Startseite Fernseher LG OLED B3 im Test: Der bessere OLED-Einstieg?

LG OLED B3 im Test: Der bessere OLED-Einstieg?

Der LG OLED B3 verspricht auf dem Papier viel von dem, was auch die größeren Modelle auszeichnet. Ob das zu ähnlichen Ergebnissen führt, finden wir im Testbericht heraus.
LG OLED B3 im Test
Panel Typ
OLED
Auflösung
4K (3.840 x 2.160)
Verfügbare Größen
55", 65", 77"
Getestete Größe
55"
HDR-Unterstützung
HDR10, HLG, Dolby Vision
Bildfrequenz
100 / 120 Hz
Video-Eingänge
2 x HDMI 2.1, 2 x HDMI 2.0
Preis (UVP/Straßenpreis)
1.899 € (UVP)
In Kürze
Der LG OLED B3 kann als Einstiegs-OLED absolut überzeugen: Erstklassige Bildqualität trifft hier auf alle wichtigen Gaming-Features und viel Bedienkomfort.
Vorteile
  • Hohe Bildqualität
  • Sehr hoher Kontrast und Farbtreue
  • Gute, übersichtliche Bedienung
  • Alle relevanten Gaming-Features von HDMI 2.1
Nachteile
  • Etwas schwacher Klang
  • Kein HDR10+
Für Links auf dieser Seite erhält HIFI.DE evtl. eine Provision vom Shop. Weitere Infos

Als Testmuster haben wir den LG OLED 55B39LA geliefert bekommen. Du kannst es also schon rauslesen: ein 55-Zoll-Fernseher. Die B3-Reihe der LG OLEDs gibt es außerdem noch in den Größen 65 sowie 77 Zoll. Der LG OLED B3 stellt dabei den direkten Nachfolger des LG OLED B2 dar.

So präsentiert sich der LG OLED B3

  • Schlanke Optik
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Etwas breiter Standfuß

Anders als beim LG OLED C3, der sein neues “Outfit” bereits in der zweiten Generation trägt, setzt der LG OLED B3 noch auf die alte Optik. Sprich: Er sieht den Vorgängern zum Verwechseln ähnlich.

Profil LG OLED B3
Ultraflaches Display oben, unterer Bereich mit all der Technik.

So präsentiert sich der LG OLED B3 recht klassisch als typischer OLED-Fernseher. Oben sitzt nur das dünne Display, im unteren Bereich wird der Fernseher dicker, um die gesamte Technik unterzubringen.

Nahaufnahme Standfuß
Der Standfuß erinnert an alte Zeiten – und passt eigentlich gut zum 10-jährigen LG-OLED-Jubiläum.

Wirklich anders ist vor allem der Standfuß, der ebenfalls an die früheren LG-Fernseher mit OLED-Technik erinnert. Von vorn betrachtet weist er eine trapezartige Form auf und benötigt zudem mehr Platz auf Lowboard und Co., da er breiter als bei den Topmodellen ausfällt. Bei Verarbeitung gibt es jedoch nichts zu meckern, weshalb die Optik LG C3 vs. LG B3 letztlich auf Geschmack hinausläuft. Immerhin hat der C3-Standfuß eine Metalloberfläche, der B3 begnügt sich mit Kunststoff.

LG OLED B3: Bildqualität auf Spitzenniveau

  • OLED-typische Schwarzwerte und Kontraste
  • Hohe Farbreinheit
  • Detailreich in dunklen Szenen

Eigentlich sollte es nicht überraschen, dass der LG OLED B3 ebenfalls ganz oben bei der Bildqualität mitspielt. Schließlich kommt hier keine Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz, wie es bei LCD- oder QLED-Fernsehern der Fall ist. Stattdessen leuchten die einzelnen OLED-Pixel selbst, was sehr hohe Kontraste ermöglicht. Und natürlich perfektes Schwarz, da sich die einzelnen Pixel in dem Fall einfach ausschalten.

Zu dem sehr guten Eindruck trägt auch der richtig breite Betrachtungswinkel bei. Es spielt schlicht kaum eine Rolle, wo du sitzt, aus nahezu jeder Position kannst du quasi unverfälschte Farben genießen. Nur solltest du den Raum besser etwas abdunkeln, direkte Lichteinflüsse spiegelt der LG OLED B3 in einem Meter Entfernung zu etwa 1,4 Prozent zurück.

Die Spitzenreiter in unserer Bestenliste der OLED-Fernseher – etwa der Samsung S95C – sind teilweise deutlich besser entspiegelt:

HDR-Performance am LG B3

Dass er jedoch nicht ganz oben in der Liste der Fernseher mit der besten Bildqualität mitmischen kann, liegt vor allem an der vergleichsweise niedrigen Spitzenhelligkeit. Ein LG OLED C3 bietet hier etwa höhere Werte, Spitzenmodelle wie der LG OLED G4, der Panasonic MZW2004, der Samsung S95C oder Samsung QN90C kratzen derweil an den 2.000 Nits. Und der LG OLED B3? Der liegt etwas über einem Metz MOD9001 und erreicht vergleichsweise magere 600 Nits Spitzenhelligkeit bei HDR-Inhalten – trotz ausgeschalteter Energiespar-Optionen! Damit du möglichst helle und lebendige HDR-Bilder siehst, solltest du also in den allgemeinen Einstellungen aufs Energiesparen verzichten.

Greyscale Treacking HDR Calman
Mit rund 600 Nits Spitzenhelligkeit im Greyscale Tracking von CALMAN kann der LG OLED B3 nicht ganz mit den Top-Modellen mithalten. | Screenshot: Calman

Allerdings: Dank einwandfreiem Tone Mapping braucht er sich auch bei HDR-Inhalten gar nicht zu sehr vor den helleren Modellen zu verstecken. Zugegeben, wenn Voldemorts Armee vor den Toren Hogwarts in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 den Beschuss auf den Schutzwall startet und die riesige Kuppel unter den vielen, leuchtend hellen Magiegeschosse langsam – und effektreich – zu bersten droht, erzeugt das auf einem LG C3 dank Helligkeitsplus auch mehr Gänsehaut als auf dem LG OLED B3.

Unterstützte HDR-Formate Der LG OLED B3 unterstützt bei den HDR-Formaten neben dem Standard HDR10 und HLG zusätzlich noch Dolby Vision als dynamisches Format. HDR10+ hingegen wird nicht unterstützt.

Umgekehrt lässt der kleinere Bruder in den ruhigeren, dunklen Szenen, wenn die in Schatten getauschten Ländereien vor der Schlacht gezeigt werden, seine Muskeln spielen. Dann gelingt es dem LG OLED B3, die dunkel gemasterten Szenen sogar einen Tick besser zu durchzeichnen, als es beim größeren LG OLED C3 der Fall ist. In puncto Farbtreue schenken sich die beiden LG-OLEDs nichts und trumpfen in etwa gleichstark bei unseren Messungen auf.

Bewegtbild par excellence

Bescheinigten wir dem LG C3 noch bei aktiviertem „TruMotion“, der Bewegungskompensation von LG, eine gewisse Neigung zu Artefaktbildung, kann der LG OLED B3 in diesem Bereich den großen Bruder überflügeln. Selbst in den anspruchsvollsten Testszenen verreißen nur wenige bewegte Elemente auf dem Bildschirm.

Ob der schnelle U-Wing aus Rogue One: A Star Wars Story auf dem Weg nach Scarif oder eine allesüberblickende Kamerafahrt über Arrakis in Dune, die Bewegungskompensation des LG-OLEDs gerät nur selten ins Straucheln und dürfte sowohl Sport- als auch Filmfans in den meisten Situationen gute Dienste erweisen. Zumindest bei 4K-Bildern.

SDR-Inhalte überzeugen ebenfalls

Abseits von imposanten HDR-Inhalten wirst du im Alltag aber immer auch SDR-Inhalten begegnen – ob beim Gaming, beim Streamen oder ganz einfach bei herkömmlichen Blu-ray-Discs.

Calman SDR ColorChecker
Mit einem durchschnittlichen Delta-E-Wert von 1,26 fallen die SDR-Farbmessungen im ColorChecker von CALMAN außerordentlich gut aus. | Screenshot: Calman

Doch keine Sorge, auch bei diesen Inhalten kann der LG OLED B3 punkten. Wie auch bei den Inhalten in HDR, nutzen wir den Bildmodus Filmmaker. Der bietet von Werk die natürlichsten Farben und kommt der Originalintention von Filmemacher:innen nahe. Bevorzugst du aber eher satte Farben, lohnt es sich, einen Blick in die anderen Modi zu werfen. Etwas frischer wirkt etwa der Kino-Modus, der dennoch noch viel Natürlichkeit versprüht.

Dein eigene Bildmodus Über die Option „Persönlicher Bildmodus“ kannst du deinen eigenen Bildmodus erstellen lassen. In mehreren Runden musst du aus sechs Bildern deine Favoriten wählen, der Assistent nimmt darauf basierend passende Einstellungen vor. Das Ergebnis kann durchaus überzeugen, bietet aber noch Verbesserungsbedarf. Zum Beispiel: Sechs Schnee-Landschaften stehen zur Wahl, in der Zusammenstellung wirken aber die natürlicheren Bilder gelbstichig, weil man schnell auf den Blaustich den andern Bilder als “Weißeres Weiß” hereinfällt.

Auch bei SDR-Inhalten punktet der LG OLED B3 vor allem durch eine tolle Durchzeichnung dunklerer Bildbereiche. Wenn wir es in Conjuring 2 erstmals nachts mit der Präsenz zu tun bekommen, wirken Farben auch in den dunkelsten Momenten nicht ausgewaschen. Farben stellt er ebenfalls sehr natürlich dar, an einen Sony X90L reicht er in diesem Punkt aber nicht ganz heran – dafür überflügelt er den Sony X85L.

Gaming am LG OLED B3

  • Niedriger Input Lag
  • Alle wichtigen Gaming-Features
  • Dolby Vision bei 120 Hertz

Die tolle Bildqualität des LG OLED B3 setzt sich auch beim Gaming fort – mit einigen Abstrichen. Denn: Nach wie vor bist du quasi dazu gezwungen, den Bildmodus Spiel zu nutzen. Nur so kannst du nämlich auf den Spiele-Optimierer zugreifen und ein möglichst verzögerungsfreies Gaming-Bild genießen. Der Bildmodus ist etwas bunt abgemischt, allerdings nicht so blaustichig wie etwa bei Samsung-Fernsehern.

Immerhin: Verschiedene Spielgenres können festgelegt werden, wodurch etwa Schattenbereiche für bessere Sicht aufgehellt werden. Per Schwarz-Stabilisator und Dark Room-Modus kannst du zudem noch weiter aufhellen oder das Bild insgesamt abdunkeln, um bei nächtlichen Gaming-Sessions nicht geblendet zu werden. Der Input Lag des LG OLED B3, also die Eingabeverzögerung, fällt mit rund 13 Millisekunden erfreulich niedrig aus. Wem das noch reicht, der kann den Input Lag Boost einschalten und landet so bei knapp unter 10 Millisekunden – und ist so etwa auf einem Niveau wie beim LG QNED826.

Gaming-Screenshot Turtles und LG
Im Spielmodus kannst du über die Menütaste das Gaming-Overlay mit Infos und Einstellmöglichkeiten aufrufen. | Screenshot: Dotemu (TMNT: Shredder’s Revenge), LG

Und natürlich: Alle wichtigen Funktionen, die mittels HDMI 2.1 eigentlich zum Standard hätten werden sollen, sind dabei. Sprich: 4K-Gaming bei 120 Hertz mit der variablen Bildwiederholrate VRR und ALLM – der automatischen Umschaltung auf schnelles Gaming. Und das alles optional sogar mit eingeschaltetem Dolby Vision – was sonst nur wenige Fernseher beherrschen, etwa der Philips OLED708. Nur eine Sache solltest du beachten: PC, PlayStation 5 oder Xbox Series X solltest du unbedingt an den richtigen HDMI-Eingang anschließen.

Anschlüsse für Konsolen und mehr

Im Gegensatz zu den Topmodellen, bietet der LG OLED B3 nämlich nicht an allen HDMI-Anschlüssen die volle Bandbreite von bis zu 48 Gbit/s – ähnlich einem Philips OLED808 etwa. Nur zwei der HDMI-Buchsen bieten alle Gaming-Funktionen. Die seitlichen HDMI-Eingänge sind auf 60 Hertz bei 4K-Auflösung beschränkt. Etwas ärgerlich: Einer der beiden vollwertigen HDMI-Anschlüsse bietet zugleich eARC zum Anschluss einer Soundbar oder Speaker. Besitzt du also mehrere aktuelle Konsolen, solltest du bei einer Soundbar darauf achten, dass diese auch HDMI 2.1-Signale durchschleifen kann.

LG OLED B3 Anschlüsse
Die seitlichen HDMI-Schnittstellen sind nur bedingt fürs Gaming geeignet, Xbox und Co. besser hinten bei den 4K@120Hz-Buchsen anschließen.

Falls du den Ton anders weiterreichen möchtest, steht dir noch ein optischer Digitalausgang zur Verfügung. Übrigens: Wie auch der C3 oder LG OLED G3, kann der LG OLED B3 in diesem Jahr neben Dolby-Formaten wie Dolby Atmos auch wieder DTS-Signale, natürlich inklusive DTS:X, an externe Geräte weiterreichen. Verlustfrei geht das jedoch nur über HDMI.

Ansonsten sind die üblichen Verdächtigen bei den Anschlüssen dabei: ein Twin-Triple-Tuner für den Fernsehempfang, zwei USB-Schnittstellen für Mediendateien oder Aufzeichnungen von Fernsehserien sowie ein CI+-Schacht. WLAN und Bluetooth sind natürlich ebenfalls dabei, das war’s dann aber schon. Auf einen Kopfhörerausgang oder gar AV-Schnittstellen, wie du sie etwa bei Sony-Fernsehern häufig finden kannst, musst du beim LG OLED B3 verzichten.

Smart TV mit webOS 23

  • Aufgeräumte Übersicht
  • Personalisierte Inhalte
  • Sprachsteuerung mit Alexa und LG ThinQ

Auch der LG OLED B3 setzt in diesem Jahr auf das neue Betriebssystem, webOS 23. Und kann sich, wie gewohnt, sehen lassen und zählt zu den besten Smart-TV-Systemen auf dem Markt. Übersicht und Schnelligkeit stehen hier einfach im Vordergrund. Auf der Startseite etwa erwarten dich jetzt neue „Karten“, die Apps und Inhalte zu verschiedenen Themen zusammenfassen.

Schnellmenü LG OLED B3
Nicht nur das Startmenü ist aufgeräumt – auch die Schnelleinstellungen lassen schnelle Änderungen von Bild, Ton und mehr zu. | Screenshot: LG

Darunter findest du die lange Liste an installierten Apps, die du nach Bedarf sortieren kannst. Auf der zweiten Seite folgen dann Vorschläge zu passenden Inhalten. Dabei erwähnenswert: Mittels Nutzer:innen-Profilen können alle in der Familie auf eigene Vorschläge zurückgreifen. Ebenfalls erwähnenswert: Umfangreiche Familieneinstellungen erleichtern das Festlegen von Bildschirmzeiten oder nutzbaren Inhalten und mehr.

Praktisch ist hier auch der AI Concierge, der von deinen Spracheingaben lernt und dir mit der Zeit immer bessere Empfehlungen liefert. Anders als beim LG C3 ist beim LG OLED B3 jedoch nur ein Mikrofon in der Fernbedienung, nicht noch zusätzlich im Fernseher, verbaut. Dadurch entfällt etwa die Funktion „Stets bereit”. Als Sprachassistenten stehen LG ThinQ und Alexa bereit.

Bedienung im Alltag

Bei der Magic Remote hat LG beim OLED B3 nur kleine Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr vorgenommen. Weichen musste der Knopf für den Google Assistant – der sowieso nicht mehr an Bord ist. An seiner Stelle tritt der LG-Channels-Knopf.

Fernbedienung Magic Remote
Die Fernbedienung des LG OLED B3 kann mit vielen Funktionen punkten.

Ansonsten ist aber alles beim Alten – was wir klasse finden. Die Kombination aus Zifferntasten, Tasten für Video-Streaming-Dienste, Scrollrad und der Zeigesteuerung mittels Bewegung der Fernbedienung zählt schließlich noch immer zu den Highlights unter den Fernsehern. Und sollten dir die Tasten für Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ und Rakuten TV nicht ausreichen, kannst du auch noch eigene Schnellzugriffe programmieren.

Eigene Schnellzugrifftasten festlegen Bei LG kannst du Apps wie Paramount+, deine Lieblingssender oder auch HDMI-Quellen einfach auf die Zifferntasten legen. Dazu einfach die Null zwei Sekunden lang drücken. Es öffnet sich das Menü für Tastenbelegung. Hier kannst du bestimmen, welche Apps oder Funktionen mit längerem Drücken der Ziffern 1 – 8 direkt aufgerufen werden sollen.

Einige Tasten der LG Magic Remote spielen schon ab Werk eine Doppelrolle: So funktioniert die rote Funktionstaste („Red Button“) auch als Aufnahme-Knopf für USB-Recording und mit langem Druck auf 9 kannst du eine Anleitung auf den Bildschirm holen.

Per Magic Remote und webOS kannst du jedenfalls sehr schnell Quellen wechseln, Apps aufrufen und mehr. Nur gelegentlich macht sich der im Vergleich zum LG C3 und G3 etwas langsamere Prozessor bemerkbar.

Der Klang des LG OLED B3

  • Dolby- und DTS-Signale können weitergereicht werden
  • Dolby-Atmos-Support bei Wiedergabe per TV-Lautsprecher
  • WOW Orchestra-kompatibel

Der Klang zählt üblicherweise nicht zu den größten Stärken von LG-OLEDs. Und so bestätigt es sich auch wieder beim LG OLED B3. Grundsätzlich liefert der OLED-Fernseher zwar einen alltagstauglichen Ton, der durchaus auch ein wenig Tiefe mitbringt. Bei aktuellen Blockbustern wie Dune bleibt ihm bei der Ankunft des Hauses Atreides beim Einsetzen des Dudelsacks aber förmlich die Puste weg.

Rpckseite LG OLED B3
Die Rückseite erlaubt keinerlei Rückschlüsse auf die verbauten Treiber.

Immerhin: Stimmen sind jederzeit klar verständlich. Und wenn du mit den verschiedenen Klangmodi herumexperimentierst, kannst du etwa im Kino-Modus mit passender Dolby-Atmos-Tonspur immerhin ein akustisch breiteres Klangfeld erzeugen. Andere Fernseher, etwa der Sony A80L, liefern in dem Bereich aber eine deutlich bessere Performance. Und für echten Heimkino-Genuss kommst du mindestens um eine Soundbar nicht herum.

WOW Orchestra: Zusammenspiel zwischen TV und Soundbar Neu bei LG ist die Funktion WOW Orchestra. Damit spielen LG-Fernseher und passende Soundbar im Einklang. Doch nicht nur das, über ein Interface am TV lassen sich auch Einstellungen an der Soundbar vornehmen. Besitzt du also etwa die LG DSC9S, wirkt der Klang feiner abgestimmt und kommt hörbar eher vom Fernseher als von der Soundbar.

So schlägt sich der LG B3 im Vergleich

LG B3 vs. LG C3

Wir haben es schon angedeutet: Abseits von den Unterschieden in der Spitzenhelligkeit kann der LG OLED B3 dem LG C3 ordentlich Konkurrenz beim Thema Bildqualität machen und ihn beim Bewegtbild sogar etwas überflügeln. Abseits davon musst du aber mit leichten Abstrichen beim Prozessor, dem Klang und auch den vollwertigen HDMI-Anschlüssen leben.

 LG B3 vs. Samsung QN95C

Der Samsung QN95C kann sich bei der Bildqualität etwas vom LG OLED B3 absetzen – die beiden Fernseher trennen aber auch über 1.000 Nits. Wenn es also nicht gerade um helle Highlights geht, punktet der LG OLED B3 mit einer feinen Schattendurchzeichnung und einer besseren Bewegungsglättung. Auch bei der Bedienung hat der LG die Nase vorn, bei Klang und Gaming-Features bietet der Samsung hingegen mehr.

Unser Testurteil zum LG OLED B3

Bringen wir es auf den Punkt: Der LG OLED B3 ist ein idealer Einstieg in die OLED-Welt, ohne nennenswerte Kompromisse eingehen zu müssen. Ein tolles Bild mit natürlichen Farben, flüssige Bedienung und selbst alle relevanten Gaming-Features quetscht LG hier in ein kompaktes Gehäuse. Bei dem tollen Gesamtpaket fallen die Schwächen beim Klang oder der etwas niedrigen HDR-Spitzenhelligkeit nicht allzu sehr ins Gewicht.

Gerade der Vergleich zum LG OLED C3 ist dabei spannend. Denn preislich kannst du mit dem LG OLED B3 einiges einsparen und erhältst ein ähnlich attraktives Gerät. Wenn du also nicht eh auf vier vollwertige HDMI-Anschlüsse angewiesen bist und vorrangig im abgedunkelten Raum Filme und Serien genießt, kannst du getrost zum günstigeren kleinen Bruder greifen.

HIFI.DE-Testsiegel-Fernseher-LG-OLED-55B39LA-9.1

Mittlerweile konnten wir auch einen Blick auf die 77-Zoll-Version werfen, die in unserem Testlabor genauso gut abschneidet:

HIFI.DE-Testsiegel-Fernseher-LG-OLED-77B39LA-9.1

Hier findest du aktuelle Angebote zum LG OLED B3:

Technische Daten
Panel Typ OLED
Display OLED (WRGB)
Auflösung 4K (3.840 x 2.160)
Verfügbare Größen 55", 65", 77"
Getestete Größe 55"
HDR-Unterstützung HDR10, HLG, Dolby Vision
Bildfrequenz 100 / 120 Hz
Digitaler Tuner 2 x DVB-S/S2, -C, -T2HD
Video-Eingänge 2 x HDMI 2.1, 2 x HDMI 2.0
HDMI-Funktionen 4K@120Hz, eARC, ALLM, VRR, CEC
Sonstige Anschlüsse 2 x USB, LAN, opt. Digitalausg., CI+
Sprachassistenten Amazon Alexa, LG ThinkQ
AirPlay 2 Ja
Drahtlos WLAN, Bluetooth
Smart-TV-System WebOS 23
Maße mit Sockel 1228 x 744 x 248 mm
Maße ohne Sockel 1228 x 708 x 47 mm
Gewicht ohne Standfuß / mit Standfuß 18,9 kg / 19,9 kg
Durchschnittliche Leistungsaufnahme (SDR / HDR) 84 W / 131 W
Energieeffizienzklasse (SDR / HDR) G / G
Preis (UVP/Straßenpreis) 1.899 € (UVP)

Alle von uns getesteten Fernseher findest du in unserer Bestenliste:

Für Links auf dieser Seite erhält HIFI.DE evtl. eine Provision vom Shop. Weitere Infos
zur Startseite Beitrag kommentieren
Für Links auf dieser Seite erhält HIFI.DE ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit * oder gekennzeichnete. Mehr Infos.