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Teufel Ultima 40 im Test – echtes HiFi für unter 500 Euro?

Bereits in der dritten Generation tritt die Standbox Teufel Ultima 40 an, um erwachsenen HiFi-Sound zum absoluten Sparkurs zu bieten. Das kann doch nicht funktionieren, oder? Wir haben es getestet.
Teufel Ultima 40 im Test | HIFI.DE
Treiber
4 (1 x Hochtöner, 1 x Mitteltöner, 2 x Tieftöner)
Frequenzbereich
45 Hz - 20 kHz
Abmessungen (BxHxT)
215 x 1065 x 320 mm
Verfügbare Farben
Schwarz, Weiß
Preis
499,99 Euro
In Kürze
Wenn du eine tolle (erste) HiFi-Box für kleines Geld suchst, ist die Teufel Ultima 40 auch in der dritten Generation eine absolute Empfehlung. Sie klingt rund und angenehm, spielt mit jedem Verstärker und sieht auch noch gut aus – was willst du mehr?
Vorteile
  • Entspannter, spaßbetonter Klang
  • Sehr günstiger Preis
  • Modernes Design
  • Geeignet für praktisch jeden Verstärker
Nachteile
  • eher einfache Verarbeitungsqualität
  • Bass je nach Aufstellung und Raum zu kräftig

Size Does Matter – so ist es das eben (manchmal). Und mit einem über 100 cm hohen Standlautsprecher wie der Teufel Ultima 40 verbindet man automatisch bestimmte Erwartungen – an das Gewicht, an den Klang und auch an den Preis. Und hier ist das erste Mal ungläubiges Staunen fällig – die unverbindliche Preisempfehlung von 500 Euro gilt tatsächlich für das Paar, nicht etwa nur für einen der beiden Lautsprecher.

Die Teufel Ultima 40 gibt es aktuell zum reduzierten Preis bei Teufel:

Teufel Ultima 40 - Vogelperspektive
Satt einen Meter hoch stehen die Teufel Ultima 40 im Raum.

Selbst unsere bisherige Referenz in Sachen „Kleiner Preis, großer Klang“, die phänomenale Q Acoustics 3050i, steht mit 400 Euro mehr in den Preislisten. Also nichts wie ran an den Speck, bzw. den Verstärker – wir wollen hören, was aus der Teufel Ultima 40 rauskommt. Wie sie sich im Vergleich mit den andern von uns getesteten Standlautsprechern schlägt, erfährst du übrigens in unserer Bestenliste:

Doch weiter im Text:

Teufel Ultima 40 im Hörtest – Die nette Spaßbox von nebenan

Vor dem Hören müssen die Lautsprecher in die richtige Position geschafft werden. Das gelingt mit der Ultima 40 recht einfach, da die Boxen nicht allzu schwer sind. Da nur Klebefüßchen im Lieferumgang enthalten sind und deshalb keine Spikes montiert werden müssen, geht auch das restliche Setup zügig von der Hand.

Teufel Ultima 40 - Detail Hochtöner
Die Teufel Ultima 40 erweist sich schnell als echte Spaßbox.

Noch stehen die auf die Schnelle aufgestellten Boxen nicht ganz optimal – die beiden mächtigen Bassreflexöffnungen auf der Rückseite benötigen einen gewissen Wandabstand, sonst wummert der Bass. Und doch wird vom ersten Ton an klar, Teufel hat mit der Ultima 40 einen wirklich ernstzunehmenden Lautsprecher auf die Beine gestellt. Hochtöner und Mitteltöner sorgen von Anfang an für Präsenz im Hörraum, ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Auch optisch, vor allem das Mittelton-Chassis. Die kupferfarbene Glasfaser-Membran mit dem verchromten Phase Plug ist eben schwer zu übersehen, das war schon bei der kleineren Teufel Ultima 20 so.

Auch der Hochtöner ist bekannt, wie in der Regalbox sitzt er auch hier hinter einer Art Gitter, dass der Optimierung der Schallabstrahlung dient. Nur haben Hoch- und Mitteltöner in der Ultima 40 die Plätze getauscht, der Hochtöner sitzt jetzt unter dem Mitteltöner.

Teufel Ultima 40 - Hoch/Mittelton
Das Duo aus Hoch- und Mitteltöner sorgt für Präsenz im Hörraum – akustisch und optisch!

Ohrenschmeichler

Beides scheint dem Ensemble gut zu tun, denn die Lautsprecher überzeugen vom Start weg mit einer offenen Räumlichkeit und brillantem Detailreichtum. Roon serviert uns das erste Stück unseres Hörtests: Die Bratsche am Anfang von Agnes Obels The Curse schmeichelt sich in deine Ohren, dicht gefolgt von der melancholische Stimme der Dänin. Das Cello bringt dann Sekunden später die beiden restlichen Treiber ins Spiel: gleich zwei Basstreiber stehen zur Verarbeitung tiefer Frequenzen bereit. Da die Bässe zudem auf der Rückseite von zwei mächtigen Bassreflex-Öffnungen beatmet werden, ist ein Cello aber nicht das richtige Instrument, um sie aus der Reserve zu locken.

Teufel Ultima 40 - Mitteltöner
Die Membran des Mitteltöners besteht aus einem Glasfaser-Gewebe, das verchromte Phase Plug in der Mitte soll die Ausbreitung des Schalls optimieren.

Für jeden Verstärker geeignet

Also ist es Zeit für einen Tempo- und Stimmungswechsel: Das Farin Urlaub Racing Team tritt mit dem „Livealbum of Death“ an, und hier natürlich mit dem ultimativen Mitmach-Track Zehn. Bassistin Cindia Knoke lässt die die Saiten fliegen und die Ultima 40 machen fröhlich mit, massieren dir den Bauch und pumpen jede Menge Schall-Energie in den Raum.

Teufel Ultima 40 - Basstreiber
Zwei Tieftöner pro Seite kümmern sich um das Bassfundament.

Hier zeigt sich deutlich einer der Vorteile ihrer Konstruktion: Die Teufel Ultima 40 ist absolut unkritisch, was deinen Verstärker angeht. Selbst schwächere Amps werden keinerlei Probleme haben, den beiden Teufel-Lautsprechern mehr Lautstärke zu entlocken, als deinen Nachbarn lieb ist. Wichtiger noch als der mögliche Maximalpegel: Die Ultima 40 macht es dem Verstärker offensichtlich sehr leicht, die Kontrolle über das Geschehen zu behalten.

Teufel Ultima 40 - Abdeckung
Wenn dir die Optik der Chassis nicht gefällt, verschwinden sie dezent hinter der mitgelieferten Abdeckung.

Teufel Ultima 40: Jede Menge Klang fürs Geld

Auch mit entspannten Basslines wie denen auf „Shout Out! to Freedom“, dem neuen Album von Nightmares On Wax kommen die Teufel Ultima 40 prima klar, mit Prügelbeats à la Infected Mushroom dann allerdings weniger. Und ja, der Hochtöner spielt sich manchmal etwas zu ambitioniert in den Vordergrund und nervt dann bei hohen Lautstärken ein wenig, und komplexe Klassikaufnahmen offenbaren gewisse Ungenauigkeiten im Bereich des Übergangs vom Bass zum Mittelton.

Teufel Ultima 40 - Bassreflex
Trotz der gewaltigen Bassreflexöffnungen auf der Rückseite ist die Teufel Ultima 40 recht gutmütig, was die Aufstellung angeht.

Doch geschenkt. Das alles fällt dir nur auf, wenn du bei ganz bestimmten Aufnahmen sehr aufmerksam die Ohren spitzt. Im Alltag und mit „normaler“ Musik von Streamingdiensten, dem CD-Player oder Plattenspieler machen die Teufel Ultima 40 einfach Spaß. Das soll aber nicht heißen, dass sie hemdsärmelige Partyboxen wären, im Gegenteil. Party können sie zwar auch, wenn es sein muss.

Doch ihre eigentliche Stärke ist die Offenheit und Freundlichkeit, mit der sie dich zum Musikhören einladen. Und dabei ist es den Boxen ganz egal, ob diese Musik gerade von Spotify stammt oder als Highres-Stream von Qobuz kommt. Sie verzeihen viel, unterschlagen wenig und ziehen dich mit einem sehr runden und angenehm entspannten Sound in ihren Bann.  Dieser Sound würde deutlich teureren Lautsprechern als der Teufel Ultima 40 gut zu Gesicht stehen. Für unter 500 Euro Paarpreis ist das schlicht ein Hammer!

Aufbau und Ausstattung der Teufel Ultima 40

Es stellt sich also die Frage, an welchen Ecken Teufel gespart hat, um diesen Kampfpreis zu realisieren. An den Treibern jedenfalls schonmal nicht: die beiden Tieftöner pro Seite sind mit massigen Magnetantrieben und Glasfaser-Membranen solide Mittelklasse. Einen Glasfaser-Tiefmitteltöner und den Hochtöner mit der komplexe Schallführung bekommt man auch in Asien nicht geschenkt.

Teufel Ultima 40 - Kante
Die Verarbeitung der Ultima 40 ist nicht bis ins kleinste Detail makellos, geht aber insgesamt in Ordnung.

 

Das Gehäuse der Ultima 40 besteht laut Teufel aus MDF. Dem Gewicht nach können die Wände nicht sehr dick sein, die Folierung ist von der einfachen Sorte und an den Rundungen auch nicht immer ganz sauber verklebt. Zubehör wie stabile Füße oder Spikes gibt es nur gegen Aufpreis, aber auch hier gilt: angesichts der Preisklasse gibt es daran nicht das Geringste auszusetzen.

Teufel Ultima 40 - Bi-Wiring
Sogar Bi-Wiring-Lautsprecherklemmen hat Teufel der Ultima 40 spendiert.

Aufstellung und Praxis

Dass die Teufel Ultima 40 absolut unkritisch ist, wenn es um den Verstärker geht, hatten wir bereits erwähnt. Und dieses umgängliche Wesen zeichnet die Box auch sonst aus. Ein bisschen Abstand zur hinteren Wand, mehr benötigt sie gar nicht, um frei aufspielen zu können. Eltern und Halter von Kleintieren werden es übrigens zu schätzen wissen, dass die beiden großen Reflexöffnung auf der Rückseite von innen mit einem unauffälligen Netzstoff verschlossen sind. Damit ersparst du es dir, in regelmäßigen Abständen Legosteine, sonstiges Spielzeug oder traumatisierte Hamster aus den Lautsprechern fischen zu müssen.

Teufel Ultima 40 - Netz
Eltern und Kleintierhalter werden diese Ausstattungsdetail zu schätzen wissen: Ein dezentes Netz verschließt die Öffnungen der Bassreflexrohre.

Zur Seite benötigt die Ultima 40 übrigens nicht sehr viel Abstand, so dass sie durchaus auch in kleineren Wohnzimmern und Studentenbuden Platz finden kann.

Teufel Ultima 40 – Maße und Aufstellung
Die Teufel Ultima 40 ist so konzipiert, dass du bei der Aufstellung nur wenige Dinge beachten musst. | Bild: Teufel

Unser Testfazit zur Teufel Ultima 40

Es würde die Teufel Ultima 40 nicht schon so lange geben, wenn das Konzept nicht erfolgreich wäre. Und natürlich gibt es Lautsprecher, die das Eine oder Andere etwas besser können als die Box aus Berlin. Doch diese bewegen sich dann eben auch in anderen Preisregionen. In ihrer Kombination aus Alltagstauglichkeit, Vielseitigkeit und günstigem Preis ist die Teufel Ultima 40 ein fast schon unverschämt verlockendes Angebot.


Testergebnis Teufel Ultima 40 | HIFI.DE

Die Teufel Ultima 40 gibt es aktuell zum reduzierten Preis bei Teufel:

Technische Daten
Wege 3-Wege Bassreflex
Treiber 4 (1 x Hochtöner, 1 x Mitteltöner, 2 x Tieftöner)
Anschlüsse Bi-Wiring, Schraubklemmen
Frequenzbereich 45 Hz - 20 kHz
Wirkungsgrad 87 dB
Abmessungen (BxHxT) 215 x 1065 x 320 mm
Gewicht 20 kg
Verfügbare Farben Schwarz, Weiß
Preis 499,99 Euro

Hast du zuhause Platz für eine Anlage mit zwei ausgewachsenen Standboxen wie der Teufel Ultima 40? Willst du das überhaupt? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare!

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