Fosi Audio ZD3 im Test: Der DAC fürs kleine Budget
- D/A-Wandlung PCM
- 768 kHz / 32 Bit
- D/A-Wandlung DSD
- DSD512
- Kopfhörer-Verstärker
- –
- Akku
- –
- Eingänge
- USB-B, Koax, Optisch, HDMI-ARC, Bluetooth aptX HD
- Ausgänge
- Cinch, XLR
- Kopfhörer-Anschluss
- –
- Stromversorgung
- Steckernetzteil 12V
- Preis
- 189,90 Euro
Alles, was ein moderner HiFi-DAC braucht, findest du am Fosi ZD3. Dank Lautstärkeregelung und kräftigem Ausgang kannst du ihn direkt an der Endstufe oder an Aktivlautsprechern betreiben, dank HDMI-ARC auch am TV.
- Bietet trotz kompaktem Format alle wichtigen Ein- und Ausgänge
- Dank HDMI-ARC perfekt mit TV integrierbar
- Kraftvoller, weiträumiger Klang
- Keine Nachteile gefunden
Mit kompakten, preiswerten Class-D-Verstärkern feiert Fosi einen Erfolg nach dem anderen. Aber ohne ein technisch wie designmäßig passendes Frontend sind solche Mini-Amps natürlich nur der halbe Spaß. Der Fosi Audio ZD3 spielt diese Rolle perfekt: ein D/A-Wandler mit Lautstärkeregelung, voll fernbedienbar, mit allen wichtigen und wünschenswerten Schnittstellen und modernster Wandlertechnik. Im generell eher günstigen Fosi-Lineup ist er damit bereits das Flaggschiff unter den digitalen Musikquellen – obwohl er nicht mal 200 Euro kostet.
Hier bekommst du den DAC von Fosi:
Fosi Audio ZD3 im Hörtest: unaufdringliche Genauigkeit
Die bestmögliche Datenquelle für den ZD3 ist in unserem Test ein MacBook Pro mit dem klangoptimierten Musikprogramm Audirvana. Roon würde natürlich genauso gut gehen. Hauptsache, der Zuspieler nutzt den asynchronen USB-Eingang am Heck des ZD3, der tatsächlich ganz subtil, aber doch nachvollziehbar besser klingt als die anderen Eingänge.

Den Unterschied hört man nicht direkt im Ton – also im Sinne von hell oder dunkel, rau oder weich. Sondern in der höheren Ordnung und Ausdruckskraft der Musik. Wie gesagt: subtil. Rein tonal gibt sich der Fosi betont unauffällig. Er versucht also nicht, mit übertriebenem Hochtonglanz auf seine Qualitäten aufmerksam zu machen, sondern musiziert beherrscht und fast ein bisschen warm.
In vielen Fällen werden solche DACs ja als Upgrade für existierende Digital-Player (mit-)verwendet. Tatsächlich holt der Fosi aus einem älteren Sony-CD-Player über dessen Digitalausgang einen deutlich ausgewogeneren, druckvolleren Klang heraus, als wenn der Player seine eingebauten D/A-Wandler verwendet.

Auch der supergünstige Streaming-Puck WiiM Mini ist nicht wiederzuerkennen, wenn er Musik von Streaming-Diensten, Webradio oder der lokalen Festplatte nicht selbst wandelt. Kümmert er sich nur um den Stream und leitet die Daten via optischem Kabel dem ZD3 weiter, ist „klangliches Upgrade“ schon fast ein zu kleines Wort. Aus den XLR- und Cinchausgängen des Fosi-DACs strömt die Musik dann mit kraftvollem Bass und weitem, stabilem Raum heraus.
Neugierig, wie der Fosi Audio ZD3 im Vergleich mit anderen DACs abschneidet? Unsere Bestenliste hat die Antwort:
Lohnend auch an modernen Playern
Dass der im ZD3 verwendete ESS-Wandlerchip noch aufwendiger implementiert werden kann, steht außer Zweifel. Wenn ein Linn Sneaky aus dem Jahr 2008 über seine eigenen Analog-Ausgänge noch dynamischer und musikalisch gehaltvoller klingt, dann liegt das nicht an seinen historischen DAC-Chips per se, sondern daran, dass ihnen in dem Gerät mit großem Aufwand ein ideales Umfeld geschaffen wurde. Aufwand, der für 200 Euro auch von einer völlig selbstlosen Firma nicht darstellbar wäre. Aber es geht auch hier knapp aus.

Beim Vergleich mit dem WiiM Ultra kann der ZD3 wieder seinen USB-Input nutzen, da der Ultra über einen entsprechenden Ausgang verfügt. Wir hören nun also abwechselnd den WiiM Ultra und den Fosi Audio ZD3 direkt an der Endstufe. Wobei der ZD3 die Musikdaten per USB vom WiiM erhält. Laura Mvulas Sing To The Moon in der üppig orchestrierten Fassung mit dem Metropole Orkest vom Album At Abbey Road liefert Argumente pro Fosi. Dessen breiter, cremig-sonorer Orchesterklang hüllt uns noch angenehmer ein als der etwas pointiertere, aber auch schlankere Sound des Wiim im Alleingang.
Fosi Audio ZD3: Technischer Aufbau und Praxis
Schon namentlich beansprucht der ZD3 einen Platz als offizieller Begleiter des Fosi-Verstärkers ZA3. Wie dieser bewohnt der ZD3 ein solides Strangguss-Gehäuse aus Aluminium. An der Frontplatte sitzt ein eloxierter Aluknopf, der drei Funktionen erfüllt: Langes Drücken schaltet den ZD3 ein oder aus, ein kurzer Druck wechselt zum nächsten Eingang, Drehen ändert erwartungsgemäß die Lautstärke.

Wobei die tatsächliche Pegelabsenkung hier im D/A-Wandlerchip geschieht – der Drehknopf liefert nur die Steuerimpulse. Rückmeldung bekommst du über ein hübsches, kreisrundes OLED-Panel, das zentral schön groß den aktuellen Lautstärkewert anzeigt. Am Displayrand findest du zudem Informationen über den gewählten Eingang, die aktuelle Signalart und die Samplingrate.
Die Signalart ist insofern interessant, als der ZD3 über seinen USB-Eingang nicht nur das übliche PCM, sondern auch das Einbit-Format DSD versteht. Und zwar bis hinauf zum seltenen, ultra-hochauflösenden DSD512. Neben USB bietet der Fosi aber auch Eingänge für Koax- und optisches S/PDIF an, sowie eine HDMI-ARC-Schnittstelle mit voller CEC-Unterstützung.

Damit übernimmt der Fosi die Tonausgabe deines Fernsehers, schaltet sich zusammen mit diesem ein und gehorcht dessen Volume-Steuerbefehlen. In dem Zusammenhang besonders praktisch ist der Triggerausgang des ZD3. So schaltet sich nicht nur der DAC ein, wenn du den TV startest, sondern per Triggerleitung auch deine Endstufe(n).
Moderner Chipsatz, tauschbare Op-Amps
Für die entscheidende Aufgabe der D/A-Wandlung hat das Fosi-Team mit dem ES9039Q2M das Neueste und Schickste eingekauft, das der Chiphersteller ESS liefern kann. Auch dessen Siliziumkollegen sind nicht von schlechten Eltern: Das USB-Interface managt der Hauptprozessor XMOS XU316, Bluetooth steuert der moderne QCC3031 von Qualcomm bei. Weshalb der Fosi nicht nur ordinäres Bluetooth, sondern auch die besser klingenden Codecs aptX und aptX HD unterstützt.

Und dann gibt es da noch ein Fosi-typisches Feature, das den Spieltrieb vor allem etwas audiophilerer Nutzer:innen beflügelt: Tauschbare Op-Amps. Das sind kleine Verstärkerchips, die zur Aufbereitung und Stabilisierung des analogen Signals benötigt werden. Drei davon – jeweils in der besonders kritischen Position unmittelbar nach dem DAC-Chip – hat Fosi nicht direkt auf die Platine gelötet, sondern in IC-Sockel gesteckt.

So kannst du im Handumdrehen statt der serienmäßigen, auch schon nicht schäbigen LME49720 eine ganze Reihe noch höherwertiger Bausteine einwechseln. Die Auswahl reicht von Edel-ICs wie dem MUSES02 bis zu diskreten Op-Amp-Modulen etwa von SparkoS – und kann schnell teurer werden als der DAC, in den du die Chips einsetzt.
Voll symmetrisch
Sofern du einen Verstärker angeschlossen hast, der dies unterstützt, liegt es nahe, die symmetrischen XLR-Ausgänge des ZD3 zu verwenden. Denn bei einem DAC entsteht das benötigte differentielle Signal praktisch von selbst. Die entsprechenden Ausgänge des ESS-Chips müssen im Gerät nur noch verstärkt und gepuffert werden. Neben den XLR-Outputs, die auch die im Studio häufig anzutreffenden Viertelzoll-TRS-Stecker akzeptieren, liegt aber natürlich auch noch ein Paar ganz normaler Cinch-Ausgänge.

Die Lautstärke aller Ausgänge ist selbstverständlich regel- und fernbedienbar. Sofern du keine analogen Quellen mehr nutzt, ersetzt der ZD3 also den Vorverstärker und treibt mit bis zu 5 Volt Ausgangsspannung auch etwas weniger empfindliche Endstufen-Eingänge. Du möchtest den ZD3 als reinen DAC nutzen und die Lautstärke zum Beispiel in einem separaten Vorverstärker regeln? Dann kannst du die Volume-Funktion mit einem Bypass-Schiebeschalter am Geräteboden deaktivieren.

Die Platzierung ist bewusst etwas versteckt. Denn wenn du den ZD3 direkt an einer Endstufe (oder zwei Monos) betreibst, willst du auf keinen Fall, dass ein neugieriger Besucher mal den Knopf da ausprobiert und damit versehentlich deine Boxen sprengt.
Unser Fazit zum Fosi Audio ZD3
Die Boxen können sogar etwas größer ausfallen. Weil Fosi dir dafür mehr Budget lässt. Indem der chinesische Hersteller seine Geräte aufs absolut Wesentliche reduziert, dabei aber die rasante Entwicklung in der Digital- und Verstärkertechnik voll mitnimmt, macht er vollwertigen HiFi-Klang tatsächlich sehr erschwinglich.
Und ermöglicht durch den modularen, kompakten Aufbau fast unsichtbare Anlagen. Einen ZD3 mit irgendeinem Streaming-Dongle – etwa einem WiiM Mini – bekommst du auf jedem Sideboard noch neben den Fernseher. Die Endstufen können – wenn du Monos nimmst – direkt zu den Lautsprechern wandern. Hinter denen wird immer genug Platz sein, weil sich Boxen – anders als beispielsweise D/A-Wandler – nicht beliebig miniaturisieren lassen.
Hier kannst du den Fosi Audio ZD3 direkt bestellen:
| Technische Daten | |
| D/A-Wandlung PCM | 768 kHz / 32 Bit |
| D/A-Wandlung DSD | DSD512 |
| Kopfhörer-Verstärker | – |
| Akku | – |
| Akku-Laufzeit | – |
| Ladedauer | – |
| Eingänge | USB-B, Koax, Optisch, HDMI-ARC, Bluetooth aptX HD |
| Ausgänge | Cinch, XLR |
| Kopfhörer-Anschluss | – |
| Display | Lautstärke, Signalformat, Abtastrate, Eingang |
| Abmessungen (BxHxT) | 150 x 50 x 180 mm |
| Stromversorgung | Steckernetzteil 12V |
| Gewicht | 1 kg |
| Preis | 189,90 Euro |
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