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Teufel Cinebar One im Test: Kleine Bar, großer Klang?

Ob vom TV, Computer oder Smartphone - dieser ultrakompakte Lautsprecher soll deinen Lieblingsklängen für wenig Geld ein Update verpassen. Ob das funktioniert?
Teufel Cinebar One im Test: Kleine Bar, großer Klang?
Anschlüsse / Schnittstellen
HDMI-ARC, Optisch, Bluetooth, USB Soundkarte, Aux-in
Netzwerk
nein
Farbvarianten
Weiß, Schwarz
Abmessungen (BxHxT)
35 x 6,8 x 11,3 cm
Preis
299,99 Euro
In Kürze
Die Cinebar One ist ein Allrounder für kleine Räume, die TV-Sound zu mehr Präzision, Blockbustern zu mehr Dynamik und PC-Spielen zu mehr Mittendrin-Feeling verhilft. HiFi-Sound darfst du nicht erwarten aber eine gute Leistung für nur 300 Euro.
Vorteile
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Integrierte USB-Soundkarte
  • Kompakte TV/PC-Soundlösung für kleine oder Zweit-Räume
Nachteile
  • Keine smarten Funktionen
  • Geringe Maximallautstärke

Mit der ultrakompakten Cinebar One verspricht Teufel großen Sound aus kleinstem Gehäuse. Ein Universalgenie soll die 35 Zentimeter kurze Bar sein – ob als Upgrade für den TV-Sound, als PC-Lautsprecher oder Bluetooth-Box. Die Dynamore Technologie zaubert kinoähnlichen Flair in kleine Räume – so die Theorie. Wie viel Kraft wirklich in der kleinen Schwester der Teufel Cinebar 11 steckt, haben wir getestet.

Die Cinebar One ist derzeit beim Hersteller Teufel erhältlich:

Klein aber oho? Schafft die ultrakompakte Teufelbar den Durchbruch?

Schon das Vorgängermodell der Cinebar One konnte damals überzeugen – angesichts der ungeheuer kompakten Abmessungen und des niedrigen Preises. Nun hat Teufel nicht nur an äußeren Stellschrauben wie dem Touchpanel oder einer schicken Stoffabdeckung gedreht, sondern auch die untere Grenzfrequenz sowie Surroundsound-Verarbeitung verbessert.

Neben der Teufel Cinebar One haben wir viele weitere Soundbar-Modelle getestet, die genialen Sound wiedergeben können.

Detailaufnahme Cinebar One
Ihre teuflische Herkunft kann auch diese Soundbar nicht verleugnen, möge sie noch so klein und kompakt sein. In der Mitte prangt prominent der Marken-Schriftzug.

Es klingt überraschend gut und natürlich. Vier 50 Millimeter große Breitbandtreiber, angefeuert von einem Class D Verstärker, stehlen deinen TV-Speakern die Show. Die Cinebar klingt schön direkt und sauber. Für Talkshows oder Nachrichtensendungen steht ein entsprechender  Modus namens „Voice“ zur Verfügung, der die Stimmen für unseren Geschmack aber etwas zu sehr hervorhebt und so nicht zum dauerhaften Zuhören einlädt.

Auch beim Zuspiel von Musik kann die Soundbar mit Präzision und Natürlichkeit punkten. Dabei empfiehlt sich der gleichnamige Soundmode. Das Umswitchen auf „Movie“ macht bei Live-Konzerten Sinn. Drehst du die Lautstärke auf, stößt die Cinebar schnell an ihre Grenzen. Für die Beschallung deines Partykellers oder Heimkinos solltest du aber auch nach einer anderen Lösung Ausschau halten.

Innenansicht
In dieser kleinen Soundbar steckt viel Lautsprecher-Technik: Zwei der vier Treiber sind seitlich angebracht und für den Raumklang verantwortlich. | Bild: Teufel

Mehr Raumklang mit Dynamore

Der Teufel steckt bei der Cinebar One Plus nicht nur im Detail, sondern vor allem in „Dynamore“, der Technologie zur virtuellen Surroundsound-Aufbereitung. Die je links und rechts ins Gehäuse eingelassenen Speaker schicken den Klang an die Wände, wo er schließlich über Reflexionen vom menschlichen Ohr als eigentliche Quelle verortet wird. Das wird durch die Aktivierung der Dynamore Funktion über die Fernbedienung noch verstärkt. Spielst du echten Surround Sound zu, werden diese Signale direkt an die beiden außen platzierten Speaker weitergegeben.

In der Praxis klappt die künstliche Vergrößerung der Klangbühne gut, natürlich insbesondere beim Zuspiel von Action-Content, wie Mad Max, Fury Road. Das Mittendrin-Gefühl stellt sich ein und lässt dich die physischen Abmessungen der Bar vergessen. Dafür musst du aber wie so oft mit Genauigkeitsverlusten klar kommen, die sich glücklicherweise in Grenzen halten. Ein natürliches Gesamtbild bleibt bewahrt.

Auch ohne aktiviertes Dynamore wächst die Cinebar One über sich hinaus und überzeugt mit ausgewogenen Klängen und angesichts ihrer Größe überraschend viel Bass.

Duo Soundbar und Sub
Neben der ultrakompakten Cinebar One sieht der optional erhältliche Subwoofer geradezu riesig aus. Wer möchte, kann ihn liegend unter der Couch verstecken.

Dreamteam: Mit dem T6 wird aus der Cinebar One die Cinebar One +

Apropos Bass. Auch wenn die kleine Bar eine respektable Tiefton-Performance hinlegt, darfst du nicht zu viel erwarten. Aber Teufel hat eine Lösung in petto: Für einen Aufpreis von 100 Euro kannst du dir tiefere Bässe und noch mehr Heimkinofeeling nach Hause holen. Die Kombi aus Cinebar One und T6 Subwoofer hört auf den Namen CINEBAR ONE+ und eignet sich für etwas größere Räume bzw. Hörzonen ab 15 m², wie der Hersteller selbst angibt.

Wir können bestätigen, dass der schmale Bassreflex-Woofer mit seinem 16,5 Zentimeter Tieftöner aus Zellulose die Teufel-Soundbar an der richtigen Stelle entlastet und bei Actionfilmen sowie Partyrhythmen echten Mehrwert bietet. So kommt das Duo auf eine wohlverdiente Endnote von 7,7. Verwendest du die Mini-Bar als Computer-Speaker, reicht ihre Solo-Performance aber vollkommen aus.

Subwoofer T6 Anschlüsse
Je nachdem, wo du den Sub platzierst – ob frei stehend im Raum, in einer Ecke oder liegend unter dem Sofa – wird der Klang entsprechend angepasst.

Die Teufel Cinebar One im Praxis-Test

Ausgepackt ist die Cinebar One im Handumdrehen. Der kleine Karton lässt zu Beginn eher auf einen Bluetooth Speaker, denn auf eine Soundbar schließen. Zum Vorschein kommt der Mini-Klangriegel mit Abmessungen von gerade einmal 35 x 6,8 x 11,3 Zentimetern, die zugehörige Fernbedienung, ein Netzteil und eine Schnellstartanleitung. Weitere Kabel liegen nicht bei, was bei einem UVP von 300 Euro aber auch völlig in Ordnung ist. Da wurde besser jeder Euro in die Lautsprecher-Technik gesteckt.

Optisch gibt es nur kleine Veränderungen zum Vorgänger. Wahlweise in schwarzer oder weißer Farbe erhältlich dürfte auch dieses Testmodell vor den TV (oder Computer) passen, ohne den Infrarot-Sensor zu verdecken. Materialien wie Glas oder Aluminium wurden bei diesem Preis natürlich nicht verarbeitet. Aber ihr Äußeres macht einen sehr soliden Eindruck, die Stoffabdeckung an der Front fügt sich passend ein und auch sonst kann die Bar mit ihrer cleanen Optik punkten.

Rückseite Teufel Cinebar One
Auf der Rückseite sehen wir das Bassreflexrohr sowie Bohrungen für eine Wand-Montage. Die Anschlüsse sind praktischerweise etwas nach hinten versetzt, um lästigem Kabelgewirr vorzubeugen.

Per USB Kabel zu mehr PC-Klang

Auf der Rückseite ist alles da, was es zur Verbindung mit dem Fernseher oder möglichen Zuspielern gibt: HDMI (CEC/ARC), Toslink, Aux-in, sowie USB. Letztere Verbindung weist eine praktische Besonderheit auf: Dank integrierter USB-Soundkarte kannst du die Cinebar One auch als Lautsprecher für deinen PC oder Mac einsetzen, ob zum Gaming oder die nächste Videokonferenz im Home Office. Das klappt auf Anhieb und ohne Installation einer optionalen Software. Zur Koppelung mit einem passenden Subwoofer steht eine Pairing-Taste zur Auswahl.

So schnell wie du die Box ausgepackt hast, ist sie auch angeschlossen. Wir wählen zunächst HDMI zur Verbindung mit dem Fernseher. Wie bei vielen aktuellen Soundbars kannst du sie dank CEC auch gleich mittels TV-Fernbedienung steuern, was Power oder Lautstärke anbelangt. Für alle weiteren Befehle greifst du auf die kleine Teufel-Fernbedienung aus schwarzem Kunststoff zurück, die zwar wirklich nicht groß ausfällt, dafür aber alle wichtigen Funktionen bereithält – und mit ihren Abmessungen natürlich gut zur Hauptakteurin passt.

Fernbedienung Teufel Cinebar One
Alle wichtigen Befehle lassen sich mit Hilfe dieser leichten und kompakten Fernbedienung ausführen.

Alternativ steht ein Touchpanel auf der Oberseite zur manuellen Bedienung bereit: Power, Bluetooth, Quelle, Lautstärke. Im Praxistest reagiert die Soundbar schnell, wenn auch das „Ausschalten“ etwas Nachdruck erfordert. Neu im Vergleich zum Vorgängermodell sind unter anderem die sieben mehrfarbigen Status-LEDs an der Front, die sich als äußerst praktisch erweisen. Veränderst du die Lautstärke oder passt den Equalizer an, kannst du die Veränderungen an der Zu- oder Abnahme der Lichter bequem ablesen.

Eine zugehörige App oder smarte Features gibt es nicht. Musik kannst du vom Handy oder Tablet via Bluetooth 5.0 abspielen. Dank aptX Codec klappt das in sehr guter Qualität.

Soundbar Ansicht von vorne
Fällt kaum auf und passt vor viele TVs: Wer möchte kann die gerade einmal 1 Kilogramm leichte Box auch schnell mal von A nach B tragen.

Test-Fazit zur Teufel Cinebar One

Mit einem „Update in Sound“ wirbt der Berliner Lautsprecher-Hersteller auf der Produktwebseite der Cinebar One. Hinter den Slogan können wir getrost ein Häkchen setzen. Diese Mini-Soundbar eignet sich perfekt für alle, die ihren TV-Klang verbessern, das Gaming Erlebnis am PC intensivieren oder auch einfach nur Musik via Bluetooth streamen möchten, ohne dabei tief in die Tasche greifen zu müssen. Du suchst nach einer TV-Soundlösung für dein Zweitzimmer oder Büro? Auch dann ist die Cinebar One eine exzellente Wahl.

Natürlich stößt sie irgendwann an ihre Leistungsgrenze. Auch smarte Funktionen wurden von der Feature-Liste gestrichen. Aber du darfst dir sicher sein, dass Teufel hier die maximale klangliche Performance aus dem 35-Zentimeter Speaker holt, um dir für nur 300 Euro mehr Mittendrin-Feeling in deine vier (kleinen) Wände zu zaubern.

 

Hier gehts zum aktuellen Angebot:

Technische Daten
Anzahl Kanäle 4
Anschlüsse / Schnittstellen HDMI-ARC, Optisch, Bluetooth, USB Soundkarte, Aux-in
Unterstützte Soundformate Dolby Digital
AirPlay 2 nein
Netzwerk nein
Sprachsteuerung nein
Farbvarianten Weiß, Schwarz
Abmessungen (BxHxT) 35 x 6,8 x 11,3 cm
Gewicht 1 kg
Preis 299,99 Euro

Hier findest du weitere Soundbars, die in unserem Testlabor von unseren Expert*innen geprüft wurden:

Was hältst du von der Teufel Cinebar One? Worauf kommt es dir bei einer Soundbar an? Schreib es uns in die Kommentare!

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