Startseite HiFi Elektronik All-in-One Systeme Die beste Stereoanlage bis 2.000 Euro: Viel Sound für dein Geld

Die beste Stereoanlage bis 2.000 Euro: Viel Sound für dein Geld

Für HiFi- und High-End-Anlagen können Audiophile Unsummen ausgeben. Dass du auch mit 2.000 Euro sehr weit kommst, beweisen wir dir hier.
HIFI.DE Ratgeber | Stereo-Anlage für 2.000 Euro Bild: Alina Vilchenko @ pexels.com

HiFi hat eines mit allen anderen Hobbys gemein: Es kann schnell teuer werden. Damit du dein Geld nicht in ärgerliche Fehlkäufe investierst, haben wir die drei besten Stereoanlagen bis 2.000 Euro für dich zusammengestellt.

Die Kombinationsmöglichkeiten in dieser Preisklasse sind enorm, die Zuspieler, Verstärker, Regal-Boxen und Standlautsprecher am Markt sind praktisch unzählbar. Doch wir haben uns umgeschaut und für dich drei HiFi-Systeme unter 2.000 Euro für die wichtigsten Anwendungen zusammengestellt:

  • Für den besten Ton bei Musik, Filmen und Serien
  • Für entspannten Vinyl-Sound
  • Für bequemes Streaming in brillanter Highres-Qualität 

Das sind unsere Tipps für die beste Stereoanlage bis 2.000 Euro:

Die beste Stereoanlage bis 2.000 Euro für TV und Musik

Kaufberatung HiFi-System KEF LSX II

KEF LSX II

Bester Sound am Fernseher für unter 2.000 Euro

Leistung: 2x 100 Watt (70 W MT, 30 W HT) | Eingänge: HDMI, opt. Digital, Coax Digital, AUX (Miniklinke), LAN HDMI ARC / eARC: ja / ja | Quellen kabellos: AirPlay 2, Bluetooth 4.2, Chromecast, WLAN, UPnP Streaming: Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz, Amazon Music, Deezer, Internetradio, Podcasts | Abmessungen (BxHxT): 240 x 155 x 180 mm | Gewicht: 7 kg | Paarpreis: 1.499 Euro

  • Ersetzt komplette HiFi-Anlage mit allen wichtigen Quellen
  • Unkomplizierter TV-Anschluss per HDMI-eARC
  • Klangstark und einfach zu bedienen
  • Kompakt und stylish
  • Hoher, wenn auch recht angemessener Preis
  • Am Test-TV über HDMI nicht sehr laut

Auf den ersten Blick unterschätzt man die KEF LSX II schnell. Denn dank moderner Aktiv-Elektronik klingen die hübschen Böxchen verblüffend erwachsen und machen auch bei höheren Pegeln nicht schlapp. Zumindest in kleineren Räumen bieten sie wirklich ernstzunehmende HiFi-Qualitäten.

Das Stereo-System KEF LSX II ist die perfekte HiFi-Anlage für Leute, die eigentlich keine HiFi-Anlage haben wollen. Sie machen keinen Stress, sehen gut aus, benötigen nicht viel Platz und vermeiden Kabelsalat. Über den HDMI-Anschluss mit dem Fernseher verbunden, macht das KEF-System eine Soundbar überflüssig, und musikalisch bietet es von analog bis digital ein Komplettprogramm, das keine Wünsche offen lässt. Hinzu kommt eine Bedienung per App und eine Implementierung der wichtigsten Streamingdienste.

Die KEF LSX II ist also wirklich eine komplette Stereoanlage – und deutlich günstiger als 2.000 Euro. Mit einem Listenpreis von 1.499 Euro lässt das System noch Luft für Ergänzungen wie einen Subwoofer, der den kleinsten Aktivboxen von KEF beim nächsten Filmabend unter die Arme greifen könnte. Oder du suchst dir einen Plattenspieler mit eingebautem Vorverstärker aus und verbindest das Beste aus zwei Welten miteinander.

Hier gehts zu den aktuellen Angeboten der KEF LSX II:

 

Die beste Stereoanlage bis 2.000 Euro für Schallplatten-Fans

Argon Audio TT-4 im Test | HIFI.DE

Argon Audio TT-4, Magnat MA 700 & Q Acoustics 3020i

HiFi für Vinyl-Fans

Leistung (Verstärker): 2x 70 Watt (4 Ohm) | Eingänge (Verstärker): 4x Cinch, 1x Klinke 3,5 mm, 1x Phono MM, 1x digital TOSLink, 1x digital Koax, 1x HDMI-ARC | Quellen kabellos: Bluetooth 5.0 Streaming: – | Preis (UVP/Straßenpreis): 1.850 / 1.800 Euro

  • Plattenspieler mit detailreichem, sauberem Klang
  • Boxen klingen mitreißend und ausgewogen
  • Verstärker mit rauscharmem, ordentlich klingenden Phono-Eingang
  • Deutlich unter 2.000 Euro
  • Armlager des Plattenspielers könnten spielärmer sein
  • Boxen sind naturgemäß keine Basswunder

Verstärker – Magnat MA 700:

Das besondere Highlight des MA 700 ist definitiv seine Röhren-Vorstufe. Zusammen mit der Transistor-Endstufe ergibt sich ein Hybrid-Vollverstärker mit einer großen Auswahl an Anschlüssen. Es gibt zwar noch lebendigere und feiner strukturiert klingende Verstärker als den MA 700. Andererseits kann kein Amp in dieser Preisklasse wirklich alle Anforderungen perfekt abhaken.

Magnat MA 700 frontal
Die Röhren im Magnat MA 700 kümmern sich nur um die Vorverstärkung. Den Antrieb der Lautsprecher überlässt man bei Magnat den Transistoren.

Noch mehr klangliche Feinarbeit wird automatisch entweder teurer oder kostet Zugeständnisse bei der Ausstattung. Mit digitalen wie analogen Anschlüssen in reicher Auswahl und einem vollständigen Repertoire an Betriebsarten ist der Magnat auf jeden Fall eines der verlockenderen Angebote. Wer zudem einen betont dezent und weich klingenden Amp sucht, ist mit diesem Hybrid-Vollverstärker bestens bedient.

Plattenspieler – Argon Audio TT-4:

Der Argon Audio TT-4 ist alles andere als ein Billig-Plattenspieler. Dem gehobenen Preis wird er mit feinem Finish und durchdachter Konstruktion gerecht. Und mit dem vormontierten Tonabnehmer Ortofon 2M Red kannst du den filigran-weiträumigen Klang des TT-4 sofort nach dem Auspacken genießen.

Er hätte aber einen stabileren, präziser gelagerten Tonarm verdient, wie ihn manche Mitbewerber auch zu diesem Preis schon bieten. Insgesamt bietet der Argon Audio TT-4 jedoch ein solides Gesamtpaket, wenn du ohne viel Aufwand guten Vinylklang suchst.

Regallautsprecher – Q Acoustics 3020i:

Was Q Acoustics der 3020i an Klang, Kontrolle und Bühnendarstellung mit auf den Weg gegeben haben, grenzt schon fast an Grausamkeit gegenüber der Konkurrenz. Natürlich kann auch der beste Regallautsprecher nicht die gleiche Performance liefern wie ein Standlautsprecher. Aber das versucht die Q Acoustics 3020i auch gar nicht. Und genau das zeichnet sie aus: Sie will nichts erzwingen, was physikalisch unmöglich ist. Stattdessen konzentriert sie sich auf das, was sie kann, und spielt einfach Musik. Und das für ihr Geld unverschämt gut und mit viel Neutralität, feiner Präzision in den Höhen und einem ihrer Größe absolut angemessenem Bass.

Q Acoustics 3020i Titel
Die Q Acoustics 3020i schaffen eine klangliche Performance, die weit über ihren Preis hinausgeht.

Insgesamt spielt die Q Acoustics 3020i in einer völlig anderen Liga, als ihr niedriger Preis vermuten lässt. Wenn du nach einem highfidelen Lautsprecher für unter 400 Euro Paarpreis suchst, können, wollen und müssen wir dir die Q Acoustics 3020i nur dringlichst ans Herz legen.

Alternative – Sonoro Platinum SE:

Für noch mehr Vinyl-Klang kannst du auch auf den Sonoro Platinum SE umsteigen. Der modische Plattenspieler bietet noch mal mehr in Sachen Klang und Verarbeitung, kostet aber auch gut 150 Euro mehr als der Argon Audio TT-4. So kämst du ziemlich genau an die 2.000 Euro.

Hier findest du die Deals zum HiFi-Set:

Die beste Stereoanlage bis 2.000 Euro für Highres-Streaming

Dali Oberon 3 Frontal mit und ohne Abdeckung

Marantz PM7000N & Dali Oberon 3

HiFi-Klang mit Highres-Streaming

Leistung (Verstärker): 2x 60 Watt (8 Ohm) | Eingänge (Verstärker): 3x Cinch, 1x Phono MM, 2x digital TOSLink, 1x digital Koax, 1x | Quellen kabellos: Bluetooth Streaming: Spotify Connect, Tidal, Deezer, Napster, Amazon Music, Soundcloud | Preis (UVP/Straßenpreis): 2.038 / 1.737 Euro

  • Boxen haben beeindruckend tiefen Bass und harmonischen Klang
  • Verstärker klingt druckvoll und sauber
  • Komfortables Streaming via HEOS-App
  • Große Auswahl an kompatiblen HEOS-Geräten
  • Kein USB-Audio-Eingang

Regallautsprecher – Dali Oberon 3:

Dali zeigt dir mit der Oberon 3, wie viel Emotion und Leidenschaft in deiner Lieblingsmusik steckt. Jeder Song wird glasklar, feinfühlig und mit beträchtlichem Nachdruck wiedergegeben. Kontrolliert und präzise arbeiten die Regalboxen auch kleinste Details heraus und verführen dich mit ihrer zupackenden Art dazu, immer noch ein wenig weiter aufzudrehen. Die Oberon 3 kennt keine Genregrenzen, ist unkritisch bei der Aufstellung und empfiehlt sich so als echte Allrounderin und entspannte Spaßmacherin.

StreamingVerstärker Marantz PM7000N - Frontal
Der Marantz PM7000N verbindet tollen HiFi-Sound mit praktischen Streaming-Features.

Streaming-Verstärker – Marantz P7000N

Es gibt sicher noch günstigere Streaming-Verstärker. Aber wiegen die auch zehn Kilo? Der Marantz PM7000N ist zuallererst ein seriös konstruierter, erstklassig klingender HiFi-Vollverstärker, dem mit HEOS ein vorbildlich funktionierendes Streaming- und Multiroom-System implantiert wurde. Die beiden Elemente – klassisches HiFi und hochmodernes Streaming – spielen hier bruchlos zusammen, ohne voneinander irgendwelche merklichen Kompromisse zu fordern. Dafür ist der Preis von ca. 1.200 Euro gar nicht teuer, sondern sogar ausgesprochen attraktiv.

Hier findest du die Deals zum HiFi-Set:

Du bist noch nicht überzeugt? Du hast Spaß daran, dir eine ganz persönliche Anlage durch ausgiebiges Ausprobieren und Probehören selbst zusammen zu stellen? Dann haben wir hier die wichtigsten Anregungen und Tipps zusammengefasst, worauf du bei der Planung, Auswahl und Zusammenstellung deiner Stereoanlage achten solltest:

Was ist eine HiFi-Anlage?

Tatsächlich muss man heute vielleicht erst einmal klären, was eine HiFi-Anlage überhaupt ist. Denn seit Papas Zeiten hat sich da so einiges verändert. Der Begriff HiFi-Anlage oder Stereoanlage stammt aus den siebziger Jahren, als HiFi zunehmend populärer wurde. Meist verbindet man damit eine Zusammenstellung aus verschiedenen Geräten und einem Paar Stereo-Lautsprecher.

Alte Stereo-Anlage
Quelle – Verstärker – Lautsprecher: Im Prinzip haben sich die Funktionen einer HiFi-Anlage seit 70 Jahren nicht verändert. | Bild: fernandozhiminaicela via Pixabay

Doch wie sieht eine HiFi-Anlage im Zeitalter von Musikstreaming aus? Brauchst du überhaupt noch verschiedene Komponenten oder geht das heute alles viel einfacher? Der Reihe nach.

Für Traditionalisten: Die klassische HiFi-Anlage

Es gibt auch heute noch viele Musikfans, die auf eine ganz klassisch zusammengestellte Anlage aus verschiedenen Bausteinen schwören. In der Regel sprechen wir dabei von einer oder mehreren Quellen, einem Verstärker und Lautsprechern. Dieser Ansatz hat nämlich ein paar handfeste Vorteile: So kannst du dir für jeden Job die beste Lösung aussuchen, und wenn einmal etwas kaputtgeht, musst du nur eine einzelne Komponente tauschen.

Keine HiFi-Anlage ohne Plattenspieler
Sie sind zurück: Damals wie heute gehört ein Plattenspieler wie der populäre Rega Planar 3 für zahlreiche Fans einfach in die HiFi-Anlage.

Ein Nachteil der selbst zusammengestellten Anlage ist zunächst einmal die Aufgabe der Zusammenstellung selbst. Denn es gilt nicht nur, unter allen existierenden Geräten das beste für jede Aufgabe zu finden, die Geräte in deiner HiFi-Anlage müssen auch noch miteinander kompatibel sein, klanglich harmonieren und optisch wenigstens halbwegs zusammenpassen.

Auch wächst solch ein Geräte-Turm schnell in die Höhe, wenn dich das HiFi-Virus einmal erfasst hat. Im Laufe der Jahre sammelt sich da ein beachtlicher Elektronikpark an. Und die für die Verbindungen der HiFi-Komponenten untereinander nötigen Kabel sauber hinter der Anlage zu verstecken, wird dann auch schnell eine echte Herausforderung.

Moderne Alternativen: Aktivboxen und Streaming-Verstärker

Oftmals fehlt heutzutage der Platz für eine klassische Anlage, oder du hast einfach keine Lust, dich um so viele Komponenten kümmern zu müssen. Zeitgemäßer und praktischer sind da Aktivlautsprecher, die eine Vielzahl der HiFi-Geräte in sich vereinen. Der Verstärker steckt bereits in den Boxen, du brauchst also nur noch Quellen anzuschließen. Und wenn die Aktivboxen auch eine Verbindung zum Internet haben, kannst du dir selbst das sparen. Dann streamen sie deine Musik selbstständig. Dafür sind Aktivboxen schnell deutlich teurer als klassisch-passive Lautsprecher. Alle von uns getesteten Aktivboxen findest du in unserer Bestenliste:

Eine weitere geniale Kombination bieten dir Streaming-Verstärker: In ihnen sind alle Elektronik-Komponenten für eine komplette Anlage enthalten. Die Musik kommt entweder aus dem Netz oder von deiner lokalen PC-Festplatte, USB-HDD oder NAS. Weitere Zuspieler anzuschließen erübrigt sich da meist – es sei denn, du willst noch einen Plattenspieler nutzen oder den TV-Ton in die Anlage holen. 

Genauso vielseitig wie das Musikangebot sind die Spielarten an Streaming-Amps: Von smarten Kompaktgeräten bis hin zu audiophilen Wuchtbrummen reicht das Spektrum. Aber es gibt noch einige Faktoren, die für deinen Musik-Alltag mehr zählen als Größe und Gewicht: Der Streamingteil muss in Ausstattung und Bedienung deinen Vorstellungen entsprechen. Schließlich soll die Anlage ihrem Besitzer zu Diensten sein und nicht umgekehrt. Welcher Streaming-Verstärker der Beste in unseren Tests war, verrät dir unsere Bestenliste:

Klassische Faustregel: Mindestens die Hälfte für den Lautsprecher-Kauf einplanen

Die Lautsprecher sind der sichtbarste Teil deiner HiFi-Anlage und sie prägen ihren Klang wie keine andere Komponente. Die richtigen HiFi-Lautsprecher zu kaufen, ist also eine der wichtigsten und schwierigsten Entscheidungen beim Zusammenstellen deines HiFi-Systems.

Bei einem klassischen HiFi-System mit Verstärker, Quellen und passiven Lautsprechern lautet die Faustregel, mindestens die Hälfte des Budgets für die Lautsprecher zu verplanen, manche raten dir sogar zu mindestens 60 Prozent. Und diese Regel gilt im Grundsatz immer noch, auch wenn es immer wieder Ausnahmetalente wie die Q Acoustic 3020i gibt, die deutlich besser klingen, als es ihr Preis vermuten lässt.

Das Angebot an HiFi-Lautsprechern ist riesig und auf den ersten Blick unüberschaubar. Die Liste aller bisher von uns getesteten Regallautsprecher liefert dir schon mal einen Überblick:

Du hast sicher schon bemerkt, dass wir uns bei unseren Vorschlägen auf kompakte Regallautsprecher konzentriert haben. Natürlich gibt es auch relativ günstige und gut klingende Standlautsprecher. Diese kosten aber trotzdem naturgemäß mehr als ihre kleineren Geschwister. Da wir dir möglichst viele Möglichkeiten geben wollten, mit 2.000 Euro Musik zu hören, haben wir Standboxen erst einmal außen vor gelassen. So können die Q Acoustics 3050i sicherlich ein tolles Team mit dem Streaming-Verstärker Marantz PM7000N eingehen, allerdings kostet der Marantz deutlich mehr als die Standboxen. Das oben empfohlene Verhältnis passt also nicht mehr.

HiFi-Anlage am Fernseher: Das sind die Vorteile

Die Vorteile, die Lautsprecher mit integrierten Verstärkern bieten, kannst du in unserer Kaufberatung zu Aktivboxen nachlesen. Grundsätzlich sparen sie deutlich Platz und bieten dir ein Gesamtpaket, das oft deutlich besser klingt, als eine HiFi-Anlage aus Einzelkomponenten zum gleichen Preis. Natürlich steht und fällt die Wahl deiner Aktivbox mit deinen Musikquellen. Wenn du einen Plattenspieler hast, sollte deine Aktivbox auch über einen Phono-Vorverstärker verfügen. Für den Fernseher brauchst du hingegen einen Lautsprecher mit HDMI-ARC.

Alle großen Fernseher-Marken statten ihre Geräte inzwischen mit diesem Audiorückkanal bzw. Audio Return Channel (ARC) aus. Über diesen kannst du ganz unkompliziert den Ton deines Fernsehers anzapfen, ein HDMI-Kabel genügt. Besonders praktisch wird die Verbindung, wenn dein Lautsprecher mit HDMI den Standard CEC unterstützen. Dann kannst du deine Boxen mit der Fernbedienung deines Fernsehers bedienen. So musst du also nicht mehr die Fernbedienung wechseln, wenn du die Lautstärke anpassen möchtest.

Stereoanlage bis 2.000 Euro KEF LSX II Anschluesse
An der KEF LSX II kannst du bequem per HDMI mit ARC deinen Fernseher anschließen, und über USB-C deinen Laptop.

Im Gegensatz zu einer Soundbar kannst du deine Aktivboxen zudem flexibel aufstellen. Bei der richtigen Aufstellung deiner Lautsprecher kannst du eine deutlich natürlichere Klangbühne erhalten. Denn der linke und rechte Kanal liegen bei Soundbars naturgemäß viel enger zusammen.

Wie wichtig sind Wattzahlen beim Verstärker?

Technische Daten können hilfreich sein, wenn man denn genau weiß, mit welchen Methoden sie entstanden sind. Bei Abmessungen und Gewicht kann nicht viel schiefgehen: Waagen und Zollstöcke funktionieren überall auf der Welt gleich. Für die Leistungsmessung dagegen gibt es zahllose Verfahren und Randbedingungen: Art, Frequenz und zeitlicher Verlauf des Messsignals, sowie das Ausmaß an zulässigen Verzerrungen beeinflussen jeweils das Resultat.

Solange du nicht Messdaten aus demselben Labor und unter denselben Bedingungen vergleichst, sind die Leistungswerte deines Verstärkers also nutzlos. Zumal Leistung kein Qualitätsmerkmal ist und das Protzen mit Messwerten eher ein Alarmsignal: Vernünftige Hersteller wissen um ihre begrenzte Aussagekraft.

Kleiner ist manchmal besser

Wie viel Leistung du wirklich benötigst, hängt primär von deinen Lautsprechern ab: Manchen genügt eine Handvoll Watt für Rockkonzert-Pegel, andere kommen mit dem Hundertfachen immer noch nicht recht in Schwung. Abseits solcher Extreme brauchst du normalerweise aber viel weniger Power, als du vielleicht vermutest.

Für Ärger mit den Nachbarn reichen an typischen modernen Lautsprechern wenige Watt. Und das, was man als „Zimmerlautstärke“ bezeichnet, erreichst du mit nicht mal einem Watt pro Kanal. Reserven für Partys und impulsreiche Musik sind natürlich kein Fehler. Ob ein Verstärker im HiFi-Einsatz aber kräftig oder dünn klingt, dynamisch-mitreißend oder zäh und angestrengt, hängt fast nie mit seiner Wattzahl zusammen.

Stereo-Anlage für 2.000 Euro Bluesound Powernode
Der Bluesound Powernode hat „nur“ 80 Watt an acht Ohm pro Stereo-Kanal und kann trotzdem so gut wie jeden Standlautsprecher problemlos anfeuern.

Den kompakten Streamingverstärker Bluesound Powernode kannst du hier günstig bestellen:

Viele erschwingliche Vollverstärker kommen heute mit Leistungen zwischen 30 und 50 Watt an acht Ohm. Das reicht fast immer für alles, was du vernünftigerweise mit deiner Anlage vorhast. Gehörst du zu den Spezialisten mit besonders wirkungsgradschwachen Boxen, weißt du das wahrscheinlich bereits – und musst halt etwas mehr für deinen Amp einplanen. Beziehungsweise deutlich mehr. Denn um die Leistung zum Beispiel zu vervierfachen, braucht dein Amp ein viermal so großes Netzteil, größere Kühlkörper und mehr und/oder größere Leistungstransistoren.

Dieser Mehraufwand ist aber in jenen 99,9 Prozent der Zeit, in denen du die Extraleistung nicht brauchst, dem Klang nicht zuträglich. Die zusätzliche Komplexität schadet dem Klang sogar meist mehr, als sie nützt. Und so ist noch mehr Schaltungsaufwand nötig, um diese Auswirkungen zu neutralisieren. Das führt unterm Strich dazu, dass sich für gleiche Qualität bei doppelter Leistung der Preis nicht verdoppelt, sondern tendenziell eher vervierfacht.

Der Zusammenhang zwischen Klang, Kraft und Preis lässt sich auf eine einfache Faustregel reduzieren: Gute, musikalisch und stimmig klingende Verstärker müssen nicht teuer sein. Auch hohe Leistung kostet heute nicht mehr viel Geld. Teuer wird es nur, wenn du beide Eigenschaften gleichzeitig brauchst.

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