Startseite Test Surfshark VPN im Test – was taugt der günstige VPN-Anbieter?

Surfshark VPN im Test – was taugt der günstige VPN-Anbieter?

Surfshark VPN buhlt mit günstigen Preisen und hohen Datenschutzversprechen um die Gunst der Kunden. Unser Test zeigt, ob das klappt und wie es um die Performance bestellt ist.
Monatliche Kosten
ab 1,69 pro Monat
Gleichzeitige Verbindungen
unbegrenzt
Server
über 1.700
Länder
63
VPN-Protokolle
OpenVPN, IPSec/IKEv2
Surfshark VPN Bild: Surfshark
In Kürze
Für einen jungen VPN-Anbieter wirkt Surfshark VPN erstaunlich erwachsen: Die Serverstruktur ist klein, aber stabil. Die Apps funktionieren gut, Preise und Datenschutz-Regelungen sind gut. Toll ist zudem der Verzicht auf ein Verbindungslimit. Schade ist, dass Amazon den VPN-Dienst anscheinend blockiert.
Vorteile
  • Ausgereifte Apps
  • Sehr günstiges 2-Jahres-Abo
  • Gute Datenschutz-Regelungen
  • Unbegrenzte Verbindungen
  • Geeignet für die meisten Streaming-Dienste
Nachteile
  • Apps sammeln standardmäßig Absturzberichte
  • Probleme mit Amazon Prime Video

Im Vergleich zu Mitbewerbern wie ExpressVPN oder CyberGhost VPN ist Surfshark VPN ein recht junger VPN-Anbieter. Dennoch lässt das Angebot aufhorchen, was neben dem vergleichsweise günstigen Preis auch an den unbegrenzten VPN-Verbindungen und guten Datenschutz-Regelungen liegt. Unser Test zeigt, wie gut sich Surfshark VPN in der Praxis schlägt.

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Surfshark VPN wirbt mit günstigen Preisen, will aber dennoch ein hohes Maß an Sicherheit garantieren. | Bild: Surfshark-Homepage

VPN-Server

Zum Testzeitpunkt betreibt Surfshark über 1.700 VPN-Server, die auf 63 Länder verteilt sind. Damit ist das Server-Angebot zwar kleiner als bei anderen Anbietern, in unseren Tests hatten wir aber zu keinem Zeitpunkt Probleme, eine stabile Verbindung in ein Land unserer Wahl herzustellen.

Surfshark erlaubt P2P-Downloads über BitTorrent und Co. auf seinem gesamten Servernetzwerk, explizite Filesharing-Server gibt es also nicht.

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Die MultiHop-Server leiten die Online-Anfragen über mehrere Länder, was die Rückverfolgung noch schwerer machen soll. | Bild: Surfshark-App

Eine interessante Ergänzung sind die so genannten MultiHop-Server. Verbindest du dich mit einem solchen, werden sämtliche Anfragen über zwei statt einen VPN-Server geleitet, um die Rückverfolgung noch schwerer zu machen.

Die Server stehen dabei grundsätzlich in unterschiedlichen Ländern. Surfshark bietet derzeit rund zwanzig MultiHop-Server an. Die Funktion geht allerdings zulasten der Surfgeschwindigkeit.

Geschwindigkeit und Streaming-Tauglichkeit

Wie die meisten VPN-Anbieter bewirbt Surfshark die Möglichkeit, Streaming-Dienste aus aller Welt abrufen zu können und dabei eventuelle Geo-Blockaden zu umschiffen. Insgesamt funktioniert das in der Praxis auch sehr gut: Das US–Netflix konnten wir im Testzeitraum ebenso öffnen wie britische Angebote, den Schweizer TV-Streamingdienst Wilmaa oder Sky Ticket in Deutschland.

Passen muss Surfshark VPN aber vor Amazon Prime Video. Rufen wir den Streaming-Dienst bei einer bestehenden VPN-Verbindung auf, verweigert er unabhängig vom gewählten Server-Land die Wiedergabe.

Geo-Blocking 

Das Umgehen von Geo-Blockaden ist bei den Streaming-Anbietern nicht immer gerne gesehen und geschieht auf eigene Verantwortung. Auch wenn uns keine entsprechenden Fälle bekannt sind, könnten Netflix und Co. entsprechende Kundenkonten sperren. Unabhängig davon kann es vorkommen, dass die Verbindung zumindest vorübergehend nicht funktioniert. Viele Content-Lieferanten versuchen, VPN-Server zu blockieren, worauf die VPN-Anbieter aber meist mit neuen Servern und IP-Adressen reagieren.

Bei der Surfgeschwindigkeit gibt es hingegen nichts zu bemängeln. Die deutschen Surfshark-Server liefern uns selbst in den frühen Abendstunden noch 80 bis 90 von möglichen 100 Mbit/s. Auch bei den Verbindungen in die USA oder nach England litt die Surfgeschwindigkeit nicht stark genug, um beispielsweise die UHD-Wiedergabe von Netflix zu beeinträchtigen.

Apps und Technik

Die App-Auswahl von Surfshark VPN ist ordentlich. Für Windows, macOS, iOS und Android stehen jeweils Anwendungen mit grafischer Benutzeroberfläche zur Verfügung, deren Bedienung einfach von der Hand geht. Lediglich Linux-Nutzer müssen – wie bei den meisten VPN-Anbietern – auf die Kommandozeile zurückgreifen, um eine Verbindung mit dem Surfshark-Netzwerk herzustellen.

Auch Amazons Fire TV Stick sowie die Android-TV-Plattform sind mit nativen Surfshark-Apps bedacht, was vor allem beim Streaming-Einsatz top ist.

Technisch gibt es an der Surfshark-Software nichts auszusetzen. In unseren Tests liefen sowohl die Desktop- als auch die Mobil-Apps von Surfshark VPN durch die Bank zuverlässig und stabil. Lediglich der eine oder andere Fehler in der deutschen Übersetzung der Benutzeroberfläche fiel auf. Davon abgesehen gibt es hier nichts zu meckern.

Ein optionaler Kill Switch stoppt den Netzwerkverkehr, wenn die Verbindung zum VPN abbricht. Außerdem können die Apps optional Werbung blockieren. Beides funktioniert im Test zuverlässig.

Die Apps von Surfshark VPN laufen systemübergreifend stabil. Eine Gerätebeschränkung gibt es erfreulicherweise nicht.

Surfshark nutzt standardmäßig das von Microsoft und Cisco initiierte IKEv2/IPsec-Protokoll, das alle aktuellen Verschlüsselungsstandard bietet. Optional kann auf allen Plattformen auf das quelloffene OpenVPN gewechselt werden. Das recht junge VPN-Protokoll WireGuard, das vor allem höhere Geschwindigkeiten verspricht, kommt bei Surfshark aktuell noch nicht zum Einsatz.

Privatsphäre und Datenschutz

Der Firmensitz von Surfshark VPN sind die britischen Jungferninseln. Die Karibik-Inseln unterliegen nicht der 5/9/14-Eyes-Allianz und gelten als Datenschutz-freundlich.

In seinen Datenschutzbestimmungen stellt Surfshark VPN klar, dass der Anbieter keinerlei Daten über das Surfverhalten aufzeichnet. Die No-log-Richtlinie wird durch den so genannten Warrant Canary untermauert. Auf einer tagesaktuellen Webseite gibt Surfshark an, ob und wie viele Anfragen von Strafverfolgungsbehörden der Dienst bislang beantwortet hat. Zum Testzeitpunkt lag die Zahl bei exakt Null.

Surfshark Warrant Canary
Über den Warrant Canary vermeldet Surfshark VPN, ob es Anfragen von Strafverfolgungsbehörden gab. | Bild: Surfshark-VPN-Homepage

Surfshark betreibt außerdem einen Blog, in dem das Unternehmen über sicherheitsrelevante Themen sowie die eigenen Sicherheitsmaßnahmen berichtet. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber dennoch: In den Surfshark-Apps ist die anonymisierte Sammlung von Absturzberichten standardmäßig aktiviert, sie lässt sich aber einfach abschalten. Von diesem Mini-Fauxpas abgesehen gibt Surfshark VPN in Sachen Privatsphäre und Sicherheit eine hervorragende Figur ab.

Abo-Preise

Der Basispreis für einen Monat beträgt bei Surfshark rund 10 Euro. Bei einer einjährigen Bindung sinkt er um 50 Prozent auf 4,99 Euro. Im Testzeitraum bot Surfshark zudem ein Zwei-Jahres-Abo für rechnerisch 1,69 Euro pro Monat an, was derzeit eines der günstigen VPN-Angebote darstellt.

Als einer der wenigen VPN-Anbieter erlaubt Surfshark unbegrenzte Verbindungen. Du kannst dein Abo also auf so vielen Geräten parallel verwenden, wie du möchtest – das ist ein echter Pluspunkt des Services.

Vor allem das Zwei-Jahres-Abo von Surfshark VPN ist ein Preisbrecher.
Vor allem das Zwei-Jahres-Abo von Surfshark VPN ist ein Preisbrecher. | Bild: Surfshark-Homepage

Ebenfalls positiv: Neben den üblichen Zahlungsmethoden wie Kreditkarten oder PayPal erlaubt Surfshark anonyme Zahlungen über Kryptopwährungen wie BitCoin.

Für alle Zahlungsmethoden gewährt Surfshark eine Geld-zurück-Garantie von 30 Tage, die auch Basis des kostenlosen Probemonats ist.

Sonstiges und Test-Fazit

Im Vergleich zu den größeren VPN-Anbietern wie NordVPN oder CyberGhost stießen wir bei der Alltagsnutzung von Surfshark VPN auffällig selten auf Captcha-Anfragen von Webseiten. Fairerweise sei gesagt, dass diese Beobachtungen rein anekdotischer Natur und nicht unbedingt repräsentativ sind.

Neben seinem Kerngeschäft bewirbt Surfshark in seinen Apps die optionalen Dienste HackLock (Überprüfung von E-Mails und Passwörter auf mögliche Hacks) und BlindSearch (anonymisierte Google-Suche, die für jeweils 85 Cent pro Monat zum laufenden Abonnement hinzugebucht werden können.

Vor allem angesichts des günstigen Preises ist Surfshark VPN eine interessante Alternative zu den “Großen” der Branche. Die Datenschutz-Regelungen können auf ganzer Linie überzeugen, Abzüge gibt es für die Probleme mit Amazon Prime Video und die vergleichsweise geringe Anzahl an verfügbaren Servern (die in der Praxis aber fairerweise kein Problem darstellt).

Hast du Surfshark VPN bereits genutzt oder setzt du auf einen anderen VPN-Anbieter? Verrate uns deine Meinung in den Kommentaren unter dem Artikel. 

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