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Smart-Displays im Test: Das beste Display für dein Smart Home

Smart Displays bringen Alexa und den Google Assistant auf den Bildschirm. Welches das beste Smart Display ist, zeigt unser Test.
Das beste Smart-Display Kaufberatung

Smart Displays kombinieren den vollen Klang vernetzter Lautsprecher wie dem Amazon Echo mit einem großen Touchscreen, wie du es von einem Tablet her kennst. Genau wie Amazon Echo und Co. reagieren die Smart Displays dabei primär auf Sprachbefehle, lassen sich aber auf Wunsch zusätzlich über die Fingereingabe steuern. Herzstück der Bedienung sind dabei je nach Hersteller die Assistenten-Systeme Amazon Alexa oder Google Assistant.

So aktivierst du die SprachsteuerungDie Sprachsteuerung der Smart Displays reagiert auf ein Aktivierungswort, das durch die integrierten Mikrofone erkannt wird. Bei Amazon lautet es standardmäßig „Alexa“, bei Google „Hey Google“. Auf dem Echo Show kannst du auch einige Alternativen auswählen, Google bietet dies bislang nicht an. Eine selbstgewählte Aktivierungsphrase erlauben beide Systeme bis dato nicht.

Gegenüber Tablets büßen die Smart Displays zwar an Mobilität ein, bieten im Gegenzug aber einen deutlich besseren Klang. Vor allem die größeren Vertreter eignen sich durchaus dafür, große Räume zu beschallen.

Smart Displays sind zwar nicht so mobil wie Tablets, liefern aber auch einen besseren Klang. Welches Display zu dir passt, erfährst du hier.

Mehr Möglichkeiten durch die Displays

Die Bildschirme erweitern zudem die Funktionalität der Smart Displays auf vielfältige Art und Weise. Sie dienen beispielsweise zur Visualisierung der Anfragen, was etwa bei Kochrezepten eine große Hilfe sein kann. Auch zeigen sie auf Wunsch Fotos aus der eigenen Bibliothek oder holen Videos von Netflix, Prime Video oder YouTube auf dem Bildschirm.

Last but not least bieten fast alle Smart Displays integrierte Kameras, mit denen du komfortabel Videochats mit Freunden und Familie abhalten kannst. Alternativ holen sie das Bild von vernetzten Sicherheitskameras oder auch smarten Babyphones auf den Schirm oder helfen dir dabei, Smart-Home-Technik zu steuern, die mit Alexa oder dem Google Assistant kompatibel ist.

Ob sich die Anschaffung eines Smart Displays lohnt, hängt zu einem guten Stück vom Aufstellort ab. Willst du beispielsweise beim Kochen gerne Videos schauen oder Rezepte abrufen, kann sich ein Amazon Echo Show oder Google Nest Hub durchaus lohnen.

Rezepte auf Zuruf beim Kochen einblenden lassen gehört zu den Stärken der Smart Displays. | Bild: Google

Reicht dir Musik von Spotify oder deinem Lieblings-Radio, ist ein klassischer Smart Speaker hingegen womöglich die bessere Wahl. Die meisten visuellen Funktionen, also beispielsweise Videochats oder das Abspielen von Videos, können Smartphones ebenso übernehmen. Die vernetzten Displays punkten hier aber vor allem mit einem deutlich besseren Sound.

Wir haben vier aktuelle Smart Displays von Amazon und Google auf Herz und Nieren getestet und verraten dir, welche Geräte für welche Zwecke am besten geeignet sind.

Amazon Echo Show 10

Amazon Echo Show 10

Klassenbester bei Klang und Funktion

Sprachassistenten: Amazon Alexa | Gewicht: 2560 Gramm | Maße: 1251 mm x 229 mm x 170 mm (BxHxT) | Farben: Schwarz, Weiß | Preis: 249 Euro

Pro & Contra

  • Toller Klang
  • Gute Alexa-Integration
  • Automatischer Display-Schwenk
  • Gute Frontkamera
  • Gute Sprachsteuerung
  • hoher Preis
  • Display mit niedriger Auflösung und breitem Rahmen
  • Wenige Streaming-Anbieter

Amazon liefert mit dem Echo Show 10 ein gleich in mehrerer Hinsicht beeindruckendes Gerät. Nicht nur bietet der Show 10 den mit großem Abstand besten Klang in unserem Smart-Display-Testfeld, er beeindruckt auch mit einem Schwenk-Display, das sich automatisch in Richtung der Benutzer ausrichtet. Ob bei Alexa-Anfragen oder den qualitativ sehr guten Videochats, der Bildschirm ist immer perfekt ausgerichtet. Dafür braucht das wuchtige Smart Display allerdings vergleichsweise viel Platz, zudem ist der Preis von rund 250 Euro happig. Wer damit leben kann, erhält das wohl beste Smart Display auf dem Markt.

Aktuelle Angebote: 

Weitere Infos in unserem ausführlichen Amazon Echo Show 10 Test

Google Nest Hub 2

Google Nest Hub 2

Der smarte Besserwisser

Sprachassistenten: Google Assistant | Gewicht: 558 Gramm | Maße: 120,4 mm x 177,4 mm x 69,5 mm(BxHxT) | Farben: Carbon, Kreide | Preis: 99 Euro

Pro & Contra

  • Kleines, aber scharfes und gutes Display
  • Praktische ChromeCast-Integration
  • Vielseitiger Google Assistant
  • Vorteile für Android-Nutzer
  • Schlaftracking erstaunlich präzise
  • Durchwachsene Klangqualität
  • Teils träge Touchbedienung
  • Keine Kamera

Google verfolgt mit dem Nest Hub 2 einen etwas anderen Ansatz als Amazon. So fehlt eine Kamera für Videochats, stattdessen überwacht das Smart Display auf Wunsch überraschend genau die Schlafqualität. Während der Klang gegenüber der Amazon-Konkurrenz abfällt, zeigt sich der Nest Hub 2 dank Chromecast-Unterstützung flexibler bei der Wiedergabe von Streaming-Inhalten. Der Google Assistant kann sich gegenüber Alexa vor allem bei der Beantwortung von Wissensfragen deutlich absetzen.

Aktuelle Angebote: 

Weitere Infos in unserem ausführlichen Google Nest Hub 2 Test

Amazon Echo Show 8

Amazon Echo Show 8

Der beste Allrounder

Sprachassistenten: Amazon Alexa | Gewicht: 1037 Gramm | Maße: 200,4 mm x 135,9 mm x 99,1 mm (BxHxT) | Farben: Schwarz, Weiß | Preis: 129 Euro

Pro & Contra

  • Guter, ausgewogener Klang
  • Gutes, farbechtes Display
  • Sehr gute Videochat-Kamera
  • Flotte Performance
  • Ausgereifte Alexa-Sprachsteuerung
  • Wenige Streaming-Anbieter
  • Alexa weniger clever als die Konkurrenz

Die zweite Generation des Amazon Echo Show 8 liefert aus unserer Sicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei den Smart Displays. Trotz seines kompakten Gehäuses liefert der Show 8 einen raumfüllenden, satten Klang. Auch Kamera, Displayqualität und Performance können im Test des Echo Show 8 fast durch die Bank überzeugen. Nicht nur Alexa-Fans dürften hier glücklich werden.

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Weitere Infos in unserem ausführlichen Amazon Echo Show 8 Test
Amazon Echo Show 5

Amazon Echo Show 5

Alexa für den Nachttisch

Sprachassistenten: Amazon Alexa | Gewicht: 410 Gramm | Maße: 2148 mm x 86 mm x 73 mm (BxHxT) | Farben: Schwarz, Weiß, Blau | Preis: 89 Euro

Pro & Contra

  • Kompaktes Design
  • Helles, scharfes Display
  • Gut geeignet für Podcast, Hörbücher und klassisches Radio
  • Gute Alexa-Sprachsteuerung
  • Vielseitige Weckerfunktionen
  • Für Musik zu dünner Klang
  • Display zu klein für Videos
  • Wenige Streaming-Anbieter

Der Echo Show 5 macht im Vergleich mit seinen größeren Verwandten deutliche Abstriche beim Sound, der Performance und der Kameraqualität. Trotzdem hat auch das kleinste Smart Display aus dem Hause Amazon seine Vorzüge. Neben dem günstigen Preis liegen diese vor allem in seinen kompakten Maßen. Auf dem Nachttisch oder einem schmalen Schreibtisch macht sich der Echo Show 5 durchaus gut, zumal er als smarter Radiowecker oder zur Wiedergabe von Podcasts klanglich locker ausreicht.

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Weitere Infos in unserem ausführlichen Amazon Echo Show 5 Test.

So findest du das passende Smart Display

Alle von uns getesteten Smart Displays haben diverse Stärken, dennoch eignen sie sich nicht für jeden Zweck. Neben den individuellen Eigenschaften der Geräte spiele noch einige andere Faktoren eine wichtige Rolle bei der Wahl des passenden Displays.

Eine Frage der Assistenten

In ihren Grundfunktionen sind der Google Assistant und Amazon Alexa sich erstaunlich ähnlich. Beide spielen auf Zuruf Musik und Videos ab, beantworten Wissensfragen und steuern verbundene smarte Geräte.

In der Praxis unterscheidet sich die Benutzererfahrung aber durchaus voneinander. So hat Google mit dem Assistant definitiv bei Wissensfragen die Nase vorn, die in unseren Tests nicht nur ausführlicher, sondern auch häufiger korrekt beantwortet werden als bei Alexa. Vor allem „weiches“ Wissen wie „Wie viel Raclette-Käse brauche ich für acht Personen?“ beantwortet der Assistant dank cleverer Google-Suche im Hintergrund präziser und hilfreicher als seine Rivalin.

Alexa hat dafür bei der Unterstützung von smarten Gerätschaften leicht die Nase vorn (mehr dazu später). Subjektiv hatten wir beim Test auch das Gefühl, dass Amazons Spracherkennung etwas zuverlässiger funktioniert als bei Google, vor allem bei Hintergrundgeräuschen.

Du kannst dir übrigens auch ohne Google- oder Amazon-Hardware einen Eindruck davon machen, was der Google Assistant oder Amazon Alexa drauf haben. Lade dir einfach die zugehörigen Google- bzw. Amazon-Apps auf dein Smartphone herunter. Damit kannst du die Sprachbefehle ausprobieren und die Reaktionen testen.

Benutzeroberfläche und Apps der Smart Displays

Beide Smart-Display-Systeme erlauben neben der Sprachsteuerung auch die Touch-Bedienung. Sowohl das Amazon- als auch das Google-System sind insgesamt intuitiv aufgebaut und erlauben unter anderem die Steuerung von Musik und Videos oder auch den Zugriff auf kompatible Smart-Home-Geräte.

Per Kontobindung überall verfügbarSowohl bei Google als auch bei Amazon werden die eingerichteten Fähigkeiten jeweils an dein Benutzerkonto gebunden. Sie stehen dann automatisch auf allen Geräten zur Verfügung, die mit dem Konto verknüpft sind. So kannst du sie beispielsweise auch auf Echo- oder Nest-Lautsprechern oder über die jeweiligen Smartphone-Apps von Alexa und dem Google Assistant verwenden.

Anders, als du es von Tablets oder Smartphones kennst, erlauben weder Amazon noch Google die Installation von Apps aus einem App Store. Stattdessen nutzen die Geräte so genannte Skills (Amazon Alexa) bzw. Actions (Google Assistant).

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Mit Alexa Skills kannst du deine Echo-Geräte ganz einfach erweitern. | Bild: Amazon-Homepage

Um die Funktionen von Echo-Show-Displays zu erweitern, musst du aufs Smartphone oder Tablet zurückgreifen. In den jeweiligen Alexa-Apps für Android oder iOS kannst du beispielsweise neue Dienste mit deinem Alexa- bzw. Google-Assistant-Gerät verknüpfen. Alternativ kannst du auch die Amazon-Webseite im Browser aufrufen und die dort aufgelisteten Alexa-Skills mit deinem Konto verbinden.

So richtest du beispielsweise neue Streamingservices ein, deren Inhalte du dann per Sprachbefehl auf die Displays holst, verbindest ein Smart-Home-System mit deiner Alexa-Umgebung oder nutzt einen der unzähligen Unterhaltungs-Skills. Viele, aber nicht alle Alexa-Skills bieten zudem eine visuelle Aufbereitung für die Echo-Show-Modelle und andere Alexa-Smart-Displays an.

Streaming-Dienste musst du für die Nutzung auf den Smart Displays einmalig in der zugehörigen App verknüpfen.

Beim Google Assistant funktioniert die Verknüpfung etwas anders. Die Google-eigenen Dienste sowie kompatible Musik- und Videostreaming-Angebote richtest du über die Google-Home-App ein. Alle weiteren Anfrage-Funktionen richtest du hingegen direkt via Sprachbefehl ein.

In der Regel funktioniert das über den Befehl „Hey Google, sprich mit XYZ“. Eine Übersicht über alle verfügbaren Google-Assistant-Actions findest du auf dieser Webseite.

Das smarte Zuhause entscheidet mit

Große Bedeutung für smarte Displays hat auch die Entscheidung, ob und wenn ja welche Art von Smart-Home-Geräten du mit Echo Show und Co. steuern möchtest. Das Licht per Alexa-Sprachbefehl steuern oder einen Saugroboter über den Google Assistant in bestimmte Räume zu schicken, ist nicht nur cool, sondern auch eine große Erleichterung im Alltag.

Die gute Nachricht: Immer mehr vernetzte Geräte unterstützen die Sprachsteuerung mit beiden Systemen. Du musst dich also nur in Ausnahmefällen darum sorgen, ob du deine smarte Technik wirklich per Sprache steuern kannst. Vor allem bei älterer oder auch exotischer Hardware hat Alexa durch ihren früheren Marktstart die Nase aber noch ein wenig vor dem Assistant.

Auf immer mehr Geräteverpackungen findest du den Hinweis, dass beide großen Systeme unterstützt werden | Bild: Amazon / Google (Montage)

Die Qualität der Sprachsteuerung schwankt übrigens abhängig von den Herstellern. Während manche Geräte nur ein einfaches Ein- und Ausschalten bieten, erlauben andere umfassende Befehlsketten über die Assistenten oder die Touchbildschirme.

Sei dir aber bewusst, dass die Entscheidung für ein System meist auch die zukünftige Richtung deines Smart Homes vorgibt. Hast du beispielsweise bereits einen Amazon Fire TV-Stick mit Alexa oder auch einen Echo-Lautsprecher im Einsatz, ist die Ergänzung eines Smart Displays mit der gleichen Assistentin ein logischer Schritt. Die Geräte arbeiten nämlich wunderbar zusammen. Gleiches gilt umgekehrt für Google-Nest-Hardware, Chromecast-Sticks oder auch Fernseher mit Android bzw. Google TV.

Eine Besonderheit in unserem Smart-Display-Test ist der Amazon Echo Show 10. Er bietet als einziges einen integrierten ZigBee-Hub. Damit kann er als Basis für Geräte dienen, die das verbreitete Smart-Home-Protokoll verwenden. So könnte der Echo Show 10 beispielsweise die Bridge im Philips-Beleuchtungssystem Hue ersetzen.

Was sagst du zu den Möglichkeiten, die Smart Displays bieten? Sind sie eine Alternative zum klassischen smarten Lautsprecher oder lassen sie dich kalt? Verrate es uns in den Kommentaren!

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