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Hi-Res-Streamingdienste im Vergleich: Besser als jede CD?

Jenseits von CD-Qualität fängt Hi-Res an. Nicht überall wo HiFi draufsteht ist automatisch Highres drin. Wir sagen dir, wo du in bester Soundqualität streamen kannst!
Hi-Res-Streamingdienste im Vergleich: Besser als jede CD? Bild: Filip Havlik/Unsplash, Japan Audio Society

Wo deine CD-Sammlung früher das Maß der Dinge war, bietet dir Hi-Res heute noch bessere Qualität. Spotify HiFi, Apple Music Lossless, Deezer HiFi… fast alle Streamingdienste bieten inzwischen Audio-Qualität die über die klassische MP3 hinausgeht. Aber welcher Dienst bietet wirklich Hi-Res an? Und wo ist der Unterschied zu Studioqualität und Lossless Audio?

HIFI.DE hat die Hi-Res-Streamingdienste getestet und zeigt dir genau, welche Vorteile, welcher Anbieter hat. Egal, ob es dir um eine tolle Bedienung, den besten Preis oder die höchste Auflösung geht, hier findest du bestimmt das passende Angebot.

Wann lohnt sich Hi-Res für dich?

Grundsätzlich sollte dir eines klar sein, bevor du dich für eines dieser Abos entscheidest: Wenn du deine Musik über Bluetooth – egal welcher Codec – hörst, oder die Kopfhörerklinke deines Handys oder Laptops benutzt, wirst du den Unterschied zur „normalen“ Streaming-Qualität kaum bemerken. Hast du hingegen vor, deine Stereoanlage mit mehr als nur CDs zu füttern, oder auszutesten, was deine neuen HiFi-Kopfhörer drauf haben, ergibt Hi-Res-Streaming für dich Sinn.

Mehr zu den konkreten Voraussetzungen für Hi-Res-Streaming hat findest du weiter unten im Artikel. Doch jetzt erstmal zu unseren Empfehlungen.

HiFi ungleich Hi-Res? Wo fängt Highres Audio an?

Vielleicht wirst du dich beim durchstöbern unserer Liste der besten Hi-Res-Streamingdienste fragen, warum Spotify und Deezer nicht auftauchen. Schließlich bieten auch diese beiden ein HiFi-Abo an, oder planen es demnächst.

Dass wir diese beiden beliebten Streamingdienste nicht aufgenommen haben, liegt daran, dass sie „nur“ ein Lossless-Abo anbieten (wollen). Lossless steht für verlustfreie Komprimierung, was sich hier auf den Standard einer CD bezieht. Lossless bedeutet also, dass es keine Qualitätseinbussen durch die Komprimierung geben kann, wie z.B. bei einer MP3.

Lossless – also verlustfrei komprimiert – ist aber nicht automatisch Hi-Res. Hi-Res, oder auch Highres, steht für High Resolution, also Hohe Auflösung und umfasst grob alles, was höher als die Standard-CD-Qualität ist. Gerne wird für Highres Audio auch der Ausdruck Studio-Qualität benutzt. Dies soll andeuten, dass du Musik so hörst, wie sie einst im Studio aufgenommen wurde. Wenn du es genauer wissen willst, findest du in unserem Ratgeber alles was du rund um das Thema Hi-Res wissen musst:

Deezer bietet dir in seinem HiFi-Abo CD-Qualität an, aber kein Highres. Gleiches gilt für Spotify HiFi. Wenn du also Musik in einer Qualität hören möchtest, die du nicht in Form von CDs ins Regal stellen kannst, findest du hier unsere Empfehlungen der besten Highres-Streamingdienste.

Unsere Hi-Res Streaming Empfehlungen

Tidal Test
Bild: Daniel Constante / Shutterstock.com

Tidal

Spotify für HiFi-Nerds

Monatliche Kosten: Standard: 9,99€ / Family: 14,99€ / | HiFi: 19,99€ / HiFi-Family: 29,99€ | Titelanzahl: Über 70 Millionen Probezeitraum: 1 Monat | Soundqualität: Standard: AAC-Format mit 320 kbps, HiFi: FLAC-Format mit 1.411-4608 kbps, MQA-Format mit 4.608 kbps | Hi-Res Angebot: Ja

Pro & Contra

  • Großes Angebot an Inhalten in CD-Qualität oder höher
  • MQA-Format
  • Tidal Connect
  • Gapless Playback
  • Toller Empfehlungs-Algorithmus
  • Viele Hintergrund-Infos zur Musik
  • Keine öffentlichen User-Playlists

Für HiFi-Enthusiasten, die Wert auf feinen Klang legen, ist Tidal eine interessante Option auf dem Streaming-Markt. Wie auch Deezer, Qobuz und Amazon Music Unlimited bietet der Dienst ein HiFi-Abo an, das eine Wiedergabe von 16 bit FLAC-Dateien mit 44,1 kHz Abtastfrequenz ermöglicht.

Für Fans von absoluten Oberklasse-Sound bietet Tidal neben dem HiFi-Abo auch noch Tidal Masters. Die Masters-Songs bieten mit 24-bit und 96 kHz Abtastfrequenz eine noch feinere Auflösung. Für die Master-Songs brauchst du außerdem kein anderes Abo-Modell, sondern musst lediglich ein HiFi-Abo besitzen.

Tidal ist zudem einer der wenigen Anbieter, bei denen du Musik in MQA streamen kannst. MQA ist ein Container-Format, die Hi-Res-Dateien in Form von FLAC enthält. Diese sollen durch besondere Filtersysteme noch besser klingen. Angeblich sogar besser als das ursprünglich aufgenommene Studio-Master. Um sein volles Potenzial ausschöpfen zu können, musst du aber über kompatible Streamer mit den entsprechenden Decodern verfügen. Ob und wieviel Verbesserung MQA tatsächlich bringt, ist in HiFi-Kreisen jedoch umstritten.

Durch die direkte Beteiligung vieler Künstler an Tidal bietet der Streaming-Dienst von Jay-Z und Co. viele Extras wie Interviews, Credits, Hintergrundinfos und mehr. Auch eine riesige Videoabteilung zählt zum Angebot, die mit Musikvideos, Dokumentation und Konzert-Livestreams kaum Wünsche offen lässt und dem Nutzer Einblicke hinter die Kulissen ermöglicht.

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Alle weiteren Infos zu Jay-Zs Streaming-Dienst findest du in unserem Tidal Test.

Amazon Music Test
Bild: Amazon

Amazon Music Unlimited/HD

Großes Angebot zum schmalen Preis

Monatliche Kosten: Standard: 7,99€ (mit Prime) / 9,99€ / Echo: 3,99€ / Family: 14,99€ | Titelanzahl: Über 70 Millionen | Probezeitraum: 1 Monat | Soundqualität: Standard: 320 kbps, HiFi: FLAC-Format mit bis zu 4608 kbps | Hi-Res Angebot: Ja

Pro & Contra

  • Preiswert
  • Guter Empfehlungs-Algorithmus
  • Eigener Hi-Res-Shop
  • Exklusive Inhalte bei der Konkurrenz üppiger

Der Streaming-Dienst des gigantischen Online-Händlers bietet dir eine riesige Auswahl verlustfreier Musik im FLAC-Format. Neben den Konkurrenten Tidal und Qobuz fällt Amazon für sein großes Hi-Res Angebot und besonders durch ein sehr preiswertes Angebot, nicht nur für Prime-Kunden auf.

Beim Thema Extras hat Amazon Music seit dem Start deutlich nachgelegt. Weder den Podcast-Hype, noch die passenden Songtexte musst du beim Streaming-Dienst des großen Online-Händlers missen. Wenn du einen günstigen Streaming-Dienst suchst, der einen riesigen hochauflösenden Musikkatalog bietet, ist Amazon Music eine sehr gute Option.

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Alle weiteren Infos findest du in unserem ausführlichen Amazon Music Test.

Qobuz
Quelle: Qobuz

Qobuz

Der Premium Hi-Res Katalog

Monatliche Kosten: Studio Premier: 19,99 Euro monatlich / Studio Sublime: 249,99 Euro jährlich / Studio Premier Family 34,99 Euro monatlich / Studio Sublime Family 499,99 Euro jährlich | Titelanzahl: 70 Millionen | Probezeitraum: 1 Monat | Soundqualität: 320 kbps MP3 / HiFi: 1411 kbps FLAC / HiFi: max. 9216 kbps FLAC | Hi-Res Angebot: Ja

Pro & Contra

  • Eigenes Musikmagazin
  • Zugehöriger Download-Shop
  • Viele redaktionelle Inhalte zur Musik
  • Wenig Extras
  • Kein Empfehlungs-Algorithmus

Qobuz hat sich besonders auf Hi-Res spezialisiert und bietet ausschließlich Abonnements, die hochauflösende Musik beinhalten an. Dementsprechend ist auch der gesamte Katalog auf der Plattform mindestens in Lossless-Qualität verfügbar. Aber keine Sorge: Unterwegs, oder wenn du dein WLAN entlasten möchtest, kannst du trotzdem auch in mp3 streamen und somit Datenvolumen sparen.

Die Auswahl der Hi-Res Inhalte ist groß. Da Qobuz sich aber an Musik bindet, die hochauflösend verfügbar ist, fällt der Katalog an manchen Stellen etwas schmaler aus als zum Beispiel bei den großen Anbietern wie Tidal und Apple Music. Fans von klassischem Musik-Streaming müssen sich außerdem darauf einstellen, dass viele gewohnte Features wie ein Empfehlungs-Algorithmus und dynamisch erstellte Playlists ausbleiben. Qobuz konzentriert sich halt darauf, seinen Abonnenten möglichst viel hochaufgelöste Musik zu bieten.

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Alle weiteren Infos findest du in unserem ausführlichen Qobuz Test.

Apple Music im Test
Bild: Vasin Lee / Shutterstock.com

Apple Music

Empfehlung für echte Apple-Fans

Monatliche Kosten: Student: 4,99€ / Standard: 9,99€ / Family: 14,99€ | Titelanzahl: ca. 75 Millionen | Probezeitraum: 3 Monate | Soundqualität: AAC-Format mit bis zu 256 kbps, ALAC mit bis zu 24 Bit / 192 kHz | Hi-Res Angebot: Ja

Pro & Contra

  • Exklusive Inhalte
  • Umfangreicher Radiobereich
  • Viele kuratierte Playlists
  • Empfehlungs-Algorithmus lässt Luft nach oben
  • Apple macht es schwer, Highres Daten adäquat abzuspielen
  • Praktisch auf keinem HiFi-Streamer implementiert

Die kalifornischen Marketing-Genies von Apple zogen im Jahr 2015 mit ihrem eigenen Streaming-Angebot Apple Music nach und schafften es, seitdem zum zweitgrößten Streaming-Anbieter aufzusteigen. Inzwischen werden immer häufiger Geräte wie Receiver oder auch aktive Lautsprechersysteme angeboten, welche die AirPlay 2-Funktion von Apple unterstützen. Was die Größe der Musikbibliothek betrifft, liegt Apple Music nach eigenen Angaben mit einem Angebot von circa 75 Millionen verfügbaren Titeln sogar noch vor Spotify und kann mit vielen kuratierten Playlists aufwarten.

Preislich und sind Apple Music und Amazon Music Ultimate gleichauf: Auch Apple Music kostet 9,99 Euro im Monat, bietet anders als Amazon allerdings keine stark beschränkte Gratisversion. Dafür kündigte Apple an, bis Ende 2020 den gesamten Inhalt von Apple Music vom lossy AAC-Format auf ALAC in CD-Qualität umzustellen. Zusätzlich soll ein Teil der Bibliothek auch in Highres-Qualtität mit bis zu 24 Bit und 192 kHz verfügbar sein.

So löblich Apples Ansatz auch ist, seinen Usern bessere Musikqualität zu bieten, verliert Apple jedoch gegen Tidal oder Qobuz in Punkto Hi-Res-Konnektivität. Zwar kann Apple AirPlay 2 geschätzt 900 kbps übertragen, das reicht aber gerade für lossless ALAC. Auch eine Implementierung von Apple Music, wie es sie für Tidal oder sogar Spotify immer häufiger gibt, vermisst man bei Apple noch. Bisher gibt es keinen Streamer oder Verstärker, der Apple Music eingebaut hat und fähig ist, Highres adäquat wiederzugeben. Auch Roon unterstützt Apple Music nicht.

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Alle weiteren Infos findest du in unserem ausführlichen Apple Music Test.

Vergleichstabelle: Streaming-Dienste im direkten Vergleich

Tidal Amazon Music Unlimited/HD Qobuz Apple Music
Bewertung Tidal Testergebnis: Sehr gut Apple Music Testergebnis Gut
Pro / Contra
  • Toller Empfehlungs-Algorithmus
  • Viele Hintergrundinfos zur Musik
  • Riesiger Videobereich
  • Keine öffentlichen User-Playlists
  • Preiswert
  • Guter Empfehlungs-Algorithmus
  • App-Verfügbarkeit und Konnektivität eingeschränkt
  • Wenig zusätzliche Inhalte
  • Eigenes Musikmagazin
  • Zugehöriger Download-Shop
  • Viele Infos zur Musik
  • Wenig Extras
  • Kein Empfehlungs-Algorithmus
  • Exklusive Inhalte
  • Umfangreicher Radiobereich
  • Viele kuratierte Playlists
  • Empfehlungsalgorithmus lässt Luft nach oben
  • HiFi-Angebot hat seine Tücken
Verfügbare Titel > 70 Millionen > 75 Millionen ca. 70 Millionen ca. 75 Millionen
Max. Audioqualität/Format

Premium: 320 kbps, AAC

HiFi: 1411 kbps (16 Bit, 44,1 kHz), FLAC

Masters: 9216 kbps (24 Bit, 192 kHz), MQA

Unlimited: 320 kbps

HD: bis zu 9216 kbps (24 Bit, 192 kHz), FLAC

Premier/Sublime: von 16 Bit, 44,1 kHz bis 24 Bit, 192 kHz, FLAC Standard: 256 kbps, AAC

HiFi: von 16 Bit, 44,1 kHz bis 24 Bit, 192 kHz, ALAC

Preismodelle Premium: 9,99 Euro

Premium Family (6 Geräte): 14,99 Euro

HiFi: 19,99 Euro

HiFi Family (6 Geräte): 29,99 Euro

Amazon Music Unlimited/HD:
Prime-Kunden: 7,99 Euro, 79 Euro jährlich
Family f. Prime-Kunden: 14,99 Euro, 149 Euro jährlich
ohne Prime: 9,99 Euro
Family ohne Prime: 14,99 Euro
Echo-Besitzer: 3,99 Euro im Monat (auf Gerät beschränkt)
Studio Premier: 19,99 Euro monatlich, oder 179,99 jährlich

Studio Premier Family: 34,99 Euro monatlich, oder 349,99 Euro jährlich

Studio Sublime: 249,99 Euro jährlich

Studio Sublime Family : 499,99 Euro jährlich

Premium: 9,99 Euro

Family (6 Konten): 14,99 Euro

Testabo 30 Tage kostenlos 30 Tage kostenlos, als Prime Kunde 90 Tage HD kostenlos 1 Monat kostenlos 3 Monate kostenlos
Rabatt

Studierendenrabatt: 4,99 Euro

Studierendenrabatt HiFi: 9,99 Euro

Studierendenrabatt: 4,99 Euro (nur für Unlimited) Bei Studio Sublime und Sublime Family 30-60% Rabatt bei Käufen im Download-Shop Studierendenrabatt: 4,99 Euro
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Was brauche ich für Hi-Res-Streaming?

Auch wenn wir bei unserem Vergleich immer wieder über die Vor- und Nachteile der Streaming-Apps gesprochen haben, sollte dir eines klar sein. Nur mit deinem Smartphone oder Tablet und der entsprechenden Anwendung kannst du den Klangvorteil von Hi-Res nicht genießen. Die Hi-Res-Daten kommen zwar via App auf dein Smartphone, müssen dann aber noch über einen Digital-Analog-Wandler in ein analoges Signal umgewandelt werden, mit denen dein Kopfhörer oder deine Stereoanlage etwas anfangen kann.

Dein Handy oder Tablet stellt hierbei in den allermeisten Fällen einen Flaschenhals dar. Die in deinem Mobilgerät verbauten DACs sind in den allermeisten Fällen nicht in der Lage Bitströme über CD-Qualität hinaus zu verarbeiten. An der Kopfhörerklinke deines Handys kommt also nur noch ein „downgesampeltes“ Signal an. Auch Bluetooth hilft hier nicht, da keiner der aktuellen Codecs Hi-Res übertragen kann, ohne es vorher wieder zu komprimieren.

Wenn du Hi-Res in den eigenen vier Wänden genießen willst, bietet sich dafür ein hochwertiger Streamer an. An deinen Verstärker angeschlossen, zieht er die hochaufgelösten Datenströme direkt aus deinem WLAN. Je nach Preisstufe und Anbieter unterscheiden sie sich in der Qualität der verbauten D/A-Wandler. Dementsprechend können die unterstützten Datenraten, Bitströme und Formate variieren. Möchtest du zum Beispiel auf die MQA-Streams von Tidal zugreifen, muss dein Streamer, bzw. dein D/A-Wandler entsprechend zertifiziert sein.

Inzwischen gibt es eine ganze Menge an anspruchsvollen Streamern mit integrierten, hochwertigen D/A-Wandlern. Teilweise bekommst du einfache Hi-Res-Streamer schon für um die 100 Euro. Eine tolles Produkt, das alle gängigen Streamingdienste und Hi-Res-Formate unterstützt und zudem einfach per App zu bedienen ist, ist der Bluesound Node.

How to Hi-Res: Von DACs und DAPs

Du solltest dir also, egal ob du deinen Streamingservice per Smartphone, Tablet oder PC benutzt, einen externen DAC zulegen, der Hi-Res-Formate unterstützt. Typischer Weise hat so ein Gerät einen oder mehrere USB-Eingänge, über die du deine Musik übertragen kannst. Analoge Ausgänge wie Cinch (für deinen Verstärker), oder Klinken (für deinen Kopfhörer) geben das Signal dann wieder ab.

Solche D/A-Wandler kannst du schon für unter 100 Euro finden. Teilweise sind sie nicht größer als ein USB-Stick, sodass du sie bequem unterwegs benutzen kannst. Besonders die Dragonfly-Serie von Audioquest hat sich in der HiFi-Szene einen Namen gemacht.

Downsampling bei Android Wenn du ein Android-Phone benutzt, sollte du dir darüber bewusst sein, dass das Android-Betriebssystem nicht für Hi-Res-Wiedergabe ausgelegt ist. Alle Daten, egal wie hoch ihre Samplingrate einmal war, werden auf dem Weg zur USB-Schnittstelle auf 48 kHz heruntergerechnet.

48 kHz sind zwar immer noch besser als die 44,1 kHz der CD-Qualität, wenn du aber für weit höhere Abtastraten bezahlt hast, willst du diese ja sicher auch hören.

Dafür gibt es glücklicherweise einen Trick: Die App USB Audio Player Pro nutzt eigene Tontreiber und umgeht somit die Android-Treiber. So kannst du sogar DSD-Dateien abspielen und Tidals MQA-Format ausnutzen.

Wenn du kein Fan von USB-Adaptern und Kabelsalat bist, kannst du auch überlegen, ob du dir einen mobilen DAP zulegst. Sicher erinnerst du dich an deinen ersten MP3-Player. Auch dieser war schon ein Digital Audio Player. Inzwischen gibt es eine große Auswahl an Herstellern, die spezielle Hi-Res Portable Player entwickeln. Also mobile Geräte, die wie dein MP3-Player, über einen Speicher für deine Musik und eine – oder sogar mehrere – Kopfhörerklinken verfügen.

Viele dieser Hi-Res-Player haben sogar eine WLAN-Antenne und können so selbstständig streamen. Somit ersetzen sie dein Handy als Musikquelle komplett und klingen dabei – dank ihrer guten D/A-Wandler – auch noch deutlich besser. Fiio, iFi-audio, aber auch bekanntere Namen wie Pioneer und Onkyo haben inzwischen DAPs für teilweise unter 100 Euro auf den Markt gebracht.

Allerdings kannst du hier auch noch weit mehr Geld lassen: Die Rolls Royce unter den Hi-Res-Playern gibt es bei der koreanischen Firma Astell&Kern. Hier kannst du auch mal mehrere Tausend Euro für ein Gerät lassen.

Fazit – Welcher Hi-Res Streamingdienst ist der richtige für mich?

Inzwischen gibt es auch für Fans von hoch – oder sogar höher – aufgelösten Musikstreams ein breites Angebot. Am Beispiel Apple lässt sich hier beeindruckend zeigen, wie sehr Konkurrenz das Angebot belebt. Jeder der vorgestellten Streaminganbieter haben ihre eigenen Stärken und Schwächen. Im Endeffekt kommt es ganz darauf an, ob du als Apple-Jünger von der guten Einbindung in den Apple-Kosmos profitieren willst, oder mehr wert auf eine gute Implementierung in deine HiFi-Anlage wert legst.

Möchtest du die Möglichkeit haben, deine Musik als Hi-Res-Download kaufen zu können, empfiehlt sich vielleicht ein Qobuz- oder Amazon-Account für dich. Tidal hingegen bietet dir mit Tidal Connect und einer hervorragenden App eine einfache Einbindung und Bedienung.

Für welchen Hi-Res-Streamingdienst würdest du dich entscheiden und warum? Geht es dir eher um maximale Auflösung, gute Bedienung oder eine einfache Einbindung? Schreib es uns in den Kommentaren!

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