Startseite HiFi Elektronik Streaming-Verstärker Burmester 232 im Test: Edel-Amp aus Berlin brilliert nicht nur beim Klang

Burmester 232 im Test: Edel-Amp aus Berlin brilliert nicht nur beim Klang

Auch, wenn du es ihm nicht ansiehst: Der Burmester 232 ist der „Einstiegs“-Vollverstärker der Edelmanufaktur. Wir haben ihn samt Phono- und Streaming-Modul zum Test gebeten.
HIFI.DE Test | Burmester 232
Leistung
2x 95 Watt / 8 Ohm, 2x 150 Watt / 4 Ohm
Eingänge
2x XLR, 1x Phono MC (XLR), 1x Digital Optisch, 1x Digital Koax, 1x USB-C (asynchron), 1x HDMI-ARC, 1x AES/EBU, 2x USB-A, 1x Micro-SD
Quellen kabellos
Bluetooth, Airplay 2
Integrierte Streamingdienste
Tidal Connect, Qobuz Connect, Spotify Connect
Roon ready
Ja
Gehäuse-Ausführungen
Silber, Schwarz
Abmessungen (BxHxT)
450 x 177 x 480 mm
Gewicht
29 kg
Preis
17.900–26.800 Euro (Je nach Modulwahl)
In Kürze
Der Burmester 232 ist mehr als nur der jüngste Spross eines edlen HiFi-Stammbaums. In ihm vereinen die Berliner mitreißenden, lupenreinen Klang mit einer phänomenalen Bedienung und einer Verarbeitung, die ihresgleichen sucht.
Vorteile
  • Großer, weiter und hochpräziser Klang
  • Paradebeispiel in Bass- und Impulskontrolle
  • Makellose Verarbeitung, luxuriöse Haptik
  • Tolle App mit vorbildlich vielen Einstell-Optionen
Nachteile
  • Phono-Modul nur für MC-Systeme verfügbar
  • Kopfhörerbuchse schwer erreichbar
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Es gibt eine Handvoll Audio-Hersteller, die du kennst, auch ohne jemals einen Fuß in einen HiFi-Laden gesetzt zu haben. Ihr Ruf und ihr Standing haben sie sich oftmals über viele Jahrzehnte erarbeitet. Sie alle wecken Begierde – oftmals alleine schon deshalb, weil du auch zu den obersten Prozent gehören möchtest, die sich solchen Luxus leisten können. Doch hinter sündhaft teurem High End steckt nicht nur der Wunsch, sich mit viel Protz von der Masse abzuheben. Oftmals ist der Preis schlichtweg das Resultat sorgsamer Handarbeit und kompromissloser Fertigung. Zeit ist Geld und bei High-End-Artikeln nimmt man sich eben deutlich mehr Zeit für Korrekturschleifen und Perfektionierung. Wie sehr man diesen Aufwand dem Verstärker Burmester 232 anhört, haben wir in unserem Hörraum getestet.

Burmester 232 Testsituation mit Audio Physic Midex, Naim NSC 222 und Naim NAP 250
Der Burmester 232 muss sich in unserem Hörraum an diversen Lautsprechern beweisen.

Als Teil der Classic Line bildet der Burmester 232 den „Einstieg“, zwar nicht in die HiFi-Welt, aber doch in Burmesters Portfolio. Mit knapp 18.000 Euro kostet der Verstärker mehr als so manche HiFi-Anlage. Und das ist nur der Preis für die Grundausstattung. Über zwei Modulfächer auf der Rückseite kannst du ihn um weitere Funktionen erweitern. Für 5900 Euro bekommst du das Streaming-Modul. Weitere 3000 Euro und der Burmester 232 versteht sich auch mit deinem Plattenspieler – solange dieser ein MC-System verbaut hat. Für unseren Test haben wir uns die 26.800 Euro und knapp 30 Kilogramm schwere Vollversion ins Rack gehievt.

Hier findest du den Burmester 232 nicht nur in der Vollversion, sondern in allen Kombinationen aus Modulen und Farben:

Burmester 232 im Detail

Egal, für welche Variante des Burmester 232 du dich entscheidest, Vorverstärker und Endstufen bekommst du immer. Im einfachsten Fall musst du also nur noch ein Paar Lautsprecher an seine massiven Polklemmen anschließen und ein LAN-Kabel einstöpseln. Natürlich kann der 232 aber auch noch viel mehr, wie ein Blick auf seine Rückseite zeigt. Was dir direkt auffallen wird: Es gibt kein einziges Cinch-Pärchen. Alle analogen Schnittstellen sind als symmetrische XLR-Buchsen ausgeführt.

Burmester 232 Rückseite schräg
Wir haben den Burmester 232 in seiner Vollausstattung mit Phono- und Streaming-Modul getestet. An analogen und digitalen Schnittstellen bleibt kaum ein Wunsch offen.

Zwei Hochpegeleingänge stehen auf diese Weise für CD-Player und Co. bereit, ein dritter führt direkt auf die Phono-Platine und ist für deinen Plattenspieler mit MC-System reserviert. Entstammen auch deine HiFi-Quellen dem Burmester-Kosmos, ist das kein Problem. Für den Fall, dass du Quellen mit unsymmetrischer Verkabelung hast, legt dir Burmester zwei Adapter mit in den Karton.

Viel Digitales, kein Cinch

Auch ohne die Scheine für das Streaming-Modul auszugeben, gönnt dir Burmester noch eine Reihe digitaler Schnittstellen: zweimal USB-A für Sticks und Festplatten, einmal USB-C für PC-Audio, einen Micro-SD-Kartenschlitz und HDMI eARC für deinen Fernseher. Die in den meisten Wohnzimmern wohl wichtigste Schnittstelle kostet dich also keinen weiteren Cent. Mit dem Streaming-Modul bekommst du hingegen noch einen optischen und einen koaxialen Eingang, was wir eher zur Standard-Ausstattung gezählt hätten als USB, und eine XLR-Buchse für AES/EBU-Signale. Gleichzeitig kannst du deine Musik jetzt auch optisch und koaxial an einen externen DAC schicken.

Burmester 232 DAC-Streaming-Modul Detail
Das DAC-Streaming-Modul verbindet den 232 mit allen wichtigen Streamingdiensten.

Alternativ zu den Lautsprecherklemmen kann deine Musik den Burmester 232 auch über ein XLR-Paar samt passendem Subwoofer-Ausgang verlassen. Du hast die Wahl, ob du den 232 als reine Quelle (fixe Lautstärke) oder als Vorverstärker an passenden Endstufen (variable Lautstärke) nutzt. Für unseren Test haben wir sowohl unseren testerprobten Audio Physic Midex als auch die Wilson Audio Sabrina V mit dem Burmester 232 verkabelt.

Der Klang des Burmester 232 – Präzisionsmaschine mit großer Bühne

Anfangs teilt sich der Burmester 232 das Rack noch mit der bereits getesteten Vor-Endstufen-Kombi aus Naim NSC 222 und Naim NAP 250. Übereinandergestapelt kommen die beiden auf eine vergleichbare Höhe wie der Luxus-Amp, kosten in Summe aber deutlich weniger als dieser in Vollausstattung – und mit genau dieser müssen wir ihn vergleichen: Denn die Naim-Kombi bringt Streaming und Phono-Eingang bereits von Haus aus mit.

Burmester 232 Front schräg rechts
Der Burmester 232 ist optisch wie klanglich ein edles Bollwerk.

Doch die Investition in den Burmester kann sich dennoch lohnen – nicht nur, wenn du britische Schlichtheit gegen Berliner Exklusivität tauschen möchtest. Denn der Burmester packt die große Lupe aus, unter der dir jede Facette deiner Musik ganz nahegebracht wird. Die Naim-Kombi lässt dich ebenfalls nichts missen, behält dabei aber einen etwas entspannteren, über allem schwebenden Klang, der sich nicht auf Einzelheiten fokussiert. So bekommt Ren Eryn Gills Gitarre in Hi Ren mehr sonore Grundtöne und der Raum, in dem der Waliser mit seinem Alter Ego streitet, wird greifbarer. Dafür klingt über den 232 seine Stimme noch mal spritzig-knackiger.

Dieser prickelnde Eindruck setzt sich auch bei Reveille von Blackbird Raum fort: Gitarren, Fiddle, Waschbrett, Akkordeon – sie alle werden durch den Burmester 232 noch klarer umrissen. Gleichzeitig schwillt die Bühne nicht bloß eine Spur nach außen an, die Künstler:innen scheinen auch aus der Hocke aufzuspringen, als sich das Geschehen vor uns um einige Zentimeter vom Hörraumboden löst.

Einen in unseren Augen noch spannenderen Vergleich beschert uns der erst unlängst getestete AVM Ovation CS 8.3 S. An den Standlautsprechern Sabrina V lässt er nichts anbrennen und verteidigt seinen Ruf als bester All-in-One-Player vehement. Im direkten A/B-Vergleich – natürlich bei abgeglichenen Pegeln – spielt er groß, breit und mit einer überragenden Räumlichkeit.

Vergleich der Giganten

Wenn Andrew Bird in Make a Picture seine Geigensaiten zupft, wird der Nachhall fast plastisch greifbar. Der Burmester 232 kommt ihm hier schon sehr nahe, überholen kann er den AVM-Boliden aber in Sachen Kontrolle und Impulsverhalten: Die Trommelfelle in Good Will Hunting von Black Country, New Road klingen über den 232 noch mal energetischer nach, die Becken scheinen Funken zu schlagen.

Aber mach dir keine Sorgen: Die hier beschriebenen Unterschiede sind zwar zweifellos hörbar, mit beiden Verstärkern wirst du aber wunschlos glücklich werden. Der etwas ganzheitlich-harmonischere Klangcharakter des AVM hindert ihn zu keinem Zeitpunkt daran, schönste Akzente zu setzen. Der etwas detailliertere, straffere Klang des Burmester hindert uns nicht daran, uns immer wieder vollkommen in der Musik zu verlieren, die sich in immer wieder neuen Schattierungen vor uns entfaltet.

Oder um es anders auszudrücken: Als letzten Testsong wählten wir Auroras Running with the Wolves in der Version aus dem Film WolfWalkers. Beide Verstärker schafften es, dass wir mit ihrem Rudel durch den Wald liefen. Der Punkt ging in diesem speziellen Fall aber an den Burmester, der die irische Bodhrán-Trommel noch schöner in Szene setzen konnte.

Phono-Modul: Gut, aber nicht unschlagbar

Womit wir uns leider nicht ganz so gut anfreunden konnten, war das Phono-Modul. Für den Test haben wir unseren treuen Rega Planar 3 RS mit einem Apheta 3 ausgestattet. Ein MC-Tonabnehmer also, der mehr kostet als der Plattenspieler selbst. Klanglich trotzdem ein phänomenales Gespann, das gnadenlos ehrlich alles aus deiner Plattenrille zieht.

Als Herausforderer trat wieder der ebenfalls genaustens einstellbare Phono-Eingang des CS 8.3 S an. Zusätzlich haben wir den SPL Phonos als externe Phono-Referenz ins Rack gestellt. Letztere zeigten sich in unserem Test als klanglich nah verwandt. Während der Burmester 232 zwar weiterhin mit einer etwas breiteren Abbildung punkten konnte, überholten ihn dieses Mal die Herausforderer in Sachen Auflösung und Plastizität. So inszenierte der Phonos, die vom Cellobogen gestrichenen Gitarrensaiten auf Lankums Ode to Lullaby deutlich besser. Auch profitierte Everybody Scream von Florence + the Machine über den CS 8.3 S von knackigeren Stimmen und mehr Tieftonkontrolle.

Burmester 232 Display Phono-Impedanz
Natürlich kannst du die Phono-Einstellungen auch direkt am Gerät anpassen.

Ob dir ein noch mal gesteigerter Vinylgenuss einen externen Phono-Vorverstärker im Regal rechtfertigt, musst du selbst wissen. Aufgeräumter und einfacher zu bedienen ist definitiv das Phono-Modul des Burmester 232. Gerade die Möglichkeit, einfach per App die Impedanz und Verstärkung anzupassen, ist fast einmalig. Und auch klanglich kommst du mit ihm schon extrem weit. Dir zu sagen, dass es für knapp 3000 Euro besser klingende Alternativen gibt, sehen wir jedoch als unsere Pflicht an.

Neugierig geworden? Weitere von uns getestete Streaming-Verstärker findest du in unserer Bestenliste:

Der Aufbau des Burmester 232

Im Vergleich zu anderen Herstellern hält sich Burmester bei den Zutaten des 232 eher bedeckt. Der Verstärker soll für sich sprechen – und klingen. Wir wissen jedoch, dass es sich bei ihm um einen Verstärker mit Doppel-Mono-Aufbau handelt. Ein Blick ins Innere zeigt dann auch die sorgsam auf der Innenseite der seitlichen Kühlrippen verschraubten Transistoren für den linken und rechten Kanal. Hinter dem Display sitzt, vertikal statt horizontal, der dicke, gut versiegelte Ringkerntrafo, der sie mit sauberer Energie versorgt.

Burmester 232 Innenansicht von oben
Streng getrennt stehen sich die beiden Endstufen gegenüber. Über der schwarzen Hauptplatine sind das Streaming- (links) und das Phono-Modul (rechts) gut zu erkennen. | Bild: Burmester

150 Watt Dauerleistung an vier Ohm können so pro Kanal freigesetzt werden. Das klingt vielleicht nicht nach sonderlich viel, wenn man sich die utopischen Leistungsangaben anderer Produkte anschaut, es kommt aber immer darauf an, was du mit dieser Leistung machst. In unserem Test hatten wir zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dem Verstärker mangele es an Kraftreserven. Ganz im Gegenteil. Und da der Burmester 232 in Verstärkerklasse A/B arbeitet, wird auch mehr der hineingesteckten Energie in Klang verwandelt. Seine Kühlrippen werden daher selten mehr als handwarm.

Burmester 232 Zubehör
Zum Zubehör des Burmester 232 gehört nicht nur ein hochwertiges Stromkabel, sondern auch ein Adapterpaar für eine Quelle mit Cinch-Kabeln.

Statt auf typischen Gumminoppen ruhen die knapp 30 Kilo Gewicht des Verstärkers auf vier, mit den Eckpfeilern verschraubten und mit Filz beklebten, Metallscheiben. Das sorgt für einen sauberen Look und spart Platz, da der Verstärker sich kaum vom Untergrund abhebt. Allerdings erschwert es auch den Transport, weil du kaum mit deinen Fingern unter den massigen Alublock kommst. Wir empfehlen wärmstens, auf ein zweites Paar Hände und vier Handschuhe zurückzugreifen.

Vielseitiges Chromrad, hervorragende App

Wenden wir uns der Bedienung zu. Für diese hat der Burmester dem 232 ein besonders schmuckes Terminal mit berührungsempfindlichen Tastern und einem nur im eingeschalteten Zustand sichtbaren Display mitgegeben. Der eigentliche Star ist aber das von Burmester „Drehgeber“ getaufte Pegelrad. Und nachdem uns klar wurde, was der schwere Chromzylinder alles kann, würden wir das Rad auch nicht mehr so nennen. Denn neben der Pegelanpassung kannst du mit ihm auch durch die Menüs und Playlists skippen, das Gerät ein- und ausschalten, und Quellen auswählen. Das Konzept ist nicht neu, dass sich das Rad aber je nach Aufgabe unterschiedliche Haptik-Signale gibt, schon.

Burmester 232 Drehregler Detail in Benutzung
Das Drehgefühl des Reglers passt sich seiner Aufgabe an, was ein ganz besonderes haptisches Erlebnis erzeugt.

Je nach Aufgabe wird ein Ferrofluid im Radlager elektromagnetisch angeregt. So kann das Rad bei der Lautstärkeanpassung über leichte Widerstände hinweg surren, oder aber ganz blockieren, wenn du in einem Menupunkt die unterste Option erreicht hast. Ein immenser Entwicklungsaufwand, der, seien wir ehrlich, den Verstärker keinen Deut besser klingen lässt. Aber gerade das zeichnet High End ja auch aus: über das Mindestmaß an Aufwand hinauszuschauen. Selten hat uns ein Gerät so einfach von der Couch gelockt, um Einstellungen vorzunehmen. Und das, obwohl App und Fernbedienung ihren Job auch mehr als gut machen.

Kennen wir diese Fernbedienung nicht schon?

Letztere wirkt auf den ersten Blick fast schon unverhältnismäßig. Gerade, wenn man an die vielen aus dem Vollen gefrästen Alu-Stäbe denkt, die zu ähnlich bepreisten HiFi-Geräten gehören. Eine ganz ähnliche kennen wir von Samsung-Fernsehern wie dem DU7170. Doch nur hochwertige Materialien machen eine Fernbedienung nicht automatisch gut. Mit der Fernbedienung des AVM CS 8.3 S etwa könntest du dich zwar gegen Einbrecher verteidigen, die winzigen Knöpfe lassen sich aber selbst am helllichten Tag kaum einem Befehl zuordnen. Ein intuitiv verständliches, auf das Wesentliche reduziertes Modell wie jenes des Burmester 232 ist uns da deutlich lieber.

Burmester 232 Fernbedienung
Die Fernbedienung ist vielleicht nicht die größte, sie ist aber gut verarbeitet und intuitiv bedienbar.

Und falls du es noch einfacher haben möchtest – oder die Fernbedienung wieder in der Sofaritze abgetaucht ist –, greifst du einfach zur App. Diese ist nicht etwa von einem der großen Softwarefirmen dazugekauft worden, sondern wurde im Berliner Stammhaus von einem zehnköpfigen Team entwickelt. Das kostet eine Menge Geld und ist bei weitem nicht selbstverständlich. Doch der Aufwand zahlt sich aus.

App aus eigener Entwicklung

Egal, ob du die Lautstärke anpassen, die Quelle wechseln oder einen der Eingänge zum AV-Passthrough erklären willst – über die App ist das alles ein Kinderspiel. Und die Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen. So sollen mit dem nächsten Update DAC-Filter-Presets hinzugefügt werden. Übrigens musst du laut Burmester nicht auf die Bedienung per Smartphone verzichten, nur weil du dich gegen das DAC-Streaming-Modul entschieden hast: Die für die Kommunikation mit der App nötige LAN-Buchse ist schon in der Grundausstattung des Burmesters 232 enthalten.

Burmester 232 Kopfhörerbuchse
Die Kopfhörerbuchse versteckt sich auf der Rückseite des 232. Das sorgt für eine aufgeräumtere Front, erschwert aber die Nutzung.

Was wir hingegen nicht verstehen, ist die Kopfhörerbuchse, die Burmester zu den restlichen Schnittstellen auf die Rückseite des 232 verbannt hat. Natürlich stört so kein schwarzes Loch die wunderschöne Front. Willst du aber Musik über deine HiFi-Kopfhörer hören, musst du dich erst hinknien und die große Klinke durch den Kabeljungle auf der Rückseite manövrieren. Eine ähnliche, taktisch fragwürdige Entscheidung hat uns schon beim Dan D’Agostino Progression Integrated verwundert. Immerhin kannst du im Output-Manager zwischen den Ausgängen wechseln. Der Kopfhörer kann also eingesteckt bleiben, ohne dadurch die Lautsprecher dauerhaft zu deaktivieren.

Unser Fazit zum Burmester 232

Es stimmt: Es gibt ganze Stereoanlagen für 10.000 Euro, mit denen du viele Jahre lang wunschlos glücklich sein wirst. Der Burmester 232 kostet schon ohne sein Streaming- und Phono-Modul deutlich mehr. Und doch lässt er dich gerade als Streaming-Verstärker genauso wunschlos glücklich zurück. In unseren Augen gibt es kaum eine optisch und haptisch ansprechendere Art, Verstärker, Streamer und Phono-Vorverstärker in einem Gehäuse unterzubringen. Klanglich konnte uns der 232 besonders mit digitaler Kost oder über seine symmetrischen Eingänge begeistern. Auch das Phono-Modul macht seine Aufgabe gut, es gibt aber gleichpreisige, externe Lösungen, die noch mehr aus deiner Vinylsammlung herauskitzeln. Die umfängliche Anpassbarkeit via App an deinen Tonabnehmer ist jedoch ein enormer Zugewinn, der zudem keinen weiteren Stellplatz im Regal einnimmt.

HIFI.DE Testsiegel | High-End-Verstärker Burmester 232 9.6

Hier kannst du den Burmester 232 in allen Ausbaustufen bestellen:

Technische Daten
Leistung 2x 95 Watt / 8 Ohm, 2x 150 Watt / 4 Ohm
Eingänge 2x XLR, 1x Phono MC (XLR), 1x Digital Optisch, 1x Digital Koax, 1x USB-C (asynchron), 1x HDMI-ARC, 1x AES/EBU, 2x USB-A, 1x Micro-SD
Audio-Ausgänge 1 Paar Lautsprecherklemmen, 1x Pre Out (XLR), 1x Subwoofer (XLR) 2x Digital (Koax, TOSlink), Kopfhörer (6,3 mm)
Quellen kabellos Bluetooth, Airplay 2
Integrierte Streamingdienste Tidal Connect, Qobuz Connect, Spotify Connect
MQA
Roon ready Ja
Multiroom
Raumeinmessung
Netzwerk WLAN, LAN
Gehäuse-Ausführungen Silber, Schwarz
Abmessungen (BxHxT) 450 x 177 x 480 mm
Gewicht 29 kg
Mitgeliefertes Zubehör Fernbedienung, XLR-Cinch-Adapter
Preis 17.900–26.800 Euro (Je nach Modulwahl)

Noch auf der Suche nach den passenden Lautsprechern? Hier haben wir dir alle von uns getesteten High-End-Lautsprecher zusammengestellt:

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