Die beste Stereoanlage bis 5000 Euro – Unsere Tipps von Vinyl bis Streaming
Du hast gespart und möchtest deinen Ohren HiFi-Klang bieten? Dann solltest du dir zuerst ein paar Fragen stellen. Eine der wichtigsten hast du vermutlich schon beantwortet, wenn du diesen Artikel liest: die nach dem Budget. Wir können dir versichern: Für 5000 Euro bekommst du definitiv mehr als bloß vernünftigen Klang in dein Wohnzimmer.
Aber in welche Richtung soll es gehen? Kompakte Boxen für kleine Räume oder soll dein großes Wohnzimmer beschallt werden? Welche Musikquellen nutzt du – und wie soll’s nachher aussehen? Wir bei HIFI.DE testen jährlich die spannendsten HiFi-Produkte. Wir verraten dir, was du von einer Stereoanlage bis 5000 Euro erwarten kannst – und was du beachten solltest.
Was sind Stereoanlagen?
HiFi-Anlagen bestehen klassischerweise aus einem Paar Lautsprecher, die von einem Verstärker angetrieben werden. An diesen kannst du deine Musikquellen wie Plattenspieler, Netzwerk- oder CD-Player anschließen. An diesen Grundbestandteilen – Schallwandler, Verstärker, Quellen – hat sich seit knapp 100 Jahren nichts geändert. Aber bei Qualität, Funktionen und Größe schon. Eine Stereoanlage bis 5000 Euro wird dir heute einen Klang bescheren können, für den du vor einigen Jahrzehnten noch deutlich mehr bezahlen musstest. Die Frage ist also weniger, ob unsere Vorschläge gut klingen, sondern welche von ihnen zu dir passt.
Denn nicht jede Anlage klingt in jedem Raum gleich gut. Und ein Plattenspieler nützt dir reichlich wenig, wenn du ausschließlich Musik streamst oder CDs im Regal hast. Daher haben wir dir hier drei möglichst unterschiedliche Anlagen zusammengestellt. Diese spielen zwar als Set genial, können dir aber genauso gut einfach nur als Inspiration für deine weitere Suche dienen.
Die besten Stereoanlagen bis 5000 Euro: Unsere drei Empfehlungen
KEF R3 Meta, Musical Fidelity M3si und Rega Planar 3 RS
Bester Vinyl-Klang für kleine und mittelgroße Räume
Leistung (Verstärker): 2x 85W (8 Ohm), 2x 150W (4 Ohm) | Eingänge (Verstärker): 4x Line Cinch, 1x Phono MM, 1x digital USB-B | Quellen kabellos: – Streaming: – | Gesamtpreis (UVP): 4998 Euro
- Kraftvoll und sauber klingender Verstärker
- Dynamisch-natürlich klingender Plattenspieler
- Einfache Einrichtung des Plattenspielers
- Messerscharfe Bühnenabbildung
- Guter Phono-Vorverstärker
- Erlesene Verarbeitung
- Recht groß für eine Regalbox
- Kein Streaming
Lautsprecher – KEF R3 Meta
Die KEF R3 Meta ist vielleicht das kleinste Familienmitglied der R-Serie, aber kein bisschen schüchtern. Ganz im Gegenteil: Die R3 holt aus ihrem kompakten Gehäuse einen absolut erwachsenen Sound heraus. Bühnenabbildung und Auflösung lassen keine Wünsche offen. Dazu gesellt sich ein knackiger Bass und feiner Schmelz in den Mitten. 2200 Euro sind eine ordentliche Stange Geld, der Klang kann sich aber mit teilweise deutlich teureren Lautsprechern absolut messen.
Verstärker – Musical Fidelity M3si
Der Musical Fidelity M3si ist eines dieser Modelle, die für uns den Inbegriff eines klassischen HiFi-Verstärkers verkörpern. Hinter seiner klassischen Gehäusefront verbirgt er nicht bloß hochwertige Verstärkungs-Elektronik, sondern auch einen DAC und einen hervorragenden Phono-Vorverstärker. Der DAC nimmt Musik zwar nur per USB-B entgegen, in Kombination mit einem kleinen Streamer wird aus ihm aber eine vollwertige Streaming-Zentrale. Der M3si gibt Musik kraftvoll, spannend, lebendig und wunderbar geschmeidig wieder. Mehr Klang ist uns in seiner Preisklasse bislang noch nicht zu Ohren gekommen.
Plattenspieler – Rega Planar 3 RS
Der Rega Planar 3 RS ist für seinen Verkaufspreis von 1300 Euro unserer Meinung nach viel zu günstig. Denn schon der herkömmliche Planar 3 würde mit externem Netzteil und dem genialen MM-System Nd5 1650 Euro kosten. Beim Preis der RS-Version sind diese klangentscheidenden Beigaben bereits enthalten. Dazu profitiert der Planar 3 RS von einer nochmals stabileren Zarge und sieht in seinem gebürsteten Alu-Look einfach todschick aus. Klanglich wirst du es sehr schwer haben, etwas Vergleichbares in seiner Preisklasse zu finden.
Hier geht’s zu den aktuellen Angeboten unserer ersten Stereoanlage bis 5000 Euro:
ELAC Solano FS287 & Lyngdorf TDAI-1120
Großer Klang mit Raumeinmessung
Leistung (Verstärker): 2x 60 Watt (8 Ohm) | Eingänge (Verstärker): 2x Koax, 2x Optisch, 1x HDMI eARC, 1x Phono MM. 1x Stereo-Cinch, XLR (Mikrofon) | Quellen kabellos: Bluetooth, AirPlay2, Chromecast Streaming: Spotify Connect, Tidal, Qobuz, Deezer | Gesamtpreis (UVP): 5197 Euro
- Hervorragender Klang in jedem Raum
- HDMI eARC für besseren TV-Sound
- Praktische Raumeinmessung
- Lupenreine Hochtonwiedergabe
- Kräftige Bassimpulse
- Tolle Verarbeitung
- Keine Fernbedienung oder Stoffabdeckungen
- Kein grafisches Display
- Eigene App und Web-Interface etwas umständlich
Lautsprecher – ELAC Solano FS287
Mit dem ELAC Solano FS287 ist den Norddeutschen ein Rundumschlag gelungen, der in jeder Beziehung ein breites Grinsen hervorruft. Jahrelange Entwicklung floss alleine in die Perfektionierung des JET-Hochtöners. Und das hörst du. Egal, ob du einen Abend alleine mit deinen Lieblingskünstler:innen genießt oder die Bude beim nächsten Kinoabend beben lassen willst, die Standbox der Solano-Serie ist für jede Missetat zu haben.
Den Standlautsprechern gelingt das Kunststück spielend, ihre zarten Seiten bei Bedarf um brachiale Kraft zu ergänzen. Dabei fühlen sie sich in größeren Räumen etwas wohler als in kleineren. Und auch etwas Aufmerksamkeit bei Aufstellung und Raumakustik wissen die Standboxen zu schätzen. Nimmst du dir die Zeit dafür, bekommst du mit den ELAC Solano FS287 enorm souveräne Lautsprecher, die aus jeder Art von Musik, anspruchsvoller Serienkost oder aus dem aktuellsten Blockbuster egal bei welcher Lautstärke das Beste herausholen.
Verstärker – Lyngdorf TDAI-1120
Der Lyngdorf TDAI-1120 interpretiert das Thema „Streaming-Verstärker“ etwas anders als manche populären Mitbewerber. „Lifestyle“ und „Usability“ sind offensichtlich Begriffe, auf die dänische Ingenieure nicht viel Zeit verwenden. Aber was soll’s? Wenn du zu den Leuten gehörst, die noch Bedienungsanleitungen lesen und kein Problem damit haben, ein bisschen Zeit in das erste Setup zu investieren, belohnt dich der Lyngdorf TDAI-1120 mit einem präzisen, dynamischen und emotionalen Sound, der in dieser Preisklasse seinesgleichen sucht.
Und über Drittanbieter-Apps gesteuert, begleitet dich dieser Streaming-Verstärker auch völlig anstandslos, zuverlässig und komfortabel durch den Musik-Alltag. Wenn dein Hörraum akustisch schwierig ist und dort bisher keine Anlage so richtig gut spielen wollte, ist der Lyngdorf TDAI-1120 eine dringende Empfehlung. Doch auch in deinem ganz normalen Wohnzimmer lässt er dich deine Musik ganz neu erleben.
Hier findest du die Komponenten unserer zweiten Stereoanlage bis 5000 Euro im Angebot:
Dali Rubicon 6 C
Aktives Set für Musik und Heimkino
Leistung (Lautsprecher): 250 Watt pro LS | Eingänge: Pre-in (an Lautsprechern), Optisch, Koaxial, Cinch, 3,5-mm-Klinke, USB | Quellen kabellos: WLAN, Bluetooth 4.2, AirPlay 2, Roon, UPnP | Streaming: Spotify Connect, Tidal, Amazon Music, Qobuz, Deezer, Internetradio, Podcast | Paarpreis (UVP): 6.998 Euro (8.445 Euro mit Sound Hub)
- Grandioser Klang bei jeder Musik
- Einfaches Setup und bequeme Bedienung
- Umfangreiche Quellenwahl
- Vollausgestatteter Sound Hub treibt Preis in die Höhe
Du wirst dich vielleicht wundern, warum wir dir hier ein Lautsprecher-Set empfehlen, das ein fast doppelt so hohe UVP hat, als alles anderen. Doch gibt es das Set aus Dali Rubicon 6 C, passendem Hub und Modulen so regelmäßig mit geradezu wahnsinnigen Rabatten, dass wir dir die Aktiv-Lautsprecher nicht vorenthalten wollen. Wenn du möglichst wenig Kabel in deinem Wohnzimmer spannen möchtest, aber dennoch möglichst guten Sound aus deiner Stereoanlage bekommen willst, ist die Dali Rubicon 6 C unsere absolute Empfehlung. Das Paar Lautsprecher kommuniziert kabellos untereinander und mit seiner Schaltzentrale, dem Sound Hub. Ist dieser zusätzlich noch mit dem BluOS-Modul ausgestattet, erhältst du eine vollwertige, streamingfähige HiFi-Anlage.
Dazu gibt es noch gute Nachrichten für Heimkinofans: Mit weiteren kabellosen Lautsprechern der Rubicon- und Oberon-Serie kannst du dir ein ganzes Surround-System aufbauen. Denn per HDMI-Modul wird der Sound Hub zum AV-Receiver. Klanglich hat uns die Rubicon 6 C nach unserem Test sprachlos – und wunschlos glücklich – zurückgelassen. Bleibt also nur noch die Frage, welchen Song du als Erstes abspielen möchtest.
Hier findest du unseren ausführlichen Test der Dali Rubicon 6 C.
Stereoanlage bis 5000 Euro: Darauf solltest du vor dem Kauf achten
Wie du siehst, können HiFi-Anlagen ganz unterschiedlich aussehen. Die einen mögen es eher gediegen, mit kleinen oder gar keinen Verstärkern, die anderen wollen ihr Audio-Equipment stolz zur Schau stellen – etwa mit einem weißen Plattenspieler. Natürlich spielt die Optik eine wichtige Rolle. Wichtiger ist jedoch, dass deine Stereoanlage alle von dir benutzten Quellen unterstützt. Ist ein Plattenspieler involviert, muss zwangsläufig irgendwo in deiner Anlage ein Phono-Vorverstärker verbaut sein. Ob dieser jetzt in einem eigenen Gehäuse sitzt, oder, wie hier, entweder im Verstärker oder im Plattenspieler selbst verbaut ist, spielt keine Rolle.
Die Quellen müssen stimmen
Ist deine primäre Musikquelle ein Streamingdienst, sollte dieser am besten von deiner HiFi-Anlage nativ unterstützt werden. Streaming-Verstärker wie die hier vorgestellten Modelle von Marantz oder Lyngdorf können auf eine Vielzahl von Diensten zugreifen. Die große Ausnahme bilden Spotify und Apple Music. Für ersteren sollte sich deine Anlage mit Spotify Connect bedienen lassen, für letzteren über eine AirPlay-2-Lizenz verfügen.

Wenn du deine Stereoanlage für 5000 Euro in deinem Wohnzimmer stehen hast, ist dein Fernseher sicher nicht weit entfernt. Umso praktischer, wenn du deinem TV-Sound direkt ebenfalls ein Upgrade verpassen kannst. Die einfachste Möglichkeit dazu bietet der Audio Return Channel (ARC). Er überträgt den Ton aller Quellen, die mit deinem Fernseher verbunden sind, an deinen Verstärker. Gleichzeitig regelt die TV-Fernbedienung auch die Lautstärke deiner Anlage. In unseren Tests weisen wir daher ausdrücklich darauf hin, wenn eine HiFi-Komponente über HDMI-ARC verfügt.
Der Lautsprecher muss zum Raum passen
Schließlich solltest du einen wichtigen Aspekt nicht außer Acht lassen: den Raum selbst. Mit deinen Lautsprechern zusammen hat er den größten Einfluss auf den Klang deiner Anlage. Noch vor dem Verstärker oder deinen Quellen. Große Standlautsprecher können in kleinen Räumen nicht frei atmen, ihr Klang kann sich aufstauen und Bässe unkontrolliert dröhnen. Regallautsprecher hingegen können in großen Räumen etwas verloren wirken, weil ihnen das nötige Volumen fehlt.

Einige Verstärker, etwa der hier vorgestellte Lyngdorf TDAI-1120, können mit ihrer Raumkorrektur nachhelfen, sodass deine Stereoanlage auch dann gut klingt, wenn der Raum ihr einige Hürden in den Weg stellt. Wie deine HiFi-Anlage genau klingt, weißt du jedoch erst, wenn du sie in deinen vier Wänden stehen hast. Daher ist unser letzter Ratschlag an dich, immer auf dein eigenes Gehör zu vertrauen. Hier ist jeder Mensch anders. Daher bewerten wir in unseren Tests zwar den Klang, wir versuchen dir aber auch immer einen Eindruck vom Klangcharakter jeder Komponente zu vermitteln.
Wir hoffen, wir konnten dich auf dem Weg zu deiner Stereoanlage bis 5000 Euro unterstützen. Wenn du jetzt neugierig geworden bist, findest du hier weitere spannende Artikel rund ums Thema HiFi:




