Den richtigen Technics-Plattenspieler kaufen: Diese Modelle sind perfekt für dich
Wenn du dir einen Technics-Plattenspieler zulegen willst, stehst du vor einer schwierigen Kaufentscheidung. Die vielen verschiedenen Modellbezeichnungen lassen vor allem Einsteiger:innen verzweifeln. Damit du einen Überblick über die besten Technics-Plattenspieler bekommst, zeigen wir dir hier die Vor- und Nachteile aller Modelle, die sich in unseren Tests auszeichnen konnten. Egal, ob Einstiegsdreher mit Bluetooth-Sender oder High-End-Klangmaschine: Hier wirst du fündig.
Wie schlägt sich Technics im Vergleich zur Konkurrenz? Wir testen regelmäßig die wichtigsten Plattenspieler der relevanten Hersteller:
Technics-Plattenspieler: Diese Modelle empfehlen wir
Es stimmt schon: Plattenspieler bis 500 Euro wirst du bei Technics nicht finden. Dafür aber verschiedene Modelle, die durch ihre hohe Fertigungstiefe und großen Stückzahlen einen Klang erreichen, den du bei anderen Herstellern deutlich teurer bezahlen musst. Das günstigste – und neuste – Modell ist der Technics SL-40CBT, der als Einstiegsmodell nicht nur mit coolem Look punktet, sondern auch den eigenen Bluetooth-Sender mitbringt. Der SL-1200MK7 ist mit 999 Euro etwas teurer, aber schlicht und ergreifend der Klassiker unter den Technics-Drehern. Nicht nur im Wohnzimmer, sondern auch im Club. Der SL-1500C kombiniert HiFi-Klang mit viel Komfort, lässt sich das aber auch mit 1500 Euro bezahlen. Darüber tummeln sich der Technics SL-1200GR2 und der SL-1300G. Letzterer profitiert sogar von technischen Entwicklungen des absoluten Referenzmodells SL-1000R, und kostet deutlich weniger als dessen 20.000 Euro.
Technics SL-1500C
Der HiFi-Allrounder mit Vollausstattung
Preis (UVP / Straßenpreis): 999 Euro / ca. 850 Euro | Antrieb: Direkt, quarzgeregelt | Tonabnehmer: Ortofon 2M Red | Tonarm: 9 Zoll, mit hydraul. Lift | Motor: Brushless, eisenlos, 9-polig, digital gesteuert | 33 ⅓ / 45 / 78 RPM: Ja / Ja / Ja (elektronisch) | Integrierter Phono-Vorverstärker: Ja
- Absolut stabiler Gleichlauf, extrem geringe Nebengeräusche
- Präzise gelagerter, universeller Tonarm
- Gut klingender, rauscharmer Phono-Vorverstärker
- Endabschaltung etwas gewöhnungsbedürftig
Der Plattenspieler SL-1500C ist von Anfang an mit einem teuren Tonabnehmer bestückt als sein enger Verwandter SL-100C, nämlich einem Ortofon 2M Red. Hinzu kommt der integrierte Phono-Vorverstärker des SL-1500C, der in unserem Test mit sehr gutem Klang überzeugte. Der integrierte Phono-Preamp macht den SL-1500C wunderbar anspruchslos und sorgt für zuverlässig guten, brumm- und rauschfreien Klang. Unterm Strich spricht also wenig für den nur unwesentlich günstigeren SL-100C, jedoch viel für den besser ausgestatteten Technics SL-1500C.
Wenn du einen unkomplizierten, toll klingenden Komfortspieler suchst, den du auch einfach mit guten Aktivlautsprechern nutzen kannst, greifst du also zum SL-1500C. Spätere Tonabnehmer-Upgrades sind auch hier kein Problem: Mit MM-Abnehmern nutzt du weiter den integrierten Vorverstärker. Möchtest du später irgendwann ein Moving-Coil-System einbauen, schaltest du den Preamp einfach ab.
Erfahre mehr in unserem ausführlichen Test des Technics SL-1500C.
Technics SL-40CBT
Technics’ Einstieg mit Direktantrieb und Bluetooth
Antrieb: Direkt | Tonabnehmer ab Werk: Audio-Technica AT-VM95C | 33 ⅓ / 45 / 78 RPM: Ja / Ja / – | Anti-Skating einstellbar: Ja, stufenlos | Integrierter Phono-Vorverstärker: Ja, schaltbar, mit separatem Ausgang | Preis: 799 Euro
- Knackiger, präziser Klang, durch Nadeltausch gut upgradefähig
- Exzellente Laufruhe
- Guter integrierter Phono-Vorverstärker
- Tonarm ohne Höhenverstellung
Der Technics SL-40CBT ist der günstigste Plattenspieler im Fuhrpark der Direktantriebs-Profis und konnte uns im Test trotzdem mit vielen der guten Eigenschaften seiner weit teureren Brüder überraschen. Allen voran die absolut saubere, punktgenaue Laufruhe. Daneben begeistert er aber auch mit zwei Features, die du bei Direktantrieblern nur selten findest: einem integrierten Phono-Vorverstärker und einem Bluetooth-Sender.
Trotz des geringen Preises legt Technics bei beiden Features Wert auf hohe Klangqualität. So harmoniert der integrierte Phono-Pre hervorragend mit dem verbauten Tonabnehmer – und klingt auch besser als jener in den Aktivboxen Technics SC-CX700. Gleichzeitig ist es dir aber möglich, den Phono-Vorverstärker komplett aus dem Signalweg zu nehmen und das Tonabnehmer-Signal direkt über ein separates Cinch-Paar abzugreifen. Mit einem passenden Bluetooth-Empfänger kannst du zudem auch ganz ohne Kabel von der hochwertigen Übertragung via aptX Adaptive profitieren.
Den Technics SL-40CBT gibt es in drei schicken Farbausführungen:
Lies mehr in unserem ausführlichen Test des Technics SL-40CBT.

Technics SL-1200MK7 / SL-1210MK7
Flexibilität zwischen DJ- und HiFi-Plattenspieler
Preis (UVP / Straßenpreis): 899 Euro / ca. 899 Euro | Antrieb: Direkt, quarzgeregelt | Tonabnehmer: ohne | Tonarm: 9 Zoll, Alu, S-förmig | Motor: Brushless, eisenlos, 9-polig, digital kontrolliert | 33 ⅓ / 45 / 78 RPM: Ja / Ja / Ja (elektronisch) | Integrierter Phono-Vorverstärker: Nein
- hervorragender Klang mit viel Potenzial
- kräftiger und ruhiger Direktantrieb
- als DJ- und als HiFi-Spieler gleichermaßen gut geeignet
- Tonabnehmer muss zusätzlich ausgesucht werden
- Haube ohne Federscharniere
Der SL-1200Mk7 ist am engsten mit der DJ-Legenden MK2 bis MK5 verwandt und auch heute noch die erste Wahl in jedem Club. Er verfügt ab Werk weder über einen Phono-Vorverstärker noch über einen Tonabnehmer. Das macht etwas mehr Umstände, bedeutet aber auch mehr klangliche Entfaltungsmöglichkeiten. Entsprechend ausgerüstet kann der puristische SL-1200MK7 auch im HiFi-Hörraum überzeugen und ist dem großen SL-1200GR erstaunlich dicht auf den Fersen.
Technics SL-1200GR2 / SL-1210GR2
Drastischer Klangboost durch neuen Antrieb
Preis: 1.999 Euro | Antrieb: Direkt | Tonabnehmer: ohne | Tonarm: 9 Zoll, statisch balanciert, SME-Kupplung | Motor: AC, digital geregelt, Delta-Sigma-Drive | 33 ⅓ / 45 / 78 RPM: Ja / Ja / Ja (elektronisch) | Integrierter Phono-Vorverstärker: Nein
- Geschmeidiger, präziser Klang
- Tolle Laufruhe, überragende Praxiseigenschaften
- Sehr gut entkoppelnde Dämpferfüße
- Deutlich teurer als Vorgänger
- Kein Tonabnehmer im Preis enthalten
Der Vorgänger des hier getesteten Technics SL-1210GR2 ist eigentlich ein perfekter Plattenspieler. Jede:r hier in der Redaktion könnte mit dem SL-1210GR ein Leben lang glücklich Musik hören. Mehr ist möglich, aber nicht wirklich nötig. Die ruhelosen Perfektionisten bei Technics sehen das aber offenbar anders. Der neue Antrieb mit Technik aus der eigenen Verstärkerserie beschert dem aktuellen Modell eine noch größere Laufruhe. Besonders beeindruckt hat uns der sanfte Flow, den die Musik mit dem neuen Technics entwickelt. Platten, die auf dem alten GR auch schon gut, aber noch ein bisschen rustikal und einen Hauch rau klangen, gleiten jetzt seidig und fein aus den Lautsprechern. An den entscheidenden Stellen haben sie aber trotzdem subjektiv mehr Dynamik: Der GR2 klingt weicher, feiner, zugleich konzentrierter und energiereicher als sein direkter Vorgänger.
Kleine Namensänderung, großer Unterschied: Der SL-1210GR2 – oder 1200GR2, wenn du Silber vorziehst – ist zwar merklich teurer geworden, stellt seinen Vorgänger aber klanglich mühelos in den Schatten. Das ist angesichts der guten Ausgangsqualität eine schon erstaunliche Leistung. Und eine, die nur mit abteilungsübergreifendem Teamwork in einem großen Konzern gelingen konnte.
Hier findest du den Technics SL-1210GR2, bzw. seinen silbernen Bruder SL-1200GR2, im Angebot:
Erfahre mehr in unserem ausführlichen Test des Technics SL-1210GR2.
Technics SL-1300G
Direktantrieb der Grand Class
Preis: 2.999 Euro | Antrieb: Direkt | Tonabnehmer: ohne | Tonarm: Aluminium, 9 Zoll, S-Form, abnehmbares Headshell | Motor: DC | 33 ⅓ / 45 / 78 RPM: Ja / Ja / Ja (elektronisch) | Integrierter Phono-Vorverstärker: Nein
- Kraftvoller, sehr ruhig laufender Direktantrieb
- Hochwertiger, vielseitiger Tonarm
- Überragende Verarbeitung
- Keine Drehzahl-Feineinstellung
In der gehobenen Preisklasse oberhalb von 2000 Euro klaffte bislang eine Lücke im Technics-Programm. Eine Lücke, die der Technics SL-1300G jetzt schließt. Statt auf DJ-Optik setzt man auf feinste Zutaten – vom Messingteller bis zum bisher besten Direktantrieb aus dem Hause Technics. Preislich liegt der SL-1300G ziemlich genau zwischen dem teureren 1200G (4.500 Euro) und dem preiswerteren 1200GR2 (2.000 Euro). Klanglich wird er dieser Position voll gerecht. Er bringt den weichen, zugleich erzstabilen Flow mit, der uns am GR2 so gut gefiel. Und legt noch eine Schippe Genauigkeit drauf, eventuell auch zwei Schippen. Es klingt, als hätte jemand für jeden Musiker mit einem Stück Kreide die genaue Position auf dem Hörraumboden markiert.
Wenn du auf die üblichen DJ-Funktionen verzichten kannst, bekommst du mit dem SL-1300G einen Plattenspieler mit feinster Antriebs- und Abspieltechnik, ausgereiftem Tonarm und einer Verarbeitungstiefe, die du in seiner Preisklasse woanders lange suchen kannst.
Hier geht’s direkt zu den Angeboten des Technics SL-1300G:
Unseren ausführlichen Test des Technics SL-1300G kannst du hier lesen.
Produktnamen der Technics-Plattenspieler kurz erklärt
Hier wollen wir dir helfen, die etwas verworrene Namensgebung der Technics-Plattenspieler zu verstehen. Bei allen Modellen der verschiedenen 1200er-Serien heißt die silberne Variante SL-1200xx und die schwarze Variante SL-1210xx. 1200 steht also für Silber und 1210 steht für Schwarz.
Die wichtige Information über die jeweilige Serie kommt nach den Ziffern. Ein SL-1200MK7 ist also technisch identisch mit dem SL-1210MK7. Sie unterscheiden sich lediglich in der Farbe. Ein SL-1200GR2 hingegen unterscheidet sich technisch deutlich vom SL-1200MK7. Aufgrund der gleichen Farbe sehen sie aber täuschend ähnlich aus.
Die Unterschiede zwischen einzelnen Modellen
Bei den einfacheren Modellen hat sich Technics dieses verwirrende Spiel zum Glück gespart. Der SL-1500C heißt immer gleich und ist in Schwarz und Silber verfügbar. Den SL-40CBT gibt es gar in drei Farbvarianten.
Die Modelle Technics SL-1500C und SL-40CBT sind in der Praxis eng miteinander verwandt und locken mit einfacher Bedienung und mehr Komfort. Beide haben nur noch oberflächliche Ähnlichkeit mit den legendären MK2-Modellen und kommen ohne die DJ-Features der aktuellen 1200er-Serien aus. Dafür kommen beide von Haus aus mit eigenem Tonabnehmer und verfügen über weitere praktische Features. So ist der SL-1500C ein Plattenspieler mit Automatik, während der SL-40CBT auf einen Bluetooth-Sender setzt. Beide punkten zudem mit einem eigenen Phono-Vorverstärker, den du auf Wunsch aber auch überbrücken kannst.
Fazit: Der richtige Technics-Plattenspieler für dich
Sofort einsatzbereit: Der SL 1500C
Am einfachsten und schnellsten kommst du mit einem SL-1500C oder SL-40CBT zum Ziel. Die beiden Technics-Plattenspieler sind aus dem Karton heraus sofort spielfertig und machen mit dem jeweiligen Tonabnehmer bereits eine Menge Spaß. Weiteres Upgrade-Potenzial ist innerhalb gewisser Grenzen auch vorhanden.
High-End-Audio: SL-1300GR
Am weitesten in Richtung echtes High End kann dich der teure Technics SL-1300GR begleiten. Da er ohne Tonabnehmer geliefert wird, solltest du aber bedenken, dass du auch noch Budget für ein adäquates System haben solltest. Und hier setzt dir das Upgrade-Potenzial des SL-1300GR praktisch keine Grenzen.
Flexibilität: SL-1200/1210MK7
Flexibel bleibst du mit dem Technics SL-1210MK7. Wenn du zwei Headshells mit unterschiedlichen Tonabnehmern bereithältst, verwandelst du den MK7 mit wenigen Handgriffen von einer DJ-Maschine in einen sehr ernst zu nehmenden HiFi-Plattenspieler und zurück. Sein Klang-Potenzial ist dabei wirklich beachtlich, reicht aber nicht ganz an das eines SL-1210GR2 heran.
Ist ein Plattenspieler von Technics doch nicht das Richtige für dich? Hier findest du – herstellerübergreifend – die besten von uns getesteten Plattenspieler:
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