AirPods Max 2 im Test: Apples „neuer“ Over-Ear ist eine verpasste Chance
- Preis (UVP/Straßenpreis)
- 579 Euro / ca. 520 Euro
- Gewicht
- 384,8 g
- Akku-Laufzeit
- 20 Std. (mit ANC)
- Schnellladefunktion
- Ja, 5 Min. Laden für 1,5 Stunden Laufzeit
- Bluetooth-Standard
- Bluetooth 5.3
- Steuerungs-App
- Nein
- Audio-Codecs
- SBC, AAC
Auch in der zweiten Generation ist der Apple AirPods Max ein guter Kopfhörer, mit hervorragendem ANC und spaßigem Sound. Im Vergleich zur modernen Konkurrenz wirkt er aber in vielerlei Hinsicht etwas in die Jahre gekommen.
- Hervorragendes Noise-Cancelling
- Sehr natürlicher Transparenzmodus
- Spaßiger, präziser Sound mit kräftigem Bass
- Wertige Verarbeitung
- Bequeme, einfache Bedienung am Gerät
- Vergleichsweise kurze Akkulaufzeit
- Smart Case bietet wenig Schutz
- Nur begrenzt mit Android-Geräten kompatibel
- Kann nicht manuell ausgeschaltet werden
- Stolzer Preis
Auf den ersten Blick sieht der Apple AirPods Max 2 dem Vorgänger zum Verwechseln ähnlich. Dank eines neuen Chips soll sich unter der Haube zwar laut Apple einiges verändert haben – aber stimmt das auch? Wir haben den AirPods Max 2 getestet.
Hier findest du den AirPods Max 2 im Angebot:
AirPods Max 2 im Detail: Ein „neuer“ Kopfhörer?
Irgendwie hat Apple so seine Probleme mit dem AirPods Max. Erstmals 2020 auf den Markt gebracht, hat sich im Laufe der Jahre kaum etwas am Over-Ear-Kopfhörer aus Apple-Hand verändert. Und das, obwohl er mittlerweile schon in seiner dritten Ausführung vorliegt. Gut – ob man die 2024er-Version als eigenständige Ausführung ansieht, ist wohl Auslegungssache. Denn damals „erneuerte“ Apple den Kopfhörer nur, indem die Firma die Farbpalette und den Ladeanschluss austauschte (und letzteres auch nur gezwungenermaßen, in Reaktion auf neue EU-Regeln). Schon damals fanden wir es schade, dass Apple die Chance nicht nutzte, um weitere Änderungen vorzunehmen. Schließlich war der alte AirPods Max ein sehr guter Kopfhörer, aber keinesfalls unfehlbar. Oft genannte Kritikpunkte: seine vergleichsweise kurze Akkulaufzeit, das ungewöhnliche Tragecase.

Jetzt, 2026, kommt endlich eine gänzlich neue Version des Kopfhörers auf den Markt. Zumindest suggeriert das der Name. Denn anders als beim 2024er-Update, ist diese Version Apple eine Namensänderung wert. Wir heißen willkommen: den AirPods Max 2.
Der neue AirPods Max tauscht den alten H1- gegen den moderneren H2-Chip aus. Damit sollen laut Apple viele neue Fähigkeiten möglich werden, wie „Adaptives Audio“ und „Personalisierte Lautstärke“. Ein Blick auf das Datenblatt ließ unsere Freude über den Generationssprung allerdings schnell wieder verpuffen. Denn in vielerlei Hinsicht bleibt der AirPods Max der AirPods Max – und das schließt alle Stärken und Schwächen des Vorgängers mit ein.
Apple AirPods Max 2 im Klang-Check
Kommen wir zunächst zum Klang. Hier macht der Apple AirPods Max 2 schnell klar: Er will an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen. Das Klangprofil ist dasselbe, mit punchigem Bass und betonten Höhen. Eine beliebte Abstimmung für Kopfhörer. Auch im Klangtest hatten wir größtenteils einfach Spaß mit dem AirPods Max 2. Und er kann sogar durchaus fein klingen.

Als ersten Testsong haben wir uns The Manifesto (ft. Trueno and Proof) vom neuen Gorillaz-Album ausgesucht. Der AirPods Max 2 steigt mit gebührendem Elan in den Song ein. Schon ab den ersten Trommelschlägen spüren wir die sprudelnde Lebensfreude des Tracks. Instrumente wie Stimmen gibt der Apple-Kopfhörer schön authentisch wieder, und selbst im Gewusel des teils chaotischen Instrumentals scheinen stets auch feine, helle Töne durch. Den Bass betont er dabei deutlich stärker, als wir es gewohnt sind, was dem Song aber gut steht. Der AirPods Max 2 treibt uns fast aus dem Stuhl zur spontanen Tanzeinlage durchs Büro, so enthusiastisch gibt er den Ton an.
Etwas negativer ausgelegt, würden wir den AirPods Max 2 aber auch als effekthascherisch beschreiben. Der durchdringende Bass, die lauten, manchmal etwas scharfen Höhen: Was auf kurze Strecken Spaß macht, wird auf Dauer etwas anstrengend. Im Vergleich spielt z. B. der Sony WH-1000XM6 etwas entspannter. Sein Sound ist nicht so unmittelbar mitreißend wie der des AirPods Max 2, aber insgesamt etwas runder. Das zeigt sich auch, wenn wir den Testsong wechseln.

Von Maximalismus zu Minimalismus: Wir lassen es mit Florence and the Machines Music by Men wieder etwas ruhiger angehen. Der Song erfordert ein gewisses Fingerspitzengefühl, das der AirPods Max 2 nicht ganz aufbringen kann. Wo wir uns in The Manifesto noch gefreut haben, auch noch das leiseste, helle Hintergrundinstrument im Track zu hören, finden wir das hohe Klirren in Music by Men eher leicht anstrengend. Wohlgemerkt üben wir hier Detailkritik. Der AirPods Max 2 kann auch Music by Men schön wiedergeben. Vor allem die Weite und Dynamik des Songs stellt er schön dar, weshalb er auch trotz der leicht anstrengenden Höhen wenig an Emotionalität einbüßt.

Am Ende ist der AirPods Max 2 ein Kopfhörer, der Bock macht. Seine effektvolle Abstimmung macht ihn zum perfekten Kopfhörer, um im Feierabend auf dem Nachhauseweg richtig Dampf abzulassen oder am Wochenende wild durch die Wohnung zu tanzen. Auch ruhigere Musik kann er einfühlsam darbieten, obwohl ihm hier der letzte Rest Feingefühl fehlt. Falls du auf der Suche nach einem ANC-Kopfhörer fürs wirklich kritische Musikhören bist, würden wir dir eher einen Bowers & Wilkins Px8 S2 empfehlen. Er holt noch etwas mehr aus deiner Musik heraus und kann sich besser an verschiedene Genres anpassen. Für den Alltag ist der AirPods Max 2 trotzdem ein wirklich gut klingender Begleiter.
Neue Features, aber immer noch kein Equalizer
Ein Manko hätten wir da noch: Apple hat den AirPods Max 2 nicht mit einem Equalizer ausgestattet. Wo wir normalerweise den Bass etwas zurückschrauben könnten, wenn’s anstrengend wird, müssen wir uns mit dem Sound des AirPods Max 2 einfach abfinden. Da gefällt uns der Sony WH-1000XM6 etwas besser. Er klingt für unsere Ohren ähnlich wie der AirPods Max 2, lässt uns aber seinen ebenfalls leicht überzogenen Bass manuell zähmen.

Wie mittlerweile jeder Apple-Kopfhörer beherrscht auch der AirPods Max 2 wieder Spatial Audio, und das inklusive Headtracking. Wie beim Vorgänger kannst du die Kamera deines iPhones nutzen, um den Effekt ganz persönlich auf dich anzupassen.
Ein neues Feature, das laut Apple der neue Chip ermöglicht: „Personalisierte Lautstärke“. Dabei lernt der AirPods Max 2 mit der Zeit, in welchen Umgebungen du gern wie laut Musik hörst, und passt die Lautstärke entsprechend selbstständig an. Im Test haben wir von diesem Feature wenig mitbekommen. Vielleicht konnte der Kopfhörer dafür einfach noch nicht ausreichend Daten sammeln?
Dich interessiert, wie andere Over-Ear-Kopfhörer in unseren Tests abgeschnitten haben? Dann wirf einen Blick auf unsere Bestenliste:
Noise Cancelling vom Feinsten – und ein hervorragender Transparenzmodus
In puncto Noise-Cancelling gibt der AirPods Max 2 auf dem Papier die meisten Veränderungen vor. Der Algorithmus soll besser auf den neuen Chip und das (im Vergleich zum Vorgänger unveränderte) Mikrofon-Array abgestimmt sein und so das ANC verbessern. Zusätzlich verleiht der H2-Chip dem Noise-Cancelling des AirPods Max 2 eine Reihe neuer Features, wie etwa die Stimmisolation und Konversationserkennung.
Aber eins nach dem anderen: Wie gut funktioniert das ANC? „Gewohnt gut“, lautet unser Fazit nach dem Test. Der AirPods Max schafft wirklich eine beeindruckende Ruhe um dich herum. Im lauten Büroalltag oder in der Bahn fühlen wir uns unter seinen Ohrmuscheln wohl aufgehoben. Auch lautes Rauschen wie von Motoren unterdrückt der AirPods Max 2 effizient. Er gehört ohne Frage zu den besten Noise-Cancelling-Kopfhörern am Markt und kann auch die Leistung des Vorgängers nochmal etwas steigern.

Einen Hinweis hätten wir allerdings noch: Die Performance des ANC war in unserem Test stark von der Passform abhängig. Ob du davon etwas merkst, kommt natürlich ganz auf deine Anatomie an. Wir hatten zumindest das Gefühl, dass unser Kopf etwas zu klein für den Kopfhörer ist. Durch die ständigen kleinen Positionswechsel der Ohrmuscheln justierte sich das ANC jedes Mal, wenn wir den Kopf drehten, hörbar neu. Oft mussten wir die Muscheln erst wieder händisch in Position rücken, um den vollen Effekt des Noise-Cancellings genießen zu können.
In unserem Blindtest einiger Over-Ear-Kopfhörer hat uns der AirPods Max extrem beeindruckt:
Noch besser als das Noise-Cancelling gefällt uns übrigens der Transparenzmodus des AirPods Max 2. Hier spielt Apple in seiner ganz eigenen Liga: So natürlich kennen wir den Modus von keinem anderen Bluetooth-Kopfhörer.
ANC: Jetzt noch intelligenter
Kommen wir zuletzt zu den neuen ANC-Funktionen des AirPods Max 2.
Als erste Neuerung hat Apple dem AirPods Max 2 neben Transparenz- und ANC-Modus noch einen dritten Modus namens „Adaptiv“ beschert. In diesem Modus erkennt der Kopfhörer automatisch die Lautstärke deiner Umgebung und passt das Noise-Cancelling automatisch daran an. Ebenfalls neu ist die Konversationserkennung. Dabei merkt der Kopfhörer, wenn dich jemand anspricht. Er senkt dann automatisch die Lautstärke deiner Musik und verstärkt die Stimme deines Gegenübers. So kannst du Gespräche führen, ohne den Kopfhörer abzunehmen. Praktisch, wenn du im Büro oft von Kolleg:innen bei der Arbeit unterbrochen wirst. Aber Achtung: Der AirPods Max 2 unterscheidet nicht zwischen Gesprächen und deiner eigenen Singstimme …

Zuletzt wäre da noch das Feature „Laute Geräusche reduzieren“. Es macht genau das, was draufsteht: Es ist standardmäßig in den Modi Transparenz und Adaptiv aktiv und dämpft plötzliche, laute Geräusche. So musst du dich nicht vor dem Knall auf der Baustelle nebenan fürchten – ein nettes Feature.
Der Apple AirPods Max 2 im Alltag: Aus der Zeit gefallen
Im Alltag verhält sich der AirPods Max 2 identisch zum Vorgänger. Die neuen Chips verleihen ihm einige Zusatzfeatures, auf die wir später noch eingehen – aber in seinen Grundzügen haben wir es hier mit demselben Kopfhörer zu tun. Das fängt bei der Akkulaufzeit an, die wieder enttäuschend niedrig liegt. Bei aktiviertem ANC bringt es der AirPods Max 2 laut Apple, wie schon der Vorgänger, auf 20 Stunden Laufzeit. Der Sony WH-1000XM6 schafft z. B. 30 Stunden, der Sennheiser HDB 630 bis 60 Stunden und der Marshall Monitor III A.N.C. sogar 70 Stunden.

Auch 20 Stunden Akkulaufzeit mögen ausreichen, um dich durch den Tag zu bringen. Das ändert nichts daran, dass du den AirPods Max 2 deutlich häufiger aufladen musst als die meisten seiner – teils deutlich günstigeren – Konkurrenten.
Immerhin hat Apple beim AirPods Max 2 die Bluetooth-Technik aktualisiert. Von LE Audio und Auracast ist zwar weiterhin keine Spur, dafür liegt Bluetooth jetzt immerhin nicht mehr in der alten Version 5.0, sondern der deutlich moderneren Version 5.3 vor. Wir haben im Test dann auch keinerlei Probleme mit der Verbindung gehabt. Trotzdem schade: Der AirPods Max 2 unterstützt weiterhin keine hochauflösenden Bluetooth-Codecs wie LDAC. Du musst dich mit SBC und AAC zufriedengeben.

Möchtest du verlustfreies Audio hören, gibt’s immerhin die Möglichkeit der Kabelverbindung. Der Apple AirPods Max 2 hat zwar keinen analogen Audioanschluss, überträgt aber Musik per USB-C, und das in Auflösungen bis 24 Bit/48 kHz.
Etwas schade finden wir außerdem, dass der AirPods Max 2 sich nicht mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden kann. Im Test mussten wir immer erst manuell die Verbindung mit dem Mac kappen und die Verbindung mit dem iPhone wiederherstellen, um dort Musik abzuspielen. Der AirPods Max 2 unterstützt allerdings automatisches Audio-Switching zwischen Geräten, die mit derselben Apple-ID verbunden sind. Nimmst du also einen Anruf auf dem iPhone an, sollte die Verbindung zumindest in diesem Fall automatisch vom Mac zum Handy wechseln.
Gute Anrufqualität
Die Anrufqualität des AirPods Max ist gut für einen Bluetooth-Kopfhörer. Ein wenig künstlich hört sich deine Stimme natürlich immer noch an, aber sie wird natürlicher transportiert als von vielen anderen Modellen. Und der Apple-Kopfhörer schafft es auch gut, deine Stimme in lauten Umgebungen von Hintergrundgeräuschen zu isolieren.
Ein neues Feature gäbe es da noch zu besprechen: die Live-Übersetzung. Auch sie wird ermöglicht durch den neuen H2-Chip. Um die Funktion zu nutzen, musst du ein relativ modernes Apple-Gerät verwenden und Apple Intelligence aktiviert haben.
Die Bedienung des Apple AirPods Max 2
Die Bedienung des Apple AirPods Max 2 geht uns gewohnt leicht von der Hand. Schließlich übernimmt er sie komplett vom Vorgänger, und dessen Bedienungskonzept fanden wir sehr durchdacht. Am AirPods Max 2 findest du nur zwei Bedienelemente: ein Drehrädchen, die sogenannte „Digital Crown“, sowie einen Knopf. Am Rädchen kannst du bequem die Lautstärke verstellen. Zusätzlich funktioniert es als kleiner Knopf. Drückst du ihn, kannst du die Wiedergabe pausieren oder Tracks überspringen. Der zweite Knopf dient der Steuerung des ANC-Modus. Obendrein kannst du ihn als Auslöser für die Kamera deines Handys nutzen.

Wie alle AirPods hat auch der AirPods Max 2 keine eigene Steuerungs-App. Stattdessen findest du alle seine Funktionen in den Einstellungen deines iPhones. Nutzt du den AirPods Max 2 mit einem Android-Smartphone, bleibt dir der Zugriff auf diese Einstellungen also komplett verwehrt. Du kannst über das Menü z. B. die bereits beschriebenen Features wie die Konversationserkennung aktivieren, die Funktionsweise der Knöpfe am Kopfhörer leicht anpassen oder Apple Spatial Audio personalisieren.
Zu guter Letzt kannst du den AirPods Max 2 auch per Siri steuern. Auch hier bringt der H2-Chip Neuerungen mit: die Siri-Interaktionen. Der AirPods Max 2 lässt dich auf Anfragen des Sprachassistenten per Geste antworten: Nicken für „Ja“, Kopfschütteln für „Nein“. Falls du Siri oft nutzt, kannst du jetzt also auch in der Öffentlichkeit mit dem Assistant interagieren, ohne deine Mitmenschen zu stören – zumindest in Fällen, die ein „Ja“ oder „Nein“ von dir erfordern. Um Siri zu aktivieren, musst du weiterhin laut „Siri“ oder „Hey Siri“ sagen und deine Frage stellen.
Polarisierendes Design
Der Apple AirPods Max 2 gehört optisch definitiv zu den höherwertigen Vertretern seiner Art. Ohrmuscheln und Kopfbügel bestehen nicht aus Kunststoff, sondern aus schick glänzendem Aluminium. Die Aufhängung des Kopfbügels sieht dadurch sehr elegant aus, und die stufenlose Größenverstellung fühlt sich immer noch besonders luxuriös an. Ob dir der Metallic-Look und das wuchtige Auftreten des Kopfhörers gefallen, ist natürlich Geschmackssache. Was niemand leugnen kann, ist, dass sich der Apple-Kopfhörer von der Masse absetzt.

Aber auch in puncto Design lässt Apple unserer Meinung nach Potenzial liegen. Denn so luxuriös die Metallelemente aussehen, so störend ist immer noch das Silikonteil mit eingesetztem Netz, das den Bügel ausmacht. Das Bauteil ist unserer Erfahrung nach sehr verschleißanfällig: Es leiert über die Jahre zunehmend aus und sieht schnell ungepflegt aus. Auch der grobe Netzstoff der Ohrmuscheln ist gewöhnungsbedürftig. Einerseits ist er eine interessante (und kühlere, weniger klebrige) Alternative zu den Kunstlederpolstern vieler Konkurrenten. Andererseits zeigt auch dieses Material schnell sein Alter und fühlt sich an der Haut recht grob an. Immerhin sind die Ohrmuscheln des AirPods Max 2 magnetisch befestigt und lassen sich deshalb schnell austauschen.

Auch, wenn dich das Kratzen an der Wange nicht stört: Der AirPods Max 2 ist allgemein kein Kopfhörer, den du auf dem Kopf vergessen kannst. Dafür ist er allein schon zu schwer: Er wiegt fast 390 Gramm. Das ist deutlich mehr als bei den meisten Konkurrenten. Der Bose QuietComfort Ultra Headphones (2. Gen.) wiegt z. B. nur 250 Gramm. Dazu kommt, dass der AirPods Max 2 seine Muscheln mit recht hohem Druck an deinen Kopf drückt. Auch das ist natürlich ein Stück weit von deiner persönlichen Anatomie abhängig. Allerdings haben wir den Kopfhörer an Personen mit verschiedenen Kopfgrößen ausprobiert und die Einschätzung zum Anpressdruck wurde von allen geteilt. Hast du öfter Probleme damit, dass Kopfhörer am Kopf drücken, ist der AirPods Max 2 also tendenziell keine gute Wahl.

Und obwohl der Kopfhörer recht eng sitzt: An unserem Kopf ist er trotzdem auffällig viel hin und her gerutscht. Das Problem hatten wir selbst bei Kopfhörern, die deutlich lockerer sitzen, nicht. Wir vermuten, dass die Ohrmuscheln einfach zu groß für unseren Kopf sind. Oft entstand bei uns im Test eine leichte Lücke an der hinteren Muschelecke – dort, wo der Kopf in den Hals übergeht. Das ist weder für den Klang noch für das Noise-Cancelling zuträglich.
Ein alter Bekannter: Das Smart Case
Der AirPods Max 2 wird wie der Vorgänger mit dem „Smart Case“ geliefert. Mit den Hartschalencases der meisten Konkurrenten hat das wenig zu tun. Das Smart Case ähnelt eher einem kleinen, dünnen Handtäschchen, dessen eigentümliche Form noch dazu sehr einem Sport-BH ähnelt.

Einziger Vorteil des Case ist, dass es wenig Platz in der Tasche einnimmt. Dafür verspricht es allerdings auch keinerlei Schutz vor Schäden. Und: Möchtest du Strom sparen, musst du es zwingend immer dabei haben. Denn der AirPods Max 2 hat immer noch keinen Ausschaltknopf. Stattdessen wechselt der Kopfhörer außerhalb des Case nach ein paar Minuten in einen Stromsparmodus, bei dem allerdings Bluetooth aktiviert bleibt und weiterhin Akku zieht. Steckst du ihn zurück ins Case, aktiviert das einen Modus, der noch weniger Energie verbrauchen soll.

In unserem Test hat der AirPods Max, nachdem wir ihn abgenommen und auf den Tisch gelegt haben, innerhalb von ca. anderthalb Stunden fast zehn Prozent seiner Akkuleistung verloren. Allerdings war in diesem Zeitraum das Smartphone, mit dem wir ihn verbunden hatten, stets in seiner Nähe. Vielleicht ist er deshalb nicht in den Stromsparmodus gewechselt? Von Apple selbst gibt es leider nur wenig offizielle Informationen zur Funktionsweise des Standby-Modus. In jedem Fall finden wir es nervig, den Kopfhörer nicht einfach ausschalten zu können.
Unser Fazit zum Apple AirPods Max 2
Der AirPods Max 2 lässt uns im Test teilweise frustriert zurück. Keine Frage: Wir haben es hier mit einem sehr guten Over-Ear-Kopfhörer zu tun. Er ist hochwertig verarbeitet, klingt sehr gut, isoliert dich prima von Umgebungsgeräuschen und lässt sich bequem und einfach bedienen. Allerdings: Um ein Neu-Release zu rechtfertigen, fallen die Neuerungen unserer Meinung nach nicht groß genug aus. Bis auf einige neue, teilweise nützliche, aber für die meisten Nutzer:innen wahrscheinlich irrelevante Features, hat sich nichts groß getan. Apple hat die Chance, die teils wirklich nervigen Schwächen des Vorgängers auszumerzen, einfach verstreichen lassen. Der Standby-Modus ohne wirklichen Ausschalt-Knopf, das fragwürdige Case, das unschöne, verschleißanfällige Material am Kopfbügel, die einfach nicht mehr zeitgemäße Akkulaufzeit – all das wären einfache Stellschrauben gewesen, die viele Nutzer:innen glücklich gemacht hätten.
Eins können wir definitiv sagen: Falls du dich fragst, ob du deinen alten, noch funktionstüchtigen AirPods Max jetzt austauschen musst, dann lautet die Antwort in den allermeisten Fällen „nein“. Die Neuerungen fallen einfach nicht groß genug aus, um den hohen Kaufpreis zu rechtfertigen.
Aber auch, falls du ohnehin einen neuen Kopfhörer suchst, würden wir den Apple-Kopfhörer nur mit Einschränkungen empfehlen. Denn nicht nur mit Blick auf Praxis-Bedenken wie die Akkulaufzeit gibt es bessere Konkurrenten: Auch Noise-Cancelling und Klang findest du vielerorts besser oder zumindest gleichwertig, und dann oft auch noch günstiger.
Kannst du allerdings mit den Eigenheiten des Kopfhörers leben, magst sein Design und legst Wert auf die Einbindung ins Apple-Universum? Dann wird der AirPods Max 2 dich trotz all unserer Bedenken wahrscheinlich glücklich machen. Denn auch wir kommen nicht umhin, ihn am Ende als sehr guten Kopfhörer anzusehen – und ihn entsprechend zu bewerten. Auch wenn ihm mittlerweile sehr viele Konkurrenten den Schneid ablaufen.
Aktuelle Angebote
| Technische Daten | |
| Preis (UVP/Straßenpreis) | 579 Euro / ca. 520 Euro |
| Gewicht | 384,8 g |
| Akku-Laufzeit | 20 Std. (mit ANC) |
| Schnellladefunktion | Ja, 5 Min. Laden für 1,5 Stunden Laufzeit |
| Bluetooth-Standard | Bluetooth 5.3 |
| Steuerungs-App | Nein |
| Audio-Codecs | SBC, AAC |
| Kopfhörertyp | ohrumschließend |
| Faltbar | Nein |
| NFC | Ja |
| Mitgeliefertes Zubehör | USB-C- auf USB-C Kabel, Smart Case |
Der Apple AirPods Max 2 ist doch nicht der richtige Kopfhörer für dich? Hier findest du weitere Noise-Cancelling-Kopfhörer, die wir getestet haben: