Plattenspieler mit Bluetooth – Unsere 4 Empfehlungen für jedes Budget
Plattenspieler mit Bluetooth-Sender: Brauchst du das überhaupt? Diese Frage haben wir uns auch schon in der Redaktion gestellt. Schließlich ist das Besondere am Plattenspieler, dass er Musik analog wiedergeben kann. Ganz ohne, dass du dafür digitale Datenströme durch den Äther schicken musst. Deine Plattensammlung aber kinderleicht an deine Bluetooth-Kopfhörer – oder zu der Bluetooth-Box im Garten – zu schicken, hat allerdings seinen ganz eigenen Reiz.
Wir testen regelmäßig die spannendsten Plattenspieler – unter ihnen natürlich auch Allrounder mit Bluetooth-Funktion. Diese Kandidaten konnten uns in ihrer Preisliga besonders überzeugen. Solltest du dir einen Überblick über alle von uns getesteten Plattenspieler mit Bluetooth verschaffen wollen, findest du hier unsere Bestenliste:
Unsere Top 4 Plattenspieler mit Bluetooth-Sender
Natürlich: Ein Plattenspieler soll das Analoge wieder in das eigene Zuhause bringen. Musik zum Anfassen auf einer Schallplatte, das ist schon etwas Schönes und löst Nostalgiegefühle aus. Kein Wunder also, dass der Plattenspieler im digitalen Zeitalter wieder an Zuspruch gewinnt.
Nützlich ist es natürlich dennoch, wenn dein neuer Plattenspieler über die ein oder andere digitale Funktion verfügt. Und so kommt es, dass es auch Plattenspieler mit Bluetooth-Sender auf dem Markt gibt. Insbesondere die günstigeren Modelle verfügen über Bluetooth, es gibt aber auch den ein oder anderen HiFi-Plattenspieler, der über die Funktion verfügt. Es gibt Plattenspieler bis 200 Euro und auch Spieler bis 500 Euro, oder weit darüber hinaus. Da ist es schwer, den Überblick zu behalten, weshalb wir dir die besten Plattenspieler mit Bluetooth aller Preisklassen herausgesucht haben.
Audio-Technica AT-LP70XBT
Beste Ausstattung für kleines Geld
Antrieb: Riemen, vollautomatisch | Tonabnehmer ab Werk: Audio-Technica AT-VM95E | 33 ⅓ / 45 / 78 RPM: ja / ja / – | Anti-Skating einstellbar: Nein (fest eingestellt) | Integrierter Phono-Vorverstärker: Ja, abschaltbar | Preis: 249 Euro
- Angenehmer, natürlicher Klang
- Gute Laufruhe
- Einfache Inbetriebnahme
- Bluetooth-Sender
- Tonarmlager hat leichtes Spiel
- Klang könnte in komplexen Passagen strukturierter sein
Der Audio-Technica AT-LP70XBT schnürt dir ein Rundum-sorglos-Paket zusammen, das du für diesen Preis woanders mit der Lupe suchen musst. Gibt es für seinen Preis besser tönende Plattenspieler? Ja, diese kommen dann aber unweigerlich ohne Vollautomatik, durchdachtes Design oder Bluetooth-Empfang. Klanglich ist der Plattenspieler eher warm abgestimmt, nervt dafür aber auch bei unsauber abgemischten Platten so gut wie nie. Wenn du also auf der Suche nach einem Einstiegs-Plattenspieler bist, den du ebenso einfach mit deiner Bluetooth-Box wie mit deiner HiFi-Anlage verbinden kannst – und der zudem auch noch die Bedienung kinderleicht macht – bist du beim LP70 an der richtigen Adresse.
Aktuelle Angebote für den Audio-Technica AT-LP70XBT
Hier findest du unseren ausführlichen Test des Audio-Technica AT-LP70XBT.
JBL Spinner BT
Stylischer Plattenspieler vom Boxenprofi
Antrieb: Riemen, halbautomatisch | Tonabnehmer ab Werk: Audio-Technica AT-3600L | Motor: DC | 33 ⅓ / 45 / 78 RPM: ja / ja / nein | Integrierter Phono-Vorverstärker: ja | Preis: 399 Euro
- Unverwechselbares Design
- Klangneutrale, stabile Bluetooth-Übertragung
- Automatische Endabschaltung
- Tonarmlager hat Spiel
- Klingt mit Serien-Tonabnehmer recht dunkel und detailarm
Der JBL Spinner BT ist der kleinere der beiden aktuellen JBL-Plattenspieler und ganz auf den coolen Look von JBL getrimmt. Dazu zählt nicht nur das bekannte Logo mit dem Ausrufezeichen, sondern auch ein Plattenteller mit einem Rand in wahlweise Gold oder Orange. Als Halbautomat dreht der JBL Spinner BT automatisch los, wenn du die Nadel über die Platte schwenkst, und stoppt ab, sobald die Nadel die Endrille erreicht. Das eigentliche Highlight ist aber die einfache und stabile Bluetooth-Verbindung. Über sie kannst du deine Musik auch über deine Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher genießen – ganz ohne Kabelsalat.
All diese Features verschlingen einen großen Teil des Budgets. So holen spartanischer ausgerüstete Dreher mehr Details aus der Plattenrille. Macht dir das nichts aus, ist der JBL Spinner BT eine stilsichere Ergänzung deiner HiFi-Anlage.
Hier findest du den JBL Spinner BT aktuell im Angebot:
Hier findest du unseren ausführlichen Test des JBL Spinner BT.
Cambridge Audio Alva ST
Komfort und Klang in perfekter Balance
Antrieb: Riemenantrieb, auf Teller | Tonabnehmer ab Werk: Audio-Technica AT-95E | Motor: Gleichstrom, optoelektronisch geregelt | 33 ⅓ / 45 / 78 RPM: ja / ja / – (elektronische Umschaltung) | Anti-Skating einstellbar: ja, Feder, stufenlos | Integrierter Phono-Vorverstärker: ja | Preis: 599 Euro
- Bluetooth-Sender mit aptX HD und exzellentem Klang
- Gut passender Serien-Tonabnehmer
- Sauberer, ausgewogener Klang, erlesenes Finish
- Im preislichen Umfeld gibt es dynamischer klingende Spieler
Dein Plattenspieler soll nicht nur gut klingen, sondern auch ansprechend aussehen und den Klang auf Wunsch kabellos übertragen? Dann bist du beim Cambridge Alva ST goldrichtig. Dessen dicke Alu-Deckplatte mit präzise eingelassenen Bedientasten weckt sofort Vertrauen. Darunter liegt massives MDF, das den Spieler recht schwer und unempfindlich gegen externe Störungen macht. Ein Phono-Vorverstärker ist eingebaut, du kannst den Alva ST also, wie einen CD-Player, an jeden AUX-Eingang anschließen. Oder dank aptX den Sound direkt und klanglich nahezu ungetrübt an deinen Bluetooth-Kopfhörer oder deine Bluetooth-Box beamen. Der Riemenantrieb läuft leise und stabil, der Tonarm spielfrei, und dank gut gewähltem Serien-MM musst du auch nicht sofort über Tonabnehmer-Upgrades nachdenken. Ein rundes Paket!
Aktuelle Angebote für den Cambridge Alva ST
Hier findest du unseren ausführlichen Test des Cambridge Audio Alva ST.
Technics SL-40CBT
Technics’ Einstieg mit Direktantrieb und Bluetooth
Antrieb: Direkt | Tonabnehmer ab Werk: Audio-Technica AT-VM95C | 33 ⅓ / 45 / 78 RPM: Ja / Ja / – | Anti-Skating einstellbar: Ja, stufenlos | Integrierter Phono-Vorverstärker: Ja, schaltbar, mit separatem Ausgang | Preis: 799 Euro
- Knackiger, präziser Klang, durch Nadeltausch gut upgradefähig
- Exzellente Laufruhe
- Guter integrierter Phono-Vorverstärker
- Tonarm ohne Höhenverstellung
Der Technics SL-40CBT ist der günstigste Plattenspieler im Fuhrpark der Direktantriebs-Profis und konnte uns im Test trotzdem mit vielen der guten Eigenschaften seiner weit teureren Brüder überraschen. Allen voran die absolut saubere, punktgenaue Laufruhe. Daneben begeistert er aber auch mit zwei Features, die du bei Direktantrieblern nur selten findest: einem integrierten Phono-Vorverstärker und einem Bluetooth-Sender.
Trotz des geringen Preises legt Technics bei beiden Features Wert auf hohe Klangqualität. So harmoniert der integrierte Phono-Pre hervorragend mit dem verbauten Tonabnehmer – und klingt auch besser als jener in den Aktivboxen Technics SC-CX700. Gleichzeitig ist es dir aber möglich, den Phono-Vorverstärker komplett aus dem Signalweg zu nehmen und das Tonabnehmer-Signal direkt über ein separates Cinch-Paar abzugreifen. Mit einem passenden Bluetooth-Empfänger kannst du zudem auch ganz ohne Kabel von der hochwertigen Übertragung via aptX Adaptive profitieren.
Den Technics SL-40CBT gibt es in drei schicken Farbausführungen:
Lies mehr in unserem ausführlichen Test des Technics SL-40CBT.
Plattenspieler mit Bluetooth: Das musst du beim Kauf deines Plattenspielers beachten
Vinyl liegt gerade wieder voll im Trend. Mit einem Plattenspieler kannst du nicht viel falsch machen, wenn man überlegt, dass die Schallplatte als Datenträger seit langem weit überholt wurde und trotzdem immer noch – beziehungsweise wieder – der Kassenschlager ist. Denn mit Platten und dem passenden Plattenspieler kannst du sehr gut Musik hören, und kannst dabei auch noch auf Tuchfühlung mit dem Medium gehen. Ein Plattenspieler bringt dir nicht nur Musik in deine vier Wände, sondern auch gleich schicke Albencover an dieselben. Wer braucht da noch teure Gemälde? Das ist im Gegensatz zum Streaming auf dem Handy natürlich etwas ganz anderes und ist sicher einer der Gründe für den weiterhin anhaltenden Hype.

Perfektion beim Musikhören mit Plattenspieler gibt es nicht
Du denkst, dass Musik mit einem Plattenspieler perfekt klingt? Dann müssen wir dich leider enttäuschen. Denn ob du mit Vinyl wirklich mehr Genuss bekommst, hängt daher nicht nur von der richtigen Wahl des Abspielgeräts ab, sondern auch von dir selbst und den Erwartungen, die du an dein Musikmedium stellst. Denn LPs sind nie zu 100 Prozent fehlerfrei. Sie waren es nie und sind es heute, bei ständig ausgebuchten Presswerken, erst recht nicht. Schon leicht exzentrisch gepresste Platten erzeugen Tonhöhenschwankungen jenseits der HiFi-Norm. Manche Vinylmischungen rauschen merklich, und auch Knistern und andere Nebengeräusche lassen sich nicht immer ganz vermeiden.
Solltest du allerdings deine Musik via Bluetooth von deinem Plattenspieler an deine Bluetooth-Box oder Bluetooth-Kopfhörer schicken, dann gehen einige Informationen, wie das Knistern und Rauschen, durch den verlustbehafteten Bluetooth-Codec verloren. Der vermeintliche Nachteil, dass Bluetooth ein verlustbehafteter Übertragungsstandard ist, erscheint hier also in einem ganz anderen Licht.
Budget: Wie viel du für deinen Plattenspieler mit Bluetooth-Funktion ausgeben solltest
Vor dem Kauf solltest du noch einmal in dich gehen. Möchtest du einen Plattenspieler, damit du in den Genuss des analogen Musikhörens kommst und in die Welt des Vinyls einsteigen willst, oder geht es dir nur um das Musikhören via Bluetooth? Wenn du deine Musik über deinen Plattenspieler an deine Bluetooth-Box sendest, dann gehen durch den Bluetooth-Codec einige Informationen verloren.
Möchtest du hingegen auf diese Details in der Musik nicht verzichten, sind klassische Regallautsprecher oder Standlautsprecher samt passendem Verstärker definitiv die richtige Alternative für dich. Wenn du dir eine Anlage anschaffen möchtest, aber noch vor vielen Fragezeichen stehst, dann legen wir dir unseren Ratgeber ans Herz. Dort erklären wir dir, wie man die perfekte HiFi-Anlage zusammenstellt.

Das Gute ist: Jeden der hier vorgestellten Plattenspieler kannst du auch einfach per Kabel an deinen Verstärker oder deine Aktiv-Lautsprecher anschließen. Denn die Tatsache, dass ein Plattenspieler ein Bluetooth-Signal senden kann, bedeutet zwangsläufig, dass er das Plattensignal intern mit einem Phono-Vorverstärker verarbeiten muss. Und wenn sich die Hersteller schon diese Mühe machen, kann dieses Signal auch noch problemlos an ein Paar Cinch-Buchsen auf der Rückseite geleitet werden. Das heißt, dass jeder Bluetooth-Plattenspieler auch immer ein Plattenspieler mit Phono-Vorverstärker ist.
Für einen Plattenspieler etwas mehr Budget einplanen
Wenn ein Plattenspieler mit Bluetooth-Sender genau das ist, was du suchst, dann solltest du dir Gedanken über dein Budget machen. Grundsätzlich empfehlen wir, bei einem Plattenspieler etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen. Zum einen sind gute Plattenspieler zu 90 Prozent Feinmechanik, und diese wird nicht einfach jedes Jahr billiger. Zum anderen willst du nicht, dass die zusätzliche Bluetooth-Technik Budget von klangentscheidenden Bauteilen abzwackt.

Wenn du hauptsächlich Platten hörst, solltest du in deinem Anlagen-Budget daher den Plattenspieler viel stärker gewichten als einen CD-Spieler oder Streamer in einer Digitalkette. Denn während Digitalplayer im Hörraum mitunter nur noch schwer auseinanderzuhalten sind, tut sich beim Plattenspieler mit praktisch jedem zusätzlich – und richtig – investierten Euro Elementares.
Plattenspieler mit Bluetooth: Das solltest du beim Kauf beachten
Abseits des Budgets und der Ausstattung mit Bluetooth-Sender gibt es noch ein paar wichtige Ausstattungsmerkmale, auf die du beim Kauf definitiv achten solltest.
Es gibt vollautomatische und manuelle Plattenspieler. Auf den ersten Blick klingt vollautomatisch einfacher und besser – aber so ist es nicht. Vollautomaten, also Spieler, die ihren Tonarm automatisch aufsetzen, am Plattenende anheben und zurückführen, gibt es immer weniger. Das hat vor allem Kostengründe, da diese Funktion einen realen mechanischen Mehraufwand benötigt.
Wichtig ist, dass alle Spieler – auch die manuellen Modelle – über einen Tonarmlift zum sicheren Absenken und Anheben der Nadel verfügen. Und keine Sorge, solltest du mal nicht in der Nähe sein, wenn deine Platte zu Ende ist, dann sorgt der letzte Teil der Rille dafür, dass kein Verschleiß entsteht. Sie ist normalerweise unmoduliert und eine sogenannte „Endlosrille“.

Tonarm und Tonabnehmer: Achtung bei Material und Verarbeitung
Beim Tonarm und auch beim Tonabnehmer gilt es, beim Kauf aufzupassen. Denn vor allem Tonarme leisten echte mechanische Leistung: Sie müssen Leichtlauf und Spielfreiheit mitbringen, und das erfordert Präzisionsbauteile sowie sorgfältige Montage. Es lohnt sich beim Kauf also ein genauerer Blick. Denn präzise und resonanzfrei gefertigte Arme lassen bereits preiswerte Tonabnehmer besser klingen als High-End-Nadeln in wackligen Kompromiss-Konstruktionen.
Tonabnehmer machen einiges am Klang, sind jedoch nicht alles, was das Ergebnis beeinflusst. Auch das Laufwerk und der Tonarm machen die Musik. Das bedeutet, dass du erst etwas mehr Geld in das Laufwerk und den Tonarm investieren solltest, und erst später in eine preisintensivere Nadel. Diese solltest du schließlich sowieso regelmäßig austauschen.
Wenn du mehr Informationen zum Kauf von Plattenspielern brauchst, können wir dir unsere Bestenliste ans Herz legen. Dort findest du nicht nur die besten Plattenspieler, die wir getestet haben, sondern weiter unten auch einen ausführlichen Ratgeber, worauf es beim Kauf ankommt.
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