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Samsung Galaxy Buds4 im Test: So gut war Klang ohne Silikon noch nie

Auch in der neuesten Generation liefert Samsung In-Ears im Doppelpack. Die Samsung Galaxy Buds4 sollen dabei als günstige und halboffene Alternative überzeugen.
Samsung Galaxy Buds4 Test | HIFI.DE Titelbild
Bluetooth-Standard
6.1
Akku-Laufzeit
5 Std. bei eingeschaltetem ANC / Ladecase zusätzliche 19 Std.
Schnellladefunktion
5 Minuten Laden für 1 Std. Wiedegrabezeit
Noise Cancelling
Ja
Audio-Codecs
AAC, SBC, SSC, SSC-UHQ
Paarpreis (UVP/Straßenpreis)
179,00 Euro
In Kürze
Die Samsung Galaxy Buds4 sind – zur Zeit unseres Tests – die besten halboffenen In-Ears für Android- und insbesondere Samsung-Nutzer:innen. Klarer, mitreißender Sound und ordentliches ANC sorgen für eine sehr gute Endnote. Wegen der fehlenden iOS-App sind die Galaxy Buds aber nach wie vor keine AirPods-Konkurrenten im engeren Sinne.
Vorteile
  • Überraschend guter Sound
  • IP57-Zertifizierung
  • Solides ANC
Nachteile
  • Einzelne Funktionen Samsung-exklusiv
  • Keine iOS-App
  • Passform nicht für jedes Ohr geeignet
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Samsung macht es ganz ähnlich wie Apple. Ein Pro-Modell mit Silikonaufsätzen führt als Flaggschiff das Portfolio an und eine halboffene Budget-Version soll all diejenigen abholen, die auch gern auf einen Stöpsel im Ohr verzichten können. Bisher konnte leider kaum ein solcher Earbud mit den AirPods 4 ANC mithalten. Ändern die Samsung Galaxy Buds4 das? Wir machen den Praxistest.

Die Samsung Galaxy Buds4 findest du hier:

Wie klingen die Samsung Galaxy Buds4?

Schon bei den Samsung Galaxy Buds4 Pro waren wir im Test besonders von einer Eigenschaft angetan, dem Sound. Das trifft sich für In-Ear-Kopfhörer natürlich sehr gut und bescherte dem Flaggschiff-Modell einen Platz in den oberen Rängen unserer Bestenliste. Da müssen wir für die günstigeren Samsung Galaxy Buds4 im Vorhinein natürlich etwas Erwartungsmanagement betreiben.

Samsung Galaxy Buds4 – In der Hand
Klangtechnisch holen uns die Buds4 schon ab dem ersten Ton ab.

Halboffene In-Ears haben oft sowohl beim Sound als auch beim ANC Probleme damit, in puncto Leistung mit ihren silikonbestöpselten Gegenstücken mitzuhalten. Das gilt für die AirPods 4 ANC im Vergleich mit den AirPods Pro 3 und das galt auch für die Samsung Galaxy Buds3 und die Buds3 Pro.

Bei den Buds4 sieht das ähnlich aus. Die In-Ears kommen etwa bei Chet Fakers Over You mit einem ähnlich ausgeglichenen Klangbild daher wie die Buds4 Pro, können in den Details aber nicht ganz mithalten. Das fällt besonders bei höheren Lautstärken ins Gewicht, tut dem positiven Gesamteindruck aber keinen Abbruch. Die Buds4 klingen lebendig, bilden etwa die tiefen Frequenzen in Liang Lawrences Thoughtless organisch ab und spielen sich auch sonst selbstbewusst durch die Genres.

Samsung Galaxy Buds4 – Kopfhörer einzeln
Im direkten Vergleich mit den ähnlich bepreisten AirPods 4 ANC haben die Galaxy Buds die Nase vorn.

Im direkten Vergleich mit den wohl beliebtesten In-Ears ohne Silikonaufsatz, den AirPods 4, nehmen wir die Galaxy Buds4 sogar als etwas kompetenter wahr. Besonders die Klangbühne wirkt hier vergleichsweise breit, die Frequenzen kommen sich nicht in die Quere. Das macht sich dann besonders bei dichteren Pop-Produktionen wie Doja Cats Jealous Type bemerkbar.

Samsung Galaxy Buds4 – Testsituation
Im Praxistest stellen wir die Buds4 auch ihrem Profi-Modell gegenüber. Die Buds4 Pro arbeiten noch etwas kontrollierter.

Insgesamt können wir also festhalten: So gut haben In-Ears ohne Silikonaufsatz noch nie geklungen. Und das will ja schon etwas heißen, schließlich konkurrieren die Buds4 wegen ihrer Bauweise auch weniger mit Flaggschiffen wie den Sony WF-1000XM6, sondern eher mit Modellen wie den Sennheiser Accentum Open und den JBL Live Flex 3. Und diese hängen die Buds4 locker ab.

Du willst dir einen Überblick darüber verschaffen, welche halboffenen In-Ears überhaupt in unserer Bestenliste landen konnten? Hier kommst du ans Ziel:

Samsung Wearables: Keine App für Apple

Nach wie vor fährt Samsung eine harte Linie, wenn es um den App-Support geht. Mit einem iOS-Gerät gehst du leer aus, mit einem Android-Gerät kannst du über die Wearables-App zahlreiche Einstellungen vornehmen und mit einem Samsung-Smartphone holst du das volle Potenzial aus den Buds heraus.

Die zentralen Funktionen sind aber alle auch mit einem beliebigen anderen Android-Gerät verfügbar. Der Neun-Band-Equalizer etwa ermöglicht klangliches Feintuning und die aktive Geräuschunterdrückung kann gleich im Hauptmenü aktiviert werden. Hier spart Samsung nicht und versorgt auch die Buds4 mit adaptivem ANC. Auch das Vorlesen von Benachrichtigungen aus beliebigen Apps hat es vom Pro-Modell zur Budget-Version geschafft.

Für Galaxy-Nutzer:innen halten die Buds4 noch einige smarte Features bereit, die wir so auch von der Konkurrenz kennen. Ein Simultan-Dolmetscher übersetzt direkt auf dem Gerät oder in Telefonaten für dich. Über die Sprachsteuerung kannst du zudem direkt mit einem KI-Assistenten in Kontakt treten. Eine plattformunabhängige Sprachsteuerung, wie sie bei den Buds4 Pro an Bord ist, fehlt bei den Buds4.

Die Bedienung gestaltet sich generell etwas intuitiver als mit den Buds3, was hauptsächlich am Stiel liegt. An diesem kannst du jetzt ertasten, wo du Druck ausüben und die Buds berühren musst. Das gelingt im Test gut und lässt sich in der App in Maßen personalisieren. Du kannst hier nicht beide Buds völlig unabhängig voneinander und frei mit Touch-Befehlen versehen, immerhin der lange Druck kann aber angepasst werden.

ANC: Wirklich ordentlich und nah am Branchen-Primus

Besonders hellhörig wurden wir bei der Produktvorstellung der neuen Buds4 beim ANC. Dieses sollte nämlich signifikant verbessert worden sein, was auch nötig war. Die Buds3 fielen hier deutlich hinter der Konkurrenz zurück und isolierten kaum gegen Alltagslärm. Die Samsung Galaxy Buds4 machen da schon beim ersten Einsetzen einen besseren Eindruck, der sich beim Betrieb im Büro nur noch bestätigt.

Samsung Galaxy Buds4 – Im Ohr ANC
Sorgt für Ruhe im Gebälk: Die aktive Geräuschunterdrückung der Buds4 arbeitet wirklich gut.

Die aktive Geräuschunterdrückung arbeitet subtiler als beim Pro-Modell, schirmt uns aber trotzdem gegen die Kakophonie des Großraumbüros ab – besonders bei gleichzeitiger Musikwiedergabe. Dabei fällt das unangenehme Pfropfen-Gefühl weg, das viele bei In-Ears mit Silikonaufsatz empfinden. Der Transparenz-Modus arbeitet ordentlich, hat wegen der halboffenen Passform aber auch nicht ganz so viel zu leisten.

Du suchst hier eigentlich nur nach einem direkten Vergleich mit den AirPods 4 ANC? Dann nur so viel: Die AirPods 4 ANC arbeiten sowohl bei ANC als auch beim Transparenz-Modus noch etwas effektiver als die Buds4, die Kopfhörer liegen in dieser Generation aber deutlich enger beieinander, als es bei Buds3 und AirPods 4 der Fall war.

Praxis: Bluetooth, Akkuleistung, Wasserschutz

In der Praxisnote kommen gleich einige Faktoren zusammen, die beschreiben, wie angenehm sich der Umgang mit den Buds im Alltag gestaltet. Darunter fallen dann etwa die Bluetooth-Konnektivität, der Wasserschutz oder die Batterielaufzeit. Starten wir bei Letzterer.

Die Buds4 laufen mit eingeschaltetem ANC bis zu fünf Stunden am Stück, mit dem Ladecase bis zu 24 Stunden. Damit liegen die Buds4 auf demselben Niveau wie ihre Vorgänger und bestätigen ein Muster, das wir jetzt schon von einigen Herstellern gesehen haben. Mehr Akku scheint nicht die Priorität Nummer eins zu sein. Auch die Sony WF-1000XM6 rangierten hier auf einem Level mit ihren Vorgängern.

Samsung Galaxy Buds4 – Ladecase in der Hand
Das Ladecase lässt sich über den USB-C-Anschluss auf der Rückseite laden. Der Knopf aktiviert den Pairing-Mode.

In gewisser Hinsicht ist das auch verständlich, schließlich erfordern die wenigsten Nutzungsszenarien eine Akkulaufzeit von mehr als fünf Stunden. Für Langstreckenflüge würden wir dann aber doch eher zu den Langläufern Technics EAH-AZ100 raten, die ganze zehn Stunden mit ANC liefern.

Bluetoothtechnisch haben die Samsung-Kopfhörer hingegen einiges auf dem Kasten – wenn du sie mit einem Samsung-Endgerät paarst. Sowohl Auracast als auch Multipoint stehen nämlich nur im Galaxy-Kosmos zur Verfügung, ersteres erlaubt aber jedenfalls eine Verbindung zu markenfremden Broadcastern wie dem JBL Flip 7. Die Bluetooth-Codecs SSC und SSC-UHC, Samsungs hauseigene Codecs, sorgen aber nur in Verbindung mit einem Galaxy-Smartphone für noch klareren Sound.

Samsung Galaxy Buds4 – Paar neben dem Case
Ein starker Wasserschutz trifft bei den Buds4 auf einen mittelmäßigen Akku – und eine durchwachsene Passform.

Zu guter Letzt bleibt noch die IP-Schutzklasse, die gewohnt hoch ausfällt. IP57 macht die Buds4 fit für Sport, Outdoor und sogar einen versehentlichen Tauchgang.

Design: Ein zweischneidiges Schwert

Bei halboffenen In-Ears ist das Design immer so eine Sache. Wegen des fehlenden Silikonaufsatzes müssen die Hörer quasi „ab Werk“ sicher im Ohr sitzen, sonst kann man sie gleich wieder zurückschicken. Wer will schließlich mit der dauerhaften Angst leben, dass die Earbuds gleich aus dem Ohr in den nächsten Abfluss fallen? Da hilft selbst die sehr gute Wasserschutz-Klasse IP57 nicht weiter.

Samsung Galaxy Buds4 – Kopfhörer einzeln
Der Stiel erleichtert die Bedienung der Buds4 im Vergleich zur dritten Generation enorm.

Die Samsung Galaxy Buds4 sitzen bei uns im Test ziemlich sicher und fest im Ohr – jedenfalls im Ohr des Testers. Von anderen Proband:innen hören wir anderes. Die Hörer fühlen sich teils extrem locker an, teils fallen sie auch bei moderaten Bewegungen aus dem Ohr. Das ist nicht nur für den Alltag extrem unpraktisch, sondern erschwert auch dem ANC und den Klangtreibern die Arbeit. Eine solide Abdichtung leistet hier nämlich für gewöhnlich gute Vorarbeit.

Samsung Galaxy Buds4 – Vergleich mit AirPods
Wer schwarze AirPods sucht, könnte mit den Buds4 endlich fündig werden – allerdings nicht im Apple-Kosmos.

Die Bauweise der Buds4, die sich rein optisch nichts vorzuwerfen haben und den AirPods 4 sehr ähnlich sehen, fällt also sehr individuell aus. Das kennen wir so schon von den älteren Nothing Ear (stick) und auch den direkten Vorgänger, den Samsung Galaxy Buds3. Idealerweise solltest du die Buds also vor dem Kauf einmal ausprobieren, um ganz sicherzugehen. Die AirPods 4 ANC bestehen den Tragetest bei uns übrigens an mehr Ohren, was letztlich auch an der angeschrägten Oberfläche liegen dürfte.

Unser Fazit zu den Samsung Galaxy Buds4

Samsung kann mit dieser In-Ear-Generation, sowohl im Pro- als auch im halboffenen Sektor, zu Apple aufschließen. Natürlich stehen die beiden Produkte nicht wirklich in direkter Konkurrenz zueinander – dafür kapseln sie sich viel zu sehr in ihren respektiven Ökosystemen ab. Die beiden Ökosysteme konkurrieren aber eben doch direkt miteinander. Und Samsungs Galaxy-Kosmos wird durch die Buds4 definitiv attraktiver.

Exzellenter Sound, ein schlichtes Design und verbessertes ANC machen die Buds4 neben den AirPods 4 ANC zu den besten halboffenen In-Ears auf dem Markt. Die Verbesserungen rechtfertigen zum aktuellen Zeitpunkt auch definitiv den Aufpreis, der im Vergleich zu den bereits reduzierten Buds3 fällig wird.

HIFI.DE Testsiegel In-Ear-Kopfhörer Samsung Galaxy Buds4 8.7

Die Samsung Galaxy Buds4 findest du bei MediaMarkt:

Technische Daten
Bluetooth-Standard 6.1
Akku-Laufzeit 5 Std. bei eingeschaltetem ANC / Ladecase zusätzliche 19 Std.
Schnellladefunktion 5 Minuten Laden für 1 Std. Wiedegrabezeit
Anschlüsse des Ladecase USB-C / Wireless
Noise Cancelling Ja
Audio-Codecs AAC, SBC, SSC, SSC-UHQ
Wasser- und Staubschutz IP57
Gewicht Hörer: 4,6g | Ladecase: 45,1g
Paarpreis (UVP/Straßenpreis) 179,00 Euro

Doch nicht die richtigen Kopfhörer für dich? Alle In-Ears, die wir getestet haben, findest du hier:

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