt auch das schlichte, dunkle Design bei, das zusammen mit hübschen farblichen Akzenten ein echter Hingucker ist.

Wie und wo kann ich Tidal nutzen?

Neben den Inhalten spielt natürlich die Bedienung eine große Rolle. Die Tidal-App ist für iOS- iPadOS oder Android-Geräte und für Mac sowie Windows-Computer verfügbar. Besonders Besitzer von Netzwerk-Streamern oder Smart Speakern dürfen sich über die vielseitig verfügbare Tidal-App freuen.

Hier findest du eine detaillierte Übersicht über alle mit Tidal kompatiblen Geräte

Auch in den App-Stores deines Samsung oder Android Smart TV findest du die App. Natürlich hast du auch die Möglichkeit, die App auf deiner Streaming-Box herunterzuladen. Von Apple TV über Fire TV bis hin zu Chromecast sind alle großen Namen dabei.

In unserem Test haben wir uns die iOS, iPadOS und die Version für den Mac angesehen. Auf Apple-Devices kannst du Inhalte aus Tidal über AirPlay an kompatible Geräte streamen. Für alle anderen Fälle hast du natürlich immer die gewohnte Möglichkeit dein Gerät mit anderen Devices per Bluetooth zu verbinden.

Tidal HiFi  oder Tidal HiFi Plus: Braucht man Studio-Qualität zu Hause?

Das Thema Hi-Res-Streaming ist für den inzwischen von der Bezahlfirma Square gekauften Streaming-Dienst ein Heimspiel und ist bereits seit Tidals Start 2015 verfügbar.

Entdecken-Seite Tidal Masters
Unter Tidal Masters auf der Entdecken-Seite findest du eine große Auswahl verschiedener Inhalte in Master-Qualität. | Bild: Tidal iPhone App

Tidal streamt, abhängig vom Abo und der verfügbaren Internetverbindung, in verschiedenen Auflösungen. Im Standard-Abo namens Tidal HiFi streamst du im FLAC-Format mit 16 Bit/44,1 kHz/1411 kbps in CD-Qualität. Im HiFi-Plus-Abonnement hingegen streamst du verfügbare Titel zusätzlich in der nochmal höheren Master-Qualität.

Hierbei kommt bei Tidal das MQA-Format zum Einsatz. Es erlaubt dir Highres-Dateien ohne klangliche Verluste zu komprimieren. So erreichst du Songs in Studio-Qualität hören. Laut Tidal bedeutet das in den meisten Fällen eine Auflösung von 24 Bit und 96 kHz. Das entspricht 4608 kbps. Die Auflösung kann jedoch sogar bist hoch zu 192 kHz und 24 Bit (9216 kbps)reichen.

Was es mit diesen Angaben im einzelnen auf sich hat, verraten wir dir in unserem Highres-Ratgeber:

Aktuell bieten neben Tidal noch Apple Music, Deezer, Amazon Music Unlimited und Qobuz hochauflösendes Musik-Streaming an.

MQA-Format Das MQA (Masters Quality Authenticated)-Format ist ein recht junges Dateiformat, das das Streamen und Herunterladen von Audiodateien in Studioqualität ermöglichen soll, da es die Dateigröße von Hi-Res-Musik angeblich ohne signifikanten Qualitätsverlust verkleinert. Allerdings benötigst du einen speziellen Dekodierer, der die MQA-Dateien wieder entschlüsseln kann.

Inzwischen geht die Anzahl der in Master-Qualität verfügbaren Tracks geht laut Tidal in die Millionen und soll wöchentlich wachsen. Diese Zahl ist im Verhältnis zum Gesamtkatalog zwar recht klein, doch sind besonders aktuelle und etwas bekanntere Alben häufiger in der sehr feinaufgelösten Qualität zu finden.

Tidal Streaming Qualität
Um Datenvolumen zu sparen, kannst du separat die Streaming-Qualität für WLAN und mobile Daten einstellen. | Bild: Tidal iPhone App

Extras: Musikvideos, Social Feeds, Konzerte & Livestreams

Tidal weiß mit einem riesigen Musik-Katalog, sehr hochauflösender Musik und einer sehr breiten Verfügbarkeit zu glänzen. Dennoch hört Tidal hier nicht auf und bietet viele Extras, mit denen der US-Streaming-Dienst hervorsticht.

Durch die direkte Verbindung zwischen Künstler*innen, Hörern und Streaming-Dienst bietet Tidal viele exklusive Inhalte. Neue Alben und Tracks erscheinen oft als erstes beim ehemals Jay-Z, Beyoncé und Co. gehörenden Streaming-Dienst. Inhalte wie Musikvideos finden in vielen Fällen früher ihren Weg auf Tidal, bevor sie woanders zu sehen oder zu hören sind.

Tidal Video-Seite
Tidal bietet eine vielseitige Auswahl in der großen Videoabteilung. | Bild: Tidal iPhone App

In der riesigen Bewegtbild-Abteilung von Tidal mit über 225.000 Videos sind Musikclips nur die Spitze des Eisbergs. Denn darüber hinaus findest du auch Konzerte, Live-Events, ausführliche Talk-Runden und interessante Dokumentationen.

Und auch Podcasts rund um die Musik findest du auf Tidal. Die Auswahl ist zwar wesentlich kleiner als beim Podcast-König Spotify, doch für eingefleischte Musikfans einen Blick wert. Die Sendungen werden größtenteils von Künstlern moderiert und behandeln dementsprechend auch die Welt der Musik und ihrer Kultur.

Tidal Artist Infos
Tidal bietet zu einzelnen Tracks, Alben und Künstlern viele Hintergrundinformationen. | Bild: Tidal iPhone App

Tidal legt viel Wert auf die Nähe zu den Künstlern. So kannst du dir bei vielen Alben interessante Zusatzinfos über Songwriter, Produzenten, Bandmitglieder und vieles mehr ansehen. Auch kurze Biographien, Konzertdaten mit Links zu Ticketshops und Kanäle auf sozialen Netzwerken findest du auf den Künstlerseiten.

Wenn du Roon-Nutzer bist, kannst du Tidal in die Welt des smarten Musiktools einpflegen. Die Integration funktioniert schnell und umkompliziert. In unserem Ratgeber zu Roon erfährst du mehr über den Alleskönner und seine Funktionen.

Zudem hast du mit dem HiFi-Plus-Abo von Tidal die Möglichkeit dir ausgewählte Musik im Dolby Atmos Format anhören. Dazu benötigst du ein geeignetes Surround-System sowie einen kompatiblen Streamer. Das sind aktuell Apple TV 4K, Fire TV Stick (mit und ohne 4K) oder einen Fire TV Cube. Bei der neuen Lite-Variante funktioniert das leider nicht. Per Nvidia Shield TV kannst du den speziellen 3D-Sound ebenfalls genießen.

Die komplette Liste aller unterstützten Geräte findest du hier. Alle weiteren Infos über das spannende neue Audio-Feature liest du in unserem Ratgeber zum Thema Dolby Atmos Music. Neben Dolby Atmos unterstützt Tidal im HiFi Plus Abo auch das 3D-Soundformat 360 Reality Audio von Sony. Tidal und Sony versprechen dir mit ihm einen noch immersiveren Sound, mit dem du mitten drin statt nur dabei sein sollst.

Tidal Connect: Hi-Res Streaming über die Anlage

Ganz neu ist die Integration für HiFi-Marken über Tidal Connect. Das funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie das weit verbreitete Spotify Connect. Es unterscheidet sich von dem skandinavischen Konkurrenten vor allem darin, dass du mit Tidal eben auch hochauflösende Inhalte streamen kannst, was bei Spotify bis heute nicht geht. Das heißt, mit Tidal Connect kannst du nun deine Musik sogar im MQA-Format oder Dolby Atmos Music an kompatible Aktiv-Lautsprecher oder Streaming-Verstärker verschiedener Hersteller streamen.

Die folgenden Marken haben Tidal Connect bereits in ihre Produkte integriert:

  • Bluesound
  • Cambridge Audio
  • DALI
  • Electrocompaniet
  • iFi
  • KEF
  • Lumin
  • Lyngdorf
  • Matrix Audio
  • McIntosh
  • NAD
  • Naim
  • Volumio

Tidal hat bereits angekündigt, dass die Palette der Marken mit Tidal Connect Unterstützung noch deutlich wachsen wird.

Tidal oder Spotify? Andere Streamingdienste im Vergleich

Im Vergleich zum Streaming-Giganten Spotify kannst sich Tidal besonders durch seine höhere Streaming-Qualität auszeichnen. Spotify bietet dir bisher Musik nur in verlustbehafteter mp3-Komprimierung an. Zwar hat Spotify angekündigt, ebenfalls in Zukunft ein Spotify HiFi-Abo anzubieten. Dieses soll sich dann allerdings auf CD-Qualität beschränken. Im Vergleich zum Highres-Angebot von Tidal also immer noch ein großer Unterschied. Dafür bietet dir Spotify auch ein kostenloses Abo mit Werbeunterbrechungen und in minderer Auflösung. Diese Möglichkeit bietet dir Tidal neuerdings zwar auch, aber nur in den USA.

Mit seinen um die 80 Millionen gelisteten Songs stellt Tidal momentan die Größte Auswahl dar. Spotify, Amazon Music, Apple Music, Deezer und Qobuz befinden sich alle zwischen 70 und 75 Millionen Tracks. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du deine Lieblingslied auf Tidal findest, ist also etwas etwas höher.

Wenn es dir auf die beste Qualität ankommt, könnte allerdings der Highres-Streamingdienst Qobuz noch eine Alternative für dich sein. Auch er bietet dir Musik in einer Auflösung bis zu 24 Bit und 192 kHz an. Im Gegensatz zu Tidal verzichtet Qobuz allerdings auf das spezielle Komprimierungs-Format MQA. Dadurch ist es nicht auf einen speziellen MQA-Decoder angewiesen und lässt sich mit so ziemlich jedem vernünftigen D/A-Wandler in höchster Qualität genießen. Selbes gilt allerdings auch für Amazon und Apple Music.

Noch mehr Infos über Informationen über Tidal-Alternativen findest du in unserem Ratgeber zum Thema Highres-Streamingdienste:

Abonnement & Kosten

Tidal schenkt dir einen kostenlosen Probemonat. Anschließend hast du die Wahl zwischen dem regulären HiFi-Abo und dem HiFi-Plus-Abo für Streaming in höchster Qualität. Das Standard-Abo liegt preislich wie auch die Konkurrenz bei 9,99 Euro im Monat. Ein Familien-Abo für bis zu fünf weitere Nutzer kostet monatlich 14,99 Euro.

Die Preise für die hochauflösenden HiFi-Plus-Abos liegen für ein Einzelabo bei 19,99 Euro, für das Familienabo für insgesamt sechs Nutzer bei 29,99 Euro. Für die Familienabos gelten keine Beschränkungen wie bei manchen Diensten der Konkurrenz, bei denen alle Mitglieder im gleichen Haushalt leben müssen. Das heißt, du kannst gemeinsam mit bis zu fünf Freunden ein Familienabo abschließen und dabei Geld sparen.

Als Student kannst du sowohl beim Standard- als auch beim HiFi-Einzelabo die Hälfte sparen. Das heißt Tidal HiFi bekommst du für 4,99 Euro und HiFi Plus für 9,99 Euro im Monat. Zudem hat Tidal ein kostenloses Abo eingeführt. Wie Spotify finanziert sich Tidal dieses Abo durch gelegentlich eingeblendete Werbung. Zudem ist die Qualität auf 160 kbps beschränkt. Allerdings steht dieses Abo momentan nur in den USA zur Verfügung. Wann oder ob dieses Model überhaupt über den großen Teich zu uns nach Deutschland schwappt, ist noch nicht bekannt.

Tidal HiFi oder besser Tidal HiFi Plus?

Bei zehn Euro mehr im Monat fragst du dich sicher, ob und wenn ja, wann sich das teurere HiFi Plus Abo lohnt. Das hängt zu einem großen Anteil von der Art ab, wie du Musik in der Regel Musik hörst. Um die Highres-Musik abhören zu können, brauchst du einen passenden D/A-Wandler, der die hohen Bitströme in ein analoges Musiksignal umwandeln kann. Diese können schon in deinem Verstärker, Kopfhörer oder deiner Aktivbox verbaut sein. Die Wandler der meisten Smartphones hingegen schaffen so hohe Auflösungen nicht.

Auch Bluetooth kann zum Nadelöhr werden, wenn du Musik in Highres übertragen willst. Kaum ein Bluetooth-Codec schafft es Musik in CD-Qualität zu übertragen, noch weniger schaffen noch höher aufgelöste Musik. Das bedeutet nicht, dass du nichts hören kannst, wenn du einen Tidal-Master-Song über dein Handy abspielst, der Song wird nur automatisch soweit komprimiert, dass er für dein Handy verwertbar wird.

Solltest Du also eh den größeren Teil deiner Musik über Bluetooth-Kopfhörer oder Bluetooth-Lautsprecher hören, kannst du getrost auf die Master-Qualität verzichten. Die CD-Qualität ist mehr als ausreichend und im Übrigen um ein vielfaches besser als herkömmliche mp3-Files.

Bist du hingegen auf der Jagd nach dem letzten Detail deiner heißgeliebten Alben und verfügst über eine HiFi-Anlage oder einen Highres-fähigen Kopfhörerverstärker, kann Tidal HIFI-Plus genau das richtige für dich sein. Außerdem bietet dir nur Tidal HiFi Plus die Möglichkeit Inhalte in Dolby Atmos und 360 Reality Audio zu hören. Sollte dir normales Stereo also nicht mehr ausreichen, ist das deine Chance, deinen akustischen Horizont zu erweitern.

Faire Gewinnverteilung

Viele Streamingdienste verteilen ihren Gewinn nach so, dass der allgemein am meisten gehörte Künstler auch den größten Betrag ausgezahlt bekommt. Gerade unbekanntere Musiker gehen so aber oft unverhältnismäßig leer aus. Tidal hat seine Vergütung anders aufgebaut. Bis zu 10 % deines HiFi-Plus-Beitrages direkt an den Künstler, den du im Monat am häufigsten gehört hast. So möchte Tidal das seine Erlöse fairer verteilen. Und deinen Lieblingskünstlern – egal wie unbekannt sie zu sein scheinen, den verdienten Lohn geben.

Unser Testfazit zu Tidal HiFi

Der ständig lernende Algorithmus von Tidal liefert immer wieder tolle vielseitige Musik-Vorschläge, die kaum ein Ende finden. Selbst nach längerer Benutzung inspiriert Tidal immer wieder aufs Neue und wird durch ein ansprechendes Design auch optisch nicht langweilig.

Dazu kommen tolle Funktionen wie My Mix, eine großartige Playlist-Auswahl in zahlreichen Kategorien und der große Videobereich, der für jeden Geschmack etwas bereit hält. Tidal überzeugt im Test und lässt besonders für Musikfans mit hohen Ansprüchen an Audio-Qualität keine Wünsche offen. Genug Gründe als, aus denen wir bei unseren Hörtests unter anderem auf Musik von Tidal setzen.

 

Aktuelle Tidal Angebote:

Technische Daten
Titelanzahl Über 80 Millionen
Hi-Res Angebot Ja
Soundqualität HiFi: FLAC-Format mit 1.411 kbps (16 Bit, 44,1 kHz), MQA-Format mit bis zu 9.216 kbps (24 Bit, 192 kHz)
Plattformen iOS, iPadOS, Mac, Windows, Android, Sonos, div. Netzwerk-Player, Apple TV, Fire TV, ChromeCast
Podcasts Ja
Internetradio Nein
Monatliche Kosten HiFi: 9,99€ / HiFi-Family:14,99€ | HiFi-Plus: 19,99€ / HiFi-Plus-Family: 29,99€
Probezeitraum 1 Monat
Studierendenrabatt Ja, 4,99€ statt 9,99€ und 9,99€ statt 19,99€

Benutzt du bereits einen Musik-Streaming-Dienst? Kommt Tidal für dich in Frage? Teile deine Meinung und Erfahrungen in den Kommentaren mit der Community!

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