MediaMarkt: Neue Idee für Saturn – das soll ab 2027 passieren
Bild: James Jeremy Beckers via UnsplashMediaMarkt und Saturn sind beides Marken des Mutterkonzerns Ceconomy. Der soll, wenn denn alles gutgeht, ja bald unter ein chinesisches Dach wandern. Zumindest die deutsche Bundesregierung hat dafür auch schon grünes Licht gegeben. So will der Online-Riese JD.com die Elektronikmärkte vor allem wegen ihres Filialnetzes schlucken. Bei letzterem deuten sich nun spannende Änderungen an. Denn ab 2027 soll es in den Filialen von MediaMarkt spezielle Saturn-Showrooms geben.
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Saturn ist dabei als Marke in den vergangenen Jahren eher ins Hintertreffen geraten. Im Ausland gibt es Saturn beispielsweise gar nicht mehr. Die letzten 27 Filialen sitzen allesamt in Deutschland. Doch auch hierzulande dominiert mittlerweile MediaMarkt mit deutlich mehr Standorten – nämlich über 370. Doch Ceconomy will nach eigenen Angaben an der Marke Saturn festhalten (via Handelsblatt). Sie soll aber neu aufgestellt werden. Demnach möchte man Saturn als Untermarke ausrichten, die speziell Technik-Enthusiast:innen anspricht.
Die Showrooms von Saturn soll es aber nicht in allen Filialen geben, sondern nur an ausgewählten Standorten. Es ist laut Ceconomy auch denkbar, damit im Ausland zu experimentieren. Offenbar sollen die speziellen Flächen in den MediaMärkten besonders hochwertige Produkte und Trendgeräte ausstellen. Ganz abschließen will man aber auch mit den Saturn-Filialen nicht. Zwar sollen noch mehr Standorte umgelabelt werden, einige werden aber weiterhin unter dem alten Banner betrieben.
MediaMarktSaturn bleibt Europas größter Elektronik-Fachhändler
MediaMarkt und Saturn sind in elf Ländern mit insgesamt mehr als 1000 Filialen vertreten. Die Ketten stehen also für den größten Elektronik-Fachhändler in Europa. Allerdings sieht nicht alles rosig aus: Lange verschlief der Mutterkonzern Ceconomy den Online-Boom und muss inzwischen eben nicht nur mit anderen Ketten wie Expert oder Euronics konkurrieren, sondern auch und vor allem mit Amazon.de. Für frisches Know-how im Bereich E-Commerce könnte eben JD.com sorgen, vorausgesetzt, die Übernahme bekommt grünes Licht.
So fehlen noch Entscheidungen aus Österreich und Spanien. Zudem hat die EU-Kommission angekündigt, den Deal genauer prüfen zu wollen. Man geht von möglichen Verzerrungen des EU-Binnenmarktes durch chinesische Subventionen aus. Bei JD.com ist man jedoch weiterhin guter Dinge. Der chinesische Konzern rechnet weiterhin mit einer endgültigen Freigabe der Übernahme von MediaMarktSaturn für die zweite Jahreshälfte 2026.
Ceconomy erhofft sich viel von der Übernahme. Etwa will man den operativen Gewinn bis zum Geschäftsjahr 2028/2029 auf satte 800 Millionen Euro erhöhen. Ein optimistisches bzw. ambitioniertes Ziel, denn das wäre dann gegenüber 2025/2026 ein Plus von rund 60 Prozent. Wir werden sehen, ob dieser Plan gelingen kann.
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