Startseite HiFi Elektronik Phono-Vorverstärker Rega Fono Mini A2D MK2 im Test: Phono-Vorverstärker mit USB-Aufnahme

Rega Fono Mini A2D MK2 im Test: Phono-Vorverstärker mit USB-Aufnahme

Dieser Phono-Vorverstärker sorgt nicht nur dafür, dass sich dein Plattenspieler und Verstärker verstehen. Der Rega Fono Mini A2D MK2 digitalisiert deine Platten auch noch. Ist das Spielerei oder klingt das sogar richtig gut?
HIFI.DE Test | Rega Fono Mini A2D MK2
Eingänge
1x MM
Audio-Ausgänge
1x RCA Line, 1x USB-B
Abmessungen (BxHxT)
100 x 24 x 125 mm
Eingangskapazität
100 pF
Gewicht
0,2 kg
Preis
139 Euro
In Kürze
Der Rega Fono Mini A2D MK2 macht nicht nur beim Klang alles richtig, sondern speichert deine Platten auf Wunsch auch digital auf deinem Laptop. Und dabei kostet er noch nicht einmal die Welt.
Vorteile
  • Stimmiger, ausgewogener Klang mit guter Dynamik
  • Günstige MM-Eingangskapazität (100 pF)
  • A/D-Wandler mit manuellem Aussteuerungsregler
Nachteile
  • Fummeliger Masseanschluss
  • Aussteuerungs-Drehknopf etwas klein
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Regas preiswertester Phono-Vorverstärker bringt ein Feature mit, das nicht mal die teuren Topmodelle haben. Dank integriertem A/D-Wandler und USB-Schnittstelle spielt er Dolmetscher zwischen Plattenspieler und Computer. Seine Hauptaufgabe ist aber die gleiche wie bei allen Phono-Preamps: Die Ausgangssignale eines Plattenspielers so zu verstärken und zu entzerren, dass sie über einen normalen Line- oder AUX-Eingang verwendbar sind. So wird dein Vollverstärker auch ohne eingebauten Phono-Eingang fit für Vinyl. Ob der Rega Fono Mini A2D MK2 einen vorhandenen Phono-Input klanglich übertreffen kann, finden wir im Hörtest für dich heraus.

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Rega Fono Mini A2D im Hörtest: kein Rauschen, keine Probleme

Das kleine, unscheinbare Kästchen entpuppt sich im Hörraum als durchaus ernst zu nehmender Spezialist für MM-Signale. Angeschlossen haben wir den Vertere DG-1S mit seinem hauseigenen Tonabnehmer Magneto. Ein Plattenspieler mit einem dynamischen, großformatigen Klang, hoher Auflösung und knackig groovendem Bass. Davon wollen wir auf dem Weg in unseren Vorverstärker SPL Director Mk2 möglichst wenig verlieren. Der Rega zeigt, dass er seinen Namen zu Recht trägt: Das knackige Element der Musik, etwa auf Labrinths erstem Album Electronic Earth bringt er genauso nachdrücklich zum Vorschein, wie das auch die Plattenspieler – etwa der Rega Planar 3 – der Marke tun.

Rega Fono Mini A2D MK2 Front Schräg
Der Rega Fono Mini A2D MK2 verspricht tollen Sound aus deinen Plattenspielern mit MM-System zu zaubern.

Was ebenfalls direkt auffällt: Die Höhen sind voll da, aber nicht giftig überzeichnet oder zischelig, wie das bei integrierten Phono-Vorverstärkern oft vorkommt. Selbst das in dieser Hinsicht anspruchsvolle Vertere Magneto (das auf einem Audio-Technica VM520EB basiert) liefert an der genau passenden Eingangskapazität des Rega offene, geschmeidige Vocals und differenziert schimmernde Schlagzeugbecken. Wer mit dem Klang der Rega-Vollverstärker, etwas des Brio, vertraut ist, erkennt deren Charakteristik im Fono Mini A2D MK2 wieder. Für Vollverstärker mit weniger ausgeprägtem Analog-Talent – und das sind nahezu alle erschwinglichen – kann der Rega-Preamp aber auch schon als preislich moderates Upgrade dienen.

Bringt die Konkurrenz noch mehr Klangtreue?

Ohne USB, dafür MC-fähig und deutlich hübscher anzusehen, gehört der Musical Fidelity V90-LPS zu den Rivalen des Fono Mini A2D. Zumindest, wenn es auf die ca. 60 Euro Preisdifferenz nicht ankommt. Dann ziehen wir den V90 auch tatsächlich vor. Der Unterschied ist nicht wie Tag und Nacht, und der Rega zeigt mit seiner ausgeprägten, griffigen Rhythmik auch in diesem Vergleich Stärken. Der Musical Fidelity wirkt aber an beiden Enden des Audiospektrums breitbandiger, baut ein druckvolleres Tiefbass-Fundament und einen noch feiner funkelnden Obertonbereich. Er klingt damit zumindest auf HiFi-Anlagen entsprechender Auflösung und Größe noch erwachsener und vollwertiger.

Rega Fono Mini A2D MK2 Rückseite Anschlüsse
Auf der Rückseite des Fono Mini A2D MK2 findest du die Anschlüsse für deinen Plattenspieler und deinen Verstärker. Die Masseschraube fällt etwas rudimentärer aus, wird aber etwa bei Rega-Plattenspielern gar nicht gebraucht.

Umgekehrt hält der Rega aber einen genauso deutlichen Abstand zu noch preiswerteren Preamps wie der Phono Box E von Pro-Ject. In diesem Vergleich liefert der Rega bei ähnlicher Tonalität klar die bessere Dynamik. Rauschen ist hier wie da kein Thema: Der Rega ist bei angehobenem Tonarm mäuschenstill und steuert in unserem Testaufbau auch keine Brumm-Kommentare bei. Ein USB-Mitschnitt über den Fono Mini A2D MK2 – mit 48kHz Sampling aufgenommen auf Audacity, dann exportiert in FLAC – klingt wie das Original. Der Charme der Analogplatte bleibt also voll erhalten, aber auch ihre kleinen Fehler verschwinden durch die Digitalisierung nicht auf magische Weise. So muss das sein.

Neugierig geworden? Alle von uns getesteten Phono-Vorverstärker findest du in unserer Bestenliste:

Rega Fono Mini A2D: Technischer Aufbau und Praxis

Die Phono-Stufe im Fono Mini basiert auf zwei OP-Amp-Chips (NE5532, TL072) und ähnelt damit stark den integrierten Phono-Teilen in den Rega-Amps. Untergebracht ist sie auf einer bierdeckelgroßen, sauber bestückten Platine, die auch die Stromversorgung sowie die USB-Elektronik beherbergt. Letztere besitzt dabei auf dem Board eine eigene, getrennte Massen-Insel, um Störeinflüsse im USB-Betrieb zu minimieren. Das interne Netzteil – gespeist aus einem 24V-Steckertrafo – versorgt ausschließlich die Phono-Stufe. Die digitale Elektronik ernährt sich von der USB-Busspannung, ist also komplett inaktiv, wenn kein Rechner angeschlossen ist und kann folglich im normalen Hörbetrieb auch dem Klang nicht schaden.

Rega Fono Mini A2D MK2 Logo leuchtend
Im Betrieb leuchtet das Logo auf der Front rot. Ein schönes Detail.

Der Fono Mini A2D ist ein reiner MM-Preamp mit 40 dB (also Faktor 100) Verstärkung. Die Eingangskapazität ist nicht einstellbar, besitzt mit 100 pF aber bereits den idealen Wert für 99 Prozent aller Magnetsysteme. Das Layout des Geräts ist praxisfreundlich: hinten liegen die dauerhaft genutzten Anschlüsse für Ein-, Ausgang und Strom, vorn gut zugänglich der USB-Port und ein kleiner, mit „Level“ beschrifteter Drehregler.

Damit kannst du die Empfindlichkeit des A/D-Wandlers an die Ausgangsspannung deines Tonabnehmers anpassen. Und das solltest du auch dringend tun, wenn du eine Aufnahme machst. Denn MMs gewinnen je nach Modell sehr unterschiedliche Spannungen aus dem exakt gleichen Stück Vinyl. Der Level-Regler verhindert digitales Clipping bei lauten Platten und Systemen, und zu geringen Pegel bei leisen Kombinationen. Er wirkt nur auf die Aufnahme, nicht am Analogausgang.

Rega Fono Mini A2D MK2 Pegel-Regler
Über das kleine Pegelrädchen kannst du die Ausgangslautstärke der USB-Buchse einstellen.

Handlich und sauber verarbeitet

Der A2D entsteht komplett in England und steckt in einem sehr soliden, präzisen Aluprofil-Mantel. Nicht ganz so wertig wirken Rückwand und Frontplatte aus Plastik. Dafür wurde die Schaltung in der aktuellen MK2-Version an vielen Stellen überarbeitet und ist deutlich unempfindlicher gegen Störungen als der Ur-Mini. Ein separater Masseanschluss – für den du allerdings einen Schraubendreher brauchst – sorgt dafür, dass auch markenfremde Spieler zuverlässig brummfrei mit dem Rega zusammenspielen.

Ganz anders als beim Tapedeck: Die Level-Anzeige im Aufnahmeprogramm Audacity zeigt die Aussteuerung des A/D-Wandlers an. Dabei ist es entscheidend, stets unter 0dB zu bleiben – und noch ein paar dB Reserve zu lassen. Denn Pluswerte führen direkt zu hartem Clipping.

Die A/D-Wandlung – Namensgeber für den Zusatz „A2D“ des Rega – liefert mit 16-Bit-Dynamik und maximal 48 kHz Abtastrate kein Highres, aber das muss sie auch nicht zwingend. Am Rechner meldet sich der USB-Chip des Fono Mini A2D als „USB AUDIO CODEC“ an. Und zwar gleich doppelt: als Eingang und als Ausgang. Letzterer existiert real aber nicht, denn der Ausgang des Burr-Brown-Wandlers ist im Gerät nicht angeschlossen. Du kannst den Ausgang also zwar auswählen, wirst aber nichts hören. Das ist nicht ungewöhnlich und entspricht dem Verhalten vieler anderer USB-Preamps und -Spieler.

Fazit Rega Fono Mini A2D

Viel Hörgenuss für jeden Tag und saubere USB-Aufnahmen, wann immer du sie brauchst: Der Rega Fono Mini A2D MK2 ist eine schlaue Ergänzung und ein klangliches Upgrade für viele Analog-Anlagen. Der Klang ist preisbezogen sehr gut und kann auch mit Mitbewerbern ohne USB durchaus mithalten.

HIFI.DE Testsiegel Phono-Vorverstärker Rega Fono Mini A2D MK2 8.3

Hier kannst du den Rega Fono Mini A2D MK2 online kaufen:

Technische Daten
Eingänge 1x MM
Audio-Ausgänge 1x RCA Line, 1x USB-B
Abmessungen (BxHxT) 100 x 24 x 125 mm
Eingangskapazität 100 pF
Gewicht 0,2 kg
Preis 139 Euro

Den passenden Plattenspieler zu deinem Phono-Vorverstärker findest du in unserer Bestenliste:

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