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Smart-TVs: Streaming-Dienste und TV-Sender eröffnen den Kampf gegen Amazon, Google und mehr

Smart-TVs sind zum Schlachtfeld für Big-Tech geworden. Dabei geht es um viel Geld. Einige Firmen wünschen sich, dass die EU einschreitet.
Fernsehsender und Streaming-Dienste kritisieren die Macht von Big-Tech über Smart-TVs. Bild: Samsung

Dein Smart-TV ist im Verborgenen längst zu einem Schlachtfeld geworden. Das Ziel: die Eroberung deiner Aufmerksamkeit. Dies wollen nicht nur Fernsehsender und Streaming-Dienste erreichen, sondern auch Werbetreibende. Die endgültige Macht haben oft die Plattformanbieter wie Amazon (Fire TV), Google (Android TV, Google TV) und Samsung (Tizen). In der EU wird nun durch Branchenverbände der Ruf nach Regulierung laut.

Diese Forderung stammt unter anderem von der Association of Commercial Television and Video on Demand Services in Europe (ACT). Dahinter stecken bekannte Fernsehsender und Inhaber von Streaming-Diensten wie Disney, NBCUniversal, Paramount, Sky und Warner Bros. Discovery. Der Appell: Weil Google mit Android TV / Google TV Marktanteile von über 23 % hält und auch Amazon mit Fire OS und Samsung mit Tizen auf jeweils 12 bzw. 24 % kommen, sollten sie innerhalb der Europäischen Union als sogenannte „Gatekeeper“ gelten. Diese Einstufung nach dem Digital Markets Act (DMA) bedingt zusätzliche Verpflichtungen, etwa ein Öffnen der Plattform und das Vermeiden von Diskriminierung.

Google TV ist eine der wichtigsten Smart-TV-Plattformen.
Google TV ist eine der wichtigsten Smart-TV-Plattformen. | Bild: Google

Die Fernsehsender und Streaming-Anbieter erläutern, dass wenige bedeutende TV-Hersteller darüber entscheiden, was Millionen von Nutzer:innen täglich zu sehen bekommen. Es entstehe eine Abhängigkeit der Branche von derartigen Big-Tech-Unternehmen, welche entscheiden, wer das Publikum noch erreichen kann und wer nicht. Die Hersteller könnten ihre Marktmacht missbrauchen, etwa indem sie technisch verhindern, dass die Nutzer ihre Plattform verlassen oder die Apps wechseln.

Smart-TVs: Fokussierung auf wenige Ökosysteme

Beispielsweise könnte man Anbietern wie LG, Samsung oder Google unterstellen, dass sie z. B. die User:innen ihrer Plattformen am liebsten auf eigenen FAST-Plattformen wie den LG Channels oder Samsung TV Plus halten wollen, um möglichst hohe Werbeeinnahmen zu generieren. Das könnte sie z. B. dazu verführen, es Nutzer:innen zu erschweren, Konkurrenzangebote zu verwenden oder zu ihnen zu wechseln. Die EU-Kommission hat bestätigt, dass sie sich mit der Kritik des Branchenverbandes beschäftigen wird.

In diesem Bezug kritisiert man auch digitale Assistenten wie Amazon Alexa, Apple Siri oder Google Gemini. Auch diese werden immer mehr zu Gatekeepern, vor allem mit zunehmenden KI-Funktionen, die direkt bestimmen, was du zu hören und zu sehen bekommst. Das betrifft dann nicht nur Smart-TVs, sondern z. B. auch Smart-Speaker und mehr (via Reuters).

Ob die EU-Kommission in diesen Fällen eingreifen wird, muss die Zeit zeigen. Zu bestreiten ist nicht, dass diejenigen, welche die führenden Smart-TV-Plattformen kontrollieren, eine enorme Macht haben. Viele Hersteller kochen da aber auch ihr eigenes Süppchen. Beispielsweise hat sich die Marke Philips just zugunsten des eigenen Titan OS von Google TV abgewandt.

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