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Apple AirPods Max im Test – sind sie die 600 Euro wert?

Plötzlich waren sie da und verzauberten mit der Apple-eigenen Magie. Endlich konnten wir die AirPods Max von Apple testen. Was können die ANC-Kopfhörer aus Cupertino? Hält der Klang, was versprochen wurde? Hier findest du es heraus.
Apple AirPods Max Test
Preis
612,70 Euro
Gewicht
384,8 g
Akku-Laufzeit
20 Std. (mit Noise Cancelling oder Transparenzmodus),
Schnellladefunktion
Ja, 5 Min. Laden für 1,5 Stunden Laufzeit
Bluetooth-Standard
Bluetooth 5.0
Steuerungs-App
Nein
Audio-Codecs
AAC
In Kürze
Apple hat mit den AirPods Max einen beeindruckenden ersten Bügelkopfhörer vorgestellt, der auch abseits von ANC eine extrem gute Figur macht. Klanglich schön ausgewogen, mit einem feinen Händchen für Stimmen, sind die AirPods Max perfekte Begleiter für Unterwegs und zu Hause. Auch die Verarbeitung und Bedienung sprechen für die Marke Apple.
Vorteile
  • Hervorragendes Noise-Cancelling
  • Neutraler Klang, gute Sprachwiedergabe
  • Hoher Tragekomfort
  • Sehr wertige Verarbeitung
Nachteile
  • Stolzer Preis
  • Smart Case schützt nur die Ohrmuscheln
  • Nur begrenzt mit Android-Geräten kompatibel

Fair ist das nicht: Da haben wir gerade erst die die besten Kopfhörer des Jahres gekürt und dann flattert mit den neuen AirPods Max von Apple ein Kandidat ins Haus, der dieses Ranking gehörig durcheinander wirbeln könnte. Mehr noch: Wenn sich unser erster Eindruck bestätigt, stellen die großen Brüder der AirPods Pro alle anderen ANC-Kopfhörer in den Schatten, die wir im letzten Jahr gehört haben. Aber der Reihe nach:

Wie wir schon berichteten, hat Apple pünktlich zur Weihnachtszeit seinen ersten Bügelkopfhörer auf den Markt gebracht. Mit dem Versprechen von aktiver Geräuschunterdrückung, adaptivem EQ, 3D-Audio, perfekter Bedienung und makelloser Verarbeitung stach Apple mitten ins Wespennest der audiophilen Community.

Apple AirPods Max Polster
Das Bügelpolster aus einem elastischen Netz garantiert festen Halt ohne zu drücken. Die luftigen Ohrpolster sitzen auch bei großen Ohren angenehm und werden nicht zu warm.

Da jedes neue Apple-Produkt erst einmal weltweit vergriffen ist, mussten wir ein bisschen warten, doch jetzt konnten wir die AirPods Max selbst in den Händen halten und schauen, ob die ganze Aufregung nicht doch viel Lärm um nichts war. (Kleiner Spoiler: War es nicht.)

Understatement à la Apple

Schon beim Auspacken fällt die Verarbeitung auf. Denn diese ist, wie bei Apple nicht anders zu erwarten, tadellos. Die AirPods Max liegen mit einem angenehmen Gewicht gut in der Hand. Das verspricht Wertigkeit, mindert aber den Tragekomfort nicht im Geringsten. Auch wenn Apple in seiner Geschichte immer wieder einen ganz eigenen Kopf bewiesen hat, passt ihr erster Kopfhörer auf so ziemlich jeden. Dafür sorgen die stufenlose Einstellung und das angenehm luftige Netz des Kopfbands.

Apple ist mit den AirPods Max seiner schlichten und edlen Designsprache treu geblieben. Besonders fiel uns das Fehlen des typischen Apple-Logos auf. Das spricht für die Souveränität der Marke: Ein Apple-Produkt erkennt man eben auch ohne Logo. Schauen wir also, ob dieses Selbstbewusstsein auch sonst gerechtfertigt ist.

Apple AirPods Max Test
Insgesamt neun Mikros sorgen für eine akribische Geräuschunterdrückung. | Bild: Apple

So viel Lärm sein Auftauchen ausgelöst hat, um so ruhiger blieb es unter den Ohrmuscheln, wie wir nach dem Einschalten feststellten. Das Noise-Cancelling hält definitiv, was es verspricht. Acht der neun(!) Mikrofone sorgen dafür. Zwei der ANC-Mikrofone unterstützen zusätzlich das neunte im Transparenzmodus. In diesem sollen die AirPods Max die Umweltgeräusche verstärken. So sollen sie garantieren, dass du deine Umgebung unverfälscht – und ohne die Kopfhörer abzusetzen – wahrnehmen kannst.

Transparenzmodus Im Transparenzmodus soll die Dämpfung, die geschlossene Kopfhörer unweigerlich auf das Gehör ausüben, ausgeglichen werden. Dazu werden die Umgebungsgeräusche, die im Noise Cancelling Modus ausgeblendet werden, verstärkt von den Kopfhörern wiedergegeben. So kann man die Umgebung ungetrübt wahrnehmen, ohne auf den Musikgenuss verzichten zu müssen.

Es war ein beeindruckendes Erlebnis, aus der wohligen ANC-Klangblase in den Transparenz-Modus zu wechseln. Hier zeigte sich eine der klanglichen Stärken der AirPods Max, die uns später beim Hörtest wieder begegnen sollten: Menschliche Sprache wird extrem präzise wiedergegeben.

So klingen die Apple AirPods Max

Der wippende Fuß ist und bleibt ein wichtiges Kriterium zur Klangbewertung – wo er sich einstellt, hat jemand Spaß an der Musik. Und manchmal wippt der Fuß sogar bei Musik, von der man bisher gar nicht wusste, dass man sie mag. Dann weiß man, dass der Hörgenuss vom Klang herrührt. So ging es dem Schreiber dieser Zeilen beim Jazz-Stück You Look Good To Me des Oscar Peterson Trios.

Die Bühne, die sich unter den Apple AirPods Max aufbaute, war verblüffend weit und präzise. Die gezupften Saiten des Kontrabasses standen klar neben Schlagzeug und Klavier, kein Instrument drängte sich in den Vordergrund und überlagerte die anderen. Diese Performance machte neugierig und Lust auf mehr. Klassische Musik mit großem Orchester ist eine Herausforderung für so ziemlich jeden Kopfhörer. Genügt der Dynamikumfang der Apple AirPods für Camille Saint-Saens dritte Symphonie?

Im Poco Adagio liefern sich die Bläser des Baltimore Symphony Orchestra ein fanfarenhaftes Frage-Antwort-Spiel mit der Orgel. Auch wenn die Musiker etwas enger zusammenrutschen, bleiben doch alle Instrumente gut heraushörbar. Die Orgelstöße kommen angemessen gewaltig rüber, sie übertönen das Orchester jedoch nicht plump, sondern nehmen ganz natürlich ihren festen Platz im Zentrum der Aufnahme ein.

Apple AirPods Max
Tragekomfort gepaart mit ausgewogenem Klang und genialem ANC/Transparenz-Modus machen die AirPods Max zum idealen Allrounder.

Zu der eingangs erwähnten Sprachwiedergabe: Im Transparenz-Modus hört man die Stimmen seiner Mitmenschen extrem klar und analytisch. Eine Eigenschaft, die im Straßenverkehr durchaus von Vorteil sein kann, bei Musik vielleicht jedoch etwas zu viel wäre. Doch die Sorge ist unbegründet, ganz im Gegenteil: Nick Caves Stimme auf Idiot Prayer – Nick Cave Alone At Alexandra Palace verliert nichts von ihrem dunkel-dominantem Timbre.

Auf dem 2020 unter Corona-Bedingungen aufgenommenem „Live“-Album teilt sich Cave den riesigen Konzertsaal in London tatsächlich nur mit seinem Flügel. Der Hall des leeren Saales verleiht den Stücken eine ungewöhnliche Note und harmoniert hervorragend mit Caves melancholischen Balladen. Diese Gänsehaut-Stimmung zu transportieren, gelingt den AirPods Max phänomenal gut. Nicks Stimme erscheint in Lebensgröße vor dem Hörer, ohne zu mächtig zu wirken.

Jetzt ansehen: Apple AirPods Max – Die 5 Farbvarianten

Die AirPods Max im Praxis-Test

„Ich hab ganz vergessen, dass ich die Dinger drin habe.“ Ein Satz, den wir schon öfters in Bezug auf die AirPods Pro gehört haben. Einen besseren Garant für Tragekomfort kann man schwer finden. Und auch bei den AirPods Max sieht es ähnlich aus. Natürlich lassen sich auch die bequemsten Over-Ear-Hörer kaum ganz vergessen, die neuen Apple machen es einem aber dennoch sehr leicht.

Der Bügel liegt weich auf dem Kopf auf, gedämpft durch das nach unten gewölbte Netz. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass die Muscheln sicher an der gewünschten Stelle bleiben, ohne zu drücken. Die AirPods Max machen also auch in Sachen Tragekomfort einiges richtig. So kann man durchaus vergessen, dass man Kopfhörer aufhat. Gerade, wenn Dank aktiviertem Transparenzmodus alle Umgebungsgeräusche und sogar die eigene Stimme glasklar ans eigene Ohr dringt.

Screenshot Akku Apple AirPods Max
Hast du die AirPods Max erfolgreich verbunden, zeigt dir dein iPhone/ iPad den aktuellen Akkustand an.

20 Stunden Laufzeit mit aktivierter Geräuschunterdrückung bzw. aktiviertem Transparenzmodus verspricht Apple. Soweit getestet halten die AirPods Max dieses Versprechen. Auch in Hinblick auf die Schnellladefunktion, kann der Ohrhörer überzeugen. Binnen weniger Minuten reicht die Ladung für eine Stunde Musikgenuss.

Jedoch bleibt Apple, genau wie bei den In-Ear-Hörern AirPods Pro ihrem Credo der höchsten Funktionalität treu. So kann man auch die AirPods Max nicht im herkömmlichen Sinne ausschalten. Solange die Kopfhörer nicht im Smart Case stecken, bleiben sie einsatzbereit. Willst du also Strom sparen, ist das Smart Case zwingend erforderlich. In ihm schaltet sich der Kopfhörer auf Standby und hat so, laut Apple, einen „extrem geringen Energieverbrauch“.

Telefonie

Wie schon bei den AirPods Pro ist das ANC ein enorm praktischer Begleiter beim telefonieren. Apple geht hier über das Normalmaß an Geräuschunterdrückung hinaus und dämpft nicht nur für den Träger die Umweltgeräusche, sondern auch für den Gesprächspartner. Ein äußerst praktisches Feature, wenn man beispielsweise in einer dröhnenden Bahn sitzt.

Apple AirPods Max Menu
Im Bluetooth-Menu von iOS kannst du deine AirPods Max konfigurieren.

Aber auch der Transparenzmodus beweist hier wieder mal seine Daseinsberechtigung. Viele verunsichert es, wenn man sich unterhalten muss, die eigene Stimme aber nur gedämpft hört. Gerade das lässt sich aber bei Kopfhörern kaum vermeiden. Schnell spricht man viel lauter als beabsichtigt. Mit aktiviertem Transparenzmodus waren auch die längsten Gespräche kein Problem mehr.

3D Audio: AirPods Max im Kino-Test

Auch das vielfach angepriesene 3D Audio, bei dem eingebaute Positionssensoren und ein Gyroskop deine Hörposition zum Bildschirm auswerten, funktioniert einwandfrei. Spielt man Filme von einer unterstützten App – wie zum Beispiel Apple TV Plus – auf einem passenden Apple-Produkt ab, kann man völlig im Kino-Feeling versinken. Der Unterschied zwischen Stereo und 3D ist frappierend. Nicht nur, dass der Filmsound immer aus der Richtung des Bildschirmes kommt, der Filmsound gewinnt auch an Tiefe und wirkt feiner gestaffelt.

Smart Case: die AirPods Max in einem Hauch von Nichts

Sex sells. Und anzudeuten, was sich unter der Oberfläche verbirgt, steigert die Neugier. Verständlich also, dass Apple die Schutzhülle der AirPods Max so kompakt und „figurbetont“ wie möglich designt hat. Dreht man die Ohrmuscheln seitlich, verschwinden sie in den beiden getrennten Taschen des Smart Case. Eine magnetisch gesicherte Lasche sichert den Kopfhörer anschließend vor dem ungewollten Herausgleiten.

Vermutlich ebenfalls über einen versteckten Magneten bemerken die AirPods Max, wenn sie verstaut wurden und schalten sich automatisch in den Standby. Das funktioniert erstaunlich gut. Sobald sie wieder herausgenommen werden, verbinden sie sich augenblicklich mit dem zuletzt verbundenen Gerät. Dieses Feature funktioniert übrigens auch bei Android-Phones.

Apple AirPods Max Smart Case
Das auf das Nötigste reduzierte Smart Case schützt die Ohrmuscheln und erlaubt durch eine Aussparung den Kopfhörer auch im verpackten Zustand zu laden. | Bild: Apple

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch bei der Handhabung der AirPods Max. Es lässt sich praktisch nicht verhindern, dass die Ohrmuscheln mit ihren Metallgehäusen aneinander schlagen, wenn man sie zum verstauen zur Seite dreht. Auf Dauer könnte es so zu Kratzern kommen. Allerdings scheint das Material sehr beständig zu sein: Auch nach einer sehr strengen Testwoche und vielem Ein- und Auspacken waren keine Blessuren erkennbar.

Trotzdem schützt das „Smart“ Case nur die Ohrmuscheln, jedoch nicht den Bügel. Andere Schutzhüllen trotzen den Elementen in dieser Hinsicht besser, sind dafür aber auch klobiger und nehmen mehr Platz ein. Platzoptimierung ist offensichtlich nach wie vor eine Wichtige Größe in dem Unternehmen, dessen Gründer einst den Prototyp des ersten iPods im Aquarium versenkt haben soll. Wo Luftblasen aufsteigen, so Steve Jobs, ist auch noch ungenutzter Raum. In Puncto Platz und Design ist das Duo aus Smart Case und AirPods Max – das aus der Ferne auch für eine modische Handtasche gehalten werden kann, definitiv der Gewinner.

Bedienung: iOS vs. Android

Apple selbst schmückt sich gerne mit dem Prädikat „magisch„. Die Bedienung der AirPods Max innerhalb des Apple-Universums kann man durchaus so beschreiben. Wie gewohnt funktionieren die Geräte aus Cupertino untereinander genau so wie sie sollen. Verbindung, Wiedergabe, Paralleler Modus, alles funktioniert auf anhieb. Es ist tatsächlich fast magisch, wie intuitiv die Geräte „mitdenken“.

Die Bedienung am Gerät selbst ist eingängig und funktioniert auf Anhieb. An der Digital Crown – die ihr Vorbild in der Apple Watch hat – kannst du die Lautstärke einstellen, Lieder vor- und zurück-skippen, Musik starten und pausieren und Anrufe entgegennehmen und beenden. Die stufenlose Lautstärkeregelung steuert automatisch die, des verbundenen Apple-Gerätes, sodass man nur eine Lautstärke einstellen muss. Bei Android Phones hat man nach wie vor zwei Lautstärkeregler. Zusätzlich ertönt ein diskreter Warnton, wenn man die höchste, bzw. niedrigste Lautstärke mit der Digital Crown erreicht hat.

Apple AirPods Max Digital Crown
Mit der Digital Crown lassen sich alle wichtigen Befehle übermitteln.

Leider verzichtet Apple wie schon bei den AirPods Pro auf einen persönlich einstellbaren Equalizer. Der Klang kann also nicht selbst eingestellt werden, sondern wird allein durch das Adaptive EQ auf die Ohrmuschelposition angepasst. Wie oben beschrieben, klingt das zwar hervorragend, der Musik seinen persönlichen Touch zu geben, bleibt einem aber verwehrt.

Die AirPods Max an Android

Auch wenn man das Apple-Universum hinter sich lässt und die AirPods Max mit Geräten auf Android-Basis koppelt, bleiben viele der Grundfunktionen erhalten. Einen Anruf entgegennehmen bzw. beenden, Play/Pause und Vor/Zurück funktionieren per Digital Crown. Berührungsloses Koppeln, oder das Pausieren der Wiedergabe bei Abnahme des Kopfhörers, wird aber genau so wenig unterstützt wie 3D Audio.

Außerdem kann es bei der Musikwiedergabe via Android-Geräten zu leichten Störgeräuschen kommen, wenn man den Titel wechselt. Auch scheint die Musikwiedergabe nicht ganz so verzerrungsarm zu sein, wie es mit Apple-Playern der Fall ist: Der Mitschnitt Jocelyn B. Smiths Live-Konzert in Berlin ist fairerweise auch eine harte Nuss für jeden Treiber:

Die Kraft und Intensität mit der sie Sinatras My Way mit ganzem Lungenvolumen im Raum vibrieren lässt, zwang schon so manchen Hochtöner in die Knie. Trotzdem verzerrte die gleiche Aufnahme vom iPhone übertragen weniger als vom HiRes Player Kann der Firma Astell&Kern.

Mit Bluetooth fest verbunden

Apple setzt bei seinem Bügelhörer auf den aktuellen Bluetooth Standard 5.0 und überträgt Daten über den Apple-eigenen Codec AAC. Da AAC komprimiert, muss man bei den AirPods Max leider auf verlustfreie Musikwiedergabe verzichten. Dafür überzeugen die Ohrhörer mit einer enormen Signalstabilität!

 

Apple AirPods Max Bluetooth
Einmal verbunden, halten die AirPods Max die Bluetooth-Verbindung verlässlich.

Der Autor musste aus dem ersten Stock hinab in den Keller steigen, um die Verbindung zwischen iPhone und Kopfhörern zu kappen. Interessanterweise machte es hier keinen Unterschied, ob ein Apple Produkt oder ein Smartphone einer anderen Firma die Signale sendete. Erst auf der anderen Seite der metallenen Heizungsraumtür war das Signal zu schwach.

Apples eigener Weg beim ANC

Wie oben schon angedeutet, hält das Noise Cancelling was es verspricht. Schaltet man es über die Funktionstaste ein, legt sich ein wohliger Wattefilm über die Welt. Die Geräuschunterdrückung des herausgeforderten Spitzenmodels Sony WH1000XM4 mag dich noch effektiver von deiner Umwelt abschotten, aber das ANC des AirPods Max legt hier andere Schwerpunkte. So kann es genau die Nutzer ansprechen, denen das „ANC-Vakuum“, das unter den Sony-ANC-Hörern zu entstehen scheint, zu extrem ist. Die AirPods entfernen die störenden Umweltgeräusche nur, hinterlassen aber keine dominante Leere.

Nachdem der obige Hörtest mit allen drei Hörmodi (Transparenz, ANC, Aus) durchgeführt wurde, konnte festgestellt werden, dass alle drei Modi nur geringe Unterschiede im Klang ausmachten. Erwähnenswert ist hier lediglich, dass bei aktivierter Geräuschunterdrückung der Kopfhörer etwas von seiner Brillanz in den Höhen einbüßte. Ansonsten blieb das Klangniveau der AirPods Max gleichbleibend hoch.

Apple AirPods Max Muschel
Das ANC unterdrückt effektiv Umweltgeräusche, lässt der Musik aber trotzdem genug Raum. | Bild: Apple

Fazit: Die Apple AirPods Max als starker Partner

Mit den AirPods Max ist Apple der große Wurf mitten ins Zentrum der ANC-Welt gelungen. Wo man auch hinschaut – und hört – merkt man den Kopfhörern an, dass man sich bei der Entwicklung Zeit gelassen hat. So gut wie jedes Detail ist durchdacht und hat seinen Zweck. Von der Passform, dem Design über die Bedienbarkeit bis hin zu den Hörmodi umschwebt die AirPods Max der Nimbus der Funktionalität.

Hinter all diesen Features versteckt sich aber immer noch ein Mittel zum Musik hören. Und auch hier muss man sagen, dass Apple sehr vieles richtig gemacht hat. Die AirPods Max machen Spaß, drängen sich aber nicht auf. Weder ist der Bass zu dominant geraten, noch rutschen die Höhen in die analytische Ecken ab. Eine Stärke der AirPods Max liegt definitiv bei der Stimmwiedergabe: Gesang und gesprochenes Wort werden klar, prägnant und mit viel Gefühl dargestellt.

Apple hat mit den AirPods Max vielleicht keinen High Fidelen Kopfhörer geschaffen, mit dem man die letzten Nuancen audiophiler Musikwiedergabe erleben kann, aber ihm ist ein grundsolider Begleiter gelungen, mit dem du stundenlang abtauchen kannst.

Und das ist Apples Erstling! Auf welche Reise Apple unsere Ohren wohl in Zukunft nehmen wird? Wir dürfen sicher gespannt sein.

Aktuelle Angebote

Technische Daten
Preis 612,70 Euro
Gewicht 384,8 g
Akku-Laufzeit 20 Std. (mit Noise Cancelling oder Transparenzmodus),
Schnellladefunktion Ja, 5 Min. Laden für 1,5 Stunden Laufzeit
Bluetooth-Standard Bluetooth 5.0
Steuerungs-App Nein
Audio-Codecs AAC
Kopfhörertyp ohrumschließend
Faltbar Nein
NFC Ja
Mitgeliefertes Zubehör Lightning auf USB-C Kabel, Smart Case

Was hältst du von Apples erstem Bügelkopfhörer? Käme er für dich in Frage? Teile es uns in den Kommentaren mit!

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