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JBL Xtreme 4 im Test: Klangliches Upgrade für den beliebten Bluetooth-Speaker

Der JBL Xtreme 4 ist direkt nach der Boombox 3 der leistungsstärkste JBL-Bluetooth-Lautsprecher. Wir haben ihn getestet.
JBL Xtreme 4 Test Bluetooth-Lautsprecher vor blauem Hintergrund
Preis
349,99 Euro
Abmessungen (BxHxT)
297 x 149 x 141 mm
Gewicht
2,1 kg
Akku-Kapazität / Laufzeit
bis zu 24 Std.
Wasser- und Staubschutz
IP67
Verfügbare Farben
Schwarz, Blau, Tarnfarben
In Kürze
Mit dem JBL Xtreme 4 bist du mobil – dank einer langen Akkulaufzeit, starkem Wasserschutz und praktischem Tragegurt. Den Bass hat er im Vergleich zum Vorgänger besser unter Kontrolle, sein Sound ist entspannter, aber immer noch für durchtanzte Nächte geeignet.
Vorteile
  • Kraftvoller Klang mit kontrolliertem Bass
  • Lange Akkulaufzeit
  • Hohe Wasserschutzklasse
Nachteile
  • Verzerrt bei hoher Lautstärke
  • Teuer
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In Bluetooth-Lautsprecher-Jahren war der JBL Xtreme 3 schon recht alt: 2020 kam das bis vor Kurzem aktuellste Modell der Serie auf den Markt. 2024 zeigt er sein Alter unter anderem an der vergleichsweise geringen Akkulaufzeit von bis zu 15 Stunden. Dass er dieses Jahr ein Upgrade erhält, kommt also gerade recht. Wir haben den Xtreme 4 ins Testlabor beordert um herauszufinden, ob er große Veränderungen oder eher eine kleine Auffrischungskur bringt.

Den JBL Xtreme 4 findest du bei MediaMarkt:

Alles beim Alten? Zumindest äußerlich

Lässt man die riesigen Partyboxen außer Acht, reicht JBLs Bluetooth-Lautsprecher-Range vom winzigen JBL Go bis zur großen Boombox. Die Xtreme-Lautsprecher positionieren sich da etwas oberhalb der Mitte: Sie sind größer, schwerer und kostspieliger, als ein kompakter Flip 6 oder Charge 5, aber nicht so unhandlich wie die Boombox 3. Der Xtreme 4 misst wie sein Vorgänger knapp 30 Zentimeter in der Breite, wächst aber etwas in die Höhe. Denn in der vierten Generation ist dem Xtreme an der Unterseite ein neuer Sockel gewachsen. Die Vorgänger-Modelle fanden nur über Gummistreifen Halt.

JBL Xtreme 4 Test Design des Bluetooth-Lautsprechers aus der Frontalansicht
Die Form des Xtreme 4 ist im ersten Moment gewöhnungsbedürftig.

Ansonsten ist das Design bis auf kleine Kniffe, wie die Maserung der seitlichen Gummierung, unverändert. JBL bleibt seinem markanten, robusten und wasserfesten Design treu. Dafür hat man an Akku und Sound gewerkelt.

JBL Xtreme 4 im Klang-Check

Der Treiberaufbau bleibt zunächst derselbe. Zwei 70-Millimeter-Tieftöner, zwei 20-Millimeter-Hochtöner und zwei seitliche Passivmembranen arbeiteten schon im JBL Xtreme 3. Der konnte sich unter anderem durch seinen Sound einen guten Platz in unserer Bestenliste aller getesteten Bluetooth-Lautsprecher sichern. Der JBL Xtreme 4 hat allerdings einen etwas anderen Frequenzgang: bis zu 44 Hz reicht er jetzt herunter, wo vorher bei 53,5 Hz Schluss war.

Wir verbinden uns für den Test per Bluetooth und steuern zunächst On My Mama von Victoria Monét an. Der Xtreme 4 reicht hier weiter herunter, als das z. B. zuletzt der Soundcore Boom 2 tat. Die Bassline schallt trocken und knackig aus dem JBL-Lautsprecher, von unangenehmem Dröhnen keine Spur. Da der Lautsprecher zugleich die Stimme der Sängerin geschmeidig wiedergibt und sich in den Höhen zurückhält, klingt er ziemlich gelassen.

JBl Xtreme 4 Detailansicht der seitlichen Passivmembran
Die Passivmembranen des Xtreme 4 ziert das bekannte JBL-Ausrufezeichen.

Auch Akustikstücke wie Noah Kahans Dial Drunk hören sich mit dem Xtreme 4 stimmig an. Hier zeigt sich deutlich, wie sich der Bass im Vergleich zum Vorgänger verändert hat. Während der Xtreme 3 selbst die Gitarre mit waberndem Bass wiedergibt, behält der Xtreme 4 die Kontrolle und schlägt nicht übers Ziel hinaus. Er gibt auch die Vocals etwas natürlicher wieder, als der Vorgänger.

Etwas detailreicher und vor allem dynamischer könnte der Bluetooth-Lautsprecher dann doch spielen – Stromaes Fils de Joie hört sich etwas flacher an, als wir es kennen. Und Obey von Bring Me The Horizon und Yungblud behält zwar etwas Definition im Instrumentensturm bei, schluckt aber doch einige Teile der Action.

JBL Xtreme 4 Test Detailansicht des Logos auf der Front
Das JBL-Logo sitzt mittig auf der Front des Xtreme 4.

Präziser Bass

Der Xtreme 4 gibt Bass präziser und tiefer als der Xtreme 3 wieder, allerdings ist sein Bass auch dezenter. I Like That von Janelle Monáe bereitet beiden Lautsprechern Probleme: Der Xtreme 4 hält den Bass an zu kurzer Leine, der Xtreme 3 lässt ihm unkontrollierten Freilauf. Hilfst du beim Xtreme 4 mit dem Equalizer nach, holt er aber auf und bleibt ein empfehlenswerter Party-Lautsprecher. Er wird ziemlich laut, wobei er allerdings ab ca. 70 Prozent des Maximalpegels verzerrt. 

Übrigens verfügt der Xtreme 4 über einen sogenannten „KI-Sound-Boost“, dessen Beschreibung etwas kryptisch ist. Laut der Hersteller-Seite analysiert der Lautsprecher das Audiosignal in Echtzeit und bestimmt über einen Algorithmus „die Lautsprecherbewegung und die Leistungsabgabe im Voraus“. Dadurch sollen unter anderem Verzerrungen bei hoher Lautstärke minimiert sowie der Bassausgang und die Gesamtlautstärke maximiert werden.

JBL Xtreme 4 Test Bluetooth-Lautsprecher seitlich von oben
Ein häufiges Problem von Bluetooth-Lautsprechern: Der JBL Xtreme 4 verzerrt bei höherem Lautstärkepegel.

Künstliche Intelligenz wird aktuell gern als Buzzword verwendet. Was genau hinter dem KI-Sound-Boost steckt und inwiefern er für den veränderten Sound der Box verantwortlich ist, können wir nicht genau sagen. Algorithmische Sound-Anpassung in Echtzeit gibt es jedenfalls schon länger – man denke an Sonos Trueplay.

Neuheit Bluetooth Auracast: Unendlich viele Lautsprecher verbinden

Der Xtreme 4 lässt sich auch im Partymodus verwenden. Hast du also z. B. schon einen Xtreme 3 zu Hause, kannst du die beiden nebeneinander oder in verschiedenen Räumen dieselbe Musik spielen lassen. Der Xtreme 4 verwendet dafür JBLs bekannte PartyBoost-Funktion, die du über die zugehörige Steuerungs-App verwendest.

JBL Xtreme 4 Test PartyBoost App
In der JBL-Portable-App kannst du Lautsprecher für den PartyBoost auswählen. | Screenshot: JBL

Spannender wird es, wenn du gleich zwei Xtreme 4 kaufst. Das Modell unterstützt nämlich als einer der ersten Bluetooth-Lautsprecher Auracast. Der Xtreme 4 trägt einen entsprechenden Knopf auf der Oberseite. Darüber lässt er sich mit einer theoretisch unendlichen Zahl weiterer Bluetooth-Lautsprecher verbinden. Da die Technologie bisher allerdings nicht allzu weitverbreitet ist, konnten wir damit noch keine Tests anstellen. Wir hoffen, das bald nachzuholen.

Im Alltag: Xtreme 4 macht Musik mobil

Der JBL Xtreme 4 ist für Ausflüge gewappnet. Er ist nicht nur an vielen Stellen gummiert und dadurch relativ stoßfest, sondern auch nach IP67 gegen Staub und Wasser geschützt. Die „6“ bedeutet, dass er vollkommen staubdicht ist. Die „7“ zeigt Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen an. An der Oberseite des wasserdichten Bluetooth-Lautsprechers sitzen zwei Haken, an die sich per Karabiner ein mitgelieferter Tragegurt befestigen lässt. Dieser ist von guter Qualität und reißfest.

JBL Xtreme 4 Test Detailansicht des Tragegurts befestigt am Bluetooth-Lautsprecher
Alles fest verarbeitet: Der JBL Xtreme 4 sollte auch holprige Fahrradfahrten locker mitmachen.

Die Akkulaufzeit ist die wohl größte Veränderung gegenüber dem Xtreme 3, abseits des Klangs. Der Xtreme 4 hält nämlich – je nach Lautstärke und Audioinhalt – bis zu 24 Stunden durch. Beim Xtreme 3 sind es bis zu 15 Stunden, was den Vorgänger ziemlich alt aussehen lässt. Der Akku des Marshall Middleton z. B. hält über 20 Stunden. Mit 24 Stunden überflügelt der Xtreme 4 nicht nur ihn, sondern auch den Teufel Rockster Cross und Ultimate Ears‘ Epicboom.

Dafür dauert es auch eine Stunde länger als beim Vorgänger, den Xtreme 4 voll aufzuladen, nämlich 3,5 Stunden. Er hat dafür eine USB-C-Schnittstelle, über die du gleichzeitig auch Saft vom Lautsprecher an dein Handy speisen kannst. Auf einen Klinkeneingang verzichtet JBL.

JBL Xtreme 4 Test Detailansicht des USB-C-Anschluss auf der Rueckseite
Der JBL Xtreme 4 hat als einzigen Anschluss eine USB-C-Schnittstelle. Darüber lädst du nicht nur den Lautsprecher selbst auf, sondern kannst ihn auch als Powerbank für dein Handy nutzen.

Austauschbarer Akku

Der JBL Xtreme 4 lässt dich seinen Akku auch ausbauen. Dafür musst du zwei Schrauben an seiner Unterseite entfernen. Ein zusätzlicher Akku ist nicht im Lieferumfang enthalten. Stattdessen sollst du ihn separat erwerben können, im JBL-Onlinehsop ist er allerdings bisher nicht gelistet.

Bedienung: Am Gerät und in der App

Wie die meisten Bluetooth-Lautsprecher kannst du den JBL Xtreme 4 über Knöpfe am Gehäuse sowie über eine App bedienen. Die Knöpfe sind dieses Mal etwas logischer aufgebaut als beim Vorgänger. In einer Reihe sitzen die Kern-Steuerelemente: Lauter, leiser, Play, Pause, Vor und Zurück. Die Reihe darüber ist beleuchtet und lässt dich die Bluetooth- und Auracast-Kopplung auslösen sowie den Lautsprecher ein- und ausschalten. Leider ist nur die zweite Reihe beleuchtet.

JBL Xtreme 4 Test Bedienung von oben
Der JBL Xtreme 4 hat Knöpfe für fast alle Befehle, die du brauchst.

In der App findest du einige Zusatzfunktionen, sonderlich umfangreich ist sie aber nicht. Um den Xtreme 4 per PartyBoost mit anderen kompatiblen JBL-Lautsprechern zu verbinden, ist sie unerlässlich. Ansonsten kannst du sie auch gut und gern vernachlässigen. Die zwei nennenswerten Funktionen sind ein Equalizer und der sogenannte PlaytimeBoost. Der erhöht die Lautstärke, nimmt allerdings den Bass aus der Musik, wodurch sich die Akkulaufzeit verlängern soll.

JBL Xtreme 4 vs. JBL Xtreme 3 im Überblick: Ein lohnendes Upgrade?

Der Xtreme 4 macht einiges anders als der Xtreme 3. Das sind die Unterschiede auf einen Blick:

  • Der Xtreme 4 hat einen kontrollierteren, ausgeglicheneren Sound mit dezenterem Bass.
  • Der Xtreme 4 bietet bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit, der Xtreme 3 bis zu 15 Stunden.
  • Der Akku des Xtreme 4 ist austauschbar.
  • Der Xtreme 3 hat eine USB-A-Buchse, um dein Handy zu laden, lud selbst über USB-C auf und spielt Musik per 3,5-Millimeter-Klinke. Der Xtreme 4 lädt in beide Richtungen per USB-C und hat keinen Audioeingang.
  • Der Xtreme 4 hat einen Sockel und ein leicht verändertes Bedienpanel.
  • Der Xtreme 4 bietet zusätzlich zum JBL PartyBoost Auracast an, um mehrere Lautsprecher synchron spielen zu lassen.

Der JBL Xtreme 3 ist mittlerweile stark im Preis gefallen, weshalb der Xtreme 4 wohl noch eine ganze Weile teurer sein wird. Ob die Unterschiede sich für dich lohnen, kommt darauf an, wofür du den Lautsprecher verwenden möchtest. Uns persönlich gefällt der neue Sound und die verlängerte Akkulaufzeit, weshalb wir das Upgrade für lohnenswert befinden.

Allerdings klingt auch der Xtreme 3 bei Weitem nicht schlecht und 15 Stunden sind immer noch genug Saft, um gut durch den Tag zu kommen. Hier lässt sich also einiges sparen, falls dir das wichtiger ist als die genannten Verbesserungen.

Unser Fazit zum JBL Xtreme 4

JBL hat mit dem Xtreme 4 nichts anbrennen lassen und das bewährte Konzept nur wenig verändert. Das Erfolgsmodell hat optisch lediglich leichte Upgrades erfahren, sodass der Xtreme 4 ein robuster, wasserdichter Lautsprecher mit funktionalem Design bleibt. Doch JBL nutzt diese Gelegenheit, um die Xtreme-Reihe auf den aktuellen Stand der Technik zu heben: mit bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit, Auracast via Bluetooth und einer vereinfachten Anschlussvielfalt. Das größte Update ist jedoch der Klang mit einem deutlich präziseren und kontrollierten, dafür aber auch dezenterem Bass. Zum Glück lässt sich per Equalizer nachhelfen, sodass der Xtreme 4 nicht nur in ruhigeren Situationen mit seinem entspannten Sound glänzt, sondern auch ordentlich einheizen kann.

HIFI.DE-Testsiegel-Bluetooth-Lautsprecher-JBL-Xtreme-4-9.1

Den JBL Xtreme 4 kannst du bei MediaMarkt bestellen:

Technische Daten
Preis 349,99 Euro
Abmessungen (BxHxT) 297 x 149 x 141 mm
Gewicht 2,1 kg
Akku-Kapazität / Laufzeit bis zu 24 Std.
Wasser- und Staubschutz IP67
Verfügbare Farben Schwarz, Blau, Tarnfarben
Ladedauer 3,5 Std.
Leistung 50 W (AC-Netzbetrieb) / 35 W (Akkubetrieb)
Frequenzbereich 44 Hz - 20k Hz
Anschlüsse / Schnittstellen USB-C (Eingang/Ausgang)
Steuerungs-App JBL-Portable-App
Mikrofon Nein
Party Modus Ja
Trage-Vorrichtung Ja
Mitgeliefertes Zubehör PD-Adapter mit Netzkabel + Regionalstecker, Tragegurt

Ein reiner Bluetooth-Lautsprecher ist nicht genug? Die von uns getesteten WLAN-Lautsprecher bieten deutlich mehr Funktionen:

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