Denon Home: Multiroom mit HiFi-Genen
Streaming-Lautsprecher mit Multiroom-Unterstützung und integrierten Streamingdiensten gibt es nicht nur bei Sonos. Auch Denon bietet bereits seit 2014 eine umfangreiche Streaming-Lösung an. Anfangs hieß das Ganze noch schlicht HEOS, zwischenzeitlich lebte es unter „HEOS built-in“ weiter.
Auf aktuellen Geräten findest du hingegen den Hinweis „Powered by HEOS“. Diese kommen nicht nur von Denon, sondern auch vom Schwesterunternehmen Marantz sowie Classé oder Definitive Technology. Unabhängig von Hersteller und genauer Nomenklatur gilt, dass die Komponenten untereinander vernetzbar sind. Wo HEOS draufsteht, ist dank einheitlicher Technologie-Plattform das Multiroom-Streaming möglich.
HiFi goes Multiroom: HEOS hievt deine Anlage ins Streaming-Zeitalter
Die zahlreichen HEOS-kompatiblen Komponenten machen es einfach, im heimischen WLAN Musik zu verteilen. Neben WLAN-Lautsprechern wie der Denon-Home-Serie kommt die HEOS-Lösung eben auch in AV-Receivern, HiFi-Verstärkern und Soundbars zum Einsatz. Das macht das System enorm flexibel und erlaubt die einfache Einbindung einer guten HiFi-Anlage oder eines Heimkinos in das smarte Multiroom-System.

Das steckt hinter Denon Home und HEOS
Unter dem Label „Denon Home“ vermarktet Denon verschiedene Produkte. Da wäre einerseits die Soundbar Denon Home 550 samt zugehörigem Denon Home Subwoofer. Zu ihnen gesellen sich Streaming-Lautsprecher in drei Größenklassen: Denon Home 200, Denon Home 400 und Denon Home 600 punkten neben ihrem guten Klang vor allem mit ihrer unkomplizierten Vernetzung auf Basis der HEOS-Plattform.
Du interessierst dich speziell für die WLAN-Lautsprecher der Reihe Denon Home? Anhand unserer Bestenliste siehst du, wie sie im Vergleich zur Konkurrenz abschneiden:
Übrigens: In den Anfangstagen nutzte Denon den HEOS-Begriff auch als Modellbezeichnung für seine Lautsprecher, mittlerweile steht HEOS aber ausschließlich für den Software-Unterbau. Kompatible Geräte erkennst du mittlerweile am Logo „Powered by HEOS“ (vormals „HEOS built-in“).

Alle HEOS-kompatiblen Geräte können einfach über eine zugehörige App bedient werden. Das HEOS-System ist dabei nicht auf die Denon-Home-Serie begrenzt. Praktisch alle Denon- und Marantz-Geräte der vergangenen Jahre kannst du mit der App steuern und zu einer Multiroom-Lösung zusammenfassen.
Erfreulicherweise sind die aktuellen Lösungen wie die Denon-Home-Serie abwärtskompatibel zu den Vorgängermodellen, sodass auch ein Mischbetrieb möglich ist. Gleiches gilt für die Produkte der konzerninternen Schwester Marantz. Aktuelle Modelle wie den Vollverstärker PMA-900HNE oder die AV-Receiver der Cinema Serie 2 kannst du nach Belieben mit deinen Denon-Home-Lautsprechern zusammenschalten.

Wenn du dein Zuhause mit Geräten der HEOS-Partner ausstattest, kannst du dich also darauf verlassen, dass sie optimal zusammenarbeiten. Je nach Ausstattung kannst du dann sogar Musikanlagen wie die Denon CEOL N-10 ins Netzwerk bringen. Und auch Plattenspieler lassen sich Multiroom-tauglich einrichten, etwa in Kombination mit einem HEOS-kompatiblen Verstärker. So verfügen etwa die meisten aktuellen AV-Receiver, wie der Denon AVC-X2850H, oder auch das Heimkino- und HiFi-Mischtalent Denon DRA-800H, über einen Phono-Eingang.
Natürlich musst du nicht zwangsläufig auf allen Geräten das Gleiche spielen. Wie bei allen modernen vernetzten Audiolösungen kannst du auch bei HEOS jedes Gerät einzeln ansteuern, was die Lösung für Haushalte mit unterschiedlichen Musikgeschmäckern attraktiver macht.
Die HEOS-App für Android und iOS
Dreh- und Angelpunkt der HEOS-Erfahrung ist die HEOS-App. Sie steht für Android und iOS zur Verfügung und hilft dir dabei, die verschiedenen Komponenten anzusteuern und zu verwalten. Damit du die App und das zugehörige System nutzen kannst, musst du dir zunächst ein Benutzerkonto einrichten. Die anschließende Konfiguration der Multiroom-Komponenten erfolgt per Assistent.

Für die erste Verbindung eines Denon-Home- oder anderer HEOS-kompatibler Geräte drückst du die “Connect”-Taste am Gehäuse. Anschließend koppelt die App dein Smartphone mit dem Gerät, damit du die Zugangsdaten für dein WLAN übermitteln kannst. In der Regel lädst du dann noch ein Firmware-Update herunter und kannst dann mit dem Musikstreaming loslegen.
Ebenfalls in der App erstellst du Lautsprechergruppen, um die Multiroom-Verbindung einzurichten. Dazu wechselst du einfach auf den Reiter „Räume“, in dem die verschiedenen HEOS-Geräte aufgeführt sind. Um sie zu gruppieren, ziehst du sie einfach innerhalb der App übereinander.

Spielst du nun im Reiter „Musik“ eine Playlist ab, wird sie automatisch auf allen Geräten der Gruppe abgespielt. In den Detaileinstellungen kannst du bei Bedarf die Lautstärke der einzelnen Wiedergabegeräte anpassen.
Auch Sprachassistenten wie Google Assistant und Amazon Alexa werden teilweise vom HEOS-System unterstützt. Zumindest bei den aktuellen Denon-Home-Modellen ist die Unterstützung überschaubar. Boten die Vorgänger Denon Home 150, Home 250 und Home 350 noch Alexa-built-in als optionalen Ersatz für Amazon Echo und Co., sind die 2026er-Modelle auf Apples Siri beschränkt – und selbst das nur über Umwege. Solltest du also Wert auf die Sprachsteuerung deiner Smart Speaker legen, bist du woanders potenziell besser bedient.
Stereo, Subwoofer und mehr: Flexible Kopplungsmöglichkeiten im HEOS-System
Auch die Verbindung zweier identischer Lautsprecher zu einem Stereo-Verbund, wie es die Denon-Home-Modelle erlauben, erledigst du über die App. Gleiches gilt für die Einrichtung des separat erhältlichen Denon-Subwoofers, den du wahlweise mit den Denon-Home-Lautsprechern oder auch mit den HEOS-tauglichen Soundbars, etwa der Denon Home 550, koppeln kannst. In unserem Test funktionierte die Soundbar mit Subwoofer auf Anhieb einwandfrei.

Neben dem Tieftöner kannst du deinem Heimkino-Setup im HEOS-System auch rückwärtige Surround-Lautsprecher hinzufügen. Die App fragt dich bei der Verknüpfung von Soundbar und Lautsprechern, welche Option du möchtest. Bei Bedarf kannst du auf diese Weise einfach zwischen einem Surround- und einem Multiroom-Setup wechseln, wenn sich das für dein Zuhause anbietet.
Diese Dienste funktionieren mit HEOS Built-in
Du kannst eine Reihe von Musik-Streaming-Diensten über die HEOS-App direkt einbinden. Dafür benötigst du allerdings zunächst ein HEOS-Benutzerkonto, das du in der App kostenlos einrichten kannst. Anschließend kannst du die folgenden Dienste mit deinem HEOS-Konto verbinden und direkt über die App auf die verbundenen Multiroom-Geräte streamen:
- Spotify (Connect)
- Deezer
- SoundCloud
- Tidal
- Quobuz
- Amazon Prime Music
- Amazon Music Unlimited
- Amazon Music HD
- TuneIn Radio
Ein prominenter Name fehlt auch 2026 auf der Liste der HEOS-tauglichen Musikdienste: Apple Music ist – anders als bei Sonos – noch nicht kompatibel mit der integrierten App-Lösung.
Das bedeutet aber nicht, dass du auf die Wiedergabe deiner Apple-Music-Playlisten verzichten musst. Die meisten HEOS-kompatiblen Geräte unterstützen das Apple-Streamingprotokoll AirPlay 2. Damit kannst du den Musikdienst via iPhone, iPad oder Mac auf die Geräte von Denon und Marantz streamen.

Du bist bei der Nutzung von HEOS-Produkten nicht unbedingt auf die Angebote der Streaming-Dienste angewiesen. Die HEOS-App unterstützt auch die Wiedergabe von lokal gespeicherten Musikdateien. Alle Denon-Geräte ab der zweiten Generation sowie alle HEOS-Lösungen unterstützen die Wiedergabe von Highres-Audio mit bis zu 24 Bit/192 kHz. Das funktioniert wahlweise lokal oder per Stream von Diensten wie Tidal oder Amazon Music HD.
Lokale Musik kommt von USB-Speichern direkt am Gerät oder aus dem Netzwerk, etwa deinem NAS-Server. Auf den meisten HEOS-tauglichen Geräten von Denon und Marantz ist es zudem möglich, Musik via Bluetooth zu spielen.
Denon Home und HEOS-built-in: Fazit
Die Denon-Home-Serie und die ihr zugrundeliegende HEOS-Multiroom-Funktionalität liefern ein ausgereiftes und mittlerweile auch recht breites Portfolio an vernetzten HiFi-Geräten. Bislang gibt es auch keinen Grund, zu befürchten, dass Denon und Marantz das System fallenlassen. Dafür spricht unter anderem, dass selbst die erste Generation von Denons HEOS-Lautsprechern weiterhin kompatibel mit den neueren Home-Lösungen ist.

Auch die Flexibilität der Lösung gefällt. Vom vergleichsweise günstigen Einstieg mit einem Modell wie dem Denon Home 200 bis hin zu High-End-Komponenten: Das HEOS-System deckt viele Einsatzszenarien und Budgets ab. Gleiches gilt für die Erweiterungsmöglichkeiten. So kannst du zwei Denon-Lautsprecher in Stereo zusammenschalten oder die Soundbar zum Surround-System aufrüsten.
Genau wie bei Alternativen wie Sonos, Yamaha MusicCast oder Google Cast und Amazon Echo musst du abwägen, ob du dich dauerhaft an das System binden möchtest. Denn: Von Marantz und Denon abgesehen kannst du keine anderen Geräte in die HEOS-Lösung einbinden.
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