Startseite HiFi Elektronik Netzwerk-Streamer Eversolo DMP-A6 Master Edition im Test: Multitalent mit Apple Music, Roon und Co.

Eversolo DMP-A6 Master Edition im Test: Multitalent mit Apple Music, Roon und Co.

Netzwerk-Player mit Apple Music sind extrem selten. Der Eversolo DMP-A6 Master Edition will aber nicht nur alles können, sondern soll auch noch fantastisch klingen. Wir haben den viel diskutierten Streamer getestet.
HIFI.DE Test | Eversolo DMP-A6 Master Edition
Eingänge
LAN, WiFi, Koax-SPDIF, optisch TOSLink, USB-C, USB-B
Audio-Ausgänge
1x Cinch (fix / regelbar), 1x XLR (fix/regelbar), USB, optisch, Koax, HDMI
Quellen kabellos
AirPlay 2, Bluetooth aptX HD / LDAC
Integrierte Streamingdienste
Tidal, Qobuz, Spotify Connect, Apple Music, Deezer, Amazon Music viele weitere installierbar
Gehäuse-Ausführungen
Schwarz
Abmessungen (BxHxT)
270 x 90 x 187 mm
Preis
1.299 Euro
In Kürze
Wenn dir normale Streamer zu unflexibel sind und die wirklich flexiblen nicht gut genug klingen, wirst du den DMP-A6 Master Edition lieben. Android-OS verbindet sich mit leistungsfähiger Hardware zu einem aufregend transparent klingenden Netzwerk-Player.
Vorteile
  • Feine Auflösung, kräftige Dynamik
  • Funktionsumfang durch Apps erweiterbar
  • Brillanter Touchscreen
  • Dank Lautstärke-Regelung und XLR Spielpartner für Endstufen / Aktivboxen
Nachteile
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Kein HDMI-ARC
  • Einrichtung / Bedienung mitunter etwas unübersichtlich

Wer alles kann, kann selten alles gut? Der Eversolo DMP-A6 Master Edition tritt jetzt an, dieses Vorurteil zu widerlegen. Der Netzwerk-Player will Musik von jeder möglichen und unmöglichen Quelle streamen können. Und dank hochwertigster Hardware auch klanglich keine Kompromisse eingehen. Dieser Claim verbreitet sich seit ein paar Wochen wie ein Lauffeuer in der digitalen HiFi-Szene. Das konnten wir natürlich nicht ignorieren und haben den Eversolo zum Test gebeten.

Eversolo DMP-A6 Master Edition Home-Bildschirm
Der Eversolo DMP-A6 Master Edition beherrscht mehr Streamingdienste nativ als alle anderen von uns getesteten Netzwerk-Player.

Eversolo: Modernes HiFi, ohne Altlasten

HiFi hat sich dramatisch verändert. Die Mehrheit der Musikfans hört heute Dateien statt Tonträger – und bezieht Musik über eine Vielfalt von Streaming-Anbietern aus der Cloud, statt sie zu kaufen und dauerhaft zu besitzen. Ein Umbruch, der auch die gewohnte Markenlandschaft durcheinander gebracht hat. Da viele Traditionsfirmen anfangs eher zögerlich auf den Netzwerk-Zug aufsprangen, öffneten sich Gelegenheiten für junge, agile Unternehmen, oft Quereinsteiger aus anderen Bereichen der Consumer Electronics.

Etwa für Eversolo, eine Tochter des chinesischen Mediaplayer-Spezialisten Zidoo, der selbst gerade mal in sein zehntes Geschäftsjahr geht. Zidoo bedient Heimkino-Gourmets mit ausgereiften und vielfach ausgezeichneten Playern, mit denen du ganze DVD- oder Blu-ray-Sammlungen von lokalen oder entfernten Servern streamen kannst. In höchster Bildqualität und mit allen Kinoton-Rafinessen. Angesichts der so stürmischen wie chaotischen Entwicklung der dortigen Bild- und Audiostandards ist die Zweikanal-HiFi-Welt klein und gemütlich. Kein Wunder also, dass der audiophile, nur auf Stereoton konzentrierte Zidoo-Ableger Eversolo ein souveränes Debut hinlegt.

Eversolo DMP-A6 Master Edition Display VU-Meter
Hardware und Software sind beim DMP-A6 Master Edition auf dem neuesten Stand. Das Display erlaubt dir jedoch auch verschiedene Retro-Anzeigen.

Der DMP-A6 ist ein Netzwerk-Audioplayer mit ungewöhnlich praller Ausstattung – und zwar hardware- wie softwareseitig. Die hier getestete Master Edition stellt die höchste Ausbaustufe des A6 dar. Sie unterscheidet sich in ihren Features nicht vom Basismodell, sehr wohl aber in der Wandler- und Audio-Hardware. Dank eines separaten Vertriebsnetzwerks findest du den Master Edition zudem auch im spezialisierten HiFi-Handel.

Steuern kannst du den Player wie üblich per App, aber auch direkt am Gerät, das über einen hellen, scharfen Touchscreen verfügt. Eine klassische Fernbedienung gibt’s optional. Sie ist besonders dann praktisch, wenn du die integrierte Lautstärkeregelung des Players nutzt und ihn direkt an einer Endstufe oder einem Paar Aktivboxen betreibst. Im Hörtest blieb die Regelung meist deaktiviert, da sich bereits der angeschlossene Vollverstärker – ein Luxman L-505uX MkII – höchst kompetent um die Pegelanpassung kümmert.

Eversolo DMP-A6 Master Edition Pegel-Regler Detail
Der Eversolo DMP-A6 Master Edition kommt mit regelbarer Vorstufe. In Kombi mit deinen Aktivboxen oder deiner Endstufe kannst du die Lautstärke direkt am großen Regler steuern.

Sensationell feinsinnig: Eversolo DMP-A6 im Hörtest

Zur Einordnung des Eversolo haben wir preisähnliche Mitbewerber aufgebaut, deren Klang uns bereits vertraut ist. Etwa den lange nicht mehr erhältlichen, aber notorisch klangstarken Linn Sneaky Music DS. Oder den aktuellen Cambridge Audio CXN V2 und den Teac NT-505-X. Preislich liegt der Eversolo genau zwischen den beiden letztgenannten. Er denkt aber gar nicht daran, dieser Platzierung auch klanglich zu folgen. Eher beginnen wir uns im Hörraum um den Teac Sorgen zu machen. Denn der Eversolo zeigt keinerlei Respekt vor etablierten High-End-Größen.

Den Linn putzt er ebenso lässig weg wie den hoch angesehenen Cambridge. Der DMP-A6 Master Edition klingt gnadenlos präzise, mit einem extrem feinkörnigen, offenen Hochtonbereich. Im Gegensatz zu einfach nur hell und effektbetont klingenden Geräten wirkt der aber nie übertrieben und transportiert stets echte, nützliche Information. Das hören selbst etwas ältere Ohren mit dazu passend etwas älteren Aufnahmen. Zumindest, solange es sich bei diesen Aufnahmen um tontechnische Qualitätserzeugnisse handelt.

Eversolo DMP-A6 Master Edition Rückseite Ein- und Ausgänge
Deine Musik findet auf verschiedenste digitale Eingänge den Weg in den DMP-A6. Heraus kommt sie – dank hervorragendem DAC – auch analog.

Bei Selling England By The Pound von Genesis muss man über das audiophile Gewicht nicht lange diskutieren. Das fünfte Album der Band wurde im Jahr 1973 bereits mit großem Budget und entsprechender Sorgfalt aufgenommen. Auf der neu gemasterten SACD-Ausgabe aus dem Jahr 2008 entdecken selbst alte Fans noch unerwartete Details und Facetten. Erst recht, wenn der Eversolo die DSD-Stereospur streamt.

Dass Peter Gabriels Stimme auf Dancing With The Moonlit Knight stellenweise vom vorderen Bühnenrand weit nach hinten wandert, kann man mit jedem Player erahnen. Selten jedoch wirkt die Tiefenstaffelung der Musik so deutlich und nachvollziehbar. Weil der Player auch das horizontale Stereopanorama ungewöhnlich breit und präzise aufbaut, bekommt die Musik eine fast dreidimensionale, greifbare Qualität.

Eversolo DMP-A6 Master Edition App Screenshot Wiedergabe Genesis
Der Eversolo gibt deine Musik flüssig, gapless und in höchster Qualität wieder. Dabei entlockt er auch Klassikern von Genesis noch unbekannte Details.

Klingt fein, aber nie dünn

Für vollständigen Klang braucht es aber mehr als nur Auflösung. Richtig gut wird der Eversolo DMP-A6 Master Edition dadurch, dass er seine weite, präzise Abbildung mit entschlossenem Bass und durchsetzungsfreudiger Dynamik paart. Das gibt der linken Hand im Piano-Intro von Firth Of Fifth das richtige Gewicht und lässt Phil Collins‘ Drums druckvoll pulsieren. Da wirkt der Sneaky – und selbst der Teac – schon merklich enger.

Immerhin schafft der NT-505-X einen etwas vornehmeren, eleganteren Ton mit schimmernden Klangfarben, während der Eversolo im Vergleich etwas nüchterner und direkter zeichnet. Das ist aber eher eine Geschmacksentscheidung als ein klarer Qualitätsunterschied. Der objektive, studiomäßige Blick auf die Aufnahme, den der DMP-A6 Master Edition vermittelt, gefällt nicht jedem. Er ist aber zweifellos sehr aufschlussreich und bewahrt den wiedergegebenen Aufnahmen ein Maximum an eigenem Charakter.

Eversolo DMP-A6 Master Edition schräg rechts
Auf deinem großen Display finden so ziemlich alle Informationen Platz, die du dir wünschen könntest.

Mit den im Audio-Menü umschaltbaren „DAC Filter Characteristics“ solltest du den Klang des Spielers feintunen können. Wir schreiben „solltest“, weil dieses Feature generell nur sehr subtilen Einfluss ausübt. So auch beim Eversolo. Die Filtercharakteristik wirkt sich im Ausgangssignal auf den Frequenzgang im äußersten Hochton aus, und sie beeinflusst die Impulswiedergabe. Ein oberflächliches Durchswitchen der sieben angebotenen Optionen kann leicht den Eindruck erwecken, dass sich gar nichts tut.

In der Tat bleibt der DMP-A6 stets er selbst, mit denselben Eigenschaften und Vorteilen gegenüber anderen Spielern. Tonal ändert sich praktisch nichts, die Abbildung rutscht je nach Charakteristik um einige Zentimeter nach vorne oder hinten. Als in den 90er Jahren die ersten CD-Spieler mit ähnlichen Umschaltmöglichkeiten herauskamen, hörte man das noch deutlicher. Etwa der Wechsel vom Brickwall- zum zeitoptimierten Spline-Algorithmus bei Sonys ES-Playern. Dass die Unterschiede immer kleiner werden, zeigt, dass die DACs heute insgesamt ungleich genauer arbeiten.

Wie sich der Eversolo DMP-A6 Master Edition gegen die Konkurrenz durchsetzt, verrät dir unsere Netzwerk-Player-Bestenliste:

Eversolo DMP-A6 Master Edition: Technik und Praxis

Du kannst dem A6 viele technische Informationen ganz einfach entlocken, indem du im „Settings“-Menü auf „About“ tippst. Der Player basiert demnach auf einem ARM Cortex-A55 Vierkernprozessor mit vier Gigabyte RAM und 32 GB ROM für das Betriebssystem und eventuell installierte Apps. Das OS basiert auf Android 11, das die Zidoo-Entwickler aber gründlich für seine Aufgabe modifiziert haben.

Eversolo DMP-A6 Master Edition VU-Meter 2
Je nach Geschmack bietet dir der DMP-A6 Master Edition vier verschiedene digitale VU-Meter.

Manches wirkt dabei wenig elegant – etwa die für das Querformat-Display grotesk in die Breite gezogene Android-Tastatur. Der fein auflösende Touchscreen erlaubt im Normalbetrieb aber brillant dargestellte Cover und übersichtliche Track-Informationen. Aus diesem Status-Screen kannst du jederzeit in den VU-Meter-Modus wechseln, mit sehr fein animierten Zeigerinstrumenten in vier wählbaren Designs.

Was immer auf dem Frontdisplay erscheint, kannst du 1:1 auch auf dein Smartphone oder Tablet holen. Dazu tippst du auf die „Cast“-Schaltfläche in der App, die eine Remote-Desktop-Verbindung zum Player öffnet. Auch an tiefer greifende Einstellungen, die nicht direkt in der App auftauchen, kommst du auf diesem Weg heran. Apropos App: Zugang zum Play Store gewährt dir das modifizierte Android zwar nicht. Aber dafür umgeht es die sonst unvermeidliche Abtastraten-Wandlung dieses Betriebssystems und verarbeitet alle unterstützten Audio-Auflösungen bitgenau.

Eversolo DMP-A6 Master Edition App Screenshot EOS
Im gut geordneten Menü des Eversolo kannst du auch dafür sorgen, dass deine Musik nicht durch up- oder downsampling verändert wird. | Screenshot: Eversolo

Eversolo nennt das stolz „EOS Audio Engine“ (für Eversolo Original Sampling Rate). Man könnte es auch „Mindestanforderung an jeden audiophilen Audioplayer“ nennen. Wahlweise kannst du EOS aber auch deaktivieren – etwa wenn es Konflikte mit bestimmten Apps gibt oder du die integrierten Upsampling-Algorithmen austesten willst.

Sogar Apple Music kann er! Streaming mit dem DMP-A6 Master Edition

Audiodaten kommen auf vielfältigen Wegen in den DMP-A6 Master Edition: per schnellem WiFi, Gigabit-LAN oder Bluetooth. Und über eine fast unüberschaubare Zahl unterschiedlicher Standards, Dienste und Protokolle. Vorinstalliert sind die Streamingdienste Tidal, Qobuz, Spotify Connect, Highresaudio, Amazon Music und Deezer. Da es sich beim A6 um ein Android-Gerät handelt, kannst du darauf aber nahezu jede Android-kompatible App installieren.

Eversolo DMP-A6 Master Edition Antennen Detail
Auch kabellos ist der DMP-A6 Master Edition breit aufgestellt und empfängt sogar Signale in den höher auflösenden Bluetooth-Codecs aptX HD und LDAC.

Die wichtigsten sind unter „Streaming“ im Home-Menü bereits zur Auswahl vorbereitet. Dazu zählt zum Beispiel auch Apple Music, das auf dem A6 mit voller Auflösung läuft. Das ist in HiFi-Kreisen eine echte Seltenheit. Nur der FiiO R7 konnte bisher damit angeben. Die einzige andere Möglichkeit, Highres-Audio verlustfrei von Apple Music an deine HiFi-Anlage zu bringen, war ein USB-Kabel: Am einen Ende dein DAC, am anderen dein iPhone, iPad oder Mac. Mit dem Eversolo DMP-A6 Master Edition bist du da deutlich bequemer unterwegs.

Eventuelle Sonderwünsche musst du mangels Play-Store-Zugang über die entsprechenden APK-Pakete laden, was etwas umständlicher ist, aber letztlich auch gut funktioniert.

Auf lokale Server gibt es wiederum mehrere Zugriffswege. Der Eversolo kann existierende UPnP-Server nutzen, wie sie etwa auf NAS-Systemen arbeiten. Er kann deine NAS- oder PC-Musikordner aber auch selbst scannen und sortieren, was ihm schnell gelingt. Die so entstandene bordeigene Musikbibliothek verfügt zudem über eine sehr gute Suchfunktion, die gerade bei großen Sammlungen Gold wert ist. Nicht zuletzt ist der DMP-A6 übrigens auch „Roon ready“.

Eversolo DMP-A6 Master Edition App Screenshot Musikserver
Der Inhalt deines Musikserver findet sich wohlgeordnet in der Eversolo-App. | Screenshot: Eversolo

Wenn du eher der Typ Heimwerker-HiFi bist und gerne selbst an deiner Netzwerkkonfiguration herumstrickst, gibt sich der Eversolo allerdings wählerischer als Kollegen wie der Bluesound Node X. Mit bestimmten NAS-Laufwerken endeten unsere Annäherungsversuche über das SMB-Protokoll  stets in einer unlösbaren Passwortabfrage – wohlgemerkt bei einem NAS-Share ohne Passwortschutz. Abhilfe brachte bei uns der Umstieg auf NFS. Du hast von den letzten drei Sätzen kein Wort verstanden? Dann muss dich dieses Problem auch nicht kümmern, denn über Roon, UPnP oder die Streaming-Apps funktioniert der Evernote DMP-A6 gleichermaßen einfach wie problemlos.

Hochwertige Wandler mit präzisen Taktgebern

Neben den virtuellen Netzwerkquellen auf dem internen Player erhalten auch klassische externe Zuspieler Gelegenheit, mit dem DMP-A6 Master Edition zu spielen. Koax- und optische Digitaleingänge sowie ein USB-C-Port für den PC stehen an der Rückwand bereit. Letzterer verdaut dank topaktuellem XMOS-Interfacechip auch wilde Audioformate wie Vierfach-DSD und arbeitet selbstverständlich im klanglich optimalen Asynchron-Modus.

Eversolo DMP-A6 Master Edition Ein- und Ausgänge Detail
Über die analogen Ausgänge gibt der Eversolo deine gestreamte Musik an deinen Verstärker – oder deine aktiven Lautsprecher weiter.

Im Inneren des Spielers geht es entsprechend hochwertig zu. Jedem Stereokanal steht hier ein eigener ES9038Q2M des Herstellers ESS zur Verfügung – ein anerkannt guter, messtechnisch kaum zu schlagender D/A-Wandler. Im DMP-A6 Master Edition arbeiten diese Chips ausgesucht exquisiten OP-Amps zu (Burr-Brown OPA1612), die ein Cinch-  und ein symmetrisches XLR-Buchsenpaar speisen. Letzterer Anschluss ist besonders störsicher und ideal für längere Strecken. Praktisch, dass hochwertige Aktivboxen oft mit den passenden Eingängen ausgerüstet sind.

Aber der DAC allein macht noch keinen Spitzenklang. Höchstleistungen erbringt er nur, wenn er die Samples auch im zeitlichen Ablauf punktgenau verarbeitet. Dabei hilft ihm eine eigene Taktgeberschaltung, die beim Master Edition mit kanalgetrennten, ultrastabilen Femtoclocks bestückt ist. Die mühelose, lupenreine Auflösung unseres Testgeräts – hier nimmt sie ihren Anfang. Es ist erst diese audiophile Sorgfalt, die aus einem extrem vielseitigen, manchmal auch etwas verwirrenden Digital-Alleskönner ein so verlockendes HiFi-Gerät macht. Nicht unbeteiligt ist die einwandfreie, wertige Verarbeitung des Gehäuses aus gefrästen Aluplatten.

Eversolo DMP-A6 Master Edition Seitenblende mit Kühlrippen
Das Gehäuse des Eversolo DMP-A6 Master Edition besteht aus präzise gefrästen Alu-Teilen.

Hardware-Upgrade mit Festplatte(n)

Am Bauch des Geräts gibt es eine stabile, verschraubte Luke, über die du den DMP-A6 Master Edition zu seinem eigenen Server machen kannst. Klar, du könntest auch an einem der USB-Ports am Heck eine portable HDD oder SSD anschließen und den Spieler darauf zugreifen lassen. Noch eleganter und ohne baumelnde Peripherie geht’s aber über den SSD-Steckplatz, der sich hinter besagter Klappe verbirgt. Da passt ein handelsüblicher (M.2 NVME 3.0) Speicherbaustein mit bis zu 4 TB hinein, der Tausende von Lossless-Alben fasst. Befüllen kannst du das interne Laufwerk dann über LAN oder WLAN wie ein NAS-Share.

Alternativ rippt der Eversolo auch CDs und legt sie direkt auf einem Ordner im internen Speicher ab. Du musst ihn dafür nur mit einem USB-CD- oder DVD-Laufwerk verbinden. Der Rest funktioniert nahezu vollautomatisch. Auszuwählen gibt es lediglich, ob das Rip-Resultat als wav- oder FLAC-Dateien abgelegt wird. Metadaten, also Tracknamen, -nummern, Künstler und Cover zieht sich der Ripper zuverlässig aus einer Internet-Datenbank.

Eversolo DMP-A6 Master Edition App Screenshot CD-Ripping
CDs landen ganz bequem auf der Festplatte, denn der DMP-A6 Master Edition besitzt auch eine Rippin-Funktion. Alles, was du brauchst, ist ein externes Laufwerk. | Screenshot: Eversolo

Wer nur mal reinhören will, kann die CD auf dem gleichen Weg aber auch einfach direkt abspielen – ebenfalls mit Tracknamen, Cover und Co. auf dem Display. Auch so eine Sache, die der chinesische Streamer ganz nebenbei richtig gut kann. Bleibt als einzige kleine Enttäuschung der HDMI-Anschluss. Der hier nämlich als Tonausgang – etwa für Surroundreceiver – und nicht als HDMI-ARC-Input für Fernsehton dient. Was wir noch schöner gefunden hätten. Wirklich böse können wir dem DMP-A6 Master Edition angesichts seiner vielen anderen Stärken aber nicht sein.

Eversolo DMP-A6 Master Edition: Unser Fazit

Die Ausrichtung des DMP-A6 Master Edition unterscheidet sich etwas von Streaming-Großanbietern wie Sonos oder Bluesound. Während diese auf Multiroom mit möglichst intuitiver Bedienung setzen und dafür notfalls auch Features opfern, fordert der Eversolo seine Besitzer:Innen vor allem anfangs etwas mehr. Im Gegenzug bietet er eine viel größere Ausbaufähigkeit und Offenheit, und nicht zuletzt preisbezogen überragenden Klang.

HIFI.DE Testsiegel Eversolo DMP-A6 Master Edition 8.9

 

Technische Daten
Eingänge LAN, WiFi, Koax-SPDIF, optisch TOSLink, USB-C, USB-B
Audio-Ausgänge 1x Cinch (fix / regelbar), 1x XLR (fix/regelbar), USB, optisch, Koax, HDMI
Kopfhörer-Anschluss
Chromecast Built-In
Quellen kabellos AirPlay 2, Bluetooth aptX HD / LDAC
Integrierte Streamingdienste Tidal, Qobuz, Spotify Connect, Apple Music, Deezer, Amazon Music viele weitere installierbar
MQA Ja
Roon ready Ja
Multiroom-fähig Via Airplay 2
Raumeinmessung
Netzwerk LAN, WiFi
Gehäuse-Ausführungen Schwarz
Mitgeliefertes Zubehör Netzkabel, USB-Kabel, Schraubendreher für SSD-Montage
Abmessungen (BxHxT) 270 x 90 x 187 mm
Gewicht 2,5 kg
Preis 1.299 Euro

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