Startseite Fernseher OLED Fernseher Philips OLED 806 Test: Sehr guter OLED mit Sound-Überraschung

Philips OLED 806 Test: Sehr guter OLED mit Sound-Überraschung

Der Philips OLED 806 bringt eine sehr großzügige Ausstattung mit Ambilight, Android-TV und HDMI 2.1 mit. Ob er auch in Bild, Ton und Bedienung zu den Besten zählt, erfährst du hier.
Philips OLED 806 im TEST auf HIFI.de
Panel Typ
OLED
Bildfrequenz
100 / 120 Hz
Verfügbare Größen
48", 55", 65", 77"
Getestete Größe
48"
HDR-Unterstützung
HDR10, HLG, HDR10+, Dolby Vision
Smart-TV-System
Android-TV 10
Digitaler Tuner
DVB-T/T2/T2-HD/C/S/S2
Video-Eingänge
2x HDMI 2.1, 2x HDMI 2.0
Preis (UVP/Straßenpreis)
1.799 / ca. 1.400 Euro (48 Zoll)
In Kürze
Der Philips OLED806 macht Lust auf Streaming, Gaming und Fernsehen, denn er bietet neben zahlreichen Apps und Sprachsteuerung ein erstklassiges Bild, Ambilight und neue, individuelle Toneinstellungen. Allerdings könnte die Bedienung einfacher ein, sobald man in die Tiefen der Menüs einsteigt.
Vorteile
  • Hervorragendes Bild
  • Guter Klang, individuelle Anpassung möglich
  • Vierseitiges Ambilight
  • HDMI 2.1 für Gaming
  • Philips "Anti Burn-In"
  • Dolby Vision und HDR10+
Nachteile
  • Menüs sind teilweise sehr verschachtelt
  • Filmmaker-Modus auf 100 Nits begrenzt
  • In hellen Räumen sind dunkle Details nur schlecht zu erkennen

Nur einen guten Meter breit ist unser diesmaliges Testgerät. Denn wir haben den Philips OLED 806 mit nur 48 Zoll Diagonale, also einen “48OLED806/12”, wie er ganz offiziell heißt, im TV Labor auf Herz und Nieren geprüft. Du bekommst diesen Fernseher aber auch mit 55″, 65″ und 77″ Bilddiagonale.

Der OLED 806 steht im Wettbewerb mit OLED-TVs wie dem C1 von LG oder JZW1004 von Panasonic. Was der Philips OLED806 besser macht als die Konkurrenz und worauf du verzichten musst, erfährst du hier in unserem Testbericht.

Philips OLED 806 Design: Schick auf den Tisch und elegant an der Wand

Philips führt beim OLED 806 seine Design-Philosophie fort, die auf hochwertige Materialien setzt.. Der insgesamt sehr schlank gebaute Fernseher steht auf rechtwinkligen, zierlichen Metallfüßen. Der Pfiff daran ist, dass du die Wahl hast, ob der Standfuß eine helle oder dunkle Metallfarbe  auf der Vorderseite zeigen soll.

Mit dem OLED806 verfügt nun auch eine OLED 8er Serie von Philips über das nach vier Seiten hin leuchtende Ambilight, das bis 2020 nur den Top-Modellen wie einem OLED935 vorbehalten war.

OLED 806 von Philips Seitenansicht
Der Philips OLED806 in der Seitenansicht zeigt das typische, dünne OLED-Display und sein TV-Gehäuse, das alle Anschlüsse, die Lautsprecher und das Ambilight beherbergt.

Weil die Füße nur 15 mm hoch sind, ist nur wenig Raum Platz dem Fernseher. Somit bleibt hier auch kein Platz für eine Soundbar vor dem TV-Gerät. Gleichzeitig kommt auch das vierseitige Ambilight von Philips nur rechts, oben und links richtig gut zur Geltung, wenn der Fernseher auf einem Tisch oder einer TV-Bank steht.

Ambilight von Philips
Der OLED 806 bietet das Philips Ambilight zu allen vier Seiten, was noch besser zur Geltung kommt, wenn du ihn an die Wand hängst.

Wenn Du dich jedoch entschließt, den Philips OLED an die Wand zu hängen, kommt einerseits das vierseitige Ambilight besser zur Geltung, andererseits gewinnst du auch mehr Raum für eine gute Soundbar.

In unserer aktuellen OLED Bestenliste reiht sich der Philips im vorderen Mittelfeld hinter den (teureren) Topmodellen ein:

Bildqualität beim OLED 806 von Philips

Als OLED TV bietet der Philips 806 alle Vorteile von selbstleuchtenden Pixeln. Schwarzes ist richtig schwarz, einzelne helle Lichter strahlen schöner als bei LCD-TVs, und Farbschattierungen lassen sich dank 10-Bit-Technik mit feinsten Übergängen darstellen. Die Bewegungskompensation (Natural Motion) beim Philips OLED 806 funktioniert auf der Stufe Standard sehr ordentlich mit sanft fließenden Bewegungen. Sie verursacht kaum Artefakte im Bild. Die Einstellung Film glättet nur wenig, um den Kino-Look zu erhalten. Zudem kannst du die Maßnahmen für bessere Bewegtbilder in den erweiterten Einstellungen selber nutzerdefiniert dosieren.

Gute Einstellungen für Film und Fernsehen

Bei dem Philips TV brauchst du nicht lange zu suchen, um eine sehr gute Bildqualität zu bekommen. Ohne viel Aufwand bekommst du ein sehr gut voreingestelltes Bild für Kinofilme, indem du einfach den Bildmodus Filmmaker auswählst. Authentische, natürlich-warme Farben und eine korrekte Schärfe zeichnen ihn aus. Filmmaker liefert Bilder, die dem Originalfilm besonders nahe kommen. Kritisch sehen wir allerdings, dass der Filmmaker-Modus auf eine maximale Pixel-Helligkeit von 100 Nits programmiert ist und sich dieser Wert nicht erhöhen lässt. Denn der Filmmaker Mode eignet sich somit zwar bestens für Heimkino-Abende, er setzt aber dafür auch dunkle Lichtverhältnisse in Raum voraus.

Philips OLED 806 CALMAN Messungen
Sehr sauberer Farben garantiert der Filmmaker Modus, wie unsere Analysen mit Calman bestätigen.

Mehr Farbe, Details und Kontrast

Gegenpol zum sehr neutralen Filmmaker-Modus ist die Bildeinstellung Lebendig.Hier zeigt der Philips Bildprozessor P5, was er zu leisten vermag. Die Farben sind kühl und kräftig aufgepeppt, Bewegungen werden konsequent geglättet, und Details auf eine recht intelligente Art nachgeschärft. Knallige, kontrastreiche Farben sind bei diesem Bildmodus erwünscht. Vergleicht man entsprechende Bildmodi anderer Hersteller, wie zum Beispiel „Dynamik“ oder „Lebhaft“, mit dem OLED806, so wirken die Bilder des „Lebendig“-Modus von Philips häufig angenehmer und weniger künstlich als bei der Konkurrenz.

Philips Bildmenü
Ein Blick in die Philips-Bildeinstellungen: Mit OLED-Kontrast stellst du die maximale Helligkeit der OLED-Pixel ein. Beim Filmmaker-Modus ist die Spitzenhelligkeit für SDR-Inhalte auf 100 Nits begrenzt, was wir schade finden.

Einstellungssache: Cineastisch oder dynamisch

Mit der Grundeinstellung „Lebendig“ bekommen Daniel Craigs Augen in Casino Royale ein tieferes Blau, ohne dass sein Gesicht nach Sonnenbrand ausschaut.  Und wenn der Zug durch nächtliche Bergwälder in Montenegro rollt, bekommst du soviel Details in den Bäumen zu sehen, dass man schon fragen muss, ob das noch im Sinne der Filmschaffenden ist. Ein Tipp: Für Filme empfehlen wir Filmmaker in einem abgedunkelten Raum. Wenn du aber Lebendig wählst, solltest du die Farbtemperatur auf Normal oder Warm und die Farbverbesserung auf niedrig einstellen, damit die Bildqualität natürlicher erscheint.

Bild und Ton einstellen Mithilfe der Taste Menü kommst du zum Kurzmenü, das 14 Punkte von Hilfe bis zum Ambilight-Wecker umfasst. Dort findest du den Punkt “Häufige Einstellungen”, dieser führt zu den diversen Bild- und Tonmodi. Anhand der Modi kannst du pauschale Voreinstellungen wählen. Wenn du jedoch detaillierte Einstellungen wie Farbe, Kontrast, Helligkeit und so weiter benötigst, musst du im Kurzmenü erst ganz nach unten scrollen, um „Alle Einstellungen“ zu wählen. Und dich von dort aus durch weitere Untermenüs hangeln. In den Erweiterten Einstellungen kannst du für jeden Bildmodus individuelle Anpassungen vornehmen. In den Toneinstellungen findest du zudem die individuelle Klanganpassung für Dein Gehör mit MIMI.

Bildmodi neu definiert

Philips hat seine Bildmodi neu aufgestellt: Der Modus Filmmaker sorgt für eine völlig standardgemäße, normgerecht abgestimmte Farbgebung. Die Farbwerte des Philips stimmen schon ab Werk richtig gut, so dass wir die werksseitige Voreinstellung des Filmmaker-Modus nur loben können. Unsere Messungen mit Calman von Portrait Displays bestätigen die ausgezeichnete Farbtreue für SDR-Material, also beispielsweise HDTV oder auch Blu-ray-Discs.

Philps Bildmodi
Zu den Bildmodi, die du unter KI Bildeinstellung findest, gehören neben dem cineastischen „Filmmaker“ auch drei Speicherplätze für professionelle Bildkalibrierungen.

Hinzu kommt ein neuer Bildmodus, der Heimkino heißt. Dieser tendiert zu kühlen, also leicht bläulichen Farben, verstärkt dabei die Farbigkeit und schärft Details nach. Das alles geschieht auf eine recht gefällige Art. Für den neuen Modus entfällt aber das bisherige Preset „Natürlich“ in den Bildeinstellungen.

HDR Wiedergabe mit dem OLED 806

Sehr lobenswert finden wir, dass Philips auch mit dem neuen OLED 806 sämtliche relevanten HDR-Verfahren unterstützt. Der Fernseher verarbeitet das einfache HDR10 ebenso wie Dolby Vision als auch HDR10+. Hinzu kommt noch HLG (Hybrid Log-Gamma), welches von den 4K-TV Sendern per Satellit verwendet wird. Vorbildlich: Der OLED 806 erfasst den HDR-Farbraum P3 zu 99 Prozent.

CALMAN -Messung von OLED 806
Der P3-Farbraum für HDR-Inhalte wird sozusagen komplett wiedergegeben, was unsere Messungen mit Calman klar bestätigen.

Wie schon bei Standard-Inhalten, so ist auch bei HDR der cineastische Modus HDR Filmmaker zunächst einmal der Garant für erstklassige Bilder mit sauberer und differenzierter Farbwiedergabe. Dolby Vision, HDR 10 und HDR10+ erkennt der TV zuverlässig und gibt sie entsprechend wieder. Bei Dolby Vision-Inhalten wie z.B. Das Damengambit auf Netflix kannst Du die Dolby-Vision Modi Hell, Dunkel und Gamer sowie die Philips-Modi HDR-Persönlich oder HDR-Lebendig wählen.

Spitzenhelligkeit fällt bei 48″ geringer aus

Unsere HDR-Messungen mit Calman ergaben für den 48-Zoll-OLED in diesem Test allerdings eine geringere HDR-Spitzenhelligkeit als z.B. beim 55-Zoll-Vorgänger Philips 55OLED805.  Der 48″-OLED erreicht rund 660 Nits im HDR-Filmmaker-Modus. Der etwas geringere Spitzenhelligkeit Ist jedoch auf die Panelgröße von 48 Zoll zurückzuführen, wie uns Philips bestätigte. Es ist davon auszugehen, dass der OLED 806 in 55 und 65 Zoll wie seine Vorgänger Spitzenwerte um die 750 bis 800 Nits erreicht.

Automatisch gucken wie im Kino mit dem Philips OLED

Der Philips verfügt über eine automatische Film-Erkennung, die automatisch Heimkino oder Filmmaker einstellt. Im Menü „Allgemeine Einstellungen“ gibt es dazu ein Menü, in dem du wählen kannst, welchen den Bildmodi der Fernseher für Kinofilme aktivieren soll. Im Test haben wir das sowohl mit Streaming über Netflix als auch mit Blu-ray erfolgreich ausprobiert.

Bedienung und Praxis mit dem Philips OLED 806

Die Fernbedienung hat eine Oberfläche in Metalloptik, eine angenehm schlanke Bauform. Die Rückseite hat eine Oberfläche aus feinem Leder, das von der schottischen Gerberei Muirhead stammt, die auf verantwortungsvolle Produktion Wert legt. Bis auf die Tasten für Streaming Dienste werden alle Tasten hinterleuchtet, nachdem ein Button gedrückt wurde.

Die Fernbedienung des Philips OLED 806
Die Fernbedienung beleuchtet ihre Tasten, wenn du eine beliebige Taste – etwa eine Ecke des Steuerkreuzes – gedrückt hast.

Der Philips OLED Fernseher bietet als waschechter Android TV den Google Assistant zur Sprachsteuerung. Einfache Befehle wie Lautstärke-Änderung, Kanalwechsel und ähnliches lassen sich auch ohne Google-Konto-Anmeldung per Sprachbefehl ausführen. Wenn du aber zum Beispiel bei Streaming-Diensten nach Filmen fragen möchtest, ist ein Google-Konto unerlässlich. Dann funktioniert auch eine Aufforderung wie „Öffne Netflix und zeige mir Tatortreinger„. Mit der Formulierung „Zeige mir Batman auf Netflix“ gab es jedoch nur allgemeine Infos zum Film, wenn Netflix nicht schon sowieso lief.

Ein Tipp: Die Optionstaste unten rechts im Tastenfeld

Oft übersehen wird die Optionstaste, die sich unten rechts befindet. Immer dann, wenn ein kleiner gelber Kreis mit weißem + auf dem Bildschirm erscheint, kannst du über diese Taste zusätzliche, nützliche Funktionen aufrufen. Zum Beispiel: Bei TV-Betrieb kannst du Programminformationen abrufen, Untertitel einblenden, und einstellen, ob HbbTV auf diesem Sender laufen soll. HbbTV zu sperren, kann praktisch sein, wenn dich automatische Werbeeinblendungen nerven. Ein anderes Beispiel: Um TV-Programme mit Favoriten zu sortieren findest du die Funktionen, indem du die List-Taste und danach die Optionen-Taste (+) drückst.

Ambilight-Info Farbiges Ambilight haben nur Philips-Fernseher eingebaut. Um das Ambilight an den eigenen Geschmack anzupassen, kannst du eine Vielzahl von Einstellungen vornehmen. So etwa Helligkeit und Intensität der wechselnden Farben einstellbar. Die Lichter können auf Wunsch dem Bild (Video) oder der Musik (Audio) folgen oder auch dezent einfarbig leuchten. Außerdem lässt sich die Farbgebung an die Wandfarbe hinter dem Philips-TV anpassen. Hinzu kommen Sonderfunktionen wie zum Beispiel der simulierte Sonnenaufgang zum Wecken.

Sehr gute Anschlussmöglichkeiten beim Philips OLED 806

Anschlusstechnisch ist der OLED 806 in etwa vergleichbar mit einem LG OLED B1 ausgestattet. Denn der OLED 806 hat nunmehr zwei HDMI Eingänge, die HDMI 2.1 mit [email protected] Hertz unterstützen. Mit dabei sind ALLM, die Automatische Gaming-Erkennung, und die Variable Bildrate VRR. Damit ist nun auch dieser Fernseher von Philips für die Fähigkeiten der neuesten Spielekonsolen wie Xbox Series X  oder Playstation 5 gerüstet.

Wer eine Soundbar anschließen möchte, kann das an allen vier HDMI Schnittstellen des OLED 806, und zwar über die HDMI-ARC-Funktion. Der Anschluss HDMI 2.1 unterstützt zusätzlich als eARC-Anschluss die anspruchsvolleren 3D-Soundformate wie Dolby Atmos.  Das ist vor allem dann interessant, wenn du eine Dolby Atmos-fähige Soundbar mit dem Philips OLED kombinieren möchtest oder eine große Heimkino-Anlage besitzt.

Es gibt drei USB-Schnittstellen, von denen eine extra für eine Recording-Festplatte ausgelegt ist. TV-Aufnahmen auf Festplatte sind damit ebenso möglich wie zeitversetztes Fernsehen. Hinzu kommt ein praktisches Detail für den Kopfhörer-Anschluss. Du kannst wählen, ob die Tasten der Fernbedienung die TV-Lautsprecher oder den Kopfhörer regeln sollen.

Ton: Akustik-Einmessung und Mimi Klangverbesserung

Der Philips OLED kommt erstmals mit zwei Maßnahmen zur Klangverbesserung daher. Zunächst ist die Raumeinmessung über das Mikrofon in der Fernbedienung zu erwähnen. Diese funktioniert im Grunde ähnlich wie bei den OLEDs von Sony oder LG. Damit stellst du die generellen Klangeigenschaften auf deine Hörposition im Raum ein.

Auf der Rückseite sorgen ein Basslautsprecher und Passivmembranen für soliden Tiefton.

Nach wir vor hast du bei Philips eine Reihe von Soundmodi wie Film, Musik, Original oder Persönlich zur Auswahl. Neu hinzu kommt die akustische Personalisierung durch das Mimi-Verfahren. Mithilfe der “Mimi Sound Personalization Technologie” kannst du die Tonwiedergabe des Fernsehers individuell auf dein eigenes Hörvermögen abstimmen. Das Ziel ist, die Verständlichkeit Sprache zu erhöhen und das Klangerlebnis insgesamt zu verbessern. Für die individuelle Klangoptimierung führst du zunächst einen einfachen Hörtest mit Hilfe der Mimi App und deinem Smartphone durch.

Mimi-Klangoptimierung im Test

Nach dem Hörtest per App wird dein persönliches Hörprofil erstellt, welches du sehr einfach über einen QR-Code an deinen Philips-TV übermitteln kannst. Das Anlegen eines Mimi-Nutzerkontos ist hierfür nicht erforderlich. Anschließend steht dir die Mimi Sound-Personalisierung im Tonmenü zur Verfügung. Hier kannst du zusätzlich einstellen, wie stark die individuelle Korrektur  in den Klang eingreifen soll.

Philips Mimi Ton
Überrascht waren wir von der persönlichen Klangabstimmung mit Mimi.

In unserem Test haben wir die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll sein kann, den Hörtest mehrfach durchzuführen, beispielsweise mit unterschiedlichen Lautstärke-Einstellungen. Gerade bei Kinofilmen wie Blade Runner 2049 konnten wir mit Mimi eine deutliche Verbesserung der Sprachverständlichkeit bestätigen, wenn Nebengeräusche und Dialog sich zu vermischen drohen.

Hilfreich für eingeschränktes Hörvermögen

Da sich Mimi zusätzlich zum eingestellten Tonmodus ein- oder ausschalten lässt, raten wir am ehesten dazu, eine neutrale Grundeinstellung wie Original zu wählen. Da es sich um eine ganz persönliche Klangverbesserung handelt, wird die Mimi-Personalisierung natürlich von jeder Person anders empfunden. Hier lohnt es sich, ein bisschen zu experimentieren. Wer ein nicht mehr so jugendlich-frisches Gehör hat, wird die Individuelle Anpassung meiner Meinung nach zu schätzen wissen.

Gaming mit dem OLED806

Mit seiner Bilddiagonale von 48 Zoll bietet sich der OLED von Philips auch für Konsolenspieler an. Dank der neuen HDMI-Schnittstellen unterstützt er hierbei auch die variable Bildrate VRR mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde in 4K-Auflösung. Im Bildmodus Spiel verkürzt sich die Eingabeverzögerung (Input-Lag) auf minimale 15 Millisekunden. Damit reagiert der OLED prompt und direkt auf jede Eingabe am Controller. Gleichzeitig sorgt der Bildmodus „Spiel“ dafür, das auch in dunklen Schattenbereichen deine Gegner immer noch zu erkennen sind.

Philips will Burn-in-Effekt verhindern

Bei allen aktuellen OLED-TVs schützen diverse technische Maßnahmen die Geräte davor, dass sich Bildreste – beispielsweise von Senderlogos oder Gaming-Anzeigen – dauerhaft als dunkle Schatten verewigen.  Dazu haben wir auch einen ausführlichen Ratgeber veröffentlicht. Philips ist im letzten Jahr noch einen Schritt weiter als andere gegangen und hat zusätzliche OLED-Schutzmaßnahmen in ihre Fernseher der OLED 935 Serie integriert. Diese „Anti Burn-In“-Technik, welche die Helligkeit gezielt bei stehenden Bildelementen zurücknimmt, kommt jetzt auch im neuen OLED 806 zum Einsatz. Damit kann man laut Philips auch regelmäßig Gaming-Sessions problemlos durchführen, sofern der OLED-Fernseher immer wieder auch Zeit zum Regenerieren im Standby hat. Spätestens nach 8 Stunden empfehlen wir von HIFI.DE eine Standby-Pause von mehr als einer halben Stunde.

Wenn du mehr zum Thema erfahren willst lies unseren ausführlichen Artikel zur Gefahr von Einbrennern bei OLED-Fernsehen.

Fazit: Das Testergebnis für den Philips OLED806 im Überblick

Film und Fernsehen

Im Bildmodus „Filmmaker“ ist die Bildqualität tatsächlich „filmreif“: Hier stimmen Farben, Schärfe und Details schon ab Werk, doch dein Raum sollte unbedingt abgedunkelt sein. Bei Kinofilmen geht es schlicht um originalgetreue Bilder und der Bildprozessor P5 von Philips leistet hierbei sehr gutes Arbeit. Besonders 4K-Inhalte mit Dolby Vision liefert der OLED in bester Qualität.

Bedienung und Praxis

Da er rasch und zuverlässig auf die Fernbedienung mit beleuchteten Tasten reagiert und viele nützliche Funktionen einfach zu erreichen sind, verdient der Philips eine gute Bewertung. Zudem hilft der Google Assistant durch Sprachsteuerung. Wenn es aber um weiterführende Einstellungen geht, ist das Menü nach wie vor leider sehr verschachtelt.

Gaming

Schalte den OLED 806 für Gaming am besten auf den Bildmodus „Spiel“. Für gelegentliches Gaming ist der OLED 806 sehr gut geeignet. Dank der neuen Ausstattung mit HDMI 2.1 und einem ausgesprochen niedrigen Input Lag von etwa 14 Millisekunden machen auch Rennen und Shooter richtig Spaß. Die Anti-Burn-In-Technik sorgt für größtmögliche Sicherheit gegen Einbrenn-Effekte.

Ton

Der OLED 806 verfügt über einen guten und gut einstellbaren Klang. Neu ist die personalisierte Klang-Anpassung durch die Mimi-App, welche auch bei beeinträchtigtem Hörvermögen für gute Sprachverständlichkeit sorgen kann.

Aktuelle Angebote:

Technische Daten
Panel Typ OLED
Bildfrequenz 100 / 120 Hz
Verfügbare Größen 48", 55", 65", 77"
Getestete Größe 48"
HDR-Unterstützung HDR10, HLG, HDR10+, Dolby Vision
Smart-TV-System Android-TV 10
Sprachassistenten Google Assistant, Alexa-kompatibel
Chromecast Built-In Ja
AirPlay 2 nein
Digitaler Tuner DVB-T/T2/T2-HD/C/S/S2
Video-Eingänge 2x HDMI 2.1, 2x HDMI 2.0
HDMI-Funktionen ARC, eARC, VRR, [email protected]
Sonstige Anschlüsse USB 2.0, USB 3.0, CI+, ARC, Toslink, Kopfhörer
Drahtlos WLAN, Bluetooth 5.0
Smartphone App Ja
Durchschnittliche Leistungsaufnahme 88W (SDR) / 84W (HDR)
Energieeffizienzklasse G (SDR) / G (HDR)
Maße mit Sockel 1.069 x 629 x 280 mm
Maße ohne Sockel 1.069 x 615 x 68 mm
Gewicht ohne Standfuß / mit Standfuß 13,8kg / 14,2kg
Preis (UVP/Straßenpreis) 1.799 / ca. 1.400 Euro (48 Zoll)

Weitere interessante Modelle die für dich in Frage kommen findest du auch in unserer aktuellen Fernseher Bestenliste:

Wie gefällt dir das Philips OLED Modell mit vierseitigem Ambilight und Android? Teile uns deine Meinung als Kommentar mit!

zur Startseite Beitrag kommentieren
Für Links auf dieser Seite erhält HIFI.DE ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit * oder gekennzeichnete. Mehr Infos.