Samsung HW-QS95GH im Test – kann Samsung auch All-in-One-Soundbars?
- Anzahl Kanäle
- 7.1.2
- Anschlüsse / Schnittstellen
- HDMI-eARC, HDMI, Optisch, Bluetooth, WLAN
- Unterstützte Soundformate
- Dolby Atmos, DTS:X, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, DTS-HD, DTS Express, DTS 5.1ch
- AirPlay 2
- Ja
- Netzwerk
- Ja
- Sprachsteuerung
- Amazon Alexa, Bixby
- Abmessungen (BxHxT)
- 1245 x 69 x 125 mm
- Preis (UVP/Straßenpreis)
- 949 Euro / ca. 950 Euro
Samsungs HW-QS95GH ist am Ende eine richtig starke All-in-One-Soundbar. Sie geht mit Kraft ans Werk, ist super einfach in der Handhabung und flexibel bei der Aufstellung. Und am Ende auch preislich eine tolle Option, wenn keine weiteren Lautsprecher gewünscht sind.
- Breiter, detaillierter Klang
- Kraftvoller Bass
- Flexible Positionierung
- Viele Features und Streaming-Optionen
- Kein Display
- Einfaches Design
Samsungs HW-QS95GH ist natürlich nicht die erste All-in-One-Soundbar, die der Heimkino-Riese auf den Markt bringt. Das neue Modell soll aber schon in der gehobeneren Klasse mitspielen und ist wohl als Konkurrenz zu KEF, Sennheiser und Co. gedacht. Kann die Samsung HW-QS95Gh aber abseits des flexiblen Designs überzeugen? Das haben wir uns im Testlabor ganz genau angehört.
Die Samsung HW-QS95GH ist, wonach du suchst? Hier findest du sie im Angebot:
Kurze Einordnung:
International kann die Samsung HW-QS95GH auch Samsung HW-QS90H heißen. Die Ergebnisse aus unserem Test sollten aber problemlos auch auf das Modell anwendbar sein. Damit es aber nicht zur Verwechslung kommt: Der Modellname Samsung HW-QS95GH ist ziemlich ähnlich zu der Samsung HW-Q995GH – dabei handelt es sich aber um ein Soundbar-Surround-Set mit Subwoofer und Rear-Speakern.
So klingt die Samsung HW-QS95GH
- Kraftvoller Bass ohne extra Subwoofer
- Breite Bühne
- Klare Dialoge
Wir haben es ja jetzt schon erwähnt: Die Samsung HW-QS95GH ist eine All-in-One-Soundbar. Das bedeutet, dass sämtliche Lautsprecher, die für einen guten Heimkino-Sound wichtig sind, in der Soundbar selbst stecken. Tieftöner für den Bass etwa oder Lautsprecher, die seitlich abstrahlen, um per Schallreflexion den Eindruck zu erwecken, dass auch neben dir Lautsprecher stehen.

In der Soundbar sitzen auch zwei Lautsprecher an der Oberseite, die sich Schallreflexion an der Decke zunutze machen, um Töne von oben zu simulieren – natürlich zählt die Samsung HW-QS95GH so zu den Dolby-Atmos-Soundbars, neben Dolby Atmos werden aber auch 3D-Tonspuren in Form von DTS:X unterstützt, Eclipsa Audio ist ebenfalls dabei.
Wo ist der Subwoofer versteckt?
Schon bei den ersten Tracks, die wir per Tidal während der Einrichtung laufen lassen, sind die Kollegen auf der Suche nach dem versteckten Subwoofer. Denn die Samsung-Soundbar hat Power. Tatsächlich vermissen wir auch in den folgenden Tests, ob nun Musik, Filme oder Gaming, eigentlich nur selten einen echten Subwoofer an der Seite der Samsung HW-QS95GH.

In Blade Runner 2049 dröhnt der Gleiter in den Opening Shots richtig schön imposant durch den Hörraum. Die bedrohliche Kulisse der Stadt kommt ebenfalls voll zur Geltung. Ab und zu kommen die vier verbauten Subwoofer aber leicht ins Straucheln, dann rummelt der Bass ein wenig vor sich hin, statt präzise Schläge in Richtung Magengrube zu verteilen. An der Stelle hat beispielsweise eine KEF Xio dann nicht nur mindestens genauso viel Power, sondern eben mehr Kontrolle. Allerdings ist das nur selten der Fall, und wer mag, kann natürlich per App auch die Bässe maßregeln.
Bei Musik hingegen macht der Bass durchgängig Spaß und kann ordentlich pushen. Und hier kann Samsung die anderen Stärken ebenfalls ausspielen.
Breiter Klang mit Präzision
Denn natürlich zeichnet nicht nur der Bass die Samsung HW-QS95GH aus. Es ist nur das erste Element, was man nach dem Einschalten bemerkt. Was aber nicht heißen soll, dass sich die Tieftöner zu sehr in den Vordergrund spielen. Der Sound ist nämlich schön ausgewogen.
Wir meinen vielmehr, dass beim zweiten Hinhören bewusst wird, wie breit die Soundbar aufspielen kann. Die Klangbühne wächst weit über die Maße der eigentlichen Soundbar hinaus und simuliert wunderbar seitliche Töne. Gepaart wird das mit sehr klaren und natürlichen Stimmen und Dialogen, die letztlich nicht nur Filme zum Genuss machen, sondern bei Musik eben helfen, von der Ballade bis hin zum Party-Hit zu überzeugen. Es gibt zwar deutlich musikalischere Modelle, wie etwa die Sennheiser-Soundbar, trotzdem haben wir unseren Spaß.

Bei Filmen muss aber gesagt sein, dass hinter uns nur wenig los ist. Aber: Das gelingt keiner Soundbar, wenn nicht hinter dem Sofa noch zusätzliche Lautsprecher stehen. Ist dir ein Klang wichtig, der wirklich um dich herumwandern kann, musst du aber nicht gleich zu anderen Sets von Samsung, LG oder Sony greifen. Es gibt nämlich auch die Möglichkeit, noch kabellose Rear-Speaker nachträglich zu kaufen und zu koppeln – über Q-Symphony in Verbindung mit einem Samsung-Fernseher etwa auch die Samsung Music Studio 7.
Überzeugender 3D-Klang wie im Kino?
Samsungs Spitzenmodell unter den Soundbars, die HW-Q995GH, thront bei uns auf Platz 1 der Bestenliste aller Dolby-Atmos-Soundbars. Und das aus gutem Grund: Nahtloser 3D-Klang, der uns in eine Soundblase zu versetzen vermag.
Bei Samsungs HW-QS95GH ist das aufgrund der fehlenden Rear-Speaker natürlich nicht komplett möglich. Aber immerhin eine halbe Kuppel könnte ja vor unserem Sitzplatz entstehen. Aber: Die 3D-Effekte sind nicht ganz so ausgeprägt, wie wir es von Samsung erwarten. Passen wir unsere Erwartungshaltung an und hören einfach unvoreingenommen hin, dann sind schon auch Effekte von oben wahrzunehmen. Mit der Klasse der HW-Q995GH kann das All-in-One-Modell aber nicht mithalten.

Am Ende fehlt es sowohl an Details als auch an Genauigkeit, wenn wir uns einzig auf die Soundeffekte von der Decke konzentrieren. Und genau an dieser Stelle müssen wir aber festhalten, dass wir natürlich immer ganz genau hinhören und einzelne Aspekte einer Soundbar betrachten, um ein gutes Bild zu vermitteln, was man im Detail erwarten kann.
Wenn wir aber die einzelnen Elemente mal wieder zusammenfügen, dann bekommt man mit der Samsung HW-QS95GH eine Soundbar geliefert, die nur für sich alleine steht und selbst mittelgroße Räume mehr als selbstbewusst beschallen kann. Klare Dialoge, kraftvolle Bässe, eine breite Klangbühne und immer mal wieder 3D-Effekt sorgen dafür, dass man wirklich viel geboten bekommt. Wer keine Lust hat, noch einen Subwoofer oder Rear-Speaker aufzustellen, findet auf dem Markt kaum bessere Optionen – einzig die Sennheiser Ambeo Soundbar Plus ist sehr vergleichbar, auch preislich. Wie sie zueinander stehen, zeigt ein Blick in unsere Bestenliste der All-in-One-Soundbars:
Die Samsung HW-QS95GH im Alltag
- Neue App mit guter Übersicht
- Sprachsteuerung vorhanden
- Statt Display nur LEDs
Schon bei der Einrichtung ist es ratsam, das Smartphone zu zücken und die SmartThings-App für Android oder iOS bereit zu haben. Dann kann die Samsung HW-QS95GH problemlos ins heimische Netzwerk integriert werden – die Soundbar wird innerhalb weniger Augenblicke erkannt und hinzugefügt. Im Grunde könntest du die Soundbar über die App dann steuern. Aber: Uns wurde als Hinweis angezeigt, doch mal die Samsung-Sound-App für Android oder iOS zu nutzen.
Gesagt, getan, freuen wir uns über eine etwas modernere Optik und vor allem mehr Übersicht. Klasse: Direkt und ohne Umwege können Klangmodi ausgewählt und sogar Equalizer-Einstellungen angepasst werden. Es war bei Samsung-Soundbars nie einfacher, den Sound an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Einen kleinen Schalter solltest du in der App dann direkt umlegen – den für SpaceFit-Ton Pro. Denn dadurch wird automatisch täglich der Raum eingemessen und der Klang darauf angepasst. Das kann im Alltag einen Unterschied machen. Ob du dann noch zusätzlich die Sprachverstärkung oder den Nachtmodus einschalten möchtest, liegt an dir. Im Test haben wir im Grunde oft einfach nur den Standard-Klangmodus verwendet und keine Anpassungen vorgenommen. Ab und zu kann der Klangmodus Surround auch cool sein, um einfachen Stereo-Tonspuren mehr Räumlichkeit zu verleihen.
Besser per App?
Auch über die Fernbedienung kannst du etwa die Klangmodi durchklicken. Ein Display ist aber nicht verbaut, um zu checken, in welchem Modus du bist. Wenn wir uns aber die Displays von Samsungs Topmodellen so anschauen, sind wir gar nicht traurig, dass keins verbaut ist. Stattdessen zeigen ein paar LEDs an, wenn wir beispielsweise die Lautstärke anpassen.

Alternativ spricht die Soundbar auch mit uns und sagt etwa, in welchem Klangmodus wir uns befinden. Oder ob wir die Sprachverstärkung ein- oder ausgeschaltet haben. Für unseren Test haben wir die Bestätigung aber ausgeschaltet – denn auf die Fernbedienung haben wir verzichtet und eh alles per App geregelt. Und dann brauchen wir nicht eine zusätzliche Ansage, was wir gerade gemacht haben. Im Alltag, wenn man aber nicht immer das Smartphone zücken möchte, ist das aber eine gute Alternative.
Eine Sprachsteuerung gibt es übrigens auch – über Bixby, Amazon Alexa oder in Verbindung mit smarten Lautsprechern per Google Assistant können wir auch einfach sagen, dass die Samsung HW-QS95GH etwa ein Lied per Tidal streamen soll. Neben Tidal sind auch Spotify und sogar Roon fürs Streamen von Musik am Start, da ist Samsung unter den Soundbars immer gut aufgestellt.
Diese Anschlüsse stecken in der Soundbar
Eingepfercht an der Unterseite finden sich zwei HDMI-Anschlüsse. Einer davon ist so gesehen der Ausgang, der per eARC mit dem Fernseher kommuniziert und den Ton wiedergibt. Der andere ist ein Eingang, an dem du etwa einen Blu-ray-Player anschließen kannst. Von einer Konsole wie der PlayStation 5 oder Xbox Series X raten wir aber ab, denn es können nur 60 Bilder pro Sekunde weitergereicht werden. Schade, dass 120 Hertz nur die größte aller Samsung-Soundbars beherrscht.


Neben den HDMI-Buchsen sitzt noch ein optisch-digitaler Audioeingang, falls du HDMI zur Soundübertragung nicht nutzen möchtest – für verlustfreien 3D-Klang führt aber kein Weg an HDMI vorbei. Ansonsten gibt es nur noch kabellose Verbindungen in Form von Bluetooth und WLAN.
Die Samsung HW-QS95GH zeigt Kante
Zu sehr von der üblichen Samsung-Optik weicht auch die Samsung HW-QS95GH nicht ab. Es dominieren etwas aufgebrochene, graue Flächen das Gesamtbild. Diese Flächen sind aber nicht ganz einfarbig, was einen besonderen Look erzeugt, der in Natura gar nicht so schlecht aussieht. Die Soundbar dürfte wohl in viele Wohnzimmer passen, ohne zu sehr aufzufallen. Uns gefällt, dass hier eher klare Kanten vorherrschen und nicht seitlich noch ein Knick drin ist, wie es bei den großen Schwestern in den Sets der Fall ist.
Einer der Selling Points der Samsung HW-QS95GH ist aber die flexible Positionierung. Denn: Die Soundbar musst du nicht zwangsweise vor dem TV legen. Okay, viele Soundbars bieten auch die Möglichkeit, sie per Wandhalterung unter den TV zu hängen – die passende Halterung liegt bei. Die Samsung-Soundbar wird dann aber im Grunde gedreht, die Unterseite zeigt dann zur Wand.

Ein Gyrosensor erkennt, wie die HW-QS95GH von Samsung orientiert ist, und passt den Klang an. Das ist auch nichts Neues, wir kennen das etwa auch von der Devialet Dione. Aber unpraktisch ist das nicht, das Setup sieht so deutlich cleaner an der Wand aus. Wie sehr sich das allerdings auf den Klang auswirkt, konnten wir im Test nicht herausfinden.
Unser Testurteil zur Samsung HW-QS95GH
An der Samsung HW-QS95GH gibt es viel zu mögen: Die Einrichtung und Handhabung per App ist wirklich unkompliziert und schnell erledigt, das Design eher unauffällig und flexibel an die Gegebenheiten anpassbar und der Klang richtig kraftvoll und breit ausspielend, ohne dass noch weitere Lautsprecher im Raum verteilt werden müssen.
Bei den Details wie den Anschlüssen oder auch der Kontrolle des Basses sehen wir aber noch leichtes Verbesserungspotenzial. Trotzdem: Wer gezielt nach einer All-in-One-Soundbar sucht, bekommt in der Preisklasse kaum etwas Besseres – für das Geld gibt’s allerdings auch schon ganze Sets, die deutlich mehr Raumklang bieten, wenn einen die zusätzlichen Lautsprecher nicht stören.
Das passende Angebot zur Samsung HW-QS95GH findest du hier:
| Technische Daten | |
| Anzahl Kanäle | 7.1.2 |
| Anschlüsse / Schnittstellen | HDMI-eARC, HDMI, Optisch, Bluetooth, WLAN |
| Unterstützte Soundformate | Dolby Atmos, DTS:X, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, DTS-HD, DTS Express, DTS 5.1ch |
| AirPlay 2 | Ja |
| Netzwerk | Ja |
| Sprachsteuerung | Amazon Alexa, Bixby |
| Farbvarianten | Schwarz |
| Abmessungen (BxHxT) | 1245 x 69 x 125 mm |
| Gewicht | 6,7 kg |
| Preis (UVP/Straßenpreis) | 949 Euro / ca. 950 Euro |
Du suchst nach mehr, als „nur“ einem All-in-One-Modell? Hier findest du alle von uns getesteten Soundbars:
- All-in-One-Soundbars Test: Die 30 besten All-in-One-Soundbars im Vergleich
- Dolby-Atmos-Soundbars im Test: Die 40 besten Soundbars mit 3D-Klang
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