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Samsung The Premiere im Test: Samsung überzeugt mit erstem Beamer!

Mit dem The Premiere liefert Samsung seinen ersten Beamer überhaupt. Wir haben den Ultrakurzdistanz-Beamer LSP9T getestet und sind durchaus angetan!
Samsung The Premiere im Test: Samsung überzeugt mit erstem Beamer!
Lichtquelle
Triple Laser / DLP
Helligkeit
bis 2.800 ANSI Lumen (Hersteller-Angabe)
Auflösung
4K (3840 x 2160 per Pixelshift)
HDR
HDR10, HDR10+, HLG
Smart-TV-System
Tizen
Preis
um 6.300 Euro
In Kürze
Der Samsung The Premiere LSP9T überzeugt in vielerlei Hinsicht. Der Beamer wirft aus nächster Nähe ein großes, schönes 4K-Bild an die Wand. Sport oder TV-Shows geben sogar bei einem etwas aufgehellten Raum noch ein gutes Bild ab. Per integriertem Smart-TV kann man Streaming-Apps nutzen, und sogar eingebauter HD-TV-Empfang ist mit an Bord. Der Ultrakurzdistanz-Projektor von Samsung ist also der Fernseher unter den Beamern.
Vorteile
  • Sehr gutes Bild
  • Große Bildschirmdiagonale bei geringem Abstand
  • Helle Inhalte funktionieren auch bei Tageslicht
  • Smart Features und TV-Receiver inklusive
  • Leise im Betrieb
Nachteile
  • Filme sind nur bei kompletter Dunkelheit genießbar
  • Menüführung nicht ganz flüssig
  • Klang nicht ganz auf Soundbarniveau

Der Samsung The Premiere LSP9T ist der ideale Fernseher-Ersatz, wenn es um ein richtig großes Bild geht. Als Ultrakurzdistanz-Beamer wird das Gerät direkt vor der Wand platziert. Smart-TV-Apps und Antennenanschlüsse sind ebenfalls mit von der Partie. Wie sich das Modell in puncto Bildqualität, Gaming und im Praxiseinsatz schlägt, haben wir für euch im Test zusammengefasst.

Der Samsung The Premiere LSP9T im Wohnzimmer-Test: Die Vorteile des Laser-Beamers

Herkömmliche Beamer sind die Standardausrüstung für das private Heimkino oder das gemeinsame Fußball gucken im Garten. Für den Einsatz im Wohnzimmer eignen sich die Beamer nur bedingt. Um die Spielekonsole oder den Blu-ray-Player anzuschließen, ist ein weiteres Gerät notwendig, wenn man nicht mehrere Kabel durch den ganzen Raum verlegen möchte. Auch Raumhelligkeit ist meistens ein großes Problem herkömmlicher Beamer. Als Ultrakurzdistanz-Beamer umgeht der Samsung LSP9T einige dieser Nachteile.

Der Samsung The Premiere
Nur wenige Zentimeter Abstand von der Wand reichen dem Beamer, um ein großes Bild zu erzeugen.

So kann das Modell kurz vor der Wand positioniert werden. Etwas mehr als 10 cm Abstand reichen schon aus, um ein Bild mit rund 100 Zoll Bildschirmdiagonale an die Wand zu zaubern. Das Beamerbild ist damit fast viermal so groß wie ein 55-Zoll-TV-Gerät und hat so eine Diagonale von zweieinhalb Metern. Dies hat neben der schieren Größe mehrere Vorteile. Weitere Geräte können wie beim Fernseher problemlos per HDMI-Kabel mit normaler Länge angeschlossen werden. Auch muss keine Beamer-Halterung an der Decke angebracht werden, sondern ein klassisches Sideboard reicht aus.

Aktuelle Angebote zum Samsung The Premiere

Dass Samsung den The Premiere selbst als Gerät fürs Wohnzimmer positionieren will, wird vor allem durch den integrierten Receiver und das integrierte Smart TV-System deutlich. So kann man mit dem Beamer per Kabelanschluss oder Satellit unverschlüsselte Fernsehsender empfangen. Das integrierte Smart-TV-System Tizen gleicht dem der Samsung-Fernsehmodelle. Die Lautstärke des Lüfters ist angenehm und stört auch bei mehrstündiger Nutzung nicht. Der Samsung The Premiere LSP9T bietet also ein umfassendes Fernseher-Erlebnis.

Der Beamer hält auch Tageslicht stand

Wahrscheinlich hat es fast jeder schonmal erlebt: im abgedunkelten Raum wirft der Heimkino-Beamer ein beeindruckendes Bild an die Wand, doch sobald etwas Licht durch die Fenster scheint, erkennt man fast nichts mehr. Der LSP9T von Samsung schafft es mit seiner Helligkeit von bis zu 2800 Ansi-Lumen gut, dagegenzuhalten. Fußball oder helles TV-Programm kann man mit dem Ultrakurzdistanz-Beamer auch noch bei mäßigem Tageslicht sehr gut erkennen. Schaut man also Mittags gemeinsam die Bundesliga-Konferenz bei Sky oder DAZN, so reichen normale Vorhänge vollkommen aus. Hier empfehlen wir den Bildmodus „Standard“ als praxisgerecht.

Der Samsung The Premiere LSP9T ist auch bei Tageslicht für einige Anwendungsbereiche zu gebrauchen.

Weniger gut schlägt sich der Beamer in einem hellen Raum, wenn man sich einen Kinofilm anschauen möchte. Die besten Kino-Bilder liefert der Filmmaker-Modus. Zwar sind auch hier die helleren Szenen noch gut zu erkennen, wenn es nicht allzu hell im Raum ist. Sobald jedoch sehr dunkle oder sogar schwarze Bildbereiche auftauchen, so entgehen dem Zuschauer jede Menge Details. Wer sich also tagsüber trotz gutem Wetter gerne mal einen Film anschaut, sollte die Möglichkeit haben, den Raum komplett abzudunkeln.

Seine größten Stärken spielt der The Premiere aber in leicht abgedunkelter Umgebung mit der riesigen Diagonale aus.
Seine größten Stärken spielt der Samsung The Premiere aber in leicht abgedunkelter Umgebung aus. Mit der riesigen Diagonale an der Wand kommt im Vergleich zu einem großen Fernseher mehr Kino-Feeling auf. | Bild: Samsung

Insgesamt gibt der Samsung The Premiere LSP9T jedoch im Wohnzimmer eine gute Figur ab und ist eine gute Alternative für den Fernseher. Wie bei allen Projektoren kommt auch bei einem Ultrakurzdistanz-Beamer die Leinwand als zweiter  Faktor hinzu, der mit für das beste Bild sorgt. Seitens Samsung wird daher geraten, eine sogenannte CLR-Leinwand einzusetzen.  CLR-Leinwände sehen grau aus, weil sie Umgebungslicht zum Teil schlucken. CLR steht als geschützte Marke für Ceiling Light Rejecting, also „Deckenlicht abweisend“. Gleichzeitig reflektieren CLR-Leinwände das Licht, das direkt vom Beamer kommt, mit bestmöglicher Helligkeit.

Hochwertiges 4K-Bild – Das Bild des Samsung LSP9T im Test

Der Samsung LSP9T bietet 4K Bildqualität und unterstützt die HDR-Standards HDR10 und HDR10+. Dolby Vision ist Samsung-typisch auch bei den Beamern nicht mit von der Partie. Dennoch kann sich die Bildqualität des The Premiere sehen lassen. SDR- und HDR-Inhalte werden gleichermaßen hochauflösend und ansehnlich dargestellt. Auch die Farbwiedergabe des Samsung LSP9T erwies sich bei den Filmmodi Film und Filmmaker als sehr gut voreingestellt und sorgte für einen natürlich-ausgewogenen Bildeindruck, trotz eines minimalen Rotstich.

Nach einer Farb-Kalibirierung mit Calman zeigte sich die Filmwiedergabe im Test als sehr originalgetreu und strukturiert. Zwar hat der Beamer mit der Darstellung von feinsten Details noch kleinere Probleme, das Bild ist jedoch in der Gesamtheit sehr stimmig und ansehnlich. Lobenswert – vor allem bei TV-Empfang – ist zudem die sehr gut funktionierende Bewegungsglättung, die du in den Bildeinstellungen findest. Sie bietet klare und flüssige Bewegtbilder, etwa bei Sportsendungen.

Der Laser des Samsung LSP7T
Per Lasertechnologie wirft der Samsung LSP9T ein hochwertiges 4K-Bild an die Wand.

Kino-Atmosphäre zuhause mit dem Samsung The Premiere

In einem komplett abgedunkelten Raum kommt so echtes Kino-Feeling auf. Für verschiedene Anwendungsbereiche bietet der Beamer unterschiedliche Bildmodi, die ihren Zweck gut erfüllen. Auch wenn der Beamer in puncto Bildqualität natürlich nicht ganz mit einem Premium OLED-TV mithalten kann, so ist die Qualität für einen UKD-Beamer mit der großen Bilddiagonale sehr gut. Spezielle Leinwände können das Maximum aus einem UKD-Beamer rausholen. In unseren Test hat das Gerät jedoch auch an einer klassischen Leinwand und einer glatten Wand sehr gute Leistung gezeigt.

Smart-TV-Apps und Einstellmöglichkeiten – Der Samsung LSP9T im Praxis-Test

Der Samsung LSP9T eignet sich nicht nur in puncto Helligkeit gut für den alltäglichen Gebrauch. Mit dem Samsung-eigenen, integrierten Smart TV Tizen bietet der Beamer erstklassige Ausstattung, um auf Apps wie Netflix, Amazon Prime oder Disney Plus zugreifen zu können. In puncto Umfang steht der LSP9T den Samsung-TVs in nichts nach. Lediglich könnte die Bedienung der Smart TV-Features etwas flüssiger laufen.

 

Der UKD-Beamer bietet mit Tizen die gleiche Smart TV Oberfläche wie die Samsung-TVs. | Bild: Samsung

Auch das Menü steuert sich hin und wieder etwas hakelig. Das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau und stört nur sehr bedingt. Der Umfang an Einstellungsmöglichkeiten kann sich dafür durchaus sehen lassen. Nachdem man den Beamer gerade auf die Wand ausgerichtet hat, lassen sich die Kanten per Menü begradigen. Etwaige Probleme mit ungeraden Wänden oder Leinwänden lassen sich so sehr gut aus der Welt schaffen. Auch das Gerät selbst bietet hier mit vier verstellbaren Standfüßen jede Menge Optionen für die exakte Ausrichtung. Die Ersteinrichtung funktioniert sehr simpel und der Beamer leitet den Nutzer übersichtlich durch die einzelnen Schritte.

Fernbedienung: Praktisch wie beim Samsung-TV

Die Fernbedienung des The Premiere macht einen hochwertigen Eindruck.

Samsung hat für den LSP9T nicht nur Software von den TVs der Marke übernommen. Auch die Fernbedienung gleicht dem TV-Pendant. Sie ist hochwertig verarbeitet und liegt gut in der Hand. Die Kipptasten für den Programmwechsel oder die Einstellung der Lautstärke sind am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, funktionieren jedoch sehr zuverlässig und angenehm. Auch die Verbindung zum Beamer ist stabil. Auch in diesem Bereich zeigt sich wieder ein Vorteil des UKD-Beamers im täglichen Gebrauch: Die Fernbedienung kann auf das Bild gerichtet werden und muss nicht wie bei herkömmlichen Geräten auf den Beamer im hinteren Teil des Raums zeigen.

Anschlüsse

Die Anschlüsse des Samsung LSP7T
Die umfassende Anzahl an Anschlussmöglichkeiten des Samsung LSP9T sind beeindruckend für einen Beamer.

Auch beim Thema Anschlüsse muss der Vergleich zu Fernseh-Geräten gezogen werden, denn der LSP9T verfügt über drei HDMI 2.0-Anschlüsse. So lassen sich zum Beispiel die Spielekonsole, der Blu-ray-Player und die Streaming-Box parallel anschließen, ohne dass man ein zusätzliches Gerät zwischenschalten muss. Daneben gibt es einen USB- und einen LAN-Anschluss. Kabellose Verbindungen sind per WLAN, Bluetooth, Apple AirPlay 2 möglich. Die größte Besonderheit ist definitiv der Anschluss für das Antennenkabel.

Samsung LSP9T – Ein starker Partner für abendliche Gaming-Sessions

Eine Runde Fifa oder Mario Kart auf dem riesigen Beamer-Bild dürfte für viele Gamer eine Traumvorstellung sein. Ein Wichtiger Faktor beim Gaming ist der Input Lag, also die Dauer, die der Tasteneindruck von der Eingabe bis zur Umsetzung auf dem Bildschirm braucht.

Der Samsung LSP7T mit Fernbedienung
Der Beamer ist auch für Gaming sehr gut geeignet.

Der Samsung The Premiere liefert diesbezüglich eine reife Leistung. Der Bildmodus „Gaming“ sorgt dafür, dass der Input Lag so niedrig wie möglich ist. Wir konnten im Test eine Eingabeverzögerung von circa 47 Millisekunden messen, was weniger als 1/20 Sekunde entspricht. Damit erreicht der Projektor im Gaming-Modus nicht ganz so niedrige Werte wie manche aktuelle Fernseher. Dennoch ist die Verzögerung kaum merklich und steht einem spaßigen Spieleabend auf keinen Fall im Weg. Wer jedoch professionell Hochgeschwindigkeits-Shooter spielt, sollte besser auf einen Gaming-Fernseher oder -Monitor ausweichen. Auch das Gaming-Bild kann sich sehen lassen. Im dunklen Raum gibt der Beamer das Bild detailgetreu wieder. Die Bewegungen werden auch bei schnellen Schwenks sehr flüssig und sauber dargestellt. Leider können wir aufgrund der Gegebenheiten des Beamers keine authentischen Fotos der Gaming-Bildqualität zeigen.

Klang und Design – Die Verarbeitung des Samsung LSP9T im Test

Wer mit der Farbe weiß im Wohnzimmer etwas anfangen kann, bekommt mit dem Samsung LSP9T ein zwar sehr massives, aber ansehnliches Produkt. Es ist sehr stabil und hochwertig verbaut, und das hohe Gewicht gibt dem Modell eine sehr gute Standfestigkeit. Die Bedienelemente am Beamer fallen dagegen etwas mau aus.

Der Lüfter des Samsung LSP7T The Premiere
Das Betriebsgeräusch des Samsung The Premiere LSP9T ist leiser als bei anderen Beamern.

Zwar ist das Tab View-Feature ganz nett, um das Bild eines Samsung-Smartphone auf den Beamer zu werfen, ansonsten gibt es jedoch keine Knöpfe. Die Optik ist mit einem Glas vor Staub und Eingriffen geschützt. Leider fehlt aber eine echte Staubschutz-Vorrichtung, die die Linse komplett verschließt, wenn der Beamer ausgeschaltet ist. Der Beamer ist aktuell nur in weiß erhältlich.

Samsung LSP9T vs. LSP7T – Welche Unterschiede gibt es?

Neben dem getesteten und mit über 6000 Euro recht hochpreisigen Samsung LSP9T, gibt es ein weitere Modell der The Premiere-Reihe: Den LSP7T. Dieser ist mit 3400 Euro deutlich günstiger als das Premium-Modell. Die Unterschiede zeigen sich bei der Bildqualität, den Kontrastwerten, der Bildschirmdiagonale und weiteren Aspekten.

Die Unterschiede zwischen den Modellen im Detail

Hersteller-Daten LSP7T LSP9T
Leuchtmittel-Typ Laser Triple-Laser
Helligkeit (max.) 2200 ANSI Lumen 2800 ANSI Lumen
Kontrast nativ 1000:1 1500:1
Maximale Bilddiagonale 90″ – 120″ 100″ – 130″
Minimale Projektionsdistanz 30,3 cm 11,3 cm
Projektionsverhältnis 0,25:1 0,189:1
HDR10+ Dekodierbar ✔️
Sound 2.2 Kanal mit 30 W 4.2 Kanal mit 40W
Gewicht 9,1 kg 11,5 kg
Maße 532 x 132.7 x 342 550 x 128 x 367 mm
Maximale Leistungsaufnahme 320 W 410 W
Preis 3300€ 6300€

Fazit zum Samsung The Premiere LSP9T

Der Samsung LSP9T ist ideal für alle, die einen Beamer für das Wohnzimmer suchen. Mit integriertem Receiver, Smart TV, hoher Helligkeit und der geringen Lautstärke des Lüfters ist das Modell der ideale Fernseher-Ersatz. Einmal vor die Wand gestellt, wirft er ein Bild auf die Leinwand, das die Größe eines herkömmlichen Fernsehers weit übertrifft. Auch für Gelegenheits-Gamer ist der Beamer eine gute Wahl. Allerdings sollte man die Möglichkeit haben, den Beamer-Raum abzudunkeln, wenn man hin und wieder tagsüber mal einen Film schauen oder ein Grusel-Spiel spielen möchte. Fußball und normales TV-Programm dagegen lassen sich über den Samsung The Premiere LSP9T auch wunderbar bei leichtem Tageslicht genießen. Das Bild ist sehr angenehm und stimmig, könnte jedoch in den Details noch etwas besser abliefern. Für etwa 6300 Euro bekommt man mit dem Samsung LSP9T also einen Premium UKD-Beamer, der ein hochwertiges Rundum-Paket bietet.

Aktuelle Angebote zum Samsung The Premiere

Technische Daten
Lichtquelle Triple Laser / DLP
Helligkeit bis 2.800 ANSI Lumen (Hersteller-Angabe)
Auflösung 4K (3840 x 2160 per Pixelshift)
HDR HDR10, HDR10+, HLG
Smart-TV-System Tizen
Anschlüsse 3 x HDMI, 1 x USB, LAN, Ethernet, WLAN / WiFi, S/PDF Audio Out
Abmessungen (BxHxT) 550 x 128 x 367mm
Gewicht 11,5kg
Preis um 6.300 Euro

Kannst du dir einen Ultrakurzdistanz-Beamer als Fernseher-Ersatz vorstellen? Wirst du den Samsung LSP9T in Erwägung ziehen? Teile uns deine Meinung in den Kommentaren mit!

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