Denon Home 200 im Test: Mit Stereo-Upgrade an die WLAN-Speaker-Spitze?
- Schnittstellen
- Bluetooth 5.2, AirPlay 2, Spotify Connect, Tidal Connect, Qobuz Connect, Roon Ready
- WLAN-Verbindung
- 802.11a/b/g/n/ac/ax (2.4, 5 und 6 GHz)
- Sprachassistenten
- Siri
- Gewicht
- 2,2 kg
- Abmessungen (BxHxT)
- 140 × 216 × 140 mm
- Preis
- 349 Euro
In seinen Kerntugenden überzeugt der Denon Home 200 auf ganzer Strecke. Falls du einen vielseitigen Streaming-Allrounder für kleine bis mittlere Räume suchst und auf einige Smart-Features verzichten kannst, solltest du ihn unbedingt in Betracht ziehen.
- Klarer, detailreicher und weiter Klang
- Viele Streaming-Möglichkeiten und Anschlüsse
- Bequeme Bedienung per Heos-App und am Gerät
- Hochwertig verarbeitet
- Sprachsteuerung nur per Siri (und nur, falls du auch einen HomePod nutzt)
- Keine Raumeinmessung
Der Denon Home 200 bildet die neue Einsteigerklasse in Denons Smart-Speaker-Portfolio. Trotzdem muss sich der kompakte Streaming-Allrounder nicht vor seinen größeren Geschwistern Home 400 und Home 600 verstecken. Wir haben ihn getestet.
Hier kannst du den Denon Home 200 kaufen:
Außen klassisch…
Optisch setzt Denon beim Home 200 auf Understatement. Das Gehäuse in Zylinderform ist von einem dezenten Stoff umwoben. Der dünn zulaufende Kunststoff-Unterbau ist vom Denon-Logo sowie einer LED-Leuchte geprägt, die den aktuellen Status wiedergibt. Ihre Helligkeit kannst du stufenlos in der zugehörigen Steuerungs-App namens „Heos“ anpassen.

Auf der Oberseite bietet der Denon Home 200 ein Bedienfeld. Erfreulich: Die Sensortasten des Vorgängers hat Denon gegen physische Tasten getauscht. Das haptische Feedback wertet die Bedienung am Gerät spürbar auf. Wie gewohnt kannst du nicht nur Lautstärke und Songwiedergabe steuern, sondern auch drei Tasten frei belegen. In der Heos-App weist du den Favoriten-Tasten beispielsweise deine Lieblings-Playlist oder einen Radiosender zu, um auch ohne App die Wiedergabe zu starten.

Auf der Rückseite findest du unter anderem die Verbindungstasten zur Einrichtung von WLAN- und Bluetooth-Verbindungen sowie die Option, das integrierte Mikrofon zu deaktivieren. Erfreulicherweise ist ein 3,5-Millimeter-Eingang ebenso vorhanden, wie eine USB-C-Schnittstelle. Damit kannst du Musik sowohl von analogen als auch von digitalen externen Quellen abspielen, etwa deinem Smartphone oder einer Anlage. Zusammen mit der ebenfalls vorhandenen Bluetooth-Anbindung zeigt sich Denon damit deutlich offener für App-fremde Quellen, als beispielsweise Sonos.

…innen alles neu
Zeigt sich der Denon Home 250 äußerlich relativ klassisch, gibt es beim Innenleben viel Neues. Denon verabschiedet sich vom Mono-Konzept des Home 150 und verbaut ein 3-Treiber-System.
Für die Detailzeichnung sind zwei 25-Millimeter-Weitwinkel-Hochtöner zuständig, die für ein breiteres Abstrahlverhalten leicht nach außen angewinkelt sind. Den Tieftonbereich übernimmt ein 102-Millimeter-Treiber, der trotz der kompakten Maße für ordentlich Druck sorgen soll.

Jeder der drei Treiber wird von einem dedizierten Class-D-Leistungsverstärker befeuert. Dieses System verspricht die nötige Kontrolle und Impulstreue. Es dient außerdem als Basis für die virtuelle Dolby-Atmos-Music-Bühne. Damit will Denon die physischen Grenzen des etwas über zwei Kilogramm schweren Lautsprechers überwinden und für eine breitere Bühne sorgen.
Dich interessiert, wie andere WLAN-Lautsprecher in unseren Tests abgeschnitten haben? Dann wirf einen Blick auf unsere Bestenliste:
Denon Home 200 im Klangtest
Seinen klanglichen Fokus setzt der Home 200 auf Klarheit und Detailtreue. Vocals kommen genreübergreifend hervorragend zur Geltung. Das instrumentale Beiwerk liegt sauber im Hintergrund, ohne dabei aber unterzugehen.

Wie präzise der kleinste Denon Home arbeitet, zeigt sich bei Raye – Beware The South London Lover Boy: Er projiziert die Gesangsstimme mit hoher Mittenpräsenz präzise in den Testraum. Besonders beeindruckend ist der für die Gerätegröße gut akzentuierte Bass. Der Tieftöner liefert einen straffen, trockenen Punch, der völlig ohne unkontrolliertes Wummern auskommt.
Den guten Eindruck bestätigt der Denon Home 200 in leavemealone von Fred Again und Baby Keem. Angesichts des überschaubaren Gehäusevolumens erreicht der Denon Home 200 erstaunliche Tiefen. Klar: In die Magengrube geht ein Gerät dieser Größe nicht, dennoch überzeugt der Bass.

Wechseln wir das Genre in Richtung Rock, sieht es ebenfalls gut aus. Bei den Foo Fighters und ihrem Track Rescued schlägt sich das System im mittleren Lautstärkebereich beachtlich. Die Trennung zwischen Dave Grohls markanter Stimme und den einsetzenden Gitarrenwänden gelingt sauber. Dank des Stereo-Setups wirkt die Darbietung erfreulich räumlich.
Erste Anzeichen von Schwächen zeigt der Denon Home 200 erst, wenn wir die Lautstärke ins obere Drittel schrauben. Hier komprimiert der Denon-Soundchip den Klang, was zu Verlusten bei der Kompression führt. Bei hohen Pegeln werden vor allem höhere Töne etwas unangenehm und scharf. Für große Parties solltest du also eher in höhere Regale greifen.

Übrigens: In der Heos-App kannst du zwischen einer automatischen oder einer „ungefilterten“ Audioverarbeitung wählen. Für unsere Tests haben wir auf die Auto-Option gesetzt, die einen guten Job macht. Für das Feintuning kannst du auch dabei jederzeit Höhen, Mitten, Tiefen und die virtuelle Weite des Klangs anpassen.
Dolby Atmos auf dem Denon Home 200: Es geht in die Breite
Anders, als bei den größeren Modellen Home 400 und Home 600, besitzt der Home 200 keine physischen Upfiring-Lautsprecher. Bei der Dolby-Atmos-Wiedergabe kann der Kleine daher bauweisebedingt keine echte vertikale Höhe rüberbringen. Das Über-Kopf-Gefühl bleibt den Flaggschiffen vorbehalten. Die Breite der Bühne kannst du hingegen in den App-Einstellungen variieren. Tatsächlich zeigt dieser Effekt im Klangtest eine hörbare Wirkung, ohne zu künstlich aufgeblasenen Klangbrei zu verkommen.

Trotz der fehlenden Höhe bringt das virtuelle Dolby Atmos bei vielen Songs einen Mehrwert, wie unser Test mit Tidal zeigt. In Pop-Produktionen wie Dua Lipas Training Season schafft es der Lautsprecher, Synthesizer-Effekte und Background-Chöre erstaunlich weit über die physischen Gehäusegrenzen hinaus in den Raum zu projizieren.

Letzten Endes gilt aber auch hier, dass die Physik die Grenzen setzt: Mit echten Surround-Setups kann ein Einzelspeaker natürlich nicht konkurrieren. Dennoch haben die Denon-Ingenieure einen guten Job gemacht. Ob mit oder ohne Atmos, die Klangbühne des Denon Home 200 kann im Kontext der Geräteklasse überzeugen.
Heos-App als Dreh- und Angelpunkt
Für die Einrichtung des Denon Home 200 benötigst du die Heos-App. Diese verlangt zwingend nach einem Nutzerkonto. Ohne Anmeldung kannst du die Einrichtung des WLAN-Lautsprechers nicht durchführen – hier bleibt zu hoffen, dass Denon die Plattform nicht irgendwann umstellt.
Die eigentliche Konfiguration ist per Assistent schnell und unkompliziert erledigt. Heos-typisch gelingt die Integration des Denon-Streamers in die eigene Audio-Umgebung problemlos. Ob direkt in der App oder via Connect-Funktion von Spotify und Co, du kannst in wenigen Minuten Musik hören.

Neben der Wiedergabe und dem Klang-Feintuning stellst du auch die Multiroom-Konfiguration über die Heos-App ein. Nutzt du mehrere Heos-kompatible Speaker, schaltest du sie hier zu Gruppen zusammen. Dazu ziehst du die Lautsprecher einfach in der App-Übersicht zusammen, um eine gemeinsame Wiedergabe zu initiieren.

Hast du zwei Home 200 im Einsatz, kannst du diese zu einem Stereoverbund zusammenschließen; die Stereo-Kombo mit einem anderen Denon-Modell ist klassentypisch aber nicht möglich. Noch einen Schritt weiter geht die Option des Surroundverbunds. Im Zusammenspiel mit der Denon-Soundbar Home 550 und einem Subwoofer kannst du die 200er beispielsweise als Rears konfigurieren.
Abstriche bei Smart Home und Raumeinmessung
Dank integrierter Mikrofone kannst du den Denon Home 200 auch per Sprachbefehl bedienen. Allerdings gibt es hier im Vergleich zur älteren Serie eine schlechte Nachricht: Denon verzichtet auf die Unterstützung von Amazon Alexa oder Google Assistant. Von den drei großen Sprachassistenten bleibt damit Apples Siri üblich.

Doch hier gibt es ein großes „Aber“: Um Siri-Sprachbefehle über den Home 200 zu verarbeiten, muss ein Apple HomePod oder HomePod Mini in deinem Netzwerk vorhanden sein. Diese nehmen dann die Sprachbefehle entgegen und übernehmen die Verarbeitung. Auch ohne Homepods taucht der Denon Home 200 dafür in der Apple-Home-App und damit auch als Ziel für die AirPlay-2-Wiedergabe auf – natürlich inklusive Multiroom-Funktion, wenn mehrere Denon-Speaker parallel arbeiten.
Auch auf Smart-Home-Extras wie den Einsatz als Matter-Controller oder Thread-Border-Router verzichtet Denon. Sprich: So vielseitig die neue Denon-Home-Serie bei der Musikwiedergabe ist, so reduziert ist die Tauglichkeit des Denon Home 200 als Smart Speaker.
Ebenfalls haben wir die Möglichkeit der Raumeinmessung vermisst. Das löst der Sonos-Konkurrent Era 100 mit Trueplay besser.
Denon Home 200 im Test: Fazit
Der Denon Home 200 ist ein hervorragender Einstieg in die Welt der höherklassigen Streaming-Lautsprecher. Klanglich kann er trotz seiner Größe in den meisten Disziplinen überzeugen. Selbst ohne Dolby-Atmos-Option füllt der Denon Home 200 kleine und mittlere Räume mit recht hoher Präzision. Die Integration der Stereo-Treiber gegenüber dem Denon Home 150 ein echtes Upgrade. Dabei hört sich der Home 200 nicht nur gut an, auch die Anbindung an Streamingdienste und seine Offenheit für externe Quellen ist ein Pluspunkt.
Abstriche gibt es vor allem bei den B-Noten. Die fehlende Raumeinmessung ist ein Manko und auch bei der Sprachsteuerung geht Denon leider einen Schritt zurück. Die Assistenten von Amazon und Google fehlen komplett. Apples Siri ist zwar theoretisch verfügbar, setzt aber einen HomePod in deinem System voraus.
In seinen Kerntugenden überzeugt der Denon Home 200 dafür fast auf ganzer Strecke. Wenn du einen vielseitigen Streaming-Allrounder für kleine bis mittlere Räume suchst, solltest du den Denon Home 200 daher unbedingt in Betracht ziehen.
Aktuelle Angebote
| Technische Daten | |
| Anzahl Treiber | 3 (2x Hochtöner, 1x Tiefmitteltöner) |
| Schnittstellen | Bluetooth 5.2, AirPlay 2, Spotify Connect, Tidal Connect, Qobuz Connect, Roon Ready |
| Anschlüsse | 3,5-mm-Klinkeneingang, USB-C |
| WLAN-Verbindung | 802.11a/b/g/n/ac/ax (2.4, 5 und 6 GHz) |
| Sprachassistenten | Siri |
| Stereo-Kopplung | Ja |
| Gewicht | 2,2 kg |
| Abmessungen (BxHxT) | 140 × 216 × 140 mm |
| Steuerungs-App | Ja |
| Verfügbare Farben | Schwarz, Beige |
| Preis | 349 Euro |
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