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CMF Headphone Pro im Test: Over-Ear mit ANC für unter 100 Euro – geht das gut?

Wir haben den Headphone Pro von der Nothing-Untermarke CMF getestet. Was kann der Over-Ear wirklich?
CMF Headphone Pro im Test – Titelbild
Preis
99 Euro
Kopfhörertyp
Ohrumschließend
Akku-Laufzeit
bis zu 50 Std. (mit ANC) / bis zu 100 Std. (ohne ANC)
Akku-Ladezeit
2 Std.
Schnellladefunktion
Ja (5 Min. Ladezeit für 8 Std. Spielzeit (ohne ANC))
Bluetooth-Version
Bluetooth 5.4
Audio-Codecs
SBC, AAC, LDAC
Gewicht
283 Gramm
In Kürze
Du bist bereit, für einen guten Preis einige Kompromisse einzugehen? Dann wirst du mit dem Headphone Pro glücklich werden. CMF bietet dir hier einen ordentlichen Kopfhörer für kleines Geld.
Vorteile
  • Spaßiger Sound für unterwegs
  • Gutes ANC für die Preisklasse
  • Lange Akkulaufzeit
  • Clevere Bedienelemente
  • Einzigartiges, nach Wunsch sehr buntes Design
Nachteile
  • Nicht faltbar
  • Sitzt recht eng
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Du suchst nach einem Over-Ear-Kopfhörer mit ANC für unter 100 Euro? Da bleibt nicht viel Auswahl. Denn gerade Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung sind tendenziell teurer. Ein Modell, das infrage kommt, ist der Headphone Pro von CMF. Die Untermarke von Nothing macht budgetfreundliche, meist optisch sehr auffällige Kopfhörer. Auch der Headphone Pro, der einzige Over-Ear im Sortiment, sticht mit seinem bunten Gehäuse ins Auge. Wir haben getestet, ob er auch technisch überzeugen kann.

Hier findest du den CMF Headphone Pro im Angebot:

CMF Headphone Pro im Klang-Check

Wir starten unseren Klangtest ganz entspannt, mit dem Akustikstück Music by Men von Florence and the Machine. Als Vergleich dient uns der Sony WH-CH720N, der zu ähnlichen Preisen verkauft wird wie der CMF Headphone Pro. Was sofort auffällt: Beim Sony-Kopfhörer kämpft Sängerin Florence Welchs Stimme gegen einen dominanten Bass- und tiefen Mittenbereich an, der so eigentlich nicht Teil der Aufnahme ist. Der CMF Headphone Pro spielt im Vergleich ausgeglichener und lässt uns dadurch feinere Details wahrnehmen.

CMF Headphone Pro im Test – Klang
Der CMF Headphone Pro hat einen angenehmen, wenn auch nicht allzu feinen Klang.

So fein, wie ein Kopfhörer dieser Preisklasse denn spielen kann. Die große Offenbarung solltest du dir vom Headphone Pro nicht erwarten, das ist aber auch nicht seine Absicht. Er will vielmehr unterwegs für Spaß sorgen – und das Versprechen erfüllt er mit Bravour. Für einen derart günstigen Kopfhörer sind wir vom Klangbild beeindruckt. Der CMF Headphone Pro fächert zwar die Bühne nicht so weit auf, wie Premium-Kopfhörer à la Bowers & Wilkins Px7 S3, die zudem Instrumente und Stimmen insgesamt authentischer und mit größerem Dynamikumfang wiedergeben. Aber fürs entspannte Nebenbeihören im Büro oder in der Bahn ist er gut geeignet.

CMF Headphone Pro im Test – Klang
Ob RnB, Metal oder Pop: Wir hatten im Test Spaß mit dem Headphone Pro.

Das gilt auch über Genregrenzen hinweg. Nach Florence and the Machine haben wir uns im Test Janelle Monaés RnB-Track I Like That gewidmet. Auch hier gilt: Der CMF Headphone Pro macht Spaß. Der tief liegende Beat bringt ihn zwar an seine Grenzen, entgleist aber nie und kommt mit gewohnter Intensität aus den Treibern. Und auch rockigere Musik gelingt dem Over-Ear-Kopfhörer gut. Turnstiles Sole reißt uns z. B. wie gewohnt mit. Im direkten Vergleich kann zwar der Nothing Headphone (a) die einzelnen Instrumente besser voneinander trennen, sodass wir z. B. im Post-Chorus die Rassel hinter der E-Gitarre klarer heraushören. Aber auch über den CMF Headphone Pro klingt das Stück rund und büßt kaum Energie ein.

Am Ende ist der CMF Headphone Pro nicht der feinste, aber ein kompetenter Kopfhörer. Gerade in Anbetracht des Preises verzeihen wir ihm seinen teils leicht künstlichen, komprimierten Klang gern. Passt du deine Erwartungen entsprechend an, erhältst du fürs Geld einen gutklingenden, spaßigen Bluetooth-Kopfhörer.

Dich interessiert, wie andere Over-Ear-Kopfhörer in unseren Tests abgeschnitten haben? Dann wirf einen Blick auf unsere Bestenliste:

ANC: Leichte Dämpfung statt vollkommener Stille

Mit Blick aufs Noise-Cancelling müssen wir deine Erwartungen ein Stück weit dämpfen: Der Headphone Pro leistet einigermaßen gute Arbeit, legt aber auch keine Glanzleistung hin. Mit der seeligen Stille unter den Muscheln eines Sony WH-1000XM6 oder Apple AirPods Max hat sein ANC wenig gemeinsam. Suchst du in dieser Preisklasse nach gutem Noise-Cancelling, würden wir dir eher den Sony WH-CH720N ans Herz legen, der noch etwas besser isoliert. Aber: Auch mit dem Headphone Pro wird die Umwelt ein Stück weit leiser. Das Klappern der Tastaturen im Büro verliert seine nervigen Spitzen und Stimmen erreichen unsere Ohren immerhin gedämpft. Ganz verschwindet das laute Büro definitiv nicht, aber es rückt zumindest in den Hintergrund.

CMF Headphone Pro im Test – ANC
Der Headphone Pro schirmt dich einigermaßen von deiner Umwelt ab, sorgt aber keinesfalls für vollkommene Stille.

Passend zum ANC-Modus hat der CMF Headphone Pro natürlich auch einen Transparenzmodus. Dabei verstärkt er Umgebungsgeräusche, damit du dich z. B. an der Supermarktkasse unterhalten kannst, ohne ihn abzusetzen. Im Vergleich zu anderen ANC-Kopfhörern ist der Transparenzmodus des Headphone Pro recht schwach und die meisten Geräusche klingen etwas gedämpft. Verständlich wird deine Umwelt aber dennoch.

Der CMF Headphone Pro in der Praxis: Akku und Bluetooth

Nicht nur sein geringes Gewicht macht den CMF Headphone Pro zu einem guten Begleiter unterwegs: Auch seine lange Akkulaufzeit tut ihren Teil. Hörst du ohne ANC und über den Bluetooth-Codec AAC Musik, hält er bis zu 100 Stunden durch. Schaltest du das ANC ein, schrumpft die Akkulaufzeit auf immer noch beachtliche 50 Stunden zusammen. Selbst einen Interkontinentalflug übersteht der Headphone Pro ohne Probleme.

Bluetooth liegt in der modernen Version 5.4 vor. Allerdings unterstützt der Headphone Pro keins der Features von LE Audio: Wir vermissen sowohl den effizienteren Codec LC3 als auch die Broadcast-Technologie Auracast. Dafür wartet der Headphone Pro mit Sonys hochauflösendem LDAC auf. Da Sony für den Codec Lizenzkosten einfordert, lassen die Hersteller ihn in günstigeren Kopfhörern gern aus.

CMF Headphone Pro in der Praxis
Den CMF Headphone Pro wirst du wahrscheinlich nur selten aufladen müssen: Seine Akkulaufzeit ist mit bis zu 100 Stunden sehr lang.

Möchtest du zwischendurch aufs Kabel wechseln, steht dir ein Klinkeneingang zur Verfügung. Allerdings muss der Kopfhörer dafür eingeschaltet sein. Aufs Kabel wechseln, wenn der Akku leer ist, ist leider nicht möglich.

Bedienung mit Pfiff

Wie der große Bruder Nothing (1) setzt auch der CMF Headphone Pro auf eine Reihe unterschiedlicher Bedienelemente. Ein einfacher Knopf schaltet den Kopfhörer ein und startet den Kopplungsmodus. Darüber sitzt ein Schieberegler, der wahlweise die Intensität des Basses oder der Höhen regelt, also als rudimentärer Equalizer fungiert.

CMF Headphone Pro im Test – Bedienung
Praktisch: Über den Schieberegler kannst du den Bass anpassen.

Auf der rechten Ohrmuschel findest du zunächst ein Drehrädchen, das in erster Linie die Lautstärke regelt. Es pausiert aber auch die Musik oder wechselt den ANC-Modus, wenn du kurz oder länger darauf drückst. Unter dem Rädchen sitzt ein weiterer, einfacher Knopf, der verschiedene Funktionen übernehmen kann.

CMF Headphone Pro im Test – Bedienung
Dank der vielen unterschiedlichen Steuerungselemente macht es Spaß, den CMF Headphone Pro zu bedienen.

Weitere Funktionen in der App

Welche Funktion er konkret übernimmt, legst du in der App „Nothing X“ für iOS und Android fest. Du kannst z. B. auch über diesen Knopf den ANC-Modus wechseln, wenn dir das längere Drücken auf den Lautstärkeregler nicht gefällt. Wahlweise kannst du über diesen Knopf aber auch einen Sprachassistenten starten oder Spatial Audio einschalten.

Des Weiteren findest du in der App einen Drei-Band-Equalizer sowie einige EQ-Voreinstellungen. Falls du etwas herumspielen möchtest, kannst du dir auch ein eigenes Equalizer-Profil erstellen lassen. Dabei analysiert der Kopfhörer über eine Reihe Testtöne dein Hörvermögen und gleicht den Ton an, um Schwächen zu kompensieren. Außerdem kannst du in der App noch Bluetooth Multipoint aktivieren, den Bluetooth-Codec wechseln und einen Modus mit niedriger Latenzzeit aktivieren.

Eigenwillig und bunt: Der CMF Headphone Pro setzt sich optisch ab

Das Kopfhörer-Segment kann ganz schön eintönig sein. Ob dir der Stil der Nothing-Kopfhörer zusagt, ist natürlich Geschmackssache. Aber eins muss man ihnen lassen: Sie setzen sich von der Masse ab. Die auffälligen, eckigen Ohrmuscheln der Hauptreihe verleiht Nothing dem Headphone Pro zwar nicht, aber auch seine kreisrunden Muscheln sind alles andere als Standard. Seine dicken Polster erinnern uns ein wenig an ein Schlauchboot, oder – wie ein Kollege in den Raum warf – 60er-Jahre-Küchengeräte. Letzteres liegt wohl unter anderem am poppigen Türkis unseres Testmusters. In seiner Basisausführung ist der Kopfhörer auch noch in Dunkel- oder Hellgrau erhältlich. Magst du es bunt, kannst du für 25 Euro ein zusätzliches Paar Polster in einer Kontrastfarbe dazukaufen. Die Polster des CMF Headphone Pro lassen sich ganz einfach abnehmen und austauschen.

CMF Headphone Pro im Test – Design
Polster kaputt oder Lust auf einen Tapetenwechsel? Zum Glück lassen sich die Ohrmuscheln des CMF Headphone Pro ganz einfach abdrehen.

Materialtechnisch ist der CMF Headphone Pro deutlich billiger konstruiert als der Nothing Headphone (1). Sowohl das Kunstleder der Polster als auch das Plastik der Ohrmuscheln schreit nicht unbedingt nach Luxus. Kompetent gebaut ist der Headphone Pro aber dennoch. Wir haben keine Sorge, dass er in der Tasche einfach auseinanderbricht. Er ist auch nicht ganz so klapprig wie z. B. Sonys Budgetmodell, der WH-CH720N.

CMF Headphone Pro im Test – Design
Der CMF Headphone Pro ist nicht sonderlich luxuriös, aber schick sieht er trotzdem aus. Vorausgesetzt, sein eigenwilliges Design gefällt dir.

Der Headphone Pro wird ohne Hartschalencase, sondern nur mit einer weichen Tragetasche geliefert. Was wir etwas schade finden: Der Kopfhörer lässt sich nicht zusammenfalten, nimmt also in der Handtasche viel Platz ein. Er ist auch trotz des verwendeten Plastiks überraschend schwer, bei 283 Gramm. Zum Vergleich: Der Sony WH-1000XM6 wiegt nur 254 Gramm, der WH-CH720N sogar nur 192 Gramm. Das merkst du leider nicht nur in der Handtasche, sondern auch auf dem Kopf. Der Headphone Pro lässt sich nur schwer vergessen. Dazu trägt auch sein recht hoher Anpressdruck bei, den wir nach einiger Zeit vor allem am verspannten Kiefer spüren. Ob du das ähnlich empfindest, liegt aber an deiner individuellen Kopfform.

Unser Fazit zum CMF Headphone Pro: Guter Kopfhörer fürs Geld

Dir gefällt die Optik und du bist gewillt, für einen niedrigeren Preis Kompromisse einzugehen? Dann machst du mit dem CMF Headphone Pro nichts falsch. Er klingt ordentlich, kann deine Umwelt einigermaßen dämpfen und ist auch ansonsten gut ausgestattet: mit einer sehr langen Akkulaufzeit, moderner Bluetooth-Technik inklusive LDAC sowie Spatial Audio.

HIFI.DE-Testsiegel-Over-Ear-Kopfhoerer-CMF-Headphone-Pro-8.2

Aktuelle Angebote

Technische Daten
Preis 99 Euro
Kopfhörertyp Ohrumschließend
Akku-Laufzeit bis zu 50 Std. (mit ANC) / bis zu 100 Std. (ohne ANC)
Akku-Ladezeit 2 Std.
Schnellladefunktion Ja (5 Min. Ladezeit für 8 Std. Spielzeit (ohne ANC))
Bluetooth-Version Bluetooth 5.4
Audio-Codecs SBC, AAC, LDAC
Gleichzeitige Verbindungen Ja
Steuerungs-App Ja
Wandler 40 mm
Faltbar Nein
Mitgeliefertes Zubehör 3,5-mm-Klinkenkabel, Tragetasche
Gewicht 283 Gramm

Du suchst doch einen anderen Kopfhörer? Hier findest du eine Übersicht der besten Bluetooth-Kopfhörer, die wir getestet haben:

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