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Bose Smart Speaker 500 im Test: Smarter Klangkünstler

Der Bose Smart Speaker 500 verspricht großen Klang und smarte Funktionen. Unser Test zeigt, ob die Rechnung aufgeht.
Bose Smart Speaker 500 im Test | HIFI.DE
Schnittstellen
Bluetooth 4.2, AirPlay 2
WLAN-Verbindung
802.11 b/g/n (2,4 und 5 GHz)
Sprachassistenten
Amazon Alexa, Google Assistant
Gewicht
2,15 kg
Abmessungen (BxHxT)
170 x 203 x 109 mm
Preis (UVP/Straßenpreis)
399,95 Euro / 350 Euro
In Kürze
Wenn du einen klangstarken Lautsprecher für Google oder Alexa suchst, der zudem richtig gut aussieht, bist du mit dem Bose Smart Speaker 500 bestens bedient. Das lässt sich Bose aber auch entsprechend bezahlen.
Vorteile
  • Sehr guter Klang
  • Umfangreiche Smart-Features
  • Edles Design und hochwertige Verarbeitung
Nachteile
  • Einrichtung mitunter hakelig
  • Vergleichsweise hoher Preis

Vernetzte Lautsprecher gehören mittlerweile für praktisch alle Hersteller zum guten Ton. Das gilt natürlich auch für Bose. Der Bose Smart Speaker 500 ist in diesem Segment das Flaggschiff der US-Audiospezialisten.

Den Bose Smart Speaker 500 bekommst du in einer komplett schwarzen Version und einer weißen mit silbernem Lautsprechergitter:

Bose verspricht dafür einen genreübergreifend satten Klang bei gleichzeitig hoher Konnektivität. Dank der umfassenden Integration von Amazon Alexa und Google Assistant soll der Lautsprecher auch deine Smart-Home-Steuerung übernehmen, außerdem sind AirPlay 2 und Chromecast Built-In an Bord. Und natürlich soll er mit anderen Bose-Produkten wie dem Bose Portable Smart Speaker oder der Bose Smart Soundbar 900 auch als vernetzte Musiklösung für mehrere Räume dienen.

Bose Smart Speaker 500 – Seitenansicht
Von der Seite betrachtet, erschient die ovale Form des Bose Smart Speaker 500 sehr schmal.

Die Zutaten für den perfekten Smart-Speaker sind also in der Theorie vorhanden – doch geht das Rezept auch auf? Unser Test des Bose Smart Speaker 500 verrät es dir. Übrigens: Bose hat den Lautsprecher bislang unter dem Namen Home Speaker 500 geführt, aber seit kurzem umbenannt – technisch hat sich dabei nichts verändert.

Design und Anschlüsse

Optisch ist der Bose Smart Speaker 500 ein Blickfang. Sein elliptisch geformtes Gehäuse aus stabilen Aluminum ist gut verarbeitet und vermittelt einen wertigen Eindruck. Neben dem Lautsprechergrill, der den unteren Teil des Chassis bestimmt, ist das Farbdisplay besonders auffällig.

Bose Smart Speaker 500 – Detail Display
Bis auf die Ober- und Unterseiten ist der Smart Speaker 500 komplett mit Aluminium verkleidet.

Es zeigt dir neben der Uhrzeit auch den Namen des aktuell gespielten Songs nebst passenden Albumcover an. Laufende Anfragen an die integrierten Sprachassistenten signalisiert der Lautsprecher mit einem LED-Balken über der Anzeige.

Bose Smart Speaker 500 – Display mit Uhrzeit
Das Display des Bose-Speakers kann außer Alben-Infos auch die Uhrzeit anzeigen.

Wenn du deine Boxen lieber dezent und unauffällig magst, wirst du bei anderen Herstellern vielleicht eher fündig. Davon abgesehen kann der in Weiß oder Schwarz erhältliche Bose-Speaker aber optisch überzeugen.

Alle bisher von uns getesteten Smart Speaker findest du in unserer Bestenliste:

Neben drahtloser Musikwiedergabe bietet der Bose Smart Speaker 500 auch einen AUX-Anschluss in Form eines 3,5-mm-Klinkensteckers. USB-Anschlüsse für die lokale Wiedergabe gibt es hingegen nicht.

Bose Smart Speaker 500 – Anschlüsse
Eine Buchse für das Stromkabel, ein Miniklinken-Eingang – mehr Anschlüsse gibt es nicht.

Der Bose Smart Speaker 500 im Klangtest

Klanglich kann der Bose Smart Speaker 500 in vielen Disziplinen überzeugen, so etwa bei gitarrenlastigen Songs. Das zeigt sich etwa bei den druckvollen Schwedenrock-Riffs des Hellacopters-Songs „By the Grace of God“, die ebenso klar definiert zur Geltung kommen wie die Stimme von Sänger Nicke Andersson. Auch den anspruchsvollen Arrangements und der Stimmdynamik von Muse-Frontmann Matthew Bellamy in „Won’t Stand Down“ wird der Bose-Speaker gerecht.

Wechseln wir das Genre in Richtung basslastige Hip-Hop- oder Elektro-Tracks, gibt sich der Bose-Lautsprecher ebenfalls keine Blöße. Die wummernden Bässe und treibende Dynamik des M.O.O.N.-Tracks „Paris“ transportiert der Bose-Lautsprecher auch bei höheren Lautstärken hervorragend.

Bose Music App Soundeinstellungen
Die Soundeinstellungen der Bose Music App sind übersichtlich. In der Praxis stört das Fehlen eines Equalizers aber nicht.

Sogar für Jazz und Klassik können wir den Bose Smart Speaker 500 empfehlen, da er einen ausgewogenen, warmen Klang erzeugt. Das ist auch gut so, bietet die App doch abseits von Höhen und Bässen keine weiteren Möglichkeiten zum Sound-Feintuning.

Erfreulicherweise kommt der Bose Smart Speaker 500 auch bei hohen Lautstärken nicht aus dem Konzept. Schon bei rund 75 Prozent des Lautstärkereglers beschallt der kompakte WLAN-Lautsprecher selbst unseren größten Testraum mehr als ordentlich, ohne zu verzerren. Beim kurzen Ausflug zur Maximallautstärke kommt er dann doch etwas ins Straucheln, allerdings auf einem Niveau, dass wohl in den wenigsten Hörsituationen zum Tragen käme.

Bose Smart Speaker 500 – Frontansicht
Kann auch richtig laut richtig gut: Der Bose Smart Speaker 500.

Unabhängig von der gewählten Lautstärke beeindruckt das breite Klangfeld des Bose-Speakers. Durch seine Bauweise strahlt er die Musik in alle Richtungen aus. So schafft er es auch in großen Räumen, den Sound gleichmäßig in alle Ecken zu transportieren. Die Stereokanäle bleiben dabei überraschend klar differenzierbar.

Seine insgesamt sehr ordentlichen Klangeigenschaften kann der Bose Smart Speaker 500 sowohl freistehend im Raum als auch vor einer Wand platziert ausspielen. Manch Hörer*in wird sich vielleicht dennoch wünschen, dass Bose seinem System auch eine Raummessung wie Sonos Trueplay oder Denon Audyssey mitgegeben hätte.

Einrichtung und Bedienung

Genügt dir die Wiedergabe über den AUX-Anschluss oder eine Bluetooth-Verbindung, kannst du in wenigen Sekunden mit der Musikwiedergabe starten.

Um alle Funktionen des Bose Smart Speaker 500 nutzen zu können, benötigst du allerdings die Bose Music App für Android oder iOS sowie ein entsprechendes Bose-Konto. Für die Einrichtung baut dein Smartphone eine Bluetooth-Verbindung zum Lautsprecher auf und verbindet den Lautsprecher anschließend mit dem WLAN.

Bei der fälligen Aktivierung in der Bose-Cloud kam es in unseren Tests anfangs wiederholt zu Fehlern. Nach dem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen (dazu hältst du die AUX- und die Wiedergabetaste zehn Sekunden gelang gedrückt) funktionierte die Cloudanmeldung allerdings. Online finden sich viele Berichte von Käufer*innen des Bose-Speakers, die über ähnliche Probleme klagen.

Bose Home Speaker 500 Einrichtung Fehler Aktivierung
Bei der Ersteinrichtung zeigte sich er Bose Smart Speaker 500 etwas zickig.

Hat die Aktivierung einmal funktioniert, kannst über die Bose-Music-App verschiedene Streamingdienste mit deinem Konto verknüpfen. Die Einrichtung ist unkompliziert, allerdings ist die Auswahl an Services im Vergleich zu anderen Systemen wie etwa von Sonos oder Denon etwas dünn.

Lediglich Spotify, Deezer und Amazon Music sowie der Radiodienst TuneIn lassen sich direkt über die App auf deinen Bose-Speaker schicken. Nutzt du beispielsweise Apple Music, musst du auf andere Möglichkeiten zurückgreifen. Auch die Option, Musik im lokalen Netzwerk zu suchen, fehlt der App.

Da der Bose Smart Speaker 500 neben Bluetooth aber auch Apple AirPlay 2 und Googles Cast-Protokoll unterstützt, bekommst du auch andere Musikquellen einfach vom Smartphone oder Tablet aus auf den Lautsprecher.

Neben der Smartphonebedienung kannst du den Bose-Lautsprecher auch über die Sensortasten auf der Oberseite des Gehäuses steuern. Hier regelst du die Lautstärke, initiierst eine Bluetooth-Verbindung oder aktivierst den eingerichteten Sprachassistenten.

Bose Smart Speaker 500 – Tasten oben
Besonders praktisch im Alltag sind die programmierbaren Preset-Tasten.

Praktisch sind sechs Schnellwahltasten, die du über die Bose-App mit deinen Lieblings-Playlisten oder Radiosendern belegen kannst. So startest du deine favorisierte Musik schneller.

Smarte Unterstützer und Multiroom-fähig

Fällt die Auswahl an Musikdiensten etwas dünn aus, schöpft Bose bei den Smart-Funktionen aus den Vollen. Über die App kannst du wahlweise Amazon Alexa oder den Google Assistant einrichten. Beides funktionierte in unseren Tests tadellos, auch die Integration in eine bereits vorhandene Umgebung von Alexa- bzw. Google-Speakern gelang problemlos.

Bose Home Speaker 500 Alexa und Google Assistant einrichten
Die Integration der beiden großen Sprachassistenten ist sehr gut umgesetzt.

Im Zusammenspiel mit dem auch bei höheren Lautstärken gut funktionierenden Mikrofon kannst du den Lautsprecher sehr gut per Sprachbefehl steuern oder ihn in dein smartes Zuhause integrieren. Hast du keine Lust darauf, dass der Bose Smart Speaker 500 dir zuhört, kannst du das Mikro über eine Taste am Gerät ausschalten.

Bose Smart Speaker 500 – Mikrofone
Nicht weniger als 8 gleichmäßig um den Rand verteilte Mikrofone sorgen für eine hervorragende Erkennung von Sprachbefehlen.

Etwas schade ist, dass Bose die Antworten der Sprachassistenten nicht auch auf dem Display illustriert. Kurioserweise bietet selbst der Amazon Echo Dot mit Uhr hier mehr Funktionalität.

Nichts zu mäkeln gibt es an der Multiroom-Wiedergabe im Verbund mit anderen Bose-Lautsprechern. Über die Bose Music App kannst du die Lautsprecher gruppieren und die Lautstärke der einzelnen Geräte anpassen. Wir haben die Funktion im Zusammenspiel als Teil einer Bose Multiroom-Umgebung mit dem Bose Portable Smart Speaker ausprobiert. Sowohl die Einrichtung als auch die Wiedergabe funktionierten dabei stets fehlerfrei.

Bose Home Speaker 500 Multiroom
Die Multiroom-Wiedergabe im WLAN-Verbund klappt reibungslos.

In einen Verbund mit anderen Amazon-Echo-Lautsprechern lässt sich aber auch der Bose Smart Speaker 500 nicht integrieren. Auch mit anderen Smart Speakern wie etwa den Lautsprechern von Sonos kann der Bose nicht kommunizieren. Hast du aber bereits andere Bose-Geräte im Einsatz oder möchtest dir ein entsprechendes System aufbauen, spricht wenig gegen den Lautsprecher.

Testfazit zum Bose Smart Speaker 500

Bose macht beim Smart Speaker 500 vieles richtig. Vor allem klanglich kann der smarte Lautsprecher auf nahezu ganzer Linie überzeugen. Er punktet mit einem ausgewogenen Klangprofil, satten Bässen und einer hohen Lautstärke.

Bose Smart Speaker 500 – Detail Gitter
Die Verarbeitung des Bose Smart Speaker 500 ist so makellos, wie man es bei diesem Preis erwarten darf.

Auch als Smart-Speaker macht der Bose-Vertreter eine ausgezeichnete Figur. Sowohl Amazon Alexa als auch der Google Assistant lassen sich hervorragend auf Smart Speaker 500 nutzen. Da er zudem besser klingt als die verfügbaren Lösungen von Google oder Amazon (selbst im Vergleich zum sehr ordentliche Amazon Echo Studio) kannst du diese mit der Bose-Lösung gut ersetzen.

Abzüge gibt es hingegen für die etwas hakelige Einrichtung, die in unserem Test zu gewissen Frustmomenten geführt hat. Auch schön wäre mehr Auswahl bei den Musikdiensten sowie die Möglichkeit, lokale Musiksammlungen leichter wiedergeben zu können.

Bose Smart Speaker 500 – seitliche Ansicht
Alles in allem empfiehlt sich der Bose Smart Speaker 500 als zuverlässiger und klangstarker Begleiter im Alltag.

Wenn du mit den Einschränkungen leben kannst und dich der vergleichsweise hohe Preis nicht abschreckt, bekommst du aber einen der am besten klingenden Smart Speakern auf den Markt.

Den Bose Smart Speaker 500 kannst du unter anderem bei Mediamarkt sofort bestellen:

Technische Daten
Schnittstellen Bluetooth 4.2, AirPlay 2
WLAN-Verbindung 802.11 b/g/n (2,4 und 5 GHz)
Sprachassistenten Amazon Alexa, Google Assistant
Stereo-Kopplung Ja
Gewicht 2,15 kg
Abmessungen (BxHxT) 170 x 203 x 109 mm
Wasser- und Staubschutz Nein
Steuerungs-App Ja
AUX-Eingang/Ausgang Ja
Verfügbare Farben Schwarz, Silber
Preis (UVP/Straßenpreis) 399,95 Euro / 350 Euro

Alle von uns getesteten Smart Speaker findest du in unserer Bestenliste:

Was ist deine Meinung zum Bose Smart Speaker 500? Reißt dich der Klang ähnlich mit wie uns oder fehlen dir Funktionen? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen!

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