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WLAN und Bluetooth für die HiFi-Anlage: Streaming-Upgrade leicht gemacht

Deine Stereoanlage hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel? Wir zeigen dir, wie du WLAN und Bluetooth nachrüsten kannst.
Bluetooth und WLAN nachrüsten | Titelbild Bild: Gabriel @ unsplash

Klar, für viele Musikliebhaber:innen sind CDs und Vinyls immer noch das Maß aller Dinge. Aber manchmal sehnt man sich danach, einfach die Stereoanlage anzuwerfen und sich durch den schier endlosen Musikkatalog von Spotify, Tidal und Co. zu hören. Aber keine Sorge, auch wenn dein alter Verstärker auf Kabel angewiesen ist, gibt es heute Mittel und Wege, Bluetooth oder WLAN nachzurüsten. Wir stellen dir die gängigsten Optionen vor.

Bluetooth und WLAN nachrüsten: Das sind deine Optionen

Mittlerweile gibt es eine ganze Bandbreite an Optionen, mit denen du deinen HiFi-Verstärker nachträglich mit einer Funkverbindung ausstatten kannst. Welche davon am sinnvollsten für dich ist, hängt ganz vom Einsatzzweck und deinem Budget ab. Während einfache Bluetooth-Lösungen teilweise schon für 20 Euro in deinem lokalen Elektronikmarkt zu finden sind, kann ein hochwertiger Netzwerk-Player auch gerne mal mehrere tausend Euro kosten.

Grundsätzlich kannst du dich zwischen Bluetooth-Empfängern, AirPlay-„Adaptern“ und Netzwerk-Playern entscheiden. Wenn du ohnehin darüber nachdenkst, einen neuen Verstärker zu kaufen, kann ein Streaming-Verstärker hier ebenfalls eine gute Option sein. Alle Technologien haben ihre Vor- und Nachteile. Deshalb gehen wir bei allen noch einmal ins Detail.

Streaming-Upgrade für die Anlage: Preistipp Bluetooth

Bluetooth eignet sich als einfache und preisgünstige Technologie zum Übertragen von Musik. Der Markt ist förmlich überschwemmt von Optionen, sodass du schon für sehr wenig Geld adäquate Optionen bekommst. Einfache Lösungen, wie den Anker Soundsync, bekommst du schon für knapp 33 Euro. Ein Argon Audio BT3 bietet hingegen für 130 Euro höherwertige Technik – zudem kannst du den kleinen Kasten sowohl als Empfänger als auch als Sender nutzen. Klar, wenn du ganz tief in die Tasche greifen willst, kannst du auch zum McIntosh MB25 für schmale 950 Euro greifen.

Die meisten dieser Adapter kannst du einfach an deine Anlage und eine Stromquelle anschließen und kannst sofort loslegen. Was sind also die Nachteile? Bluetooth ist auch heute noch eine ziemlich verlustbehaftete Form der Musikübertragung. Die Qualität ist zwar fürs gelegentliche Musikhören geeignet, aber das volle Potenzial deiner Stereoanlage wirst du so nicht ausschöpfen. Moderne Bluetooth-Codecs werden zwar immer besser, kommen aber weiterhin nur in Ausnahmefällen an die Klangqualität von CDs – oder gar Highres-Files – heran.

WLAN und Bluetooth für HiFi-Anlage | McIntosh MB25
Der McIntosh MB25 kann nicht nur Bluetooth-Signale empfangen, sondern auch Signale herkömmlicher Musikquellen via Bluetooth senden. | Bild: McIntosh

Zudem muss dein Abspielgerät immer in Reichweite des Bluetooth-Empfängers sein. Nutzt du etwa dein Handy zum Musikhören, kannst du keine anderen Inhalte mit Ton auf dem Handy abspielen, ohne dass deine Musik stoppt. Außerdem musst du dich oft für ein primäres Abspielgerät entscheiden und kannst nicht einfach zwischen verschiedenen Geräten springen.

In Summe ist Bluetooth eine preiswerte Lösung, wenn du dich mit Qualitätseinbußen zufriedengeben kannst. Wenn du aber den besten Klang und die höchste Benutzerfreundlichkeit suchst, gibt es bessere Alternativen.

Du bist Apple-Nutzer:in? Mach deine Anlage AirPlay-kompatibel!

Solltest du hauptsächlich Apple-Geräte nutzen, kennst du AirPlay sicher schon. AirPlay 2 ist Apples hauseigener Standard zur Tonübertragung auf Lautsprecher. Sollte deine Stereoanlage also in Reichweite eines WLAN-Netzwerkes stehen, könnte AirPlay die Lösung sein. Das hat nämlich den Vorteil, dass du unter Umständen eine deutlich bessere Klangqualität als über Bluetooth erreichst. Zudem funktioniert die Technologie sehr zuverlässig. Nachteil ist dann natürlich auch, dass du nur Apple-Geräte als Musikquellen nutzen kannst.

Bluetooth und WLAN nachrüsten | Eve Play
Der Eve Play ist eine gute Plug-and-play-Lösung, um deine Anlage AirPlay-kompatibel zu machen.

Solltest du aber eh schon hauptsächlich Apple-Produkte nutzen, eröffnet die Technologie viele Möglichkeiten. So kannst du beispielsweise auf dem Apple TV 4K einen Film auf deinem OLED-Fernseher starten, aber den Klang per AirPlay 2 über deine Heimanlage ausgeben. Vorausgesetzt, diese verfügt über die passende Schnittstelle.

Ebendiese Schnittstelle kannst du nachträglich ergänzen. Dazu eignet sich etwa die Eve Play. Dabei handelt es sich um eine kleine Streaming-Box, die deine Anlage mit Apples AirPlay-2-Protokoll ausstattet. Dazu ist sie mit einem hochwertigen DAC ausgestattet, der für eine unverfälschte Wiedergabe von Musik und Filmton sorgen will.

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Die beste Option fürs Streaming-Upgrade: Netzwerk-Player

Ein Netzwerk-Player ist die beste Art, um deine Streamingdienste mit deiner HiFi-Anlage zu verknüpfen. Du kannst ihn einfach wie einen CD-Player an deine bestehende Stereoanlage anschließen. Ein Netzwerk-Player wandelt deine gestreamten Daten in ein analoges Signal um und kann idealerweise auch deine eigene Musiksammlung vom NAS streamen. Er ist also ein Streamer und ein DAC, die sich ein Gehäuse teilen.

Bluetooth und WLAN nachrüsten | T+A MP 2000 R MK II
Der WiiM Mini bietet für runde 100 Euro sagenhaft viel Klang und Spielwert.

Nun stellst du dir vielleicht zu Recht die Frage, ob es hier ein teures Gerät sein muss. Doch der große Unterschied liegt hier im Klang. Teure Netzwerk-Player kommen oft in einem toll verarbeiteten Gehäuse und sind mit hochwertigen Audio-Komponenten bestückt. Viele haben eigene Bildschirme, auf denen sie Albumcover und Metadaten der Tracks anzeigen. Andere bieten dir sogar einen Eingang für deine HiFi-Kopfhörer.

Von Low Budget bis High End

Hier ist die preisliche Spreizung besonders hoch. Einerseits kannst du schon mit einem WiiM Mini wunschlos glücklich werden. Einmal mit deinem WLAN verbunden, kannst du den kleinen Puck einfach hinter deinem Verstärker oder deinen Aktivboxen verstecken – und vergessen. Dieser Komfort kostet dich nur rund 100 Euro.

Am anderen Ende des Budget-Boulevards residiert unser Testsieger T+A PSD 3100 HV. Dieser High-End-Bolide wiegt mehr als so mancher Vollverstärker, und kann zudem auch noch als höchstwertiger Vorverstärker fungieren. Dafür werden dann aber auch schlappe 16.500 Euro fällig.

WLAN und Bluetooth für HiFi-Anlage nachrüsten | T+A PSD 3100 HV
Wie so häufig in der HiFi-Welt gibt es auch bei der WLAN-Aufrüstung nach oben keine Grenze. Das beweist der T+A PSD 3100 HV nachdrücklich.

Die Preisspanne dazwischen ist mit Geräten aller Couleur und Form gefüllt. Ein wahres Multitalent ist etwa der FiiO R9. Ein perfekter Schreibtisch-Player, der auch als Kopfhörerverstärker fungiert – und sogar Apple Music nativ unterstützt. Ein sehr seltenes Feature unter den Netzwerk-Playern.

Was du benötigst, richtet sich nach deinen persönlichen Präferenzen. Du möchtest eine simple, aber gute Lösung? Der WiiM Mini ist eine fantastische Wahl. Deine Stereoanlage liegt preislich in fünfstelligen Sphären? Dann bekommt sie mit dem T+A PSD 3100 HV, einem Marantz Link 10n oder einem Naim NSC 222 einen kongenialen Spielpartner. Und unter uns: Eine große Zahl der Netzwerk-Player unterstützt auch gleichzeitig Airplay 2 und Google Cast. Du bist also auch hier auf der sicheren Seite.

Bluetooth und WLAN nachrüsten: Streaming-Verstärker

Dein Verstärker ist in die Jahre gekommen oder gibt den Geist auf? Dann wird es vielleicht Zeit für Ersatz. Und mit einem Streaming-Verstärker kannst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn in ihm sind alle Elektronikkomponenten für eine komplette Anlage enthalten. Wenn du einmal von Boxen absiehst, versteht sich. Wenn du nicht gerade noch deinen Plattenspieler aufbauen möchtest, reicht es also komplett aus, die passende App zu öffnen, um Musik zu hören.

WLAN und Bluetooth nachrüsten bei HiFi-Anlage | NAD C700 V2
Streaming-Amps wie der NAD C 700 V2 bieten dir komfortables Streaming, tollen Sound – und passen in jedes Regalfach.

Auch in dieser Kategorie tummeln sich unzählige Spielarten von Streaming-Amps. Von smarten Kompaktgeräten bis zu audiophilen Boliden reicht das Spektrum. Und deshalb ist es auch hier essenziell, sich genau zu überlegen, was du von deinem Streaming-Verstärker erwartest. Soll er eine bestimmte Ausstattung haben? Soll er möglichst kompakt sein? Oder soll er einfach besonders gut klingen?

Vielleicht nutzt du auch einen seltenen Streaming-Dienst, den nur wenige Verstärker unterstützen? Schnell können hier mehrere tausend Euro fällig werden – etwa bei unserem Testsieger NAD M33 – doch gibt es in letzter Zeit auch immer mehr spannende Newcomer, die ähnliche Funktionsvielfalt für nur wenige hundert Euro bieten. Der WiiM Amp ist hier ein Paradebeispiel.

Bluetooth und WLAN nachrüsten | WiiM Amp
Der WiiM Amp lässt für den Preis von 350 Euro kaum Wünsche an Verarbeitung und Klang offen.

Fazit: So leicht bringst du deiner Anlage das Streamen bei

Wie du siehst, kannst du so gut wie jede HiFi-Anlage auch noch nachträglich mit WLAN- und Bluetooth-Empfängern ausstatten. Bevor du dir aber einen simplen Bluetooth-Empfänger zulegst, würden wir dir raten, noch einmal zu überlegen, ob sich nicht die Investition in einen günstigen Netzwerk-Player lohnt. Denn so bekommst du nicht bloß die schnelle Bluetooth-Verbindung, um mal eben ein Video auf dem Laptop mit besserem Ton zu genießen. Stattdessen erhältst du auch die Möglichkeit, Musik in CD-Qualität – oder sogar Highres – zu streamen, ohne, dass deine Anlage und dein Handy im selben Raum sein müssen.

Falls du jetzt neugierig geworden bist, wie du deine HiFi-Anlage weiter verbessern kannst, haben wir dir hier weitere spannende Artikel zusammengestellt:

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