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HDMI-Kabel kaufen: Unsere Kaufempfehlungen für dich

HDMI-Kabel gibt es zu Tausenden. 4K, HDR, HDMI 2.1 - was braucht man wirklich und was ist das beste Kabel? Worauf es beim Kauf ankommt, sagen wir dir hier.
HDMi 2.1 Bild: Negro Elkha / stock.adobe.com

Du hast gerade in eine brandneue Soundbar, einen aktuellen 4K-Fernseher oder eine der neuesten Spielkonsolen investiert? Dann wirst du wahrscheinlich überlegen, gleich auch neue HDMI-Kabel anzuschaffen. Denn schließlich soll das Kabel jetzt am besten auch HDMI 2.1 mit allem unterstützen, was aktuell Stand der Technik ist. 4K, Dolby Vision, HDR 10+, VRR,  48Gbit/s, eARC, und, und, und…

Das Bündel an aktuellen HDMI-Features verlangt scheinbar nach einem Kabel-Upgrade. Und die riesige Auswahl reicht von No-Name-Strippen aus der Grabbelkiste bis zu sündhaft teuren Spezialkabeln.

Wir sagen dir im Folgenden, wo du bares Geld beim HDMI-Kauf sparen kannst, und wann es sich lohnt, tiefer in die Tasche zu greifen!

HDMI-Kabel günstig kaufen: Gutes muss nicht teuer sein

Die gute Nachricht für alle, die einfach und günstig ihren Blu-ray-Player oder eine Spielkonsole anschließen wollen: Auch vergleichsweise günstige HDMI-Kabel reichen im allgemeinen, um anspruchsvolle Bild- und Tonsignale in 4K-Auslösung sauber und störungsfrei zu übertragen.

Handelsübliche Kabel von bekannten Marken sind in Längen bis etwa 3 m meist unkritisch in der Anwendung für Ultra-HD bzw. 4K, HDR, und so weiter. Wichtig ist, dass es sich um „HDMI High-Speed-Kabel mit Ethernet“ handelt. Passende Angebote findest du schon ab etwa 5 Euro pro Meter mit sehr guten Übertragungseigenschaften.

Doch die erste Frage, mit der du dich beschäftigen solltest, lautet:

Brauche ich wirklich ein neues HDMI-Kabel, etwa für HDMI 2.1?

  • Vorhandene Kabel reichen häufig aus
  • Praxis geht über Theorie

Auch, wenn dein Fernseher die neuesten HDMI 2.1-Anschlüsse an Bord hat, solltest Du vorhandene Kabel erst ausprobieren. Du kannst deine Kabel einfach weiterhin nutzen, sofern alles in Sachen Bild und Ton gut funktioniert. Im Englischen heißt die Devise „If it ain’t broken, don’t fix it“ (Sinngemäß: Wenn es funktioniert, lass die Finger davon.)

HDMI 2.1 Kabel Bandbreite
Mit jeder höheren Version von HDMI können die Geräte immer größere Datenmengen in kurzer Zeit übermitteln, die auch das Kabel entsprechend übertragen muss. | Quelle: HDMI.org

Entscheidend ist, dass dein Kabel die erforderliche Datenrate (Gigabit pro Sekunde, Gbps) für die Bild- und Tonsignale übertragen kann. Wenn das nicht der Fall ist, siehst und hörst Du das. Sobald die vorhandene Leitung nicht ausreicht, siehst du z.B. gar kein Bild, nur ein einfarbiges Bild, eine Fehlermeldung wie „Kein Signal“ oder sichtbare Bildstörungen, etwa in Form kleiner „Spikes“. Eine unbegründete Sorge ist hingegen, dass ein älteres HDMI-Kabel die 4K-Auflösung heimlich auf Full-HD  „herunterdrücken“ könnte.

Einen Versuch wert: reicht das vorhandene Kabel?

In der Praxis sind viele ältere, aber qualitativ hochwertige HDMI-Kabel auch neuen, anspruchsvolleren Aufgaben wie 4K mit HDR gewachsen. Dies gilt vor allem dann, wenn diese HDMI-Strippen bereits als „HDMI High Speed with Ethernet“ gekennzeichnet und nicht länger als 2 Meter sind. Wir kennen 10 Jahre alte Kabel mit dem Label „Full-HD-tauglich“, die heute problemlos 4K mit HDR bzw. Dolby Vision mit 60Hz Bildfrequenz übertragen.

HDMI-Verbindung und HDMI-Kabel

An der inneren Verdrahtung der HDMI-Kabel hat sich mit HDMI 2.1 nichts gegenüber dem bisherigen Aufbau der High Speed with Ethernet-Kabel geändert. Das Neue bei HDMI 2.1: Die vorhandenen Leitungen werden einfach anders genutzt. So können bei HDMI 2.1 vier statt drei Adern im Kabel die Videosignale übertragen. Damit geht dann auch 4K mit 120 Hz locker über das HDMI-Kabel. Alle HDMI 2.1-Features , z.B. variable Bildraten mit VRR oder eARC, sind dabei ausschließlich Funktionen in den Geräten bzw. HDMI-Schnittstellen  – und nicht im Kabel. Das Kabel muss daher lediglich die Buchsen ordentlich miteinander verbinden.

Somit können gute vorhandene High-Speed-HDMI-Kabel auch den neuen Herausforderungen von HDMI 2.1 vollauf genügen. Selbst [email protected] funktioniert in der Regel bei 1 bis 2 m Kabellänge.

Gute Gründe für ein neues Kabel

Das neue Gerät hat zwar ein Zubehör-Kabel im Karton, aber das ist zu kurz. Deine Katze hat das Kabel angeknabbert. Oder, das alte Kabel versagt bei seinen neuen Aufgaben mit der XBox Series X. Falls Du von einem neuen 4K-Player nur dann ein gutes und sauberes Bild zu sehen bekommst, wenn Du die Auflösung auf Full-HD oder 720p begrenzt, kann das HDMI-Kabel die mögliche Ursache sein.

teufel cinebar 11 hdmi
Tausendsassa HDMI: Die HDMI-Schnittstellen ermöglichen bei Soundbars eine Ein-Kabel-Verbindung mit dem Fernseher per Audio-Rückkanal (ARC), um den Ton von TV aufzuwerten, und ein weiteres Gerät direkt mit der Soundbar zu verbinden. Unser Beispiel hier ist die Cinebar Lux von Teufel.

Vielleicht möchtest Du einfach sicher sein, kein Risiko für die Signalübertragung einzugehen. Zum Beispiel für die neue Playstation 5 oder einen High-End-Gaming-PC. Das alles sind gute Gründe, sich für neue HDMI-Kabel zu entscheiden.

Gute HDMI-Kabel für kleines Geld

  • Bei kurzen Kabeln kannst du sparen
  • Ab 5m ist Qualität entscheidend

Doch wer liefert ordentliche Qualität? Neben Nobelmarken wie Oehlbach, Inakustik, Audioquest, etc. liefern bekannte Zubehörspezialisten wie Hama und Vivanco in aller Regel gutes Material, das zuverlässig funktioniert und zudem noch erschwinglich ist. Auch die Angebote von Kabeldirekt bei Amazon können sich mittlerweile eines guten Rufs bei günstigen Preisen erfreuen.

Tipps der HIFI.DE Redaktion

Unsere Redaktion hat in den letzten Jahren einige Erfahrungen mit den verschiedensten HDMI-Kabeln gemacht. Dadurch haben sich einige Tipps herauskristallisiert:

  • Bei kürzerem Kabel gerne günstig kaufen

Guter Rat ist teuer, sagt man. Ein gutes HDMI-Kabel muss nicht unbedingt teuer sein. Insbesondere gilt das für kürzere Leitungen von 1 m bis etwa 3 m Länge. So um die 5 bis 10 Euro pro Meter sollte man aber schon bereit sein zu investieren, für ein gutes und zuverlässiges Verbindungskabel.

  • Kurze Kabel können häufig mehr als draufsteht

Auch wenn es in den technischen Infos heißt „für 4K-Video bis 60Hz“ oder „bis zu 18 Gbps“ muss das nicht die Obergrenze sein. Bei kurzen Kabeln kannst du die angegebene Video-Auflösung oder Datenrate auch als Mindest-Angabe auffassen.  Wenn es nicht länger als 2 m ist und die Qualität stimmt, kann dasselbe Kabel meist auch [email protected] übertragen.  Und das reicht derzeit auch für aktuelle HDMI 2.1-Anwendungen. Ein prominentes Beispiel ist das mitgelieferte Kabel der Playstation 5Sony bestätigte gegenüber GamesPro offiziell, dass das nur mit HDMI High Speed (quasi HDMI 2.0) gekennzeichnete Kabel tatsächlich auch für die HDMI 2.1 Features geeignet ist.

  • Label-Unfug: Das hat nichts mit Kabel-Eigenschaften zu tun

Ein typisches „HDMI-2.1“-Kabel-Angebot im Internet wirbt unter anderem mit „Dynamic HDR-10+, eARC, Variable Refresh Rate (VRR), Dolby Vision“. Das sind aber alles HDMI-Features, die nicht das HDMI-Kabel betreffen und deshalb auch nichts in den Daten zu einem Kabel zu suchen haben.

HDR, Dolby Vision, VRR, ALLM und eARC betreffen allein die angeschlossenen Geräte. Dem Kabel ist es schnuppe, ob Dein TV-Gerät VRR, HDR 10+ oder Dolby Vision unterstützt.

  • Je länger ein HDMI-Kabel, umso kritischer wird die Übertragung

Für eine störungsfreie Übertragung auf längeren Strecken sind Material- und Verarbeitungsqualität entscheidend. Nur gute Kabel schaffen mehr als 5 m, und ab 10 m wird es noch einmal kritischer. Es kommt hierbei allerdings nicht auf 24-Karat vergoldete Stecker an, sondern  – unter anderem – auf mehrfache Abschirmung und den richtigen Aufbau mit Signalleitungen aus fehlerfrei verarbeiteten Kupferadern.

Qualität erkennen: Diese Angaben brauchst du wirklich

Das Kabel-Marketing ist bunt und erfinderisch. Viele Angebote setzen auf eine möglichst große Anzahl von Features in der Beschreibung. Was Du wirklich an Informationen brauchst, ist aber nur wenig:

Für 4K- Bilder und Surround-Ton muss „HDMI High Speed with Ethernet“ auf dem Kabel stehen, und 18Gbps muss als Video-Datenrate unterstützt werden. Für 8K-Anwendungen mit maximaler Performance müssen mehr als doppelt so viele Daten einkalkuliert werden. Hier heißt die erforderliche Bezeichnung „HDMI Ultra High Speed with Ethernet“, und die nach HDMI-Spezifikation vorgesehene Datenrate ist 48 Gbps. Stand heute kann so ein Kabel mehr Daten transportieren als die aktuellsten Spielkonsolen wie eine Playstation 5 überhaupt liefern. Weitere Angaben sind eigentlich überflüssig.

Sobald beispielsweise die Anforderungen von HDMI High Speed mit Ethernet erfüllt korrekt erfüllt sind, muss das Kabel alle Video-Auflösungen bis zu [email protected] Hz, alle gängigen HDR-Signale, ARC und eARC, 3D-Full-HD-Video, erweiterten Farbraum, Mehrkanalton und vieles mehr unterstützen. Und sogar Features, die bei HDMI 2.1 vorgesehen sind, wie die Variable Refresh Rate VRR, sollten reibungslos funktionieren, sofern die eingestellte Bildfrequenz 60 Hz beträgt.

Verbürgte Qualität: Die offiziellen Label von HDMI.org

HDMI hat als Organisation eigene Qualitätssiegel entwickelt, die den Kunden die Gewissheit gegeben, gute Ware zu kaufen. Die Echtheit des Zertifikats kann sogar mit einer eigenen HDMI-App über den QR-Code überprüft werden.

HDMI 2.1 Kabel: Ultra High Speed HDMI Kabel
Das offizielle Qualitätssiegel für HDMI-Kabel bürgt für nachgewiesen einwandfreie Erfüllung der Anforderungen für Ultra High Speed HDMI bzw. High Speed HDMI-Kabel. | Bild: HDMI.org

Die offiziellen HDMI Label gibt es für HDMI Ultra High Speed ebenso wie für HDMI High Speed, und zusätzlich noch eine Premium-High-Speed-Zertifizierung. Diese wiederum ist ein Label, das Hersteller für 4K- und HDR-taugliche Kabel erhalten können. Das gleiche leisten aber die regulären High Speed Kabel auch.

Leider tauchen diese offiziellen HDMI Qualitätssiegel kaum im Markt auf, so dass sie im Alltag so gut wie keine Orientierung bieten, wenn Du ein zuverlässiges Kabel kaufen möchtest.

HIFI.DE Tipps für 2-m-Kabel

In der Vergangenheit haben wir unter anderem mit Kabeln von Clicktronic und Hama die Erfahrung gemacht, dass diese Firmen ordentliche Qualität zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis bieten. Hier zwei Beispiele für gute High-Speed-Kabel.

HDMI Kabel von Clicktronic
Die Casual Serie von Clicktronic bietet gute Qualität zum fairen Preis.

Eine andere gute Adresse ist der Zubehörspezialist Hama, der in Monheim eine eigene Qualitätssicherung – auch für seine importierten HDMI-Kabel – betreibt. Gute Kabel von Hama findet Ihr im Fachhandel, wie z.B. Expert, oder bei Saturn / MediaMarkt.

Foto: HAMA

Zertifizierte HDMI-Kabel für 8K und High-End-Gaming

Die Preise für HDMI-Kabel schnellen sofort in die Höhe, wenn es um 8K bzw. HDMI 2.1 geht. Das mag unter anderem am aufwendigeren Prüf-Verfahren bei der Qualitätssicherung liegen. Ein zertifiziertes HDMI-Kabel für 8K ist gleichzeitig eine Garantie dafür, dass es perfekt für High-End-Gaming mit bis zu 120Hz in 4K geeignet ist. Umgekehrt heißt dies aber auch: Wenn Du keine hohen Gaming-Ambitionen hast, und keine der neuesten Konsolen oder einen Gaming PC einsetzt, bringen Dir solche Kabel keinen weiteren Vorteil.

HDMI KABEL FÜR DIGITAL-AUDIO
Über HDMI kannst du alle aktuellen Surroundformate vom Player in die Anlage oder Soundbar bringen | Bild: HAMA / Avinity

Übrigens muss auf keinem HDMI-Kabel eine HDMI-Versionsnummer stehen! HDMI 2.0 oder 2.1 auf einem Kabel, das sagt im Grunde nichts aus.

Die einzige zuverlässige Angabe, die du auf einem neuen HDMI-Kabel für Gaming finden solltest, heißt, wie gesagt „HDMI ULTRA HIGH SPEED“. Daher wäre „HDMI-2.1-Kabel in Profiqualität“ ohne das Ultra-High-Speed-Label ein Risikokauf, von dem wir abraten.

Das offizielle Label HDMI Ultra High Speed dürfen nach den Spielregeln des HDMI Licencing nur solche Kabel tragen, die auch die Prüfung für 48 Gbps Datenrate bestanden haben und damit besonders zukunftssichere Übertragungseigenschaften haben.

Was macht den Unterschied bei Premium HDMI Kabeln? Lohnt sich der Kauf?

Häufig hört und liest man, HDMI ist digital, und digitale Signale bestehen nur aus „Null und Eins“. Als vereinfache Erklärung für nicht-Techniker ist das gut und richtig. Unterschlagen wird hierbei aber, dass es sich genau genommen um hochkomplexe Hochfrequenztechnik handelt.

Hochwertiges Kabel - Audioquest
Premium-HDMI-Kabel im Querschnitt | Bild: Audioquest

In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass sich zwei Geräte mit einem bestimmten HDMI-Kabel „nicht verstehen“. Ein anderes Kabel schafft dann Abhilfe, obwohl das betreffende Kabel okay ist und mit anderem Geräten tipp-topp funktioniert.

Wer mehr Qualität als eine reibungslos funktionierende Bild- und Tonübertragung möchte, findet bei renommierten Herstellern und Marken – etwa von Inakustik, Avinity  und Audioquest – Kabel, die alle Mindestanforderungen locker übertreffen dürften. Der Aufwand bei der Herstellung ist um ein vielfaches höher als bei der günstigen Massenware. Die Verluste innerhalb des Kabels werden minimiert, Nebeneffekte wie Übersprechen zwischen den Signalleitungen unterbunden, und eventuelle Störstrahlungen besser abgeschirmt. Das alles macht die Bildqualität nicht besser als sie ohnehin schon ist, aber kann zu noch höherer Sicherheit verhelfen.

In unserem Testlabor verwenden wir sowohl Standard-HDMI-Kabel (HDMI High-Speed with Ethernet) als auch Ultra-High-Speed-Kabel. Letztere kommen immer dann zum Einsatz, wenn wir bei kritischen Testverfahren sicher sein wollen, dass das Kabel garantiert keinen Einfluss aufs Ergebnis haben kann. Eines davon ist das Avinity 8K-Kabel. Ein anderes Kabel, das sich in der Testlaborpraxis bewährt hat, ist das „Cinnamon“ von Audioquest.

Wie steht es um eure Erfahrungen mit HDMI Kabeln? Hattet ihr schon Kabel die Probleme gemacht haben? Sagt es uns in den Kommentaren!

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