Alle Nothing-Kopfhörer auf einen Blick: Das sind unsere Kaufempfehlungen
Innerhalb kürzester Zeit hat sich das britische Unternehmen Nothing im Kopfhörer-Sektor einen Namen machen können. Die Devise: viel Leistung zum fairen Preis, ganz ohne Kompromisse beim Design. Besonders bei letzterem bleibt Nothing sich jetzt schon seit Jahren treu und setzt auf transparente Details und eine futuristische Optik. Wir haben alle Kopfhörer des Herstellers getestet und verraten dir hier, zu welchem Modell du greifen solltest.
Die aktuellen Nothing-Kopfhörer: Welche sind die besten?
Auch wenn die Kopfhörer von Nothing alle einer ähnlichen Ästhetik folgen, gibt es doch große Unterschiede. Da wären natürlich zuallererst die offensichtlichen Abweichungen in der Produktkategorie. Nothing hat nämlich bereits zahlreiche In-Ears veröffentlicht, immerhin zwei Over-Ears und sogar Open-Ear-Kopfhörer im Programm. Wenn du hier schon Vorlieben hast, macht das die Kaufentscheidung um einiges leichter.
Überhaupt lohnt es sich gerade bei Nothing, vor dem Kauf genau hinzusehen. Die vier aktuell erhältlichen In-Ears sehen sich nämlich allesamt zum Verwechseln ähnlich, weisen aber ganz unterschiedliche Funktionen auf. Noch dazu ist die Namensgebung bei Nothing nicht gerade intuitiv. Für einen kleinen Grundkurs in puncto Modellnamen kannst du gleich schon nach unten scrollen. Vorher stellen wir dir die Kopfhörer aber im Detail vor.
Die In-Ears: Von innovativen Features bis zu echten Schnäppchen
Nothing Ear (3)
Für Design-Fans und Vieltelefonierer
Preis (UVP / Straßenpreis): 179 Euro / ca. 130 Euro | Akku-Laufzeit: 5,5 Std. / 22 Std. im Ladecase (mit Noise Cancelling) | Schnellladefunktion: 10 Min. Ladezeit für 10 Std. Laufzeit | Bluetooth-Standard: Bluetooth 5.4 | Codecs: SBC, AAC, LDAC | ANC: Ja | Wasser- und Staubschutz: IP54
- Gutes Mikrofon im Ladecase
- Klarer Sound
- Ausführlicher Equalizer
- ANC nicht Spitzenklasse
- Mäßiger Akku
Die Nothing Ear (3) sind Nothings aktuelles Flaggschiff im In-Ear-Sektor und ordnen sich preislich trotzdem eher in der Mittelklasse ein. Sound und ANC sind ordentlich und auch der App-Support weiß zu überzeugen. Als besonderes Schmankerl gibt es bei den Ear (3) noch das sogenannte Super Mic, ein im Ladecase verbautes Mikrofon, das bei Anrufen anstelle der Buds verwendet werden kann. Das sorgt im Test für eine wirklich gute Mikrofonqualität und hebt die Nothing Ear (3) definitiv vom Gros der Konkurrenz ab. Einzige Warnung: Sei beim Kauf der Ear (3) wachsam, denn eigentlich handelt es sich bei den Ear (3) um die vierte Produktgeneration. Die dritten In-Ears der Marke sind die Nothing Ear von 2024 – natürlich ohne Super Mic.
Lies hierzu auch unseren ausführlichen Test der Nothing Ear (3).
Nothing Ear (3a)
Mit Speicherplatz im Buds?!
Preis (UVP): 99 Euro | Akku-Laufzeit: 6 Std. / 25 Std. im Ladecase (mit Noise Cancelling) | Schnellladefunktion: 5 Min. Ladezeit für 1 Std. Laufzeit | Bluetooth-Standard: Bluetooth 6.0 | Codecs: SBC, AAC, LDAC | ANC: Ja | Wasser- und Staubschutz: IP54
- Ausgeglichener, räumlicher Sound
- Speicherplatz und Aufnahme-Features
- Voller App-Support (Pro-EQ)
- Kein Auracast
Die Nothing Ear (3a) sind der aktuellste Neuzugang im reichhaltigen Portfolio von Nothing. Sie treten in die Fußstapfen der erschwinglichen Nothing Ear (a), orientieren sich in puncto Innovation und Zusatzfeatures aber eher an den Nothing Ear (3). Auf ein Mikrofon im Ladecase wird zwar verzichtet, dafür verfügen die Nothing Ear (3a) aber über Speicherplatz in den Buds, der es dir ermöglicht, Anrufe und andere Audio-Snippets aufzuzeichnen und transkribieren zu lassen. Ob das ein unbedingtes Kaufargument ist? Das musst du für dich selbst entscheiden. Weil die In-Ears aber auch sonst grundsolide performen und die faire UVP beibehalten, haben wir hier nichts zu meckern.
Lies hierzu auch unseren ausführlichen Test zu den Nothing Ear (3a).
Nothing Ear
Günstige In-Ears im coolen Transparenz-Look
Preis (UVP / Straßenpreis): 149 Euro / ca. 80 Euro | Akku-Laufzeit: 8,5 Std. / 40,5 Std. im Ladecase (ohne Noise Cancelling) | Schnellladefunktion: 10 Min. Ladezeit für 10 Std. Laufzeit | Bluetooth-Standard: Bluetooth 5.3 | Codecs: SBC, AAC, LDAC, LHDC | ANC: Ja | Wasser- und Staubschutz: IP54 (Buds), IP55 (Case)
- Toller Sound
- 8-Band-Equalizer mit eigenen Profilen
- Hoher Tragekomfort
- ANC nicht auf Top-Niveau
Uns konnten bereits viele Nothing-Kopfhörer mit ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. So auch die Nothing Ear. Für knapp 80 Euro gibt es aktuell nur wenige In-Ear-Kopfhörer, die ein derart rundes Paket bieten. Falls du damit leben kannst, dass ihr ANC schwächer ist als bei den meisten teureren Modellen, wirst du mit ihnen glücklich.
Aktuelle Angebote
Du möchtest mehr erfahren? Dann lies hier unseren ausführlichen Test der Nothing Ear.
Nothing Ear (a)
Futuristisch, praktisch, gut
Preis (UVP/Straßenpreis): 99,99 Euro / 55 Euro | Bluetooth-Codecs: SBC, AAC, LDAC | Bluetooth-Standard: 5.3 | Akku-Laufzeit: 42,5 Stunden (ohne ANC und mit Ladecase) | Schnellladefunktion: 10 Minuten für 10 Stunden | Anschlüsse: USB-C
- Guter Klang
- Hoher Tragekomfort
- Typisches Nothing-Design
- Ladecase mit Defiziten
- Ausführlicher Equalizer fehlt
Wenn du viel Wert auf Preis-Leistung legst, solltest du einen Blick auf die älteren Nothing Ear (a) werfen. Die Kopfhörer des britischen Herstellers reichen qualitativ beinahe an die teureren Nothing Ear heran (die teilweise auch schon unter 100 Euro zu haben sind) und sehen ihnen zum Verwechseln ähnlich. Gutes ANC, eine echt praktische App und individuelles Design machen die Nothing-Kopfhörer zu den perfekten ANC-In-Ears für alle, denen Style mindestens so wichtig ist wie Leistung. Der Preis hat sich über die vergangenen Jahre stetig nach unten korrigiert. Mittlerweile sind wir bei knapp 55 Euro.
Erfahre mehr in unserem ausführlichen Test der Nothing Ear (a).
Die Over-Ears: Ein gelungenes Debüt
Nothing Headphone (1)
Nichts zu meckern
Preis (UVP/Straßenpreis): 299,99 Euro/190 Euro | Bluetooth-Codecs: SBC, AAC, LDAC | Bluetooth-Standard: 5.3 | Akku-Laufzeit: 35 Stunden mit ANC | Schnellladefunktion: 5 Minuten für 2,4 Stunden | Anschlüsse: USB-C
- Spaßiger Sound mit kräftigem Bass
- Alltagstaugliches Noise Cancelling
- Lange Akkulaufzeit
- Clevere Bedienelemente
- Einzigartiges Design
- Klang wirkt gedrängt und vermisst teilweise Details
- Schwer und klobig
- Keine gute Anrufqualität
Mit dem Nothing Headphone (1) hat Nothing die futuristische Designsprache der beliebten In-Ears auf das große Parkett gezerrt und erst mal Over-Ear-Kopfhörer veröffentlicht. Der Sound soll in Zusammenarbeit mit den Klang-Spezialist:innen von KEF entwickelt worden sein – hören lassen können sie die Over-Ears auf jeden Fall. Auch ANC und Bedienelemente wissen im Praxistest zu überzeugen, sodass wir im Endeffekt bei einer sehr guten Endnote landen. Die Kopfhörer spielen zwar nicht ganz so analytisch auf wie die Konkurrenz von Bowers & Wilkins, Sennheiser und Co., angesichts des Preises, der schon kurz nach Release in faire Sphären fiel, können wir hier aber trotzdem definitiv eine Empfehlung aussprechen.
Erfahre mehr in unserem ausführlichen Test des Nothing Headphone (1).
Nothing Headphone (a)
Preiswerte Over-Ears
Preis (UVP): 159,99 Euro/140 Euro | Bluetooth-Codecs: SBC, AAC, LDAC | Bluetooth-Standard: 5.4 | Akku-Laufzeit: 75 Stunden mit ANC | Schnellladefunktion: 10 Minuten für 10 Stunden | Anschlüsse: USB-C
- Nicht allzu feiner, aber spaßiger Sound
- Alltagstaugliches Noise-Cancelling
- Lange Akkulaufzeit
- Clevere Bedienelemente
- Einzigartiges Design
- ANC-Modus beeinflusst Klang stark
- Hoher Anpressdruck
Was die Nothing Ear (a) für die Nothing Ear sind, ist das Headphone (a) für das Headphone (1). Auch wenn Anpressdruck und ANC hier nicht allen gefallen dürften, machen Design, spaßiger Sound, Akkulaufzeit und auch die sonstige Ausstattung angesichts des moderaten Preises eine echt gute Figur. Natürlich solltest du vor dem Kauf des Headphone (a) unbedingt das Headphone (1) ganz eng im Blick behalten. Preislich liegen wegen der starken Preisnachlässe auf das Premium-Modell keine Welten zwischen den beiden Over-Ear-Kopfhörern. Wenn du dich etwas gedulden kannst, dürfte hier aber zeitnah ein echtes Schnäppchen auf dich warten. Wir sind uns sicher, dass die Headphone (a) im Laufe des nächsten Jahres unter 100 Euro sinken könnten.
Erfahre mehr in unserem ausführlichen Test des Nothing Headphone (a).
Open-Ear-Kopfhörer: Unser ehemaliger Testsieger
Nothing Ear (open)
Offen für Alternativen
Preis (UVP): 149,99 Euro/100 Euro | Bluetooth-Codecs: SBC, AAC | Bluetooth-Standard: 5.3 | Akku-Laufzeit: 8 Stunden / 30 Stunden mit Ladecase | Schnellladefunktion: 10 Minuten für 2 Stunden | Anschlüsse: USB-C
- Angenehmer, warmer Klang
- Leichte Bauweise
- Ausführlicher Equalizer
- Guter Halt
- Schwächen in den Details
- Keine Trageerkennung
Neben Over-Ears und In-Ears wartet im Produktkatalog von Nothing auch noch ein Modell auf dich, das sich deutlich von den restlichen Geräten abhebt. Die Nothing Ear (open) hängen als Open-Ear-Kopfhörer eher vor dem Gehörgang und bieten damit beste Transparenz, auch wenn du gerade Musik hörst. ANC ist hier leider kaum möglich (nur die Shokz OpenFit Pro haben bisher das Gegenteil bewiesen) und wird von den Ear (open) dementsprechend auch nicht unterstützt. Bis zur Veröffentlichung der ersten Open-Ears mit aktiver Geräuschunterdrückung konnten sich die Ear (open) übrigens auch als Testsieger unserer Open-Ear-Kategorie bezeichnen. Der Titel ist mittlerweile futsch, die Kopfhörer sind aber immer noch eine Empfehlung wert – besonders, weil sie mittlerweile unter 100 Euro kosten.
Aktuelle Angebote
Erfahre mehr in unserem ausführlichen Test der Nothing Ear (open).
Nothing-Kopfhörer: Eine Frage des Designs?
Egal, für welche Nothing-Kopfhörer du dich entscheidest, eines sticht direkt ins Auge: das Design. Hier hebt sich die Marke deutlich von der Konkurrenz ab und setzt kategorieübergreifend auf eine einheitliche Ästhetik. Das bedeutet: Viel Transparenz trifft auf einzelne bunte Details und eine hochwertige Haptik. Bezüge zu Kassettendecks, Pillendosen und Co. und einen insgesamt retrofuturistischen Anspruch können die Kopfhörer der Marke nicht verleugnen.

Das gilt übrigens auch für die anderen Produkte von Nothing, allem voran die Smartphones. Hier hat Nothing ursprünglich mit der Glyph-Beleuchtung auf der Rückseite für Aufsehen gesorgt und in neueren Iterationen einen programmierbaren Mini-Bildschirm verbaut, der den schmalen Grat zwischen Pixel-Look und Science-Fiction geht. Böse Zungen könnten da natürlich behaupten, dass es bei Nothing mehr um Schein als Sein geht. Spätestens in den Praxistests können uns die Kopfhörer aber in der Regel vom Gegenteil überzeugen, weil Nothing auch hier mutig agiert.
Innovative Funktionen – faire Preise
Neben dem auffälligen Design fällt nämlich auch die Ausstattung in der Regel positiv auf. Mehrere Equalizer mit Profilen, die man ganz einfach per QR-Code teilen kann, ein Mikrofon im Ladecase, um Anrufe noch einfacher zu gestalten, oder Speicherplatz in den Earbuds, um Anrufe aufzuzeichnen? Nothing scheint tatsächlich einer der Hersteller zu sein, die Ideen einfach umsetzen und nichts anbrennen lassen. Das kann dann natürlich auch mal dazu führen, dass ein Feature nicht ganz ausgereift wirkt oder eben nicht mehr nachgereicht werden kann – wir hätten uns über eine Aufnahme- und Transkriptionsmöglichkeit für das Super Mic der Nothing Ear (3) wirklich gefreut – spannend und innovativ bleibt es aber allemal.
Fazit: Diese Nothing-Kopfhörer passen zu dir
Wie in jeder Kaufempfehlung ist unser erster Ratschlag: Du weißt selbst am besten, ob du auf der Suche nach In-Ears, Over-Ears oder Open-Ears bist. Ist ersteres der Fall, kannst du aus dem Vollen schöpfen. Wenn die besonderen Funktionen von Ear (3a) und Ear (3) für dich eine Rolle spielen, kannst du hier zum Angebotspreis zuschlagen. Wenn die Features bei dir eher ungenutzt bleiben würden, kannst du aber genauso gut auch zu den Ear und Ear (a) greifen und eine Menge sparen. Bei den Over-Ears sieht es aktuell etwas anders aus, weil das Headphone (1) kaum teurer ist als das günstigere Headphone (a). Hier kannst du also guten Gewissens zum Flaggschiff greifen, wenn sich an den Preisen nicht allzu viel ändert.
Du willst dir auch einen Überblick über die In-Ears anderer Hersteller verschaffen? Hier findest du unsere Bestenliste zum Thema:






