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Sony LinkBuds Clip im Test: Schlechter als ihre Vorgänger?

Mit den LinkBuds Clip stellt Sony ihren LinkBuds Open ein weiteres Paar Open-Ears zur Seite. Wir haben die neuen Kopfhörer getestet und verraten dir, ob sie überhaupt mit der hauseigenen Konkurrenz mithalten können.
Sony LinkBuds Clip Titelild | HIFI.DE Test
Bluetooth-Standard
5.3
Akku-Laufzeit
9 Std. / mit Ladecase bis zu 37 Std.
Schnellladefunktion
10 Minuten Laden für 5 Std. Wiedergabe
Noise Cancelling
Nein
Wassergeschützt
IPX4
Preis
199 Euro
In Kürze
Die ersten Clip-On-Kopfhörer von Sony überzeugen mit ausführlicher Personalisierbarkeit, gutem Halt und hervorragender Akkuleistung. Leider spart Sony bei der Bluetooth-Ausstattung, sodass die LinkBuds Clip neben den LinkBuds Open eher wie ein Downgrade wirken.
Vorteile
  • Starker Akku
  • Natürliche Transparenz
Nachteile
  • Mäßiger Sound
  • Kein kabelloses Laden
  • Kein Auracast
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Die Sony LinkBuds waren bisher für ihr innovatives Design samt löchrigem Treiber bekannt. Bei den LinkBuds Clip handelt es sich ebenfalls um Open-Ear-Kopfhörer, die allerdings – der Name lässt’s schon vermuten – auf das bewährte Clip-On-Design einiger Konkurrenten setzen. Wir haben Sonys neueste Open-Ears auf Herz und Nieren getestet und verraten dir, was sie von der Konkurrenz abhebt.

Hier bekommst du die Sony LinkBuds Open:

Sony LinkBuds Clip im Klangtest

Gleich zu Beginn des Klangtests, wir starten mit Chet Fakers Over You, erleben wir einen kurzen Schockmoment. Die Open-Ears klingen hohl, dumpf und nicht wirklich ausgeglichen, Stimmen verhangen und fast nuschelig. Dieser erste Eindruck dürfte wohl auch für die zahlreichen negativen Rezensionen des Sounds der LinkBuds Clip verantwortlich sein, auf die man bei der Online-Recherche schnell stößt.

Sony LinkBuds Clip – Case in der Hand
Die LinkBuds Clip sollten zu Beginn dringend mit der App verknüpft werden.

Warum wir nur von einem kurzen Schockmoment sprechen? Wir werfen direkt einen Blick in die App, um die Werkseinstellungen zu überprüfen, und stoßen relativ schnell auf den Übeltäter. Ab Werk sind die LinkBuds Clip nämlich auf den Hörmodus „Sprachverstärkung“ eingestellt, der wohl Stimmen deutlich hervorheben soll. Sobald wir auf „Standard“ umstellen, begegnet uns gleich schon ein viel ausbalancierteres Klangbild, mit dem wir in den Klangtest starten. Dass die Werkseinstellungen so eine abschreckende Wirkung haben können, ist für ein Produkt wie die LinkBuds Clip aber natürlich trotzdem wirklich ungünstig.

Besser im Standardmodus

Wir machen da weiter, wo wir aufgehört haben, und hören uns Chet Fakers Over You und ein paar weitere Tracks seines Albums A Love For Strangers an. Der Schleier fällt und die Kopfhörer klingen deutlich klarer als zuvor. Over You klingt jetzt gefällig, Chet Fakers Stimme deutlich näher und natürlicher und selbst die Drums zischen weniger.

Dabei bleibt aber der Eindruck bestehen, dass wir das, jedenfalls von anderen Clip-on-Modellen, schon etwas besser gehört haben. Die Schwierigkeiten bei der Tiefen-Abbildung sind erwartbar, auch in den Höhen spielen die Sony LinkBuds Clip aber nicht ganz so klar auf wie etwa die Huawei FreeClip 2.

Als Nächstes hören wir uns mit Doechiis NISSAN ALTIMA, Liang Lawrences Lila und Christine and the Queens‘ Full of Life gleich durch unterschiedlichste Genres und landen immer wieder bei einem ähnlichen Ergebnis. Während es in den Tiefen nicht besonders kräftig wird, klingen Höhen und Mitten nicht unmittelbar genug, um auch bei langem Hören wirklich Stimmung zu machen.

Sony LinkBuds Clip – Beide Buds
Klangtechnisch setzen die LinkBuds Clip im Open-Ear-Sektor keine neuen Maßstäbe, klingen aber solide.

Das reicht dann zwar definitiv für unterhaltsame Beschallung im Hintergrund, aktives Zuhören in ruhigen Umgebungen offenbart dann aber doch recht schnell die Schwächen der LinkBuds Clip. Den besten Eindruck hinterlassen die Open-Ears tatsächlich bei Podcasts. Hier bringt der recht unaufdringliche Sound nichts durcheinander und macht die Kopfhörer auch im Alltag zu angenehmen Begleitern.

Du suchst nach einem Überblick über die besten Open-Ears auf dem Markt? Hier wirst du fündig:

Sound Connect: Viele Klang-Optionen in der App

Wer schon mal Open-Ears am Ohr hatte, wird sich der Wichtigkeit eines kompetenten Equalizers sicherlich bewusst sein. Das eigenwillige Klangbild unterschiedlicher Open-Ear-Kopfhörer erfordert in der Regel nämlich einiges an Feintuning, ehe es individuell an die Nutzer:innen und ihre Ohren angepasst ist. Zum Glück ist in der Sound-Connect-App ein solcher Zehn-Band-Equalizer auch vorhanden und leistet ganze Arbeit dabei, die LinkBuds Clip für diverse Genres zu wappnen. Natürlich werden aus den Hörern dadurch nicht urplötzlich audiophile Klangwunder, besser klingen sie danach trotzdem.

Sony LinkBuds Clip – Buds und Case
In der App stehen diverse Klangfilter für die LinkBuds Clip zur Verfügung.

Neben dem Equalizer bietet die App auch noch einige Klangfilter, die direkt über das Startmenü angewählt werden können. „Reduzierung Klangverlust“ etwa soll verhindern, dass Menschen in deiner Umgebung etwas von der Musik mitbekommen, die du aktuell hörst. Dafür werden die Höhen stark abgeschwächt. Das sorgt für etwas überfüllte Mitten und ein wenig detailliertes Klangbild, erfüllt aber seinen Zweck. Mit dem Filter „Sprachverstärkung“ werden Stimmen hingegen hervorgehoben, was wir insbesondere beim Podcast-Hören in der Öffentlichkeit empfehlen können. Open-Ears lassen konzeptbedingt viel Umgebungslärm zu dir durchdringen, mit der „Sprachverstärkung“ bleiben Podcasts auch im vollen Fitness-Studio verständlich.

Der dritte Filter im Bunde, „Hintergrundmusik“, soll die Musikwiedergabe so klingen lassen, als käme sie aus der Tiefe des Raumes und eben nicht aus Treibern direkt am Ohr. Laut Sony wolle man das Gefühl simulieren, im Café einer Playlist zu lauschen. In der Praxis klingt die Wiedergabe dadurch stark verzerrt und etwas hallig. Um die Musik tatsächlich so zu hören, wie sie konzipiert wurde, ist der Filter also nichts. Wenn dir das Klangbild trotzdem zusagt, ist das aber natürlich ein nettes Zusatz-Gimmick.

Bedienung: Gut gelungene Touch-Gesten

Zur Bedienung der LinkBuds Clip ohne Griff zum Smartphone genügt ein einfaches Tippen auf die Gummibrücke der Buds. Das gelingt im Test auch recht intuitiv und ohne größere Probleme, sobald wir uns einmal dran gewöhnt haben.

Sony LinkBuds Clip – Bedienung
Zur Bedienung tippst du einfach auf die Brücke. Das gelingt im Test der LinkBuds Clip verlässlich.

Da man zur Bedienung weder auf den Treiber noch auf das Gegengewicht drücken muss, beeinflusst die Touch-Bedienung auch den Tragekomfort kaum. Die Open-Ears bleiben fest am Ohr, egal welche Kommandos wir abgeben. Damit gefallen uns die LinkBuds Clip im Test etwas besser als die Soundcore C30i, bei denen die Touch-Steuerung responsiver hätte ausfallen können.

Zur Personalisierung der Touch-Bedienung stehen dir in der App diverse Presets zur Verfügung. Du kannst also bestimmen, ob deine Kopfhörer etwa die Wiedergabe oder den Hörmodus steuern sollen, die Befehle aber nicht einzeln zuweisen.

Auto Switch – warum fehlte das Feature?

Etwas irritiert waren wir bei den Sony LinkBuds Clip davon, dass die Funktion „Auto Switch“ zum Start nicht unterstützt wurde. Für alle, die bisher noch nicht mit der LinkBuds-Familie vertraut sind, hier eine kleine Einführung. Mit „Auto Switch“ verstehen sich deine (LinkBuds-)Kopfhörer lückenlos mit dem LinkBuds Speaker. Das heißt, dass die Wiedergabe, sobald du die Kopfhörer absetzt, automatisch auf dem Bluetooth-Lautsprecher fortgesetzt wird – und umgekehrt.

Sony LinkBuds Clip – Buds im Case

Das kann bei Telefonaten oder unerwartetem Besuch wirklich praktisch sein und wurde mittlerweile auch schon auf die WH- und WF-Flaggschiffe von Sony ausgeweitet. Obwohl LinkBuds Open und LinkBuds Fit das Feature unterstützen, verzichtete Sony zum Start der LinkBuds Clip aber darauf. Sony kündigte bereits zum Start der Open-Ears an, das Feature nachliefern zu wollen. Mittlerweile kann die Funktion über ein Software-Update in der App nachgerüstet werden.

Starker Akku, aber kein Auracast: LinkBuds Clip im Praxistest

Beim zunächst fehlenden „Auto Switch“ schossen die Augenbrauen im Test schon ein erstes Mal verdutzt in die Höhe, bei der Bluetooth-Ausstattung passiert’s gleich noch mal. Die Sony LinkBuds Clip setzen zwar auch auf Bluetooth 5.3, dafür fehlen im direkten Vergleich mit den LinkBuds Open aber sowohl der effiziente Codec LC3 als auch der Sony-eigene höherauflösende Codec LDAC.

Sony LinkBuds Clip – Ladecase Funktionen
Bei der Akkuleistung glänzen die LinkBuds Clip, bei der Bluetooth-Ausstattung weniger.

Auch Auracast wird nicht mehr unterstützt. Wir werden das Gefühl nicht los, dass die LinkBuds Clip weniger eine Alternative zu den LinkBuds Open als eine versteckte Light-Version sein sollen, obwohl die UVP bei beiden gleich hoch – nämlich bei 199 Euro – liegt. Einzig beim Akku überflügeln die LinkBuds Clip ihr Gegenstück locker. Neun Stunden am Stück und 37 Stunden mit dem Ladecase sind beachtlich und womöglich auch der Grund dafür, dass bei der restlichen Ausstattung gespart wurde. Im Großen und Ganzen hätten wir uns aber doch mehr über Auracast und Co. gefreut.

Design: Bleibt der LinkBuds-Familie treu

Designtechnisch lassen sich die Sony LinkBuds Clip am ehesten mit der Konkurrenz von Bose oder EarFun vergleichen. Ähnlich wie die Bose Ultra Open Earbuds setzen die LinkBuds Clip auf eine breite Gummibrücke, die Treiber und Gegengewicht verbindet. Allerdings rollt sich diese Brücke nicht wie bei Boses Modell aus, sondern formt auch im abgelegten Zustand einen Bogen, wie etwa bei den EarFun Clip.

Sony LinkBuds Clip – Buds mit Aufsatz
Ein mitgelieferter Aufsatz soll den Sitz an jedem Ohr garantieren. Wir brauchen ihn im Test nicht.

Die Brücke fällt dabei recht flexibel aus, sodass die Open-Ears an den meisten Ohren sicheren Halt finden dürften. Sollten sie bei dir wider Erwarten doch locker sitzen, legt Sony noch einen Aufsatz bei, den du an der Brücke befestigen kannst.

Das Ladecase der LinkBuds Clip ist im Grunde baugleich mit dem der LinkBuds Open. So setzt Sony hier auf ein poppiges Zusammenspiel aus matten und glänzenden Oberflächen und eine ansprechende „Kissen“-Optik.

Sony LinkBuds Clip – Ladecase Design
Den ikonischen Look der anderen LinkBuds-Modelle übernimmt Sony beim Case – inklusive der Möglichkeit zur Personalisierung mit Überzügen.

Wenn dir die Farbgestaltung des Cases etwas zu monoton ist, kannst du hier noch mit zusätzlichen Bezügen nachhelfen und deinen Open-Ears etwas Farbe verleihen. Das gilt im Übrigen auch für die Aufsätze, die im Set mit einem farblichen Überzug enthalten sind. Kostenpunkt für das optische Gimmick: 25 Euro.

Unser Fazit zu den Sony LinkBuds Clip

Leider sind die LinkBuds Clip nicht die besten Open-Ear-Kopfhörer aus dem Hause Sony, sondern einfach „nur“ gute Clip-On-Kopfhörer. Sound- und designtechnisch können die LinkBuds Clip keinen neuen Akzente setzen und die fehlenden Bluetooth-Funktionen im Vergleich zum Geschwister-Modell hinterlassen einen faden Beigeschmack. Gleichwohl erfüllen die Open-Ears ihren Zweck, klingen gefällig und qualifizieren sich mit ihrer Akkulaufzeit als echte Langläufer auch für die Sporttasche. Das stolze Preisschild ist angesichts der Konkurrenz von EarFun, Soundcore und Co. aktuell aber nur schwer zu rechtfertigen.

HIFI.DE Testsiegel Open-Ear-Kopfhörer Sony LinkBuds Clip 7.8

Hier kannst du die LinkBuds Clip bestellen:

Technische Daten
Bluetooth-Standard 5.3
Akku-Laufzeit 9 Std. / mit Ladecase bis zu 37 Std.
Schnellladefunktion 10 Minuten Laden für 5 Std. Wiedergabe
Noise Cancelling Nein
Codecs SBC, AAC
Wassergeschützt IPX4
Anschlüsse des Ladecase USB-C
Gewicht Hörer: 6,4g | Ladecase: 42g
Preis 199 Euro

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