Startseite Heimkino Mini Beamer Formovie Xming Page One im Test: Portabler Beamer mit Google TV und Netflix

Formovie Xming Page One im Test: Portabler Beamer mit Google TV und Netflix

Was taugt der Xming Page One im Alltag? Wir haben Bild, Ton, Ausstattung und Handhabung des kompakten Full HD Projektors getestet.
Formovie Xming Page One im Test
Lichtquelle
LCD
Auflösung
Full-HD (1920 × 1080)
HDR
HDR10
Lensshift
Nein
Fokus
Automatisch
Betriebssystem
Google TV
Abmessungen (BxHxT)
207 x 190 x 127 mm
Gewicht
2 kg
Preis (UVP/Straßenpreis)
499 Euro / 329 Euro
In Kürze
Beim Thema Streaming ist der Xming Page One von Formovie toll aufgestellt – und dank Köfferchen sicher überall mit dabei. Das Bild ist aber ein wenig durchwachsen und erfordert einen dunklen Raum.
Vorteile
  • Cleveres Design, auch für unterwegs
  • Einfache Einrichtung und Bedienung mit Google TV
  • Gute Verarbeitung
Nachteile
  • Beamer nicht manuell schwenkbar / drehbar
  • Verhältnismäßig dunkel
  • Teilweise lange Reaktionszeiten
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Unter dem Namen Xming bündelt Formovie seine Beamer-Reihe. Mit dem Page One kommt ein smarter Full-HD-Projektor hinzu, der für den mobilen Einsatz gedacht ist. Welche Extras er bietet und wie er sich gegen andere portable Beamer behauptet, erfährst du hier im Test.

Der Formovie Xming Page One ist hier im Angebot erhältlich:

Schlank, schick, dunkelgrün – der Page One im Detail

Schlägt der Page One ein neues Kapitel auf? Wie sich die Produktbezeichnung verstehen lässt sei mal dahin gestellt, auffallen tut er so oder so. Mit seinem dunkelgrünen Farbton setzt er auf eine beliebte Farbe und hebt sich angenehm von der Masse ab. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, das verchromte Finish unterstreicht den edlen Look.

Formovie Xming Page One on Schrägansicht
Optisch macht der Formovie Xming One Page einen wertigen und modernen Eindruck in der ausgefallenen dunkelgrünen Farbe.

Dank vier gummierter Standfüße steht er stabil, über das Gewinde an der Unterseite lässt er sich bei Bedarf auch auf einem Stativ befestigen. Große Möglichkeiten zur Ausrichtung bietet er allerdings nicht – hier sind Modelle wie Samsungs The Freestyle oder Xgimis MoGo 4 um einiges flexibler.

Automatische Bildkorrekturen

Bei den Bildeinstellungen macht der Page One dann wieder eine gute Figur. Wie viele mobile Beamer bringt er clevere Automatik-Funktionen mit: Trapezkorrektur, Autofokus und eine intelligente Hindernisvermeidung. Heißt: hinstellen, einschalten und das Bild richtet sich von selbst gerade aus und wird automatisch scharfgestellt. Sogar Regale oder Lampen im Weg erkennt er und passt den Bildausschnitt entsprechend an. Wer lieber selbst Hand anlegt, kann natürlich auch alles manuell justieren.

Trapezkorrektur
Die Trapezkorrektur übernimmt der Formovie Xming Page One selbst. Das Bild stellt sich in bis zu sechs Sekunden gerade ein – nach jeder Bewegung. | Screenshot: Formovie

Eine Augenschutz-Funktion gibt es allerdings nicht. Wenn dir das wichtig ist, für ins Bild laufende Kinder beispielsweise, kannst du etwa einen Blick auf den MoGo 3 Pro von XGIMI werfen.

Autofokus Formovie Xming One Page
Wie die meisten Mini-Beamer bringt auch der Formovie Xming One Page einen Autofokus mit. Das Bild wird also von alleine scharf. | Screenshot: Formovie

Auf dem Papier kann der Projektor Bilder mit einer Größe von bis zu 120 Zoll an die Wand werfen. Wirklich empfehlen können wir das allerdings nicht – denn dazu müsste der Raum schon sehr finstert sein. Will heißen: Je heller die Umgebung, desto kleiner solltest du den Bildausschnitt wählen, um dennoch ein scharfes und helles Bild zu gewährleisten.

Der Formovie Xming Page One im Bild-Test

Der Xming Page One bringt insgesamt fünf vorinstallierte Bildmodi mit: Standard, Lebhaft, Sport, Film und Spiel. Die Namen passen tatsächlich gut zu den jeweiligen Einstellungen, auch wenn der Modus Lebhaft farblich übertreibt und dadurch schnell künstlich wirkt. Für ein ausgewogeneres Bild sind Standard oder Film die bessere Wahl.

Farbraumabdeckung Calman SDR
Den SDR-Farbraum deckt der Xming Page One mit gerade einmal 55,1 Prozent leider nicht gut ab. Außerdem dominiert der Blau-Anteil deutlich. | Screenshot: Calman

Wie gewohnt lassen sich im Nutzer-Modus Helligkeit, Kontrast und andere Details individuell anpassen. Für einen kompakten und vergleichsweise günstigen Beamer bietet der Page One obendrein erstaunlich viele Optionen – darunter etwa eine Hautton-Korrektur oder eine Weißanpassung mit Blauverstärkung. Im Alltag braucht man diese Extras zwar kaum, sie zeigen aber, dass hier mehr möglich ist als üblich.

Wie steht es um die Bildqualität des Formovie Xming Page One?

Beim Thema Helligkeit gibt Formovie für den Page One 320 ISO-Lumen an – ein realistischer Wert für einen kleinen Kompakt-Beamer. Lumen bezeichnen die gesamte Lichtmenge, die zur Verfügung steht. Wir messen die Leuchtkraft – auch um besser einen Vergleich mit Fernsehern zu haben – in Nits, eine andere Bezeichnung für Candela pro Quadratmeter (cd/m²). Der Wert verrät, wie viel Licht pro Quadratmeter Fläche zur Verfügung steht – die Leuchtdichte also.

Messwerte Formovie Xming Page One
Die gemessene Kurve in grau verläuft unterhalb der idealen EOTF-Linie (gelb), was auf ein insgesamt zu dunkles Bild hinweist. | Screenshot: Calman

In unserem Testlabor erreichte der Page One einen Wert von 22,5 Nits. Verglichen mit stationären Beamern ist das ziemlich niedrig, für die Kategorie der portablen Projektoren aber noch im Rahmen. Damit liegt er in etwa auf dem Niveau von Samsungs The Freestyle oder BenQs GV50. Der Kontrast fällt mit 387:1 im Schachbrett-Test fällt aber für einen solch kleinen Beamer hoch aus, was auf ein gutes Bild hindeutet. Wir sind gespannt, was der Sichttest zeigt.

Das Bild des Xming Page One im Sichttest

Positiv anzumerken ist, dass das Bild des Xming Page One schön scharf ist und grundsätzlich recht natürlich wirkt. Hast du den Raum abgedunkelt, reicht die Helligkeit auch für größere Projektionen aus. Hier kommt auch der hohe Kontrastumfang zu Tragen. Das merken wir auch bei HDR-Filmen, bei denen der kleine Beamer zwar nicht mit tollen Highlights punkten kann, aber in dunklen Szenen erkennen wir dennoch viele Details, die sonst gerne verschluckt werden.

Sichttest Formovie Xming Page One
Natürlich messen wir nicht nur ein paar Werte – wir schauen auch genau hin.

Je heller die Umgebung, desto schlechter erkennst du aber das Geschehen auf der Leinwand – das ist leider bei den meisten Mini-Beamer so. Hierfür reicht schlichtweg die Helligkeit des Formovie Xming Page One nicht aus.

Die gemessene geringe Farbraumabdeckung fällt wiederum weniger negativ auf. Die knalligen Farben der Kleider in La La Land wirken nicht sonderlich realistisch, Hauttöne wirken sogar etwas überstrahlt. Der Kontrast ist also für einen solchen Beamer toll und fast schon auf dem Niveau einiger Heimkino-Beamer. Die Farbtreue lässt jedoch zu Wünschen übrig. Wer jedoch mit einem nicht ganz so neutralen Bild gut leben kann, wird hier dennoch seinen Spaß haben.

Linse Formovie Xming One Page
Die Lichteinheit mag zwar nicht sonderlich hell strahlen, der Kontrast überzeugt uns aber.

Wie gut sich der Formovie Xming Page One im Vergleich schlägt, zeigt ein Blick in unsere Bestenliste:

Die Erstinbetriebnahme des Formovie Xming Page One

Statt den Beamer nur in Pappe und Füllmaterial zu stecken, hat sich Formovie etwas Praktischeres überlegt: Der Xming Page One kommt in einem kleinen Köfferchen samt Gurt. Die besteht zwar nur aus einfachem Styropor und wirkt eher schlicht, schützt das Gerät aber zuverlässig. Und Bonuspunkt: Für den Transport hast du direkt eine passende Tasche parat, falls der Beamer mal mobil mit soll.

Verpackung als Tragetasche
Der Formovie Xming One Page kommt gut geschützt in einer praktischen „Tragetasche“ aus Styropor.

In dem Behälter findest du neben dem Projektor selbst das Nötigste für die Inbetriebnahme: Stromkabel, Fernbedienung und eine kurze Anleitung. Wer allerdings eine Spielekonsole oder einen Blu-ray-Player verbinden möchte, muss ein HDMI-Kabel separat bereithalten. Medien lassen sich alternativ auch direkt per USB einspielen – egal ob Fotos, Filme oder Präsentationen. Und falls du lieber mit Kopfhörern schauen willst, gibt’s dafür ebenfalls einen passenden Anschluss.

Anschlüsse Formovie Xming One Page
Die Anschluss-Sektion des Formovie Xming One Page ist überschaubar: Kopfhörer, HDMI und USB stehen zur Verfügung.

Schneller Start mit Google TV

Wie viele andere Beamer-Hersteller auch, setzt Formovie beim Xming Page One auf Googles Betriebssystem. Mit einem bestehenden Google-Konto ist der Beamer dann in wenigen Minuten über die Home-App eingerichtet – klassisch per Fernbedienung geht es natürlich auch. Danach hast du direkten Zugriff auf alle gängigen Video-Streaming-Dienste, darunter auch Prime Video und weitere bekannte Streamer. Netflix ist ebenfalls an Bord und über eine Kurzwahltaste auf der Fernbedienung abrufbar.

Fernbedienung Formovie Xming One Page
Die zugehörige Fernbedienung ist einfach gehalten und hat verhältnismäßig wenig Tasten, was aber im täglichen Handling nicht stört.

Steuern kannst du den Formovie Xming Page One entweder per Google Assistant und App oder ganz klassisch mit der Fernbedienung. Die bietet alle wichtigen Tasten und ist leicht zu bedienen. Problematisch wird’s nur, wenn sie mal verschwindet – am Gerät selbst gibt es nämlich nur einen Power-Button. Aber das ist bei vielen anderen Geräten ja auch der Fall.

Betriebssystem Formovie Xming One Page
Der Xming One Page bringt Google TV mit, was die Bedienung ziemlich einfach macht. Netflix ist schon mit an Bord. | Screenshot: Formovie

Die Oberfläche ist typisch Google TV, leicht verständlich und so übersichtlich, dass selbst Android-Neulinge schnell ihr Lieblingsprogramm finden. Die Menüs sind aber ein wenig verschachtelt. Bei längerer Nutzung ist uns zudem aufgefallen, dass der Beamer ab und zu ein bisschen braucht, bis er reagiert. Das bezieht sich größtenteils auf das Navigieren im Einstellungsmenü. Beim Streaming selbst lief alles sehr zügig.

Sound von Boston Acoustics

Cooles Detail: Beim Sound hat sich Xming Unterstützung von Boston Acoustics geholt. Die Audioprofis aus den USA haben dem Page One zwei Lautsprecher mit je fünf Watt spendiert, die auf der Rückseite nebeneinander sitzen. Dadurch strahlt der Ton nur nach hinten ab – je nach Sitzplatz kann das also etwas unglücklich sein. Dafür kann der Beamer aber recht laut aufdrehen, ohne unsauber zu klingen.

Lautsprecher Formovie Xming One Page
Zwei Lautsprecher von Boston Acoustics sorgen für vergleichsweise kraftvollen Sound aus dem kleinen Beamer-Gehäuse.

Besonders im „Cinema“-Modus macht er Spaß, während wir den „Weich“-Modus eher links liegen lassen würden. Praktisch ist außerdem die Dialogoptimierung, die in der kleinsten Stufe Stimmen hervorhebt, ohne das Gesamtbild zu verfälschen. Ohne sind Stimmen aber nicht immer klar und teilweise ist der Klang etwas dumpf. Der Lüfter ist nicht gerade leise, im Standardbetrieb aber nur in sehr ruhigen Sequenzen hörbar. Das stört dann eher beim Musik-Hören.

Für einen richtigen Heimkinoabend oder wenn du den Formovie Xming Page One draußen nutzt, stößt der eingebaute Sound aber dann an seine Grenzen – vor allem beim Bass. Da macht ein zusätzlicher Lautsprecher über Bluetooth oder HDMI-ARC Sinn. Insgesamt schlägt er sich für einen mobilen Beamer im Vergleich aber ganz wacker.

Unser Testurteil für den Formovie Xming Page One

Der Formovie Xming Page One bringt vieles mit, was man von einem mobilen Beamer erwartet: einfache Bedienung dank Google TV, ein schnell eingerichtetes Bild in dunkleren Umgebungen und solide Ausstattung.

Etwas schade ist, dass er sich nicht besonders flexibel ausrichten lässt – hier haben Hersteller wie Samsung oder Xgimi mit ausgewählten Modellen die Nase vorn. Und die nicht sonderlich natürlichen Farben trüben den sonst recht positiven Gesamteindruck doch stark. Wem aber natürliche Bilder nicht so wichtig sind, der bekommt ein solides Paket für weniger als 400 Euro.

HIFI.DE-Testsiegel-Mobile-Beamer-Formovie-Xming-Page-One-7.4

Du suchst nach dem passenden Angebot für den Formovie Xming Page One? Hier findest du es:

Technische Daten
Lichtquelle LCD
Auflösung Full-HD (1920 × 1080)
Helligkeit 320 ISO-Lumen (Herstellerangaben)
HDR HDR10
Lensshift Nein
Fokus Automatisch
Betriebssystem Google TV
Anschlüsse HDMI, USB, Kopfhörer
Bluetooth Ja
LAN / WLAN Nein / Ja
Abmessungen (BxHxT) 207 x 190 x 127 mm
Gewicht 2 kg
Preis (UVP/Straßenpreis) 499 Euro / 329 Euro

Einen Überblick über alle von uns getesteten Mini-Beamer kannst du dir hier verschaffen:

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