Startseite Sennheiser wird verkauft: Sonova trennt sich von der Kopfhörersparte

Sennheiser wird verkauft: Sonova trennt sich von der Kopfhörersparte

Sennheiser wird verkauft. Der Mutterkonzern Sonova will sich von der deutschen Audiomarke trennen. Sie passt nicht zum restlichen Angebot.
Sonova verkauft seine Consumer-Audio-Sparte und damit Sennheiser. Bild: Sennheiser

Die deutsche Audiomarke Sennheiser verbindet eine lange Tradition mit Kopfhörern und Lautsprechern. Mit der Ambeo-Reihe bietet man inzwischen auch Soundbars an. Bereits seit 2021 gehören die Audiospezialist:innen bzw. das Privatkundensegment zum Mutterkonzern Sonova Holding AG. Das Schweizer Unternehmen ist eigentlich auf Hörgeräte, Hörhilfen und Implantate spezialisiert. Dennoch wollte man mit der Übernahme der Marke Sennheiser den Einstieg ins Privatkundengeschäft wagen. Doch dieser Plan ist offenbar schiefgegangen, denn jetzt ist der Verkauf geplant.

So hat Sonova heute in einer frischen Mitteilung seine kommende Strategie präsentiert. Sennheiser ist nicht mehr Teil davon. Vielmehr stellt man klar, dass das Consumer-Hearing-Geschäft komplett verkauft werden soll. Stattdessen will sich Sonova rundum auf seine Kernaktivitäten in der Hörversorgung konzentrieren und so den Umsatz bis zum Geschäftsjahr 2030/31 auf sechs Milliarden Schweizer Franken steigern.

Der Sennheiser HD 620S ist z. B. ein beliebter Kopfhörer der Marke.
Der Sennheiser HD 620S ist z. B. ein beliebter Kopfhörer der Marke. | Bild: Sonova / Sennheiser

Kopfhörer und Lautsprecher passen da bei Sonova nicht mehr ins Bild. So erklärt das Unternehmen, dass die Vertriebskanäle, Nachfragedynamiken und Entwicklungszyklen im Markt für Consumer-Audio letzten Endes zu stark von denen in den Bereichen für Hörgeräte und Cochlea-Implantate abweichen. Man werde seine Ressourcen konsequent auf Innovationsprioritäten ausrichten. Im Klartext sagt Sonova schlichtweg mit vielen Worten: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Mit Sennheiser konnte man offenbar nicht die Erfolge erreichen, die man sich erhofft hatte.

Sennheiser: Wer übernimmt jetzt?

Das Ganze erinnert ein wenig an die Story rund um Sound United. Der Medizintechnikhersteller Masimo hatte den Audio-Giganten geschluckt, musste allerdings ebenfalls später eingestehen, nicht die erhofften Erfolge erzielt zu haben. Deswegen verkaufte man Sound United und dessen Marken wie Denon, Marantz oder Bowers & Wilkins letztes Jahr an Harman Kardon bzw. dessen Mutterkonzern Samsung Electronics. Nun bleibt abzuwarten, wer bei Sennheiser zuschlagen wird. Ab dem Jahresabschluss 2025/26 wird die Audiomarke jedenfalls bei Sonova als zum Verkauf bestimmter Geschäftsbereich ausgewiesen.

Sonova gibt an, dass man in seinem Kernmarkt für Hörhilfen mehr Potenzial sehe. Eine alternde Bevölkerung in Verbindung mit längeren Lebenserwartungen führt zu einer steigenden Nachfrage. Kopfhörer, Lautsprecher oder gar Soundbars haben da also bedauerlicherweise keinen Platz mehr in der hauseigenen Strategie. Wir hoffen zumindest, dass Sennheiser unter das Dach eines Konzerns wandern wird, der die Qualität der Marke besser für sich zu nutzen weiß.

zur Startseite Beitrag kommentieren
Für Links auf dieser Seite erhält HIFI.DE ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit * oder gekennzeichnete. Mehr Infos.
Türkçe Dublaj Filmler
get_template_part('partials/footer/taboola-flush');