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Surround-Sound ohne Kabel: So machst du dein Heimkino wireless

Kabelloses Heimkino gibt es nicht? Falsch! Wie du Surround-Sound ohne Kabel bekommst, erklären wir dir hier.
Surround-Sound ohne Kabel im Heimkino Bild: Unsplash / Adam Kenton

Für das richtige Heimkino-Erlebnis fehlt bei dir daheim noch der passende Sound? Aber das Verlegen der Kabel hält dich zurück? Es gibt einige Optionen, bei denen du möglichst kabellos auskommst. Wir zeigen dir, wie du Surround-Sound ohne Kabel in deinem Heimkino realisieren kannst.

Kabellos ist nicht gleich kabellos

Vorab müssen wir direkt festhalten: Wenn von kabellos die Rede ist, ist damit nicht gemeint, dass du komplett ohne Kabel auskommst. Es gibt zwar bereits Alternativen, mit denen du dein Heimkino mit Surround-Sound komplett ohne Kabel realisieren kannst. Die Regel ist das aber nicht.

Das spiegelt sich auch im Marketing der Hersteller von Soundbars, Lautsprechern und Co. wider. Wenn bei einer Samsung HW-Q995GF etwa von kabellosen Rücklautsprechern gesprochen wird, sind trotzdem Kabel notwendig. Stromkabel, um genau zu sein.

Rear-Speaker bei Samsung-Soundbar
Auch „kabellose“ Rear-Speaker kommen nicht ohne Strom aus.

Wir können dir also nur bedingt versprechen, dein Heimkino kabellos zu machen, denn die komplett kabellosen Alternativen lassen Wünsche offen. Stattdessen möchten wir dir helfen, dein Heimkino mit Surround-Sound mit so wenigen Kabeln wie möglich aufzubauen.

Was ist eigentlich Surround-Sound

Wenn von Surround-Sound die Rede ist, ist damit ein räumlicher Klang gemeint. Anders als bei einem herkömmlichen Stereo-Setup, stehen hier in der Regel mindestens fünf Lautsprecher im Zimmer. Entscheidend sind aber vor allem zwei Lautsprecher, die du seitlich hinter deinem Rücken platzierst. So bekommst du nicht nur eine breite Klangbühne von vorn, sondern eben auch Soundeffekte von hinten. Klassisches Beispiel: Fährt ein Auto im Film aus dem Bild in deine Richtung, hörst du auch noch, wie es sich hinter dir entfernt.

Surround-Sound bei LG DS95TR
Mit Surround-Sound sorgst du dafür, dass rund um dich herum klanglich etwas los ist. | Bild: LG

Allerdings muss jeder Lautsprecher im System verbunden sein. Das kann bei Regallautsprechern ein AV-Receiver sein, bei Soundbar-Surround-Sets die eigentliche Soundbar selbst. Bei passiven Lautsprechern musst du dafür aber ein Lautsprecherkabel verlegen. Bei Soundbars hingegen müssen die Rear-Speaker in der Regel zumindest mit Strom verbunden werden, wenn sie kabellos mit der Soundbar kommunizieren.

Es gibt jedoch ein paar Alternativen, bei denen du mit möglichst wenigen oder gar keinen Kabeln mehr auskommst. Und wenn du doch große Regal- oder Standlautsprecher verwenden möchtest, haben wir noch eine Alternative für dich, die beim Vermeiden langer Kabel helfen könnte.

Surround-Sound (fast) ohne Kabel – mit den passenden Soundbars

Der wohl einfachste Weg, im Heimkino für Surround-Sound ohne Kabel zu sorgen, sind Soundbars. Tatsächlich gehen diese oft noch einen Schritt weiter und bieten sogar Unterstützung für Dolby Atmos – ebenfalls kabellos. Oder fast.

Du könntest natürlich auf All-in-One-Soundbar setzen, die mittels Schallreflexion deinem Ohr vorgaukeln, dass auch neben oder sogar hinter dir etwas los ist. Aber selbst Spitzenmodelle, wie etwa eine Devialet Dione, können die Physik nicht aushebeln, wirklich viel ist hinter dir dann nicht los.

Sennheiser Ambeo Soundbar Plus Schrägansicht
All-in-One-Soundbars wie eine Sennheiser Ambeo Soundbar Plus können eine Alternative sein – Surround-Sound wird hier aber nur simuliert.

Besser sind also Sets mit Rear-Speakern. Wie bereits geschrieben, müssen aber bei einer kabellosen Verbindung die Rear-Speaker mit Strom versorgt werden. Anders könnte eine Übertragung nicht stattfinden. Ob Dolby-Atmos-Soundbar oder nicht, bei den meisten Soundbars sind die Rears deshalb eben nicht komplett kabellos. Ein Stromkabel musst du einstecken.

Allerdings gibt es Soundbars, die mitsamt Dolby Atmos und Surround-Sound daherkommen und ohne Kabel funktionieren. Beste Beispiele: die JBL Bar 1300MK2 oder eine Yamaha True X-Bar 50A. Die Rears sind hier nämlich im Endeffekt Bluetooth-Lautsprecher, die per Akku mit der Soundbar in Verbindung bleiben. So sparst du dir die Kabel hinterm Sofa – musst dann aber regelmäßig die Rear-Speaker aufladen.

Ganz ohne Kabel geht es nicht – oder?

Selbst eine JBL Bar 1000MK2 mit den ausgeklügelten Rears, die an der Soundbar geladen werden können, kommt nicht komplett ohne Kabel aus, um Surround-Sound zu liefern. Denn zum einen müssen Soundbar als auch mitgelieferter Subwoofer per Strom verbunden werden, zum anderen ist immer noch eine Verbindung zum Fernseher nötig. Und die funktioniert per Kabel, etwa HDMI.

Soundbar und Rears
Wenige Rears kommen dank Akku komplett ohne Kabel aus – wie hier bei der JBL Bar 1000MK2.

Surround-Sound ohne Kabel ist also selbst bei Soundbars kaum möglich. Immerhin kannst du aber viele Kabel einsparen – vor allem hinter dir. Und es gibt noch die Sony HT-AX7. Die würden wir zwar eher bei den Bluetooth-Lautsprechern verordnen, sie zählt jedoch ebenfalls zu den Soundbars. Und hier ist alles kabellos. Haupteinheit und Rears laufen per Akku, die Verbindung zum Fernseher erfolgt per Bluetooth.

Aufgrund der nicht allzu großen Akkulaufzeit und weil Bluetooth eine hörbare Verzögerung mit sich bringt, ist sie allerdings nur bedingt eine Alternative. Sonys Bravia Theatre Quad könnte in dem Fall für dich interessant sein. Hier sind es zwar gleich vier einzelne Lautsprecher, die jeweils mit Strom versorgt werden müssen. Weil aber die Positionierung im Raum nicht ganz so strikt ist, hast du großen Spielraum beim Aufstellen.

Sonos Arc Ultra Surround-Sound Set ohne Kabel
Ein Sonos-Set bringt nicht nur Surround-Sound ohne Kabel, sondern auch Musik überall, wo du willst.

Oder du setzt auf Lösungen von Sonos, etwa die Sonos Arc Ultra im Surround Set. Dank Multiroom-Support kannst du hier sogar den Sound in andere Räume mitnehmen – wenn du etwa gerne Musik hörst.

Flexibler Surround-Sound ganz ohne Kabel

Derzeit bisher nicht so verbreitet, dennoch eine Alternative: flexible Verbfindungskonzepte wie Dolby Atmos FlexConnect oder DTS Play-Fi.

Die Idee dahinter ist simpel. Lautsprecher – in der Theorie sogar verschiedener Hersteller – lassen sich über einen Standard kabellos koppeln und können dann als geschlossenes System im Heimkino agieren. Der Fernseher selbst kann einen Part übernehmen – etwa als vordere Lautsprecher. Für ein Surround-Setup benötigst du dann nur noch zwei Lautsprecher im Rücken.

TCL Z100 Testsituation
TCLs Z100 können direkt mit dem Fernseher gekoppelt werden – kein HDMI-Kabel wird benötigt, nur eine Stromzufuhr ist noch notwendig.

Die können in dem Fall kompatible Bluetooth- oder Smart-Speaker sein. Besitzen die Modelle einen Akku, wäre das gesamte System dann kabellos – da nicht einmal mehr eine HDMI-Verbindung zum Fernseher benötigt werden würde. Andernfalls musst du eben wieder für eine Stromzufuhr sorgen.

So machst du deine Lautsprecher kabellos

Was ist aber, wenn du passive Lautsprecher besitzt oder eben lieber auf große Lautsprecher setzen und diese ebenfalls kabellos machen möchtest? Geht das überhaupt? Die knappe Antwort: Ja.

Wie bei den Soundbars gilt: Ganz kabellos kannst du bereits bestehende passive Lautsprecher nicht machen. Denn irgendwie muss die Verbindung zum AV-Receiver ja dennoch zustande kommen. Aber du kannst zumindest vermeiden, meterweise Kabel durch Wohnung oder Haus legen zu müssen.

Teufel Rearstation in Praxis
Mit speziellen Adaptern kannst du selbst passive Lautsprecher flexibler machen. | Bild: Teufel

Um die Lautsprecher kabellos zu machen, benötigst du dabei externe Hardware. Dabei handelt es sich im Grunde um zwei Empfänger, die du jeweils mit deinen Rear-Speakern verbindest, und einen Sender am AV-Receiver. Und dann noch ein paar Steckdosen. Ja, auch Lautsprecherkabel werden dann noch benötigt. In Verbindung mit Lautsprecherständern sind die aber schnell versteckt und am Ende bis du flexibel bei der Aufstellung – sofern eine Steckdose in der Nähe ist.

Eine mögliche Option auf dem Markt findest du hier im Angebot:

Den Sender verbindest du im Falle der Teufel Rearstation dann einfach mit den Pre-Outs an deinem AV-Receiver. Anschließend kannst du die Einmessung durchlaufen lassen und kabellosen Surround-Sound genießen.

Aktive-Lautsprecher für Surround-Sound ohne Kabel

Setzt du hingegen auf Aktivlautsprecher, ist es nachträglich schwer, diese kabellos zu machen. Wenn dir der Punkt jedoch wichtig ist und du erst noch dein Heimkino aufbauen möchtest, dann gibt es durchaus auch hier passende Optionen.

Dali Opticon 7 C Paar
Lautsprecher wie die Dali Opticon 7 C können als kabellose Rears verwendet werden.

Lautsprecher-Hersteller Dali etwa setzt bei den C-Varianten beliebter Lautsprecher, etwa der Dali Oberon 7 C, auf kabellose Verbindungen. So kannst du ganz bequem mit Rears oder Wandlautsprecher der Marke Surround-Sound ganz ohne Kabel ins Wohnzimmer holen. Zugegeben, das geht dann schon ins Geld und den passenden Sound Hub brauchst du dann ebenfalls. Aber wenn du wirklich das Maximum aus deinem Heimkino herausholen möchtest, ohne auf Kabel oder Dritt-Hersteller-Lösungen zu bauen, ist das die wohl beste Möglichkeit.

Fazit: So wird Surround-Sound kabellos

Du siehst: Ganz ohne Kabel geht es in der Regel nicht. Aber einige Alternativen gibt es bereits – auch, um schon bestehende System kabellos zu machen. Und bei vielen anderen Soundbars oder Lautsprechern wird zumindest nur eine Steckdose verlangt. Sobald Dolby Atmos FlexConnect und DTS Play-Fi mehr Fahrt aufnehmen, kannst du ihn Zukunft vielleicht sogar komplett auf Kabel verzichten  – zumindest für eine Akkuladung lang.

Aktuell ist der einfachste Weg zu einem kabellosen Heimkino wohl ein Surround-Set mit Soundbar:

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