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Apple HomePod mini im Test – Der bessere HomePod

Apple liefert ein kleines Geschwisterchen zu seinem HomePod und macht damit Amazons Echo Dot und Googles Nest Mini Konkurrenz. Wir testen den kleinen Smart Speaker und zeigen dir, ob sich der HomePod mini für dich lohnt.
Apple HomePod mini frontal
Abmessungen (HxØ)
84,3 x 97,9 mm
Preis
99 Euro
WLAN-Verbindung
Dualband-WLAN, 802.11n (2,4 und 5 GHz), Thread
Schnittstellen
Bluetooth Version 5.0, AirPlay 2
Sprachassistenten
Siri
In Kürze
Apple schließt in der Welt der "kleinen" Smartspeaker mit dem HomePod mini zu Google und Amazon auf. Mit einem für die Größe überraschend satten und klaren Sound und Apple-typischer hoher Verarbeitungsqualität überzeugt Apples Smartspeaker. Großer Nachteil liegt hier in der Notwendigkeit eines iOS-Geräts. Android-Nutzer schauen ins Leere. Für Apple-Nutzer hingegen, mit einem UVP von 99 Euro ein relativ günstiger Einstieg in die Smartspeaker-Welt von Apple.
Vorteile
  • Guter Klang
  • Sensible, gut funktionierende Mikrofone
  • Hochwertige Verarbeitung
Nachteile
  • Setzt ein iPhone, iPad oder iPod voraus
  • Teurer als vergleichbare Geräte der Konkurrenz
  • Kein AUX-Ausgang

Mit der Einführung der zweiten HomePod Generation hat der Smart Speaker aus Cupertino Ende 2020 einen kleinen Bruder bekommen, der auf den Namen HomePod mini hört. Angelehnt an das Design des großen Modells, kommt der mini unauffällig und mit 99 Euro UVP deutlich günstiger daher und macht dem Amazon Echo Dot und dem Google Nest Audio Konkurrenz.

Bisher musste man 329 Euro für den klassischen HomePod bezahlen um in den Genuss eines Smart Speakers mit Siri Sprachassistent und Apples Smart Home Universum rund um Apple HomeKit zu kommen. Ein teures Vergnügen. Mit dem neuen HomePod mini hat Apple die Eintrittsbarriere also deutlich gesenkt und inzwischen hat Apple dem großen HomePod auch den Laufpass gegeben: Der klassische HomePod wurde inzwischen aus dem Programm genommen.

Grund genug für uns, Apples mini Smart Speaker genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir zeigen dir, wie gut Siri auf der kleinen Lautsprecherkugel performt und wie der HomePod mini sich klanglich macht. Diese und viele weitere Details liest du im weiteren Test!

Apple HomePod mini im Test: Was leistet der kleine Smart Speaker?

Die geringe Größe (10cm im Durchmesser) lässt es schon vermuten: Der Klang des HomePod mini kann nicht ganz mit dem voluminösen Klang seines großen Bruders mithalten. Wenn man diesen deutlichen Preis- und Größenunterschied aber bei der Klangbewertung berücksichtigt, ist bemerkenswert wie gut der Sound ist, den die Miniversion des HomePods hervorbringt.

Apple HomePod mini Schrägansicht
Der HomePod mini kommt genau wie die neuste Generation der Echos von Amazon in einer schlichten, unaufdringlichen Kugelform daher.

Ein tiefer und kräftiger Bass bleibt aus. Dennoch ist es nicht so, dass sich gar keine tiefen Frequenzen im Klangbild abzeichnen. Genau so ist auch die Feindynamik nicht mit der eines großen Lautsprechers zu vergleichen, überrascht aber an vielen Stellen was er im Stande ist wiederzugeben.

HomePod mini Innenleben
Der nach unten gerichtete Lautsprecher im HomePod mini sorgt in Verbindung mit dem am Boden sitzenden Reflektor für 360-Grad Sound. | Bild: Apple

In Summe klingt er deutlich besser als der etwa gleich große, aber günstigere Echo Dot von Amazon. Tatsächlich liegt er mit seinem Sound sogar näher am großen Amazon Echo. Der ist zwar besonders in den tiefen Frequenzen überlegen, doch der kleine Smart Speaker von Apple liegt mit seiner Performance tatsächlich näher am Amazon Echo dem kleinen Amazon Echo Dot.

Der Hörtest auf dem HomePod mini

Um uns aber einen Eindruck der Performance bei verschiedenen Musikstilen zu machen, lauschen wir verschiedenen Songs auf Apples kleinem Smart Speaker. Angefangen mit dem Track Powderfinger des großen Singer-Songwriters Neil Young, sind wir von der recht klaren Wiedergabe der Stimme und Akustik-Gitarre überrascht. Insgesamt ist der Klang weitgehend klar und ausgewogen.

Der Track Lights Out der amerikanischen Funk und Jazz Band Menahan Street Band kommt mit einer kraftvollen Jazz-Instrumentalisierung daher. Diese kommt auf dem kleinen Lautsprecher tatsächlich überraschend gut zur Geltung. Die Trompete und das Saxofon schallen deutlich aus der kleinen Kugel, die Drums klingen ebenfalls recht knackig, auch wenn hier natürlich, wie erwartet, die Tiefen der Kickdrum auf sich warten lassen.

Bei elektronischer Musik fällt deutlicher auf, dass die Tiefenperformance ausbleibt. Der sehr druckvoll produzierte Track Lost in Yesterday von Tame Impala kann sein prägnantes Schlagzeug und die prominente Bassline nur begrenzt hervorbringen, geht aber dennoch nicht verloren. Laute Synthesizer-Elemente klirren ein wenig und die Knackigkeit der Drums leidet, insgesamt ist das Stück aber keineswegs ungenießbar.

Beim basslastigem Hip-Hop-Track Mood von 24kGoldn fallen besonders die fehlenden tiefen Frequenzen auf. Das Stück klingt dadurch etwas flach, da die Bässe einen großen Teil des Gesamtarrangements ausmachen. Die Stimme, die übrigen Drums und Gitarren kommen jedoch recht gut zur Geltung, sodass der Track insgesamt nicht unausgewogen oder allzu flach klingt.

Seine wahren Stärken präsentiert der HomePod mini bei Podcasts und Hörbüchern. Stimmen klingen klar und deutlich aus dem kleinen Lautsprecher und sind auch über Räume hinweg gut zu verstehen. Dabei macht es wenig Unterschied, ob wir uns einen sehr aufwendig produziertes Hörspiel oder Hörbuch oder den im Home-Studio aufgenommenen Podcast anhören. Hier kann der HomePod mini voll punkten.

Die Smartfunktionen: Viel Inhalt in kleiner Verpackung

Mindestens genau so wichtig wie die klanglichen Performance sind bei Smart Speakern ihre Smartfunktionen, also die Möglichkeiten und Benutzerfreundlichkeit der Sprachsteuerung und die Qualität der Spracherkennung.

Apple HomePod mini von oben
Ist der HomePod mini aktiv leuchtet die obere Touchoberfläche auf.

Spricht man den Aktivierungsbefehl „Hey Siri“ aus, leuchtet schnell die Oberfläche des kleinen Lautsprechers auf und Siri lauscht unseren Befehlen. Die Touchoberfläche leuchtet dabei in den charakteristischen Lila- und Blautönen. Spielt der HomePod gerade Musik oder andere Inhalte leuchtet die Touchoberfläche weiß.

Apples HomePod reagiert mit seinen vier Mikrofonen schnell, aber etwas langsamer als Amazons Konkurrent Echo. Bei der alltäglichen Bedienung fällt diese Verzögerung von maximal einer halben Sekunde aber kaum ins Gewicht und schmälert nicht die Qualität des HomePod mini.

Siris Sprachausgabe ist klar und gut verständlich. Auch bei längeren Sätzen und Ausdrücken ist Siri stets gut zu verstehen. Bei der Spracheingabe fällt auf, dass wir es häufig mit verschiedenen Ausdrücken versuchen müssen. Manchmal will Siri bei falscher Formulierung nicht auf unsere Befehle reagieren. Das hat Amazon mit Alexa oder Google mit dem Google Assistant etwas besser im Griff.

Apple HomePod mini Siri
Ist Siri aktiv, leuchtet die Oberfläche charakteristisch in verschiedenen Farben.

Abseits der Sprachsteuerung bringt die neue HomePod-Generation auch Neuerungen beim Thema Netzwerk mit. Gemeinsam mit Google (Nest) und Samsung hat Apple für seine neue Smart Speaker-Generation die neue Netzwerktechnologie Thread entwickelt. Damit lassen sich Verbindungen zwischen Smarthome-Geräten verschiedener Hersteller zuverlässiger und sicherer machen.

Smart Home-Steuerung mit Apples HomeKit

Alternativ zur weit verbreiteten und z.B. bei Amazons Smartspeakern integrierten Zigbee-Bridge setzt Apple zur Steuerung des Smart Home auf das hauseigene HomeKit. Als direktes Gegenstück zu Zigbee und Co. kann man HomeKit aber nicht bezeichnen. Anders als die in den Echo Geräten verbauten Zigbee Bridges nutzt HomeKit keinen eigenen Funkstandard, sondern setzt auf WLAN und Bluetooth.

Die Auswahl kompatibler HomeKit Geräte ist groß, wenn auch bei Weitem nicht so groß wie bei Amazon und Co. Von Lampen wie dem beliebten Philips Hue System, über Steckdosen, Heizungssteuerung, Rollos und Sicherheitssysteme sind aber die wichtigsten Geräte dabei, die mit Apples HomeKit kompatibel sind.

Der HomePod mini verfügt über eine Bluetooth 5.0 Schnittstelle, diese dient allerdings nicht zur Wiedergabe von Audioinhalten. Dafür steht exklusiv die AirPlay-Funktion bereit, zumindest wenn man ein iPhone oder iPad besitzt. Die Bluetooth-Schnittstelle dient der Kommunikation mit anderen Smart Home Geräten die mit Apple HomeKit kompatibel sind. Per BLE (Bluetooth Low Energy) kann der HomePod mini auch über größere Entfernungen effizient Daten austauschen und verbraucht dabei weniger Energie als bei der Übertragung per WLAN.

Praktische Extra-Features

Der HomePod mini bringt einige praktische Features mit, die über die Standard-Features eines Smart Speakers hinausgehen. Bringst du dein iPhone bei laufender Wiedergabe in die Nähe des HomePod mini, öffnet sich ein Dialogfenster auf deinem iPhone und du kannst die Wiedergabe per AirPlay an den HomePod übertragen.

AirPlay Übertragung HomePod mini
Mit einem leichten Stupsen lässt sich die Wiedergabe vom iPhone an den HomePod mini „weitergeben“. | Bild: Apple

Das gleiche funktioniert auch in die andere Richtung, um die Wiedergabe wieder auf dein iPhone zurückzuholen. Das Feature bringen jedoch nur iPhones mit dem U1-Chip mit, also jedes Modell seit 2019, außer das iPhone SE.

Weitere praktische kleine Funktionen sind zum Beispiel das schon bekannte Feature Find my iPhone. Das funktioniert auch per App über andere Geräte, wenn man sein iPhone mal wieder in der Wohnung verlegt hat. Ein einfaches „Hey Siri, wo ist mein iPhone?“ und schon meldet sich das iPhone durch Vibration und Klingelton – praktisch!

Apple HomePod mini Intercom-Funktion
Das praktische Feature Intercom spart dir das Rufen durch das ganze Haus. | Bild: Apple

Mit dem Feature Intercom macht Apple seinen Smart Speaker außerdem zu einer praktischen Gegensprechanlage. Besitzt du mindestens zwei HomePods oder HomePod minis, kannst du ganz leicht Sprachaufnahmen an bestimmte Räume beziehungsweise Geräte schicken. „Das Essen ist fertig“ muss nicht mehr durch das ganze Haus gerufen werden, sondern kann gezielt an bestimmte HomePods oder auch an alle gleichzeitig übertragen werden. Seit iOS 14.2 funktioniert die Funktion außerdem auch über iPhone, iPad und die Apple Watch.

Für Android-Nutzer ist die Verschlossenheit Apples ein großes Ärgernis. Zur Einrichtung und für Funktionen wie AirPlay ist ein iOS-Gerät Voraussetzung. Doch auch für Apple-Nutzer zeigt sich an der Stelle die Kehrseite der Medaille. Apps externer Anbieter wie Spotify, YouTube und Co. lassen sich nicht über die Sprachbefehle von Siri steuern.

Apple HomePod mini AirPlay Übertragung
Mit der AirPlay Funktion kannst du jede Audio-Wiedergabe übers WLAN an weitere Geräte übertragen. | Bild: Apple

Nutzt du zum Beispiel Spotify für Musik und Podcasts, besteht aktuell leider keine Möglichkeit, Inhalt per Sprachbefehl zu erreichen. Nach wie vor kannst du per AirPlay deine Spotify-Wiedergabe an den HomePod übertragen. Leider ist das aktuell aber auch die einzige Möglichkeit – schade!

Unterschiede zum großen HomePod

Neben der geringeren Größe, entsprechend etwas dünnerem Sound muss sich der HomePod mini im Vergleich zu seinem großen Bruder HomePod auch auf einige Smart-Funktionen verzichten.

Während sich zwei große HomePods mit Apple TV 4K zu einem kleinen Heimkino-Audio-System verbinden lassen um Dolby Atmos oder Surround Sound von Apple TV über die HomePods auszugeben, muss der kleine HomePod auf diese Funktion verzichten. Dazu kommt die eigenständige Raumklang-Einmessung des HomePod, die wir beim HomePod mini ebenfalls vermissen.

Bedienung und Einrichtung des HomePod mini: Simpel und schnell

Auch beim HomePod gilt: Innerhalb Apples Kosmos funktioniert Apple am besten. Wenn du ein iPhone oder iPad besitzt, funktioniert die Einrichtung fast von alleine. Du schließt den HomePod mini an den Strom an und meldest dich über die Home-App auf dem iPhone an.

Über Apples Home-App konfigurierst du deinen HomePod und hast Zugriff auf Features wie den Stereo-Modus und Multiroom. Die Multiroom-Verknüpfung zwischen mehreren HomePods funktioniert dabei über das Apple-eigene AirPlay 2 Verbindung.

Die Home-App dient außerdem der Steuerung deiner HomeKit-Geräte. Ob die smarte Steuerung von Lampen und Thermostaten oder das Erstellen von bestimmten Szenen, wenn du nach Hause kommst – all das kommt in der Home-App zusammen. Dabei sind deine HomePods neben der Home-App zentrale Steuerelemente. Du kannst sie hier ebenso wie deine Smart-Home-Geräte bestimmten Räumen zuordnen und die Steuerung deines Smart Homes verfeinern.

Design: Vollkommen neu und trotzdem gewohnt

Der HomePod mini ist in zwei verschiedenen Farbausführungen erhältlich. In unserem Test hatten wir die unauffällige dunkelgraue Version des HomePod, das Apple seit einigen Jahren Space Grau nennt. Der HomePod mini passt sich so optisch auch gut an andere Apple-Geräte wie iMac, iPhone oder iPad an. Die andere Farbvariante ist in deutlich auffälligerem weiß gehalten. Ringsherum umgibt den Lautsprecher eine netzartige Oberfläche.

Apple HomePod mini Space Grey und Weiß
Der HomePod mini ist in Weiß und Space Grey erhältlich. | Bild: Apple

Anschlüsse oder Schnittstellen sucht man beim HomePod mini vergebens. Anders als zum Beispiel bei den Konkurrenten aus dem Hause Amazon hast du hier nicht die Möglichkeit, den Smart Speaker zur Verbesserung des Sounds an deine Stereo-Anlage anzuschließen. Aus der Rückseite windet sich lediglich das fest montierte Netzkabel, das in einem USB-C Stecker endet. Im Lieferumfang ist außerdem ein USB-C Netzteil enthalten.

Apple HomePod mini Detail
Der HomePod mini ist mit einem feinen und hochwertig verarbeiteten Netz überzogen.

Nur die obere Seite des Homepod mini durchbricht mit der Steuerungsfläche die netzartige Optik. Ein Plus sowie ein Minus markieren die Touch-Stellen zur Lautstärkeregelung. Der Rest der Fläche aktiviert bei Berührung Siri und startet oder stoppt die aktuelle Wiedergabe.

Apple HomePod mini Test: Unser Fazit

Apple schafft es mit dem HomePod mini die Lücke in seinem Smart Speaker-Segment im Vergleich mit Google und Amazon zu schließen. Der neue HomePod mini bringt, mit einigen wenigen Abstrichen, die gleichen Qualitäten mit wie sein großer Bruder und klingt trotz seiner deutlich geringeren Größe erstaunlich gut. Im Vergleich mit seinen, bezogen auf die Größe, direkten Konkurrenten Echo Dot und Nest Mini präsentiert sich der HomePod mini mit einem sehr warmen und klaren Klangbild.

Das gelungene Design trägt seinen Teil zum positiven Eindruck des HomePod mini bei. Nicht zu auffällig aber dennoch edel und interessant adaptiert der mini den Look seines großen Bruders. Die bunt leuchtende Touchfläche auf der Oberseite bringt dabei ein schönes Highlight mit. Insgesamt kann der HomePod mini überzeugen und besticht besonders durch eine für Apple-Verhältnisse schon fast günstige unverbindliche Preisempfehlung von 99 Euro. Einziger großer Nachteil ist, dass der HomePod mini als Android-Nutzer uninteressant ist, da zur Benutzung mindestens ein iOS-Gerät nötig ist.

HomePod mini Testsiegel Gut

Aktuelle Angebote

Technische Daten
Abmessungen (HxØ) 84,3 x 97,9 mm
Preis 99 Euro
Stereo-Kopplung Ja
Gewicht 345 g
WLAN-Verbindung Dualband-WLAN, 802.11n (2,4 und 5 GHz), Thread
Schnittstellen Bluetooth Version 5.0, AirPlay 2
Sprachassistenten Siri
Multiroom-fähig Via AirPlay 2
Treiber Vollbereichstreiber mit zwei passiven Radiatoren
Steuerungs-App Apple Home
AUX-Eingang/Ausgang Nein
Verfügbare Farben Grau, Weiß

Hast du schon Erfahrungen gemacht mit Siri oder Apples HomePod? Kommt für dich der HomePod mini in Frage? Teile deine Meinung und Erfahrungen in den Kommentaren mit der Community!

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