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Alexa soll dank KI-Power noch mächtiger werden – jetzt regt sich Widerstand

Amazon will der digitalen Assistentin Alexa noch mehr KI-Features spendieren. Doch wann wachsen dem Konzern die Kosten über den Kopf?
Alexa soll durch mehr KI-Funktionen noch mächtiger werden. Bild: Amazon

Amazon hat seine digitale Assistentin Alexa in den vergangenen Monaten kräftig aufgebessert. Die Plus-Version mit KI-Power im Hintergrund steht ja mittlerweile auch in Deutschland zur Verfügung. So ist hierzulande Anfang Mai 2026 die Vorschau gestartet. Doch Amazon ist noch lange nicht fertig mit der Generalüberholung seiner Assistentin. Intern werkelt man unter dem Codenamen „Moonraker“ bereits an der nächsten Stufe.

Moonraker ist dabei ein Arbeitstitel, welcher sozusagen die nächste Stufe von Alexa+ bezeichnet. Denn die digitale Assistentin soll noch komplexere und mächtigere KI-Funktionen erhalten. Demnach soll es für dich möglich werden, mit der Sprachassistentin z. B. in einem Zug die Erledigung mehrschrittiger Aufgaben zu fordern. Auch umfangreiche Kontexte soll Amazons Tool dabei berücksichtigen. Als Beispiel nennt man eine Aufgabe wie „Ruf mir bitte ein Taxi und sag meinem Kumpel Bescheid.“

Alexa+ steht inzwischen für unterschiedliche Geräte zur Verfügung.
Alexa+ steht inzwischen für unterschiedliche Geräte zur Verfügung. | Bild: Amazon

In jenem Beispiel muss Alexa+ nicht nur in mehreren Schritten ein Taxi beauftragen und dafür z. B. die korrekten Kontaktdaten nutzen sowie es zur richtigen Stelle lotsen, sondern auch einen anderen Kontakt benachrichtigen. Hier muss Alexa dann auch den Kontext verstehen, also dass gemeint ist, die Botschaft zu übermitteln: „Ich bin auf dem Weg“. Genau solche mehrschrittigen, komplexen Aufgaben mit Kontexten sind für KI noch die größte Herausforderung.

Alexa+ steht vor explodierenden Kosten

Bedauerlicherweise gibt es noch keinen festen Zeitrahmen, in dem Amazon die neuen bzw. erweiterten KI-Funktionen für Alexa+ verteilen will. Das liegt wohl auch an den explodierenden Kosten. Denn Moonraker gilt als einer der teuersten Bestandteile der Generalüberholung der digitalen Assistentin. Amazon muss dafür hunderte von kostspieligen Nvidia-KI-Beschleunigern sowie das Modell Sonnet von Anthropic nutzen.

Deswegen regt sich laut einem Bericht von Business Insider im Management von Amazon auch schon Widerstand. Auf der Führungsebene ist man teilweise der Meinung, die Investitionen in Alexa+ seien schon jetzt massiv genug. Schließlich gilt es, die Kosten irgendwann auch wieder reinzuholen. Und genau damit hat aktuell noch die gesamte KI-Branche ein echtes Problem. Inzwischen spielt nicht mehr nur das schiere Wachstum eine Rolle.

Der aktuelle CEO von Amazon, Andy Jassy, soll allerdings hinter Moonraker stehen. Er hatte bereits gegenüber Investor:innen geprahlt, dass die Amazon-Kund:innen mit Alexa+ doppelt so viel interagieren wie mit der regulären Version. Zudem bestellen sie dank der KI-Assistentin dreimal häufiger. Er sieht das Tool von Amazon daher noch auf den ersten Schritten des Weges, zur besten KI-Assistentin überhaupt zu werden.

Die besten Alexa-Lautsprecher findest du hier in unserer Bestenliste:

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