Regallautsprecher bis 500 Euro: Budget-Optionen für HiFi-Fans
Einen Regallautsprecher bis 500 Euro zu finden, klingt auf Anhieb erst mal nach einem Kinderspiel. Auf dem Markt tummeln sich mittlerweile viele günstige Optionen und man wird von der Auswahl scheinbar erdrückt. Aber gerade in dieser Preiskategorie gilt es, besonders vorsichtig zu sein. Denn hier sind die Qualitätsunterschiede teilweise gewaltig. Schnell fällt man da auf ein schlechtes Angebot herein. Wir testen regelmäßig die spannendsten Regallautsprecher auf dem Markt und verraten dir, mit welchen Budget-Lautsprechern du wirklich gut Musik hören kannst.
Regallautsprecher bis 500 Euro: Das sind unsere Favoriten
Wir haben uns durch Unmengen von Lautsprechern getestet und sind dabei auf einige Perlen gestoßen. Diese Regallautsprecher heben sich besonders von der Masse ab und spielen auf einem beeindruckenden Niveau. Zudem können einige Kandidaten mit besonders cleveren Features aufwarten. Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengefasst.
Q Acoustics 3020i
Unsere Top-Empfehlung
Treiber: 2 (1 x Hochtöner, 1 x Tiefmitteltöner) | Frequenzbereich: 64 Hz – 30 kHz | Farbvarianten: Weiß. Grau, Walnuss, Schwarz | Wirkungsgrad: – | Abmessungen (BxHxT): 210 x 360 x 280 mm | Preis: 399 Euro
- Mitreißender, ausgewogener Klang
- Faszinierende Räumlichkeit
- Enorm viel Klang für wenig Geld
- Naturgemäß keine Basswunder
- Recht enger Sweetspot
Das ist der Lautsprecher, auf den du in diesem Vergleich gewartet hast: hervorragender Klang und das zum absoluten Spottpreis. Die Q Acoustics 3020i klingt nicht nur fantastisch, sondern wird im Internet teilweise für um die 350 Euro verkauft. Damit kostet sie deutlich weniger, als diese Rubrik veranschlagt.
Es fängt schon bei der Optik an. Q Acoustics schafft hier ein modernes, eigenständiges Design, welches absolut wertig aussieht und sich selbstbewusst in dein Wohnzimmer einfügt. Im Hörtest waren wir zunächst erstaunt. Es ist beachtlich, was Q Acoustics dem kleinen Lautsprecher an Klang, Kontrolle und Bühnendarstellung auf den Weg gegeben hat. Hier ist das Budget wirklich voll ausgereizt worden. Dich erwarten Neutralität, Präzision in den Höhen und ein absolut angemessenes Bassfundament. Damit ist die Q Acoustics 3020i unsere absolute Empfehlung in der Preisklasse bis 500 Euro.
Hier mit der Q Acoustics 3020c bereits den aktuellen Nachfolger im Angebot:
Lies hierzu auch unseren ausführlichen Test der Q Acoustics 3020i
Dali Kupid
Klein, bunt und erschreckend günstig
Treiber: 2 (1 x Hochtöner, 1 x Tiefmitteltöner) | Frequenzbereich: 63 Hz – 25 KHz | Farbvarianten: Schwarz, Beige, Blau, Gelb, Walnuss | Wirkungsgrad: 83 dB (2,83 V / 1 m) | Abmessungen (BxHxT): 140 x 237 x 195 mm | Preis: 338 Euro
- Klingt größer, als sie ist
- Elanvoller Klang mit vielen Details
- Große Farbauswahl
- Sehr preiswert
- Schöner, aber naturgemäß etwas dezenter Bass
- Höhen können auf Dauer anstrengend wirken
HiFi-Setups lassen sich beliebig exzessiv betreiben – sowohl mit Blick auf die Anzahl der einzelnen Komponenten als auch auf deren Preis. Es kann aber auch einfach gehen: eine passive Regalbox, ein kleiner Streaming-Amp, fertig. Und genau für solche Setups ist die Dali Kupid perfekt. Klar, klanglich musst du etwas kompromissbereit sein: Die Kupid gehört nicht zu den bassstärksten Boxen und klingt teilweise im Hochtonbereich etwas scharf. Angesichts ihres geringen Preises spielt sie aber beeindruckend breit und mit viel Liebe zum Detail. Dass es sie zudem in einer erfreulich großen Farbpalette gibt, prädestiniert sie geradezu als HiFi-Einstieg in der Studi-WG.
Aktuelle Angebote
Lies hierzu auch unseren ausführlichen Test der Dali Kupid.
JBL Stage 250B
Günstig, kompakt, hochauflösend
Preis: 475 Euro | Maße: 190 x 320 x 240 mm (BxHxT) | Gewicht: 5,6 kg | Wege: 2 | Wirkungsgrad: 86 dB (2,83 V / 1 m) | Farben: Schwarz, Weiß
- Natürlicher, detailreicher Klang
- Kompakte Maße für erwachsenen Sound
- Gemütliches Design
- Bass ist eher auf der dezenten Seite
Du suchst nach einem kompakten Paar Boxen für die Kommode, möchtest aber keine allzu großen klanglichen Kompromisse machen? Dann ist die JBL Stage 250B definitiv einen näheren Blick wert. JBL liefert hier ein grundsolides Lautsprecherpaar für nur knapp 500 Euro. Wenn es dir nicht auf die letzte Prise Bass ankommt – weil du beispielsweise ohnehin einen Subwoofer nutzt –, ist ihr entspannter, offener und detailreicher Klang genau das Richtige für entspannte Abende mit deinen Lieblingsalben.
Dazu sind sie auch noch einfach zu betreiben, aufzustellen und kompakt genug, um auch in kleinen Hörräumen einen Platz zu finden. Heimkino-Fans haben zusätzlich den Vorteil, dass sich die Stage 250B bequem zum Surround-Setup erweitern lässt.
Hier findest du die JBL Stage 250B im Angebot:
Mehr erfährst du in unserem ausführlichen Test der JBL Stage 250B.
Dali Oberon 3
Kompakter Kraftprotz
Treiber: 2 (1 x Hochtöner, 1 x Tiefmitteltöner) | Frequenzbereich: 47 Hz – 26 kHz | Farbvarianten: Esche schwarz, weiß, dunkle Walnuss, Eiche hell | Wirkungsgrad: 85 dB (2,83 V / 1 m) | Abmessungen (BxHxT): 200 x 350 x 315 mm | Preis: 598 Euro
- Recht tiefer Bass mit viel Kontrolle
- Beeindruckend harmonisches Klangbild
- Sichtbare Löcher für die Abdeckung in der Schallwand
Die Dali Oberon 3 ist eine entspannte Allround-Box, die mit viel Kontrolle und Präzision im Klangbild begeistern kann. Dali beweist auch hier, dass die Marke ein feines Händchen für ein besonders harmonisches Klangbild hat. Dabei steht aber auch der Spaß im Vordergrund. Die Oberon gibt jeden Song glasklar, feinfühlig und mit ordentlich Druck wieder. Dabei behält sie stets die Kontrolle und arbeitet präzise jedes Detail aus der Musik heraus. Dazu ist sie für jedes Genre geeignet und präsentiert sich als Spaßmacherin.
Auch hier liegt der Standardpreis bei 598 Euro, aber die Lautsprecher werden regelmäßig für knapp 200 Euro weniger verkauft.
Aktuelle Angebote
Lies hierzu auch unseren ausführlichen Test der Dali Oberon 3.
Teufel Ultima 25 Aktiv
Preistipp unter den Aktivboxen
Leistung: 2 × 50 Watt | Eingänge: Analog Cinch, Digital optisch, HDMI-ARC, USB-C | HDMI ARC / eARC: Ja / Nein | Quellen kabellos: Bluetooth aptX | Streaming: Nein | Abmessungen (BxHxT): je 315 × 265 x 250 mm | Gewicht: 6 kg + 8,5 kg Preis: 549,99 Euro
- Wuchtiger, pegelfester Bass
- Unkomplizierter TV-Anschluss über HDMI ARC
- Nützlicher Virtual-Center-Modus („Dynamore“)
- Zum Surround-Set erweiterbar
- Klang mit Musik könnte besser sein
- Keine Internetverbindung, also auch keine Streamingfunktion
Die Teufel Ultima 25 Aktiv versucht den Spagat zwischen guter Film- und Musik-Wiedergabe. Wie gelingt dem Teufel-Lautsprecher also das Kunststück? Ziemlich gut, wenn auch mit klarer Vorliebe für bombastischen Filmton, so unser Tester. Ihr Bass ist klasse, die Pegelfestigkeit erstaunlich. Sie ist außerdem bequem um einen Subwoofer und Surround-Lautsprecher erweiterbar, kann also mit dir wachsen.
Musikliebhaber:innen freuen sich über Bluetooth mit dem höherauflösenden Codec aptX sowie FM- und DAB-Radio-Empfang inklusive der Möglichkeit, hinten beim kleinen OLED-Display Speicherplätze zu belegen. Es gibt zwar Aktiv-Boxen mit mehr HiFi-Qualitäten, insgesamt gelingt ihr der Spagat angesichts der Preisklasse aber glänzend. Unseren Test hat sie mit der Note 8,0 („gut“) abgeschlossen.
Aktuelle Angebote
Lies hierzu auch unseren ausführlichen Test der Teufel Ultima 25 Aktiv.
Argon Audio Forte A5 MK2
Günstige All-in-One-Lösung
Treiber: 2 (1 x Hochtöner, 1 x Tiefmitteltöner) | Eingänge: Bluetooth, HDMI ARC, Optisch Digital, 2 x Cinch (Phono + Line) | Farbvarianten: Weiß, Schwarz, Walnuss | HDMI ARC / eARC: Ja/Nein | Abmessungen (BxHxT): 165 x 270 x 230 mm | Preis: 649 Euro
- Klarer, transparenter Klang mit guter Dynamik
- Sauber eingebundener Tiefton
- Komfortabel als TV-Lautsprecher nutzbar
- Phono-Eingang für deinen Plattenspieler
- Keine Klanganpassung an Standort oder Hörgeschmack
- Keine Bedienelemente an den Boxen
- Kenn je nach Musik und Raum etwas hell klingen
Auch die Argon Audio Forte A5 MK2 sind Aktiv-Lautsprecher, haben aber ein weiteres Ass im Ärmel. Denn zusätzlich zu den diversen Eingängen der Teufel Ultima 25 Aktiv, bietet dieses Boxenpaar auch noch einen Eingang für deinen Plattenspieler mit MM-Tonabnehmer. Eine sehr elegante Lösung also, wenn du komplett auf HiFi-Verstärker und Phono-Vorverstärker verzichten möchtest. Wenn du miteinberechnest, was du hier an externer Elektronik sparst, wirken die 150 Euro, die du über dem 500-Euro-Limit liegst, sehr akzeptabel.
Im Klangtest konnte die Forte mit einem klaren und transparenten Klang glänzen, der mit guter Dynamik vorgetragen wird. Auch der Tiefton fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein. Je nach Genre oder Raum können die Lautsprecher aber etwas hell klingen.
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Lies hierzu auch unseren ausführlichen Test der Argon Audio Forte A5 MK2.
Bowers & Wilkins 607 S3
Audiophiler Feingeist für kleine Räume
Treiber: 2 (1 x Hochtöner, 1 x Tiefmitteltöner) | Frequenzbereich: 52 Hz – 28 kHz (±3 dB) | Farbvarianten: Weiß, Schwarz, Eiche | Wirkungsgrad: 84 dB | Abmessungen (BxHxT): 165 x 300 x 235 mm | Preis: 800 Euro
- Weite Bühne
- Klare Stimmen und Instrumente
- Wohnzimmerfreundliches Design
- Stolzer Preis für kleine Regalbox
- Fehlt letztes Quäntchen Kontrolle im Bass
Beim Blick auf den Preis wirst du dich vermutlich fragen, was dieser Lautsprecher hier zu suchen hat. Aber tatsächlich findest du die B&W 607 S3 sehr regelmäßig für Preise um die 600 Euro. Und wir möchten dir ans Herz legen, mal darüber nachzudenken, ob du auch 100 Euro extra entbehren kannst. Denn die Bowers & Wilkins 607 S3 ist jeden Cent davon wert.
Die kompakten Lautsprecher stellen die Einstiegsdroge in die audiophile Welt von Bowers & Wilkins dar. Der Hersteller beweist seit Jahrzehnten, dass er sein Handwerk beherrscht. Wenn du wirklich auf der Suche nach dem besten Klang fürs Geld bist, ist die 607 S3 nur schwer zu schlagen. Selbst exklusivere Technik, wie der Titanhochtöner, findet Einzug in den Regallautsprecher und sorgt für eine weite Bühne, feinste Abbildung, Klarheit und Präzision. Jedoch solltest du keine Basswunder von dem kleinen Lautsprecher erwarten, dafür sind weder das Gehäuse noch die Membran groß genug. Für kleine Räume kann die Bowers & Wilkins 607 jedoch die perfekte Wahl sein.
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Lies hierzu auch unseren ausführlichen Test der Bowers & Wilkins 607 S3.
Regallautsprecher bis 500 Euro: Darauf solltest du achten
In der Preisklasse um die 500 Euro gibt es natürlich einige Herausforderungen, denn ein relativ niedriger Preis kommt natürlich auch mit Kompromissen. Du musst dir in dieser Preisregion schon mal etwas genauer überlegen, was du eigentlich von deinen Lautsprechern erwartest. Willst du den bestmöglichen Klang? Möchtest du möglichst große und kräftige Lautsprecher haben? Oder kommt es dir auf spezifische Anschluss-Optionen an? Gerade im niedrigeren Preissegment wirst du dich häufig für eine Option entscheiden müssen, da es eigentlich keinen Regallautsprecher gibt, der alles unter einen Hut bringt und zudem noch günstig ist.
Nehmen wir etwa als Beispiel die Bowers & Wilkins 607 S3. Diese Lautsprecher bieten eine tolle Verarbeitung und für ihre Größe großartigen Klang, dafür musst du an einigen Stellen Abstriche machen. Hier vorwiegend beim Preis, aber auch das geringe Volumen könnte zum Knackpunkt werden. Hast du etwa ein großes Wohnzimmer, ergibt es für dich vielleicht eher Sinn, zu den Dali Oberon 3 zu greifen, die es hier einfacher haben können. Die Argon Audio Forte A5 MK2 sind extrem praktisch und sparen dir einen zusätzlichen Verstärker. Dafür sind sie auch etwas teurer und haben klingen in manchen Situationen nicht so gut wie andere von uns getestete Regallautsprecher.

Du siehst also, dass du dir besonders genau überlegen solltest, zu welchen Lautsprechern du hier greifst. Dennoch sind alle hier vorgestellten Lautsprecher absolut empfehlenswert und werden dich nicht enttäuschen. Manch ein Lautsprecher passt aber besser oder schlechter zu deiner Hörsituation. Deshalb gehen wir in den einzelnen Empfehlungen noch mal genauer auf gewisse Eigenarten ein. Wenn du dir aber ein möglichst präzises Bild von den Lautsprechern machen möchtest, solltest du dir die ausführlichen Tests durchlesen.
Wie die hier vorgestellten Regallautsprecher im Vergleich abschneiden, verrät dir ein Blick auf unsere Bestenliste:
Aufstellung: Der Raum macht den Klang
Ob du nun günstigere oder teurere Regallautsprecher kaufst: Die Aufstellung ist die größte Herausforderung. Dabei ist es hauptsächlich wichtig, auf die Raumgröße zu achten und wie frei du deine Lautsprecher im Raum aufstellen kannst. Große Standlautsprecher zum Beispiel können auch große Räume mit Bass versorgen, wirken aber in zu kleinen Räumen, oder bei wandnaher Aufstellung schnell überfordernd. Ein kleiner Regallautsprecher kann in kleinen Räumen unter Umständen also deutlich harmonischer klingen. Dennoch könnte ein Paar kleine Regallautsprecher wie die Q Acoustics 3020i in großen Räumen schnell an ihre Grenzen kommen.
Es ist ebenfalls extrem wichtig, die Lautsprecher richtig aufzustellen. Besonders Lautsprecher mit Bassreflexöffnungen auf der Rückseite sind besonders anfällig für eine wandnahe Aufstellung. Denn wenn du Lautsprecher sehr nah an einer Wand aufstellst, hat das teilweise gravierenden Einfluss auf den Klang. Zuletzt solltest du deine Regallautsprecher nicht auf den Boden stellen, sondern möglichst auf die Höhe deiner Ohren bringen. Ein Paar Ständer kann hier Abhilfe schaffen.
Die passende Elektronik für deine Regallautsprecher bis 500 Euro
Wenn du dir eine HiFi-Anlage in dein Wohnzimmer stellen möchtest, sind die Lautsprecher nur ein Teil der Investition. Denn um die Lautsprecher in Betrieb zu nehmen, benötigst du natürlich auch noch einen HiFi-Verstärker und eine passende Quelle. Je größer und teurer die Lautsprecher sind, desto höher sind auch die Ansprüche an die Elektronik, an die du deine Lautsprecher anschließen willst. Aber keine Sorge, die hier vorgestellten Lautsprecher sind allesamt nicht sehr pingelig bei der Wahl des Verstärkers. Du benötigst also kein sonderlich leistungsfähiges Modell.
Ganz anders sieht es hingegen bei den Argon Audio Forte A5 MK2 und Teufel Ultima 25 Aktiv aus. Bei ihnen sind die Verstärker bereits in den Boxen integriert und benötigen keinen separaten Amp. Ähnliche Lautsprecher findest du in unserem Artikel über günstige Aktiv-Lautsprecher.

Ansonsten gilt hier die klassische Faustregel, dass du ungefähr die Hälfte deines Budgets für Lautsprecher ausgeben solltest. Die andere Hälfte ist für einen Verstärker und evtl. eine Quelle reserviert. Wenn du jedoch Musik über mehrere Quellen, wie z. B. Schallplatte oder CD hören möchtest, musst du natürlich mehr für entsprechende Geräte einplanen. In unserer Kaufberatung haben wir dir alle Informationen zusammengefasst, wie du die perfekte HiFi-Anlage zusammenstellst.
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