Startseite Test NordVPN im Test: Das leistet der beliebte VPN-Anbieter

NordVPN im Test: Das leistet der beliebte VPN-Anbieter

NordVPN gehört zu den bekanntesten VPN-Anbietern. Was der Dienst aus Panama in der Praxis taugt, zeigt unser Test.
Monatliche Kosten
ab ca. 5 Euro
Gleichzeitige Verbindungen
6
Server
über 5.300
Länder
59
VPN-Protokolle
OpenVPN, IKEv2/IPsec, WireGuard (als NordLynx)
NordVPN-logo Bild: NordVPN
In Kürze
NordVPN macht sehr vieles richtig: Die Apps für Desktop, Smartphone und Tablet sind ausgereift, das Server-Netzwerk umfangreich und stabil, Geschwindigkeit und Sicherheitsfunktionen überzeugen auf hohem Niveau. Kurz: NordVPN gehört definitiv zu den besten kommerziellen VPN-Diensten.
Vorteile
  • Ausgereifte Apps für Desktop und Mobilsysteme
  • Großes, stabiles Servernetzwerk
  • Gut geeignet für Netflix und Co.
  • Sehr gute Datenschutzrichtlinie
  • Hohe Transparenz
Nachteile
  • Gelegentliche Captcha-Abfragen
  • Teuer bei kurzer Laufzeit
  • Linux-App nur auf Kommandozeilenbasis

Ein VPN-Anbieter soll dabei helfen, die Sicherheit und Privatsphäre beim Surfen im Internet zu schützen. Damit wirbt auch der Anbieter NordVPN aus Panama. Das 2012 gegründete Unternehmen ist vor allem durch seine Werbung auf YouTube oder auch im TV bekannt geworden und verspricht einen hohen Grad an Sicherheit und Leistung. Doch was taugt NordVPN in der Praxis? Unser Test verrät es dir.

Server und Geschwindigkeit

Zum Zeitpunkt des Tests betreibt NordVPN über 5.000 VPN-Servern, die auf 59 Länder verteilt sind. NordVPN betont zudem, dass sämtliche Server zu einhundert Prozent im Besitz des Unternehmens sind. Ein Zugriff auf die Server durch Dritte sei damit ausgeschlossen.

NordVPN verspricht hohe Datensicherheit und ausgereifte Funktionen. | Bild: NordVPN Webseite

Neben den Standard-Servern betreibt NordVPN auch noch eine Reihe von Spezialservern. Für Nutzer von Bittorrent und Co. gibt es beispielsweise spezielle Server, die für die Nutzung von Peer-to-Peer-Netzwerken optimiert sind. Außerdem bietet der Anbieter so genannte Onion over VPN-Server. Darüber lassen sich die Onion-Adressen im so genannten Darknet über einen beliebigen Browser aufrufen. Normalerweise ist dafür der Tor Browser nötig.

NordVPN-Spezialserver
Spezialserver für Filesharing oder das Öffnen von Darknet-Links im Onion-Format ergänzen das Serverangebot von NordVPN | Bild: NordVPN-App

Geschwindigkeit und Streaming-Tauglichkeit

Wie die meisten VPN-Anbieter wirbt auch NordVPN damit, Landessperren von Streaming-Anbietern wie Netflix umgehen zu können. Zumindest bei unseren Tests funktionierte dies: Bei einer Verbindung mit einem VPN-Server in Nordamerika können wir das umfangreichere US-Programm von Netflix abrufen, gleiches gilt für Netflix UK per England-Server oder auch das deutsche Angebot – praktisch, falls dieses mal im Urlaub nicht verfügbar ist. NordVPN gibt in seinem FAQ-Bereich Tipps dazu.

Netflix-NordVPN
Das Abrufen von internationalen Streaming-Angeboten – etwa dem US-Netflix – war in unseren Tests problemlos möglich. | Bild: Netflix App

Geo-Blocking 

Das Umgehen von Geo-Blockaden ist bei den Streaming-Anbietern nicht gerne gesehen und geschieht auf eigene Verantwortung. Auch wenn uns keine entsprechenden Fälle bekannt sind, könnten Netflix und Co. entsprechende Kundenkonten sperren. Unabhängig davon kann es vorkommen, dass die Verbindung zumindest vorübergehend nicht funktioniert. Viele Content-Lieferanten versuchen, VPN-Server zu blockieren, worauf die VPN-Anbieter aber meist mit neuen Servern und IP-Adressen reagieren.

In unseren Geschwindigkeitstests kann NordVPN überzeugen. Bei einer Verbindung zu einem Server in Deutschland über das OpenVPN-Protokoll können wir unsere 100-MBit-Leitung immer noch zu 80 bis 90 Prozent ausreizen, ähnliches gilt für Verbindungen nach England. Bei der Übersee-Verbindung in die USA bricht die Verbindungsgeschwindigkeit erwartungsgemäß um über 50 Prozent ein, dennoch genügt sie für die UHD-Wiedergabe von Netflix.

NordVPN Speedtest
Die Surfgeschwindigkeit wird bei bestehender VPN-Verbindung nur unmerklich beeinträchtig. Zum Messezeitpunkt erreichten wir auch ohne VPN „nur“ 83 Mbps | Screenshot: Fast.com

Auch die Stabilität bewegt sich auf einem hohen Niveau. In unserem mehrwöchigen Testzeitraum konnten wir zu jeder Tages- und Nachtzeit zuverlässig und schnell Verbindungen in den gewählten Ländern herstellen und aufrecht erhalten.

Apps und Technik

Bei der App-Auswahl kann NordVPN fast auf ganzer Linie überzeugen. Sowohl die Desktop-Apps für Windows und macOS als auch die Mobil-Lösungen für Android und iPhone funktionieren im Test nicht nur durchgehend fehlerfrei, die Apps überzeugen auch mit einer hohen Benutzerfreundlichkeit. Wer NordVPN allerdings unter Linux nutzen möchte, sollte sich mit der Kommandozeile auskennen: Für das freie Betriebssystem fehlt es bislang an einer App mit grafischer Benutzeroberfläche. Wer generell keine Lust auf eine App hat, kann die entsprechenden VPN-Verbindungen auch manuell herunterladen und installieren.

NordVPN-mac-App
Die NordVPN-Apps – hier die Version für macOS – überzeugen mit hoher Benutzerfreundlichkeit und Stabilität. | Bild: NordVPN App

Top: Für Android TV oder Amazons Fire-TV-Geräte gibt es ebenfalls passende Apps. So kann NordVPN auch am Fernseher für das Streaming von Netflix und Co. verwendet werden.

Optional kann durch das Zuschalten der Option CyberSec in den Apps systemweit Werbung und Tracker geblockt werden. Außerdem bieten die Desktop-Apps von NordVPN einen Kill-Switch. Ist die Option aktiviert, wird der Netzwerkverkehr automatisch gestoppt, wenn die VPN-Verbindung unterbrochen wird – das ist vor allem in ungesicherten, öffentlichen Netzwerken empfehlenswert.

NordVPN-Serverauswahl
Standardmäßig wählt die App den schnellsten verfügbaren Server aus. Du kannst aber auch manuell wählen – und zwar sowohl die Region als auch direkt den Server. | Bild: NordVPN-App

Bei den VPN-Protokollen und der Verschlüsselung gibt sich NordVPN keine Blöße. Neben dem quelloffenen OpenVPN und der Alternative IKEv2 bietet der Anbieter in Form von NordLynx auch das moderne VPN-Protokoll WireGuard, das im Test höhere Geschwindigkeiten ermöglichte. In einem Blogpost und einem Video erklärt der Anbieter, wie die Anonymität der Nutzer auch bei der Verwendung von WireGuard erreicht werden soll. Im Gegensatz zu anderen VPN-Protokollen erfordert WireGuard nämlich das erweiterte Mitloggen der Surfgewohnheiten, was NordVPN durch die Nutzung erweiterter Netzwerklösungen aber umgeht. Insgesamt kann NordVPN auf technischer Seite voll und ganz überzeugen.

Privatsphäre und Datenschutz

Der Firmensitz von NordVPN liegt in Panama, wo es keine Vorratsdatenspeicherung oder ähnliche Gesetze gibt. Der Anbieter schließt in seiner Datenschutzerklärung die Aufzeichnung von Benutzer-Logs strikt aus. Das Unternehmen informiert zudem in einem eigenen Blog umfangreich über die verwendeten Technologien Sicherheitsmaßnahmen. Im Jahr 2018 war der Anbieter durch ein Sicherheitsleck auf einem Server in Skandinavien in den Schlagzeilen, reagierte auf die Kritik aber unserer Meinung nach transparent und angemessen.

NordVPN-Einstellungen
In den Einstellungen der NordVPN-App kannst du Extras wie den Werbeblocker CyberSec oder das VPN-Protokoll konfigurieren. | Bild: NordVPN-App

Die firmen-eigene No-Log-Richtlinie wurde bereits zwei mal durch unabhängige Prüfer bestätigt, zuletzt im Sommer 2020. Auch den Test auf diverse Sicherheits-Lecks, die unsere echte IP-Adresse verraten, besteht NordVPN mit Bravour. Insgesamt hinterlässt der Dienst im Test damit einen sehr guten Eindruck.

NordVPN Leaktest
Die geläufigen Sicherheitslücken, die bei der VPN-Nutzung die IP-Adresse verraten, sind für NordVPN derzeit kein Problem. | Screenshot: DNS Leak Test Webseite

Preise

Der Basispreis für ein NordVPN-Abo liegt bei rund 11 Euro im Monat und fällt damit vergleichsweise hoch aus. Über ein Abo können sich bis zu sechs verschiedene Geräte mit dem VPN-Netzwerk verbinden. Wie die meisten VPN-Anbieter gewährt NordVPN Rabatte für längere Abonnements, außerdem gibt es häufig Sonderangebote. Zum Testzeitpunkt war die günstigste Option ein Jahres-Abo für monatlich knapp über 5 Euro. Wer sich langfristig binden möchte, bekommt hier also einen durchaus fairen Preis.

NordVPN Tarife
Günstig ist NordVPN nur bei längerfristiger Bindung, für das Gebotene sind die Preise aber angemessen. | Bild: NordVPN Webseite

Neben PayPal, Kreditkarten oder Apple Pay bzw. Google Pay erlaubt NordVPN auch die Zahlung mit Kryptowährungen wie BitCoin. Dadurch ist es möglich, den VPN-Dienst auf Wunsch komplett anonym zu bezahlen. Für alle Zahlungsmethoden gibt es eine Geld-zurück-Garantie für 30 Tage.

Sonstiges und Test-Fazit

Neben seinem Kerngeschäft bietet NordVPN noch einige zusätzliche Dienste an, etwa den Passwort-Manager NordPass oder den verschlüsselten Online-Speicher NordLocker. Abonnenten des VPN-Angebots können die Funktionen bei Interesse hinzubuchen.

Die große Bekanntheit von NordVPN führt in Kombination mit den hohen Versprechen in Sachen Sicherheit und Privatsphäre dazu, dass wir beim Surfen über den VPN-Dienst immer mal wieder auf nervige Captcha-Abfragen auf Webseiten wie Google oder Facebook stießen. Das liegt in der Regel daran, dass andere Nutzer auf dem gleichen Server beispielsweise DDOS-Attacken oder andere Hacking-Versuche durchführen.

Google Captcha NordVPN
Eine der wenigen Nachteile bei der Nutzung von NordVPN sind die gelegentlichen Captcha-Abfragen beim Besuch von Webseiten. | Bild: Google

In diesem Fall hilft eine Neuverbindung über die App, die glücklicherweise schnell erledigt ist. Davon abgesehen ist die Benutzererfahrung des VPN-Services hervorragend.

Alles in allem hinterlässt NordVPN im Test einen hervorragenden Eindruck. Der VPN-Anbieter überzeugt mit einem großen Server-Netzwerk, ausgereiften Mobil- und Desktop-Apps und sehr guten Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien.

Hast du bereits Erfahrungen mit NordVPN gemacht oder nutzt du einen anderen VPN-Anbieter? Verrate es uns in den Kommentaren. 

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