Startseite Heimkino Soundbars Marshall Heston 60 im Test: Klingt die kleine Soundbar so gut, wie sie aussieht?

Marshall Heston 60 im Test: Klingt die kleine Soundbar so gut, wie sie aussieht?

Marshall möchte mir der Heston-Serie den Soundbar-Markt aufmischen. Wir testen das kleinste Modell und verraten, was der schicke Balken für 600 Euro drauf hat!
Marshall Heston 60 im Test
Anzahl Kanäle
5.1
Anschlüsse / Schnittstellen
HDMI-eARC, Sub Out, Aux, Bluetooth, WLAN
Unterstützte Soundformate
Dolby Atmos, DTS:X
AirPlay 2
Ja
Netzwerk
Ja
Sprachsteuerung
Nein
Abmessungen (BxHxT)
730 x 68 x 124 mm
Preis (UVP/Straßenpreis)
599 Euro / um 600 Euro
In Kürze
Gelungenes Soundbar-Debüt: Die Heston 60 ist klein und kompakt, liefert aber überraschend kräftigen Bass und eine starke Ausstattung – gepaart mit echtem Marshall-Charakter.
Vorteile
  • Räumlicher Klang mit überraschend viel Bass
  • Sehr gute Musikwiedergabe
  • Hochwertiges Retro-Design
Nachteile
  • Keine Fernbedienung
  • Vergleichsweise teuer
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Marshall kennen wir natürlich durch Bluetooth-Lautsprecher im markanten Retro-Design. Mit der Heston 60 wagt sich Marshall nun an eine kompakte All-in-One-Soundbar mit virtuellem Dolby Atmos. Die große Schwester konnte im Test schon punkten – wie sich jetzt die kleine Soundbar im Alltag schlägt, erfährst du hier.

Die Marshall Heston 60 findest du hier im Angebot:

So klingt die Marshall Heston 60

Im Inneren der 73 Zentimeter langen Marshall Heston 60 arbeitet ein 5.1-Setup mit einer Gesamtleistung von 56 Watt. Einen externen Subwoofer gibt es nicht – es lässt sich aber einer hinzukaufen, dazu später mehr. Ohne den externen Sub, sitzen stattdessen zwei Tieftöner direkt im Gehäuse der Soundbar. Und genau der sorgt gleich beim ersten Test für eine kleine Überraschung.

Denn die Heston 60 spielt im Bassbereich deutlich kräftiger auf, als es ihre schlanke Bauform vermuten lässt. Der Tiefton ist nicht nur hörbar, sondern in kleineren Räumen manchmal sogar leicht spürbar. Gerade bei actionreichen Filmszenen oder bassbetonter Musik schiebt sie ordentlich an. An manchen Stellen wirkt das fast etwas zu viel des Guten – die Bass-Intensität lässt sich aber problemlos im Menü zurücknehmen.

Detailansicht Marshall Heston 60 Soundbar
Sehr schick und typisch Marshall: Ein graues feinmaschiges Gewebe umfasst die Soundbar, das kupferfarbene Logo prangt an der Front.

Insgesamt liefert die Soundbar für ihre Größe eine sehr respektable Leistung im Bassbereich. Kleines Manko: Bei feinen Details – etwa dem leisen Knistern von Waldboden oder dem sanften Plätschern von Wasser – fehlt es etwas an Feingefühl. Das haben wir schon differenzierter gehört. Unterm Strich bleibt der Eindruck im Alltag aber positiv.

3D-Sound gibt es nur virtuell

Trotz der geringen Größe, zählt die Heston 60 von Marshall zu den Dolby-Atmos-Soundbars. Für die Höhen- und 3D-Effekte gibt es aber keine explizit nach oben gerichteten Lautsprecher. Diese sind der großen Schwester, der Marshall Heston 120, vorbehalten. Die Heston 60 arbeitet stattdessen mit virtuellem Dolby Atmos sowie DTS:X.

Seitenansicht Marshall Heston 60 Soundbar
Seitlich abstrahlende Lautsprecher wollen für ein noch räumlicheres und immersiveres Klangerlebnis sorgen.

Das funktioniert besser, als man zunächst erwartet. Effekte wie das Drehen der Hubschrauberrotoren kommen zwar nicht klar von der Zimmerdecke, lassen sich aber hörbar oberhalb der Soundbar verorten. Die verschiedenen Simmen aus Mad Max Fury Roads Anfangsszene lösen sich vom Gehäuse und wirken freier im Raum platziert. Für eine Soundbar ohne Upfiring-Speaker macht sie das erstaunlich gut – besser etwa als die Sonos Beam. An die Leistung einer Sennheiser Ambeo Soundbar Mini reicht sie aber nicht heran.

Im TV-Alltag gibt sich die Heston 60 ausgewogen. Stimmen klingen natürlich und klar verständlich, ohne besonders hervorzustechen. Ein eigener Sprachmodus ist vorhanden und lässt sich in seiner Intensität anpassen. Allerdings nur, solange du nicht in einem anderen Modus, wie dem Movie-Modus bist. Dort lässt sich die Sprachverständlichkeit nicht zusätzlich anheben. Das ist etwas schade, denn gerade in actionlastigen Szenen kann das hin und wieder ganz praktisch sein.

Komplettansicht Marshall Heston 60 Soundbar
Eine Soundbar, die sich einfach hören lassen kann.

Was wiederum sehr praktisch ist: Die Soundbar erkennt automatisch, wenn du von HDMI auf Musik-Streaming wechselt – und stellt entsprechend von Movie auf Musik um. Das funktioniert zuverlässig und erspart manuelles Umschalten.

Kann die Marshall Heston 60 auch musikalisch?

Bei Musik zeigt die Heston 60 am deutlichsten, wo ihre Wurzeln liegen. Marshall kommt aus dem Verstärker- und Lautsprecherbereich – und das merkt man. Gerade Pop, Rock und elektronische Tracks profitieren von der lebendigen Abstimmung. Gitarren haben Biss, Stimmen stehen angenehm präsent im Raum und Beats kommen mit so viel Nachdruck, wie es für einen integrierten Subwoofer eben möglich ist. Audiophile Feinzeichnung darfst du natürlich nicht erwarten, aber der Klang wirkt energiegeladen und macht einfach Spaß.

Für eine All-in-One-Soundbar bringt die Marshall Heston 60 überraschend viel Bass-Power, Räumlichkeit und vor allem musikalisches Feingefühl mit.

Wie sich die Marshall-Soundbar im Vergleich mit anderen All-in-One-Modellen schlägt, zeigt unsere Bestenliste:

Mehr Bass ist nachrüstbar: Mit dem Heston Sub 200

Wenn dir der Bass der Heston 60 noch nicht reicht, kannst du mit dem Heston Sub 200 nachlegen. Der Subwoofer  ist vergleichsweise kompakt gebaut, bringt sieben Kilogramm Gesamtgewicht mit und wirkt insgesamt sehr solide. Dank Wireless-Anbindung brauchst du kein zusätzliches Kabel quer durchs Wohnzimmer ziehen – Strom reicht. Die Verbindung zur Soundbar läuft kabellos und wird über die zugehörige App eingerichtet.

Marshall Sub 200
Für eine UVP von 499 Euro kannst du dir mit dem passenden Sub 200 externe tatkräftige Unterstützung für die tieferen Frequenzen holen.

Im Inneren arbeiten zwei 5,25-Zoll-Tieftöner, angetrieben mit zwei 120 Watt Class-D-Verstärkern. Das offene System arbeitet nach dem Down-Firing-Prinzip. Heißt: Der Bass wird Richtung Boden abgegeben, was für ein sattes, spürbares Fundament sorgt. Und der Subwoofer kann ganz nah an der Wand stehen.

Die Power des Subs merkt man schnell. Explosionen haben mehr Druck, elektronische Beats mehr Tiefe und auch bei orchestralen Soundtracks legt der Tiefbass nochmal deutlich zu. Der Unterschied zur Solo-Soundbar ist klar hörbar – und fühlbar.

Downfire Subwoofer 200
Die große Bassreflexöffnung arbeitet nach dem Downfire Prinzip und lässt auf voluminöse tiefe Töne hoffen. Die Intensität kannst du manuell am Sub einstellen.

Das macht sich leider aber im Portemonnaie bemerkbar. Der Sub 200 kostet nochmal rund 500 Euro extra, also fast so viel wie die Soundbar selbst. Für die Heston 60 ist er ein klares Luxus-Upgrade. Wenn du ohnehin ein möglichst starkes Atmos-Setup willst, könnte die Kombination aus der größeren Heston 120 plus Sub 200 am Ende vielleicht mehr Sinn ergeben, auch wenn du dann schon bei rund 1500 Euro liegst. Da passt die zusätzliche Bass-Power noch stimmiger ins Gesamtbild. Oder du greifst gleich zu Soundbar-Surround-Sets wie der Samsung HW-Q995GF, die im Grunde dann günstiger ist, aber deutlich mehr Raumklang bietet.

Lust auf mehr Bass? Den Subwoofer findest du hier im Angebot:

Die kleinste Marshall-Soundbar im Design- und Praxis-Check

Marshall bleibt auch bei der Heston 60 seiner Linie treu. Die Soundbar trägt klar die Handschrift der Marke. Strukturierte Oberfläche, goldene Akzente, das bekannte Logo an der Front und physische Regler statt Touch-Glasflächen. Das wirkt bewusst klassisch und hebt sich vom üblichen Soundbar-Einerlei ab. Erhältlich ist das Modell im klassischen Schwarz sowie in hellem Cream-Ton.

Mit ihrer kompakten Bauweise richtet sich die Heston 60 klar an kleinere bis mittelgroße Wohnräume. Sie ist deutlich kürzer und leichter als das größere Schwestermodell Heston 120 und wirkt entsprechend weniger wuchtig unter dem Fernseher. Während die 120er eher für große TVs und großzügige Setups gedacht ist, passt die 60er auch auf schmalere Sideboards. Das geringere Gewicht macht zudem die Wandmontage unkomplizierter.

Bedienelemente Marshall Heston 60 Soundbar
Bedienelemente und Anzeige sind in der Einheit integriert – ein separates Display gibt es nicht.

Beim Auspacken zeigt sich: Alles Wichtige ist dabei – Netzkabel, HDMI-Kabel, Wandhalterung. Nur eine Fernbedienung fehlt. Die Bedienung läuft entweder über die App oder direkt an der Soundbar.

Die Anschlüsse der Marshall Heston 60

Die Inbetriebnahme geht fix. Strom anschließen, per HDMI mit dem Fernseher verbinden – idealerweise über eARC, um Dolby-Atmos-Signale verlustfrei zu übertragen – und die Soundbar ist grundsätzlich startklar.

Anschlüsse Marshall Heston 60 Soundbar
Die Anschlusssektion ist nicht riesig, bringt aber HDMI eARC und Subwoofer-Ausgang. Eine optische Buchse gibt es nicht – dafür einen Aux-Eingang.

Stellt sich noch die Frage: Aufs Sideboard legen oder an die Wand hängen? Je nachdem, wie du die Marshall Heston 60 aufstellen möchtest, ändert sich die Ausrichtung. Laut Hersteller erkennt die Soundbar automatisch, wie sie montiert ist und passt die Klangabstimmung entsprechend an. Praktisch, dass auch das mitgelieferte Marshall Logo entsprechend angebracht werden kann. Da hat jemand aus dem Design-Team mitgedacht.

Lieferumfang Marshall Heston 60
Cool gelöst: Je nachdem, wie du die Soundbar positionierst, ob auf dem Lowboard oder an der Wand, kannst du das Logo selbst anbringen.

Zusätzlich gibt es eine Einmess-Automatik. Zwei integrierte Mikrofone analysieren den Raum und stimmen die Wiedergabe auf die akustischen Gegebenheiten ab. Das funktioniert allerdings nur in Verbindung mit der App – die du ohnehin installieren solltest.

Ein Muss zur Einrichtung und Bedienung: Die Marshall App

Eine klassische Fernbedienung legt Marshall wie schon erwähnt nicht bei. Stattdessen setzt der Hersteller auf die eigene App für Android und iOS. Die ist schnell installiert, verbindet sich zügig mit der Soundbar und dem WLAN und führt über einen Einrichtungsassistenten durch alle Schritte. Im Test lief das problemlos und ohne unnötige Hürden.

Die App ist übersichtlich aufgebaut und reagiert flott. Hier lassen sich Soundmodi wechseln, der Fünf-Band-Equalizer anpassen, Presets anlegen oder weitere Einstellungen vornehmen. Theoretisch geht das teilweise auch über die Regler direkt an der Soundbar – die Bedienung am Smartphone ist aber komfortabler.

Ist einmal alles eingestellt, relativiert sich die fehlende Fernbedienung im Alltag ohnehin:

  • Beim Fernsehen kann die Lautstärke dank HDMI-CEC einfach über die TV-Fernbedienung gesteuert werden.

  • Beim Musik-Streaming läuft sowieso alles direkt über das Smartphone.

Bei den Streaming‑Optionen ist die Heston 60 grundsolide aufgestellt: Neben der klassischen Bluetooth‑Verbindung für Smartphone‑Audio unterstützt sie Google Cast, Apple AirPlay 2, Spotify Connect und Tidal Connect.

Alles in allem ist die Marshal Heston 60 Soundbar also sehr schnell einsatzbereit und unkompliziert zu bedienen, wenn du dich an der fehlenden Fernbedienung nicht störst.

Unser Testurteil zur Marshall Heston 60

Die Marshall Heston 60 liefert für ihre Größe erstaunlich viel Bass, ordentliche Räumlichkeit und eine lebendige, musikalische Abstimmung. Im Detail nicht perfekt, insgesamt aber ein smartes, unkompliziertes All-in-One-Paket mit klarer Marshall-DNA.

Mit dem passenden Subwoofer Heston 200 machen Heimkinoabend dann noch ein gutes Stück mehr Spaß. Als Erweiterung aber nochmal fast genauso viel Geld in die Hand zu nehmen, ist schon eine Hausnummer. Hier sind Soundbars mit Subwoofer wie die Kombi Teufel Cinebar 11 für Dolby Atmos vielleicht interessanter für dich.

Hier geht’s zum aktuellen Angebot der Marshall Heston 60:

Und hier kannst du dir den Subwoofer sichern:

Technische Daten
Anzahl Kanäle 5.1
Anschlüsse / Schnittstellen HDMI-eARC, Sub Out, Aux, Bluetooth, WLAN
Unterstützte Soundformate Dolby Atmos, DTS:X
AirPlay 2 Ja
Netzwerk Ja
Sprachsteuerung Nein
Farbvarianten Schwarz, Cream
Abmessungen (BxHxT) 730 x 68 x 124 mm
Gewicht 2,7 kg
Preis (UVP/Straßenpreis) 599 Euro / um 600 Euro

Alternativen zur Marshall Heston 60 gesucht? Die findest du in unserer Liste aller von uns getesteten Soundbars:

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